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Salzburger
Der obige Artikel wurde hier jüngst bereits veröffentlicht - allerdings leider ohne diese AnMerkungen: Freilich muß man bemerken, daß der Autor nicht bloß mehrerlei zu Gom.Dav. geschrieben hat, sonde…More
Der obige Artikel wurde hier jüngst bereits veröffentlicht - allerdings leider ohne diese AnMerkungen:

Freilich muß man bemerken, daß der Autor nicht bloß mehrerlei zu Gom.Dav. geschrieben hat, sondern auch sehr an Hamann interessiert ist; ob auch Don Nicolas ein solch starkes VerHältnis zu Hamann hatte - wiewohl beide freilich auf derselben Seite standen -, ist höchst zweifelhaft, denn letzterer wird in Seinem Oevre auf über 1000 Seiten nur 1x erwähnt.
Eindeutig aber ist, daß für Gom. Dav. der Mensch nicht bloß (wie es im Artikel heißt) "das begehrende Wesen" ist - denn das ist jedes Tier, ja jede Pflanze auch (man vgl. nur Schopenhauers "Ü.d.Willen i.d.Nat."); sondern dasjenige, welches durch sein absolut gewordenes SelbstBeWußtSein wortwörtlich "daneben steht". Und weiters ist dies nur die eine Hälfte der WeltAnSchauung von G.D.. Die andere ist, daß der arme homo von seinem unbedingten GegenÜber nicht einmal sich selbst überlassen wird. Sondern von dessen Grazien überfallen&überwältigt wird (ehe er überhaupt einen Schuß abgeben kann...). Abstrakt (d.i.: schlecht) formuliert: Ontologischer Idealismus, axiologischer Realismus.
Doch generell ist der Autor nun erfreulicherweise auf der richtigen Fährte - G.D. war erfolgreich einer, "der zu den traditionellen Problemen der Philosophie vitalistische Lösungen sucht", wie I.Höllhuber schon 1967 (in Seiner "Gesch.d.Philos.i.span.Kulturber.") schrieb.