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Tina 13
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Leben des hl. Lukas, Evangelist und Gefährte von Paulus

Anonyme byzantinische Vita des hl. Lukas (11. Jh.)
6–7; PG 115, 1134–1135 (in: Chaque jour tu nous parles, t. 4 septembre – novembre, Éd. Abbaye d'Orval 1974, p. 278–279; ins Dt. trad. © Evangelizo)

Leben des hl. Lukas, Evangelist und Gefährte von Paulus

Als Paulus, nachdem er die Finsternis des Irrtums verlassen hatte, um sich der Liebe Gottes hinzugeben, sich den Jüngern anschließt, begleitet ihn Lukas überall hin und wird sein Reisegefährte (vgl. Apg 16,10f.). […] Er versteht sich so gut mit ihm, ist so vertraut mit ihm und teilt alle seine Gnaden in einem solchen Ausmaß mit ihm, dass Paulus ihn in einem Brief an die Gläubigen so bezeichnet: „Lukas, unser lieber Freund“ (Kol 4,14). Von Jerusalem und Umgebung bis nach Dalmatien (vgl. Röm 15,19) verkündete er mit ihm das Evangelium. Von Judäa bis nach Rom teilte er mit ihm dieselben Ketten, dieselben Mühen, dieselben Sorgen und dieselben Schiffbrüche. Er wollte mit ihm dieselbe Krone erhalten, weil er an denselben Strapazen teilgenommen hatte. Da er gemeinsam mit Paulus das Talent zum Predigen erworben und so viele Völker für die Liebe Gottes gewonnen und ihr zugeführt hat, erscheint Lukas als der liebende und geliebte Jünger des Erlösers sowie als der Evangelist, der dessen heilige Geschichte aufschrieb. Denn er war ja schon früher dem Meister gefolgt (vgl. Lk 10,1), er hatte die Zeugnisse der ersten Diener des Wortes gesammelt (vgl. Lk 1,1–2) und hatte die Inspiration aus der Höhe empfangen. Er ist der Evangelist, der das Geheimnis des Boten Gabriel erzählt, der zur Jungfrau gesandt wurde, um der ganzen Welt Freude zu verkünden. Er ist es, der die Geburt Christi anschaulich schildert: Er zeigt uns das neugeborene Kind, das in einer Krippe liegt, und beschreibt, wie die Hirten und Engel die Freude verkünden. […] Er berichtet von weit mehr Unterweisungen in Form von Gleichnissen als die anderen Evangelisten. Und so wie er uns die Herabkunft des Logos, des Wortes Gottes auf die Erde schildert, so beschreibt er auch seine Himmelfahrt und seine Rückkehr zum Thron des Vaters (vgl. 24,51). […] Aber bei Lukas ist die Gnade damit noch nicht am Ende. Seine Worte sind nicht auf den Dienst an dem einen Evangelium beschränkt. Nach Abschluss der Wundertaten Christi berichtet er auch von den Taten der Apostel. […] Lukas ist dabei nicht bloß Zuschauer, sondern nimmt wirklich daran teil. Deshalb verwendet er auch solche Sorgfalt darauf, uns darüber zu unterweisen.
Tina 13
Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 18,1-8.
In jener Zeit sagte Jesus den Jüngern durch ein Gleichnis, dass sie allezeit beten und darin nicht nachlassen sollten:
In einer Stadt lebte ein Richter, der Gott nicht fürchtete und auf keinen Menschen Rücksicht nahm.
In der gleichen Stadt lebte auch eine Witwe, die immer wieder zu ihm kam und sagte: Verschaff mir Recht gegen meinen Widersacher! …More
Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 18,1-8.
In jener Zeit sagte Jesus den Jüngern durch ein Gleichnis, dass sie allezeit beten und darin nicht nachlassen sollten:
In einer Stadt lebte ein Richter, der Gott nicht fürchtete und auf keinen Menschen Rücksicht nahm.
In der gleichen Stadt lebte auch eine Witwe, die immer wieder zu ihm kam und sagte: Verschaff mir Recht gegen meinen Widersacher!
Und er wollte lange Zeit nicht. Dann aber sagte er sich: Ich fürchte zwar Gott nicht und nehme auch auf keinen Menschen Rücksicht;
weil mich diese Witwe aber nicht in Ruhe lässt, will ich ihr Recht verschaffen. Sonst kommt sie am Ende noch und schlägt mich ins Gesicht.
Der Herr aber sprach: Hört, was der ungerechte Richter sagt!
Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern bei ihnen zögern?
Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen. Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, den Glauben auf der Erde finden?
Tina 13
Wir haben im Vertrauen auf unseren Gott das Evangelium Gottes trotz harter Kämpfe freimütig und furchtlos bei euch verkündigt. Denn wir predigen nicht, um euch irrezuführen, in schmutziger Weise auszunutzen oder zu betrügen, sondern wir tun es, weil Gott uns geprüft und uns das Evangelium anvertraut hat, nicht also um den Menschen, sondern um Gott zu gefallen, der unsere Herzen prüft.