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Bleibt gesund! Prozessionen verboten

Heute ist Muharram, der erste Tag im ersten Monat des islamischen Kalenders. Da darf im Jahr 2 nach Corona und im ersten Monat von TC einmal an ein früheres "vorbildliches" Verbot der Anti-Religions-Fanatiker erinnert werden, die heute im Wertewesten und selbst in Rom wieder das Zepter schwingen.

In Aserbaidschan wurden die Muharram-Zeremonien während der frühen sowjetischen Zeit als Zeichen der Rückständigkeit bekämpft. Unmittelbar nach der Errichtung der sowjetischen Herrschaft im Jahre 1920 sandte das Zentralkomitee von Aserbaidschan eine Anzahl von Direktiven an die Distriktkomitees und forderte sie dazu auf, in angemessener Weise gegen den „Fanatismus“ der Prozessionen vorzugehen. Aktivisten der Kommunistischen Partei wurden 1921 beauftragt, an religiösen Versammlungsorten eine Anti-Muharram-Kampagne durchzuführen, über dann die Presse zu berichten hatte. 1922 beschloss das Zentralkomitee, noch schärfere Maßnahmen gegen die Muharram-Feiern zu ergreifen und die Herstellung von Produkten, die für die Durchführung der Selbstgeißelungsrituale gebraucht wurden, zu verbieten sowie auch alle Trauerprozessionen in den Hauptstraßen von Baku zu untersagen. Der Sekretär des Zentralkomitee beauftragte die Tscheka, Maßnahmen zu ergreifen, um Massendemonstrationen zu verhindern. Mullas, die sich an der Anti-Muharram-Kampagne beteiligten, wurden 1923 mit einem neuen Anzug belohnt.
Der Rat der Volkskommissare erließ 1925 das Dekret „Zum Muharram“, in dem den Bürgern der Aserbaidschanischen SSR streng verboten wurde, während des Muharram Prozessionen oder Selbstgeißelungen durchzuführen. Das Verbot wurde mit der notwendigen Gesunderhaltung der Arbeiterklasse begründet und darauf hingewiesen, dass diese Rituale den Menschen von den Grundbesitzern und dem Klerus ohne Grund auferlegt worden seien. Dass der Kampf der Regierung gegen die Muharram-Zeremonien vergeblich war, lässt sich allerdings daran erkennen, dass 1927 das Aserbaidschanische Zentrale Exekutivkomitee erneut einen Appell an die Arbeiter richtete, „alle Kräfte zu vereinen, um dieses Phänomen, das eine Schande für jedes fortschrittliche Land ist, endgültig auszumerzen.“ 1929 wurde das Muharram-Dekret um einen zusätzlichen Artikel erweitert, der auch religiöse Massenfeiern in privaten Häusern verbot.

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Quellen: Text Wikipedia, Bild Etsy Taufkerze
Kirchen-Kater
Von vorigem Monat. Und aktuell.
Salzburger
Wäre schön, wenn es eine Statistik gäbe, wie viele Söhne "kommunistischer" Apparatschiks auf "Mohammed" getauft warden...
Kirchen-Kater
Interessant, in der Tat.
Mario Dzakula
Sind das Pentagramme auf der rechten Kerze?
Kirchen-Kater
Das sollen sicher Sterne sein.
Kirchen-Kater
Bedeutsamer ist wohl, dass hier nicht alle Regenbogenfarben genommen sind, sondern lediglich so viele wie in der "Homo-Vielfalt-Flagge": Regenbogen ist nicht gleich Regenbogenflagge – gloria.tv
Aber auch dies ist nur ein weiteres Zeichen einer verkehrten Welt.
Elista
Es sind zumindest 5 zackige Sterne
Kirchen-Kater
Überall wo sie an die Macht gekommen sind, ticken die Revoluzzer ähnlich.