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Konfuser Vatikan: "Wir taufen dich" war 2003 "gültig" und 2020 ungültig

Die Glaubenskongregation hat im August festgestellt, dass Taufen, die nach der Formel "Wir taufen dich" gespendet werden, ungültig sind. Doch eine andere vatikanische Kongregation kam einige Jahre zuvor zu einer gegenteiligen Ansicht.

Ein Untersekretär der Gottesdienstkongregation erklärte 2003 in einem Brief an eine Diözese, dass die Formel "unzulässig", aber "gültig" sei. Der Brief ist in der Ausgabe 2003 der "Roman Replies and CLSA Advisory Opinions" veröffentlicht.

Darin heißt es: "Die Verwendung der ersten Person in der Mehrzahl statt in der Einzahl ... stellt die Gültigkeit der erteilten Taufe nicht in Frage. Das heißt, wenn die drei göttlichen Personen ausdrücklich als Vater, Sohn und Heiliger Geist genannt werden, macht die Verwendung der ersten Person in der Mehrzahl die Erteilung des Sakraments nicht ungültig."

Bild: © John Ragai, CC BY, #newsEmwoxrovgh

Solimões
Die Pluralformel ist ungültig, weil der Priester als Christus tauft, und der ist nun mal EINER.

Jesus sagte den Jüngern: gehet hin und taufet, damit liegt die Taufvollmacht auf dem kirchlichen zeitlichen Subjekt, und nicht in der ewigen göttlichen Dreifaltigkeit.

Das kirchliche Subjekt ist natürlich in der zweiten Person verankert, welche Quelle der Vaterschaft ist (Eph 3, Herzjesumesse). Und …More
Die Pluralformel ist ungültig, weil der Priester als Christus tauft, und der ist nun mal EINER.

Jesus sagte den Jüngern: gehet hin und taufet, damit liegt die Taufvollmacht auf dem kirchlichen zeitlichen Subjekt, und nicht in der ewigen göttlichen Dreifaltigkeit.

Das kirchliche Subjekt ist natürlich in der zweiten Person verankert, welche Quelle der Vaterschaft ist (Eph 3, Herzjesumesse). Und die Taufe IST eine geistliche Vaterschaft (1 Kor 4,15).

Paulus sagt auch: Gott schafft, Apollo befruchtet, Christus tauft. Die Taufe ist ein geistlicher Prozess aus dem einen Gott, darum ICH taufe dich, im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Rudolph-Michael Dacoromanotóthmagyar-Tatzgern shares this
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'Doch eine andere vatikanische Kongregation kam einige Jahre zuvor zu einer gegenteiligen Ansicht.

