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Papst Franziskus: Ich werde den Baum schütteln

Ohne Zweifel redet Papst Franziskus oft verwirrend und ebenso verwirrend ist das Spannungsverhältnis zwischen seinem Tun und Reden. Nur ein Beispiel: So protegiert Franziskus Abtreibungsbefürworter, redet jedoch vermeintlich Klartext, wenn er Abtreibung als Auftragsmord bezeichnet. Der Widerspruch ist natürlich auflösbar, wenn er nun einfach gar nicht gegen Auftragsmord ist. Der Mann ist Kommunist, völlig abwegig ist das nicht.

Obschon bereits verstorben, vermag der Konvertit Gilbert Keith Chesterton auch heute seinen Beitrag dazu noch auf Umwegen leisten. In einer Verfilmung seines "Pater Brown" kommt dieser wie folgt zu Wort:

"Ich werde den Baum schütteln - und sehen was herunterfällt!"

Einfach einmal alles durcheinanderschütteln, die ganze Kirche kräftig schütteln - und dann sehen, was dabei herauskommt. Rom scheint so verzweifelt, dass ein solches Gottesurteil der einzige noch mögliche Ausweg erscheint. Vielleicht ist gar nicht mehr dahinter? Wie so oft, wenn sich Menschen Aufgaben stellen, denen sie gar nicht gerecht werden können. Sei die Aufgabe zu groß, der Mensch zu klein - oder beides.

Das Motiv dieser Handlung findet sich häufiger im Kriminalroman, bei Max und Moritz, im Märchen bei Aschenputtel, sogar als Einstieg in eine Entspannungsübung. Auch unser Franz erzählt viel und gerne, in Rom und über den Wolken. Wie gesagt: Vielleicht ist gar nicht mehr dahinter.

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Textquelle: Sony Channel - Father Brown, Staffel 5 Folge 10: Des Rätsels Lösung
Bildquelle: pikist.com (öffentlich)
Salzburger
JaJa, zumindest privatim gibt sich S.H. zuweilen fromm und spricht von Teufel usw.; aber coram publico gibt Er den Progressisten&AntiChristen. Doch das forum internum ist nichts für uns MitMenschlein und bei einem politischen Amte kommt es nur auf das öffentliche Wirken an. .
Kirchen-Kater
Auch diese Deutung hat etwas, höre ich solches Verhalten doch immer wieder aus solchen Kreisen. Mir will dies ein wenig charakterschwach erscheinen, allerdings sind Märtyrer auch in der Kirche die Ausnahme. Doch bei Franziskus steckt klar mehr als "Feigheit vor dem Feinde" dahinter. Er schwätzt halt gerne und hat eben bei Sozialitäten eine progressive Grundüberzeugung. Und das beschädigt sein …More
Auch diese Deutung hat etwas, höre ich solches Verhalten doch immer wieder aus solchen Kreisen. Mir will dies ein wenig charakterschwach erscheinen, allerdings sind Märtyrer auch in der Kirche die Ausnahme. Doch bei Franziskus steckt klar mehr als "Feigheit vor dem Feinde" dahinter. Er schwätzt halt gerne und hat eben bei Sozialitäten eine progressive Grundüberzeugung. Und das beschädigt sein öffentliches Wirken, verkehrt es gar ins Übel.
alfredus
Da gibt es nichts zu schütteln, der Baum ist leer ... ! Geleert durch eine Urwaldgöttin mit ihren Anhängern !