Die Konzilskirche ist eine speluncam latronum

Niemand hat Spaß daran, die Konzilskirche oder Papst Franziskus grundlos einfach nur so anzugreifen. Jeder fromme Katholik wird sich mit Blick auf sein Seelenheil hüten, der Kirche auch nur ansatzweise durch exzessive oder spaltende Kritik zu schaden. Nein, die scharfen brüderlichen Ermahnungen von Seiten der Tradition sind niemals gegen die Kirche gerichtet, sondern, im Gegenteil, sie dienen ihrem Überleben. Wir sind treue Diener der Kirche. Wenn wir dann von der derzeitigen verweltlichen Kirchenhierarchie als im Bund mit Beelzebul verleumdet werden, dann folgen wir nur dem Herrn (vgl. Lk 11, 14-23).

Gestern haben wir in der Heiligen Messe vom 9. Sonntag nach Pfingsten das Evangelium der Tempelreinigung (Lk 19, 41-47) gehört. In diesem Geist sagen wir zu allen Konzilsklerikern, die die Kirche für einen politischen Weltverbesserungsverein halten: „Scriptum est: Quia domus mea domus orationis est. Vos autem fecistis illam speluncam latronum.“ Die Konzilskirche ist wahrlich eine Räuberhöhle. Ihre selbstverliebten Animateure und (sex-)aufgeklärten Machtkleriker klauen Gott die Seelen. Die sollen nicht mehr in den Himmel, sondern ökonomie- und ökologieorientierte Sklaven in der innerweltlichen politischen Auseinandersetzung werden. Wir Frommen haben jedes Recht diese böse Entwicklung zu bekämpfen. Sie hat schon viel zu viele Menschen Gott entfremdet und das nicht nur durch ihre unerträgliche Banalität (das Konzil der Buchhalter).

Es ist noch nicht mal ansatzweise denkbar, dass der Herr auf der Seite der verweltlichenden Kirchenveränderungen stehen könnte. Das sagen uns nicht nur der in uns einwohnende Heilige Geist klar und deutlich, sondern auch die Heilige Schrift und die katholische Tradition. Die Konzilskirche bricht mit der Tradition. Sie hat eigentlich einen neuen Glauben. Ihr Gott ist das humanistische Gute in der Welt. Sie versteht sich nur noch immanent. Das Unsichtbare, das Heilige, das Wunder, das Übernatürliche, der Himmel, etc. all das ist für sie keine Realität mehr. Sie ist wissenschaftsgläubig und folgt dem Zeitgeist (das nachmetaphysische Denken von Jürgen Habermas).

Wer glaubt schon an die ewige Jungfräulichkeit der Muttergottes? Das gesteht sie sich aber nicht ein. Um ihre Identität zu behalten und den Vollkaskoschutz seitens ihres Wunscherfüllungsgottes nicht in Frage zu stellen, bildet sie sich nach wie vor ein, den alten traditionellen Glauben zu haben. Deshalb darf nichts hinterfragt werden, sonst kracht alles zusammen und der Unglaube wird offenbar. Also geht das Lügen weiter und weiter. Es ist ekelhaft. Der NOM, den auch ein grüner Atheist versteht und ihn als Priester (Lehrer der Humanität) feiern könnte, verrät den Hochmut und die Gottlosigkeit der Konzilskleriker. Sie sind menschenzentriert und eben nicht gottorientiert. Sie betreiben eine Räuberhöhle und kein Haus des Gebets. Sie sind wie ein nackter Kaiser, der sich immer noch einbildet, die schönsten Gewänder zu tragen. Sie sind nackt!!! Deshalb laufen ihnen die Gläubigen weg. Bei ihnen gibt es keinen Gott, sondern nur Schein, Lug und Trug.

Das Problem ist, dass sie stolz darauf sind, dass sie aufgeklärt und modern sind. Ein Jesuit hat mir das persönlich bestätigt. Sie sind, wie erwähnt, wissenschaftsgläubig. Aber für die Wissenschaft und die Moderne gibt es keinen Gott. Also kann Religion nur noch etwas Humanistisches sein. Etwas, was die Welt verbessert, ein Überlebensvorteil für die Menschen, die als intelligente Tiere, die sich entsprechend der Evolutionstheorie entwickeln, verstanden werden. Sie sind Kohlenstoffeinheiten in einer physikalischen Welt, die ausschließlich nach unbedingten Gesetzen funktioniert. In ihr gibt es weder Liebe noch Hingabe. In ihr kann deshalb der Mensch tun und lassen was er will. Deshalb die vielen Bischöfe, nicht nur des synodalen Weges in Deutschland, die jetzt beginnen, die Moral auf den Kopf zu stellen und Perversion und Unzucht zu segnen. Die Moral ist für sie nicht real. Sie ist nur im Kopf, ein zeitabhängiges gesellschaftliches Konstrukt. Sie kann jederzeit verändert werden.

Schon einer der Urväter der wissenschaftlichen Weltanschauung, Bertrand Russell, hat in diesem modernen Bewusstsein zwei Bücher geschrieben, die beide als Feindliteratur in meinem Bücherregal stehen: „Why I am not a Christian“ und „Marriage and Morals“. Im letzteren, das urspr. 1929 veröffentlicht wurde, plädiert er, schon damals, für die heutige freizügige sexuelle Moral (offene Ehe, etc.). Offensichtlich geht es den Selbstvergötzern immer nur um Sex. Russell ist wenigstens ehrlich. Man muss ihn fast schon bewundern, im Gegensatz zu den unzuchtsverliebten Konzilsbischöfen, die nicht aufhören, eine Frömmigkeit vorzugaukeln, die sie schon lange nicht mehr besitzen. Warum schämen sie sich nicht, an den Altar zu treten und mit ihrer Mitra und ihrem Bischofsstab zu predigen? Merkwürdig. Ganz unten und mies.

Betet doch einmal andächtig die Psalmen. Da steht doch alles. Bitte.
Oenipontanus
Warum auch in der Überschrift der Akkusativ "speluncam"? 🤔