Ein Untersekretär der Gottesdienstkongregation erklärte 2003 in einem Brief an eine Diözese, dass die Formel "unzulässig", aber "gültig" sei. Der Brief ist in der Ausgabe 2003 der "Roman Replies and CLSA Advisory Opinions" veröffentlicht.'
michael7
All die Verwirrung nur, weil man meint, nicht bei dem bleiben zu sollen, was die Kirche immer getan hat. Jeder meint, was ändern zu können, selbst die Worte Jesu und der Heiligen Schrift will man heute "verbessern" (Wandlungsworte "für alle", Vater Unser, Gloria ...).
Selbst wenn etwas schwer verständlich sein sollte, gehört das im Katechismus erklärt, aber es ist Hochmut, die Worte Jesu selbst …More
All die Verwirrung nur, weil man meint, nicht bei dem bleiben zu sollen, was die Kirche immer getan hat. Jeder meint, was ändern zu können, selbst die Worte Jesu und der Heiligen Schrift will man heute "verbessern" (Wandlungsworte "für alle", Vater Unser, Gloria ...).
Selbst wenn etwas schwer verständlich sein sollte, gehört das im Katechismus erklärt, aber es ist Hochmut, die Worte Jesu selbst zu verändern, wie man es heute selbst im Vatikan praktiziert! 😭 😡
Takt77
Es ist doch viel wichtiger, dass Lieder aus dem "König der Löwen" dabei gesungen werden!
Denn das Leben ist ein ewiger Kreis... 🤪
01Juli
Wer einmal eine Taufe im alten Ritus gesehen hat sieht erstmal wie leer die „neue“ Form ist
Kreidfeuer
es sei an dieser Stelle auf die Volksmission 2020 der fsspx hingewiesen, die P. Schmidberger gepredigt hat. Der erste Teil geht auf den Taufritus ein. siehe hier: youtube.com/…NLuXIe7-KRmTfoslz-cwVYLFgJG-RC
Anno
Man sollte meinen, dass nach 2000 Jahren Kirchengeschichte eine solch wichtige Sache geklärt seine sollte.
Das was aber momentan abläuft ist einfach nur armselig und zeigt den Tiefpunkt an dem sich die Kirche befindet.
SvataHora
Das Wir-Gefühl wird in der Neukirche ganz groß geschrieben. Das "Gemeinschaftserlebnis" muss sich sogar in der "Taufformel" niederschlagen. Wie bei den häufigen Sitzungen und Gremien und weiß der Geier was: "Hauptsache, wir haben darüber gesprochen." Strohdrusch pur. Und in diesem Fall dazu noch ungültig! Selbst das "Glaubensbekenntnis" wird in der "Wir-Formel" gesprochen. Man ändert nach …More
Das Wir-Gefühl wird in der Neukirche ganz groß geschrieben. Das "Gemeinschaftserlebnis" muss sich sogar in der "Taufformel" niederschlagen. Wie bei den häufigen Sitzungen und Gremien und weiß der Geier was: "Hauptsache, wir haben darüber gesprochen." Strohdrusch pur. Und in diesem Fall dazu noch ungültig! Selbst das "Glaubensbekenntnis" wird in der "Wir-Formel" gesprochen. Man ändert nach Belieben: selbst am Vaterunser und dem Gloria vergreift sich Fakepapst Bergoglio. Was soll's: die ganze Nachkonzils"kirche" ist eine Mogelpackung. 😡
Cavendish
Leider wird in dieser "Gemeinschaft" der wichtigsten Person nicht der erste Platz eingeräumt: Jesus Christus.
SvataHora
Das muss man leider laut sagen!
Mariens Kind
Naja, zwischen "Wir" und "Wir" kann ein Unterschied bestehen, wenn im anderen "Wir" die Anwesenden mit einbezogen sind. Deshalb koennte der Vatikan in diesem Jahr unter "Wir", anders als 2003,genau das verstehen.
Pater Jonas
Man lese im lateinischen Ritus und werde fündig. Die meisten aller Gebete und Formulierungen wurde abgeändert bis hin zur Weglassung des wertvollen Taufexorzismus. Man bedenke was an Wert verloren gegangen ist in den letzten Jahrzehnten
Katholik25
@Pater Jonas Was die Taufexorzismen betrifft: Karl Rahner hat sich immens dafür eingesetzt dass sie wegkommen. Und siehe da, er hat es geschafft.
Pater Jonas
@Katholik25 Ja da haben Sie Recht und mit welchen folgen des Verlusts.... Einige sogenannte Berümtheiten haben das Eine oder Andere durch ihren Einsatz in grosse Verluste geführt
Fabianp
Am besten den alten Ritus rausholen und taufen👍👍
Solimões
Hatte ich so gemacht. Bereitete eine Taufe vor, und bemerkte die Mängel, und habe den alten Ritus kurzerhand übersetzt, dass niemand wegen der lateinischen Texte Verdacht schöpfe.
eine Frau hat es aber gemerkt und mich gefragt, warum/ob ich den Exo betete.....
Lutrina
Dürfen Priester etwa keinen Pluralis Majestatis verwenden? 🤔
Moselanus
Der Menschensohn hat ihn nicht verwendet, stattdessen gesagt: "Ich bin." Mir scheint die jetzige Antwort schlüssiger.
Bethlehem 2014
"Wir werden kommen und Wohnung bei ihm nehmen." Joh. 14, 23 - Gilt das nicht für die Taufe...? -
Bin nicht unfehlbar!
Faber Verba
Es geht darum, dass der Priester sagt "Ich taufe Dich", damit ist klar wer tauft. Der Priester ist geweiht und in der Persona Christi. Wenn er sagt "wir taufen Dich" ist nichts mehr klar. Meint er alle Anwesenden, vielleicht auch anwesende Dämonen oder alle Menschen, alle Christen, alle Katholiken? So ungefähr erklärte es Dr. Taylor Marshall vom New Saint Thomas Institute.
viatorem
Ich kenne dies noch als der Priester bei der Taufe meiner Kinder sagte: "Ich taufe dich im Namen Jesus Christus etc."
Stimmt ja auch, denn er hat Kraft seines Amtes getauft.
Katholik25
@viatorem also das ist mir neu im Namen Jesus Christus. heisst es nicht: In Namen des Vaters und ......................?
viatorem
@Katholik25

