Einen Haufen in das Gesicht der Moderne

Gerade habe ich einen frommen NOM erlebt. Er ist gültig und erlaubt. Gott verlässt Seine Kinder nicht, in deren Seele Er wohnt, auch dann nicht, wenn diese nur den NOM „bekommen.“ Es gibt auch viele gute Priester in der Konzilskirche. Aber insgesamt verdunkelt der NOM, der dem falschen Konzilsgeist entstammt, den Ratschluss der Wahrheit (vgl. Ijob 42,3). Er ist eine Verführung der wissenschaftlichen Weltauffassung, der Moderne.

Alle Frommen sind meine Brüder und Schwestern. Das gilt auch für die Konzilskleriker, die sich trotz der Schlauheit der heutigen Gebildeten ihr Wissen der Wahrheit in Bezug auf das Übernatürliche erhalten haben. Deshalb gilt meine Kritik an der Konzilskirche vor allem dem falschen Konzilsgeist, der durch kollektivistische Machtorientierung, Verweltlichung (Aggiornamento), Protestantisierung, wissenschaftlicher Weltauffassung, Prinzipienlosigkeit, Psychologisierung, Universalismus und, vor allem, Ablehnung des Übernatürlichen trotz verlogener gegenteiliger Behauptungen gekennzeichnet ist. Jesus war nicht der erste Kommunist. Er war kein früher „Che Guevara“, obwohl das BerGOG wahrscheinlich heute noch „glaubt“.

Die objektive Faktizität der Sprache der symbolischen Formen macht jedem Messbesucher klar, dass der NOM zu ist. Er entspricht dem Konzilsgeist. Es ist ein Kreis, der nach außen und vor allem gegenüber dem Himmel verschlossen ist, um das katholisch sozialistische Kollektiv nach innen gleich zu machen (alle müssen zusammen stehen, sitzen, singen, etc.). Extra Würste werden nicht toleriert. Wehe, jemand betet den Rosenkranz während der Messe, obwohl das früher üblich und aus theologischen Gründen auch vertretbar war. Die Heilige Messe aller Zeiten ist eben kein geschlossener Kreis sondern eine nach oben geöffnete Hyberbel. Ihr Herr ist nicht der politische Wille von Weltverbesseren, die sich aus Machtgründen religiös geben, sondern der Heilige Geist selbst.

Das kümmert diese nicht. Sie glauben an den pragmatischen Materialismus der Körperlichkeit (Kletterwände, Muskeltraining). Es fällt ihnen überhaupt nicht mehr auf, dass sie an einen unsichtbaren, durch die Luft fliegenden Gott nicht mehr glauben können. Sie sind konzilskatholische Dogmatikprofessoren. Sie reden wie früher. Sie glauben, dass sie wie früher glauben. Tatsächlich aber zeigen ihre Früchte, nicht nur dicke Oberarme, dass sie wissenschaftsgläubige Materialisten sind. Dabei ist der Wissenschaftsglaube die für das Seelenheil gefährlichste Lüge, die es je gegeben hat.

Erinnern wir uns: Die Wissenschaften können die menschliche Existenz nicht erklären. Sie haben keine Wahrheit. Sie haben keinen metaphysischen Haken, von dem aus sie ausreichende Verifizierungskriterien anwenden könnten. Systemimmanenz kann das System als solches niemals als Ganzes beschreiben. Das gilt prinzipiell. Man muss noch nicht mal an die grundsätzlichen Löcher im Schweizerkäse der wissenschaftlichen Theorien (u.a. Poppers Verifizierungsproblem) erinnern. Das Leib-Seele Problem ist unlösbar. Wie soll die geistliche Realität der Mathematik, die die Physiker benutzen, um das Universum zu beschreiben, einer Behauptung dienen, dass es nur die Materie gibt, dass es keinen unabhängigen Geist und damit auch keinen Gott gibt, obwohl die Mathematiker wissen, dass viele Bereiche der Mathematik unabhängig von der Physis sind (ab 11:34 im folgenden Video):

Roger Penrose - Is Mathematics Invented or Discovered?

Ab 13:21 im folgenden Video (ab 13:51 „Es sind Vorstellungen im Geist Gottes“):

Is Mathematics Invented or Discovered? | Episode 409 | Closer To Truth

Am Ende gibt es auch hier keine Antwort. Ist die Mathematik physisch, mental, platonisch oder fiktiv? Keine Antwort. Wo ist hier Wahrheit und Sicherheit im Sinne des katholischen Glaubensbekenntnisses, das wir durch die Einwohnung des Heiligen Geistes nicht nur glauben sondern wissen? Der Kaiser ist nackt, moderne und schlaue Konzilspfeifen, OK?!!

Menschen, die glauben, dass die Wissenschaften die menschliche Realität umfassend erklären und deshalb die Existenz des unsichtbaren Übernatürlichen stringent und als Aberglauben verneinen können (Jesuiten?), sind entweder dumm oder böse, weil sie sich dadurch erhoffen, endlich ungestraft und mit gutem Gewissen die Unzucht intendieren zu können. Bumsen ist alles für diese kleinen Ferkel.

Den Todesstoß für die wissenschaftliche Weltauffassung und damit gleichzeitig der Einstieg in die Wahrheit der menschlichen Existenz (demnächst mehr) ist am Ende die Unwiderlegbarkeit des Solipsismus und des Skeptizismus. Die Begriffe verweisen auf die Tatsache, dass es unmöglich ist, aus seinen eigenen Vorstellungen herauszukommen. Der Film „The Matrix“ (de.: Matrix) verdeutlicht das Problem sehr gut. Kein Mensch ist fähig, seine Erlebniswelt zu überwinden, um aus ihr auszusteigen. Wir erleben die Wirklichkeit immer nur so, wie wir sie uns vorstellen. Unser Leben könnte deshalb eine Computersimulation/eine einprogrammierte Erfahrung sein. Das Gegenteil ist nicht beweisbar. Jeder der kommt und einem eine absolut existierende Realität beweisen will, ist immer noch Teil der Simulation. Im Computerspiel kommt jemand, der sagt, dass das alles real sei. Nein, ist es nicht. Die Simulation hat ihn geschickt. Er gehört zu ihr. Es ist unmöglich, aus der Simulation herauszukommen.

Die philosophischen Schulen des Solipsismus (es gibt grundsätzlich ganz allein den Erfahrenden der Simulation) oder des Skeptizismus (eine absolute Wahrheit ist nicht zugänglich) haben dieses Problem behandelt.

All das hängt damit zusammen, dass die absolute Wahrheit Gott der Herr ist. Er ist Freiheit. Man muss Ihn wollen, um Ihn erkennen zu können. Man muss ihn verschenken, um Ihn zu erhalten. Jeder Mensch glaubt immer. Er hat keine Wahl. Er ist zur Freiheit gezwungen. Ein Wissen gibt es nur bzgl. der u.a. tierischen Bühnendekoration im Hintergrund des menschlichen Dramas der freien Entscheidung. Durch seinen Zwangscharakter ist das Wissen minderwertig.

Jeder Mensch wählt sich seine Weltvorstellung. Er glaubt an sie. Ein Wissen gibt es diesbezüglich nicht. Das Wissen ist dem Glauben untergeordnet (alle wissen, dass jeder aufs Klo muss, heureka, mehr nicht, auch ein „katholisches“ Ferkel). Einen zwingenden Beweis der bevorzugenden Wahrheit einer Lebensauffassung gegenüber einer anderen gibt es nicht. Immer muss der Mensch poetisch wählen. Die Wahrheit ist kein Hammer. Sie ist die absolute Liebe. Sie ist für die Chefs der irdischen Macht (nicht nur verweltliche Bischöfe und sexualisierte Frauen) durch die fleischentsagende Weltflucht paradoxal und unverständlich.

Die frühen Mönche (u.a. Antonius und Johannes Cassianus) hatten ein starkes Motto: „Fliehe den Bischof und die Frau!“ Demnächst mehr.