Das ist schon mindestens 45 Jahre her und ja, natürlich haben Sie recht. Mein Augenmerk galt dem "Ich" des Priesters.

Danke für die Klarstellung, bevor ich jetzt auch noch Irrtümer verbreite.
Solimões
@viatorem
Die Formulierung im Namen Jesu Christi dürfte auch falsch sein. Jesus tauft nicht im eigenen Namen, sondern dessen der IHn gesandt hat, die göttlichen Personen.
Solimões
@Lutrina
es geht nicht um den pluralis majestatis, sondern um die handelnde Person, das ist immer nur einer. Darum sind auch die Konzelebrationen ungültig.

Pluralis majestatis verwendete man für eine Institution, z.B. der Bischof, wenn er im Namen der Tradition spricht.
viatorem
@Solimões

Da Jesus Christus mit dem Vater und dem Hl.Geist , ein , "Eins" ist, so passt es dann schon.

Dreieinigkeit.
Solimões
Nein, es passt NICHT. Der menschliche Jesus tauft mit der Kraft Gottes. Diese Unterscheidung muss klar sein. Auch ein Ungläubiger kann taufen, eben mit dieser Formel. ego te baptizo in nomine PFSS.

Aber der heiligste Papst tauft nicht mit den Worten, wir...., weil der WILLE Christi impliziert ist, und das ist nur EINER.
viatorem
@Solimões

Dann bemühen wir halt wieder Johannes den Täufer.

Ein Ungläubiger kann nicht taufen....auf wen will er denn jemanden taufen?

Es gibt die Nottaufe, wenn kein Priester gefunden werden kann und ein Sterbender getauft werden will, dann kann ein getaufter Christ ,eine Nottaufe vollziehen , aber nur dann.
Solimões
@viatorem
Die Gültigkeit der Taufe hängt an den Worten EGO te baptizo.....

DA steht nicht die Erlaubtheit (die Regel) zur Diskussion, sondern die Voraussetzungen (das Wesen).

Gerade Johannes tauft DEN, welchen er gesehen hatte. Und Jesus trug es ihm auf, weil seine eigene Taufe den Kreuztod vorwegnimmt, und sakramental erhöht.

Johannes war ja nicht ein "Gläubiger" im heutigen rechtlichen Sinn…More
@viatorem
Die Gültigkeit der Taufe hängt an den Worten EGO te baptizo.....

DA steht nicht die Erlaubtheit (die Regel) zur Diskussion, sondern die Voraussetzungen (das Wesen).

Gerade Johannes tauft DEN, welchen er gesehen hatte. Und Jesus trug es ihm auf, weil seine eigene Taufe den Kreuztod vorwegnimmt, und sakramental erhöht.

Johannes war ja nicht ein "Gläubiger" im heutigen rechtlichen Sinn, sondern ein Mann, der von Jesu Wort berührt war. Auf DAS kommt es an. Johannes wurde "gläubig" in der äusserlichen Begegnung.

Was im Leib der Elisabeth geschehen war, zeigt der Kirchenmann öffentlich: die Gnade kommt aus dem Befolgen der Anweisung Jesu Christi.