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Pazzo
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Eine Beschreibung Jesu Christi; Publius Lentulus an Tiberius

Von Publius Lentulus, Statthalter von Judäa, Freund von Pontius Pilatus;
Brief an den Römischen Senat, veröffentlicht von Fabricius


PUBLIUS LENTULUS AN TIBERIUS

Hier, Majestät, ist die Antwort, die Du verlangst. Es ist ein Mann aufgetreten, der mit außergewöhnlicher Macht ausgestattet ist und den sie den Großen Propheten nennen, seine Jünger bezeichnen ihn als "Sohn Gottes", sein Name ist JESUS CHRISTUS. Es ist wahr, o Cäsar, daß man täglich Wunderbares von diesem Christus hört, daß er Tote auferwekt, jede Art von Krankheit heilt und ganz Jerusalem in Staunen versetzt mit seiner außerordentlichen Lehre.
Er ist von majestätischer Gestalt mit einem strahlenden Antlitz voller Sanftmut, so daß jene, die ihn lieben, ihn zur gleichen Zeit auch fürchten. Man sagt, sein Antlitz mit dem in der Mitte geteilten Bart sei von unvergleichlicher Schönheit, und wegen seines Glanzes könne niemand lange den Blick darauf heften. In den Zügen, den himmelblauen Augen, den dunkelblonden Haaren gleiche er der Mutter, die die schönste, rührendste Gestalt ist, die in dieser Gegend je gesehen wurde.
Seine Reden sind von größter Klarheit, ernst, unwiderlegbar, und von einer Weisheit, die jene der größten Geister weit übertrifft. Im Ermahnen und Tadeln ist er furchtbar, im Belehren und Ermutigen jedoch milde, liebenswürdig, gewinnend. Er geht barfuß und barhäuptig, und viele, die ihn aus sicherer Distanz sehen, lachen über ihn, doch in seiner Gegenwart zittern sie und staunen. Niemand sah ihn je lachen, viele aber sahen ihn weinen.
Alle, die mit ihm Umgang gepflegt haben, beteuern, sie hätten Wohltaten und Heilung erfahren; doch werde ich belästigt von bösen Zungen, die behaupten, jener schade dem Ruf Deiner Majestät, weil er öffentlich erklärt, König und Untertanen seien vor Gott gleichgestellt.
Befiehl, was in dieser Angelegenheit geschehen soll, und man wird Dir sofort gehorchen.

Vale! (Lebe wohl!)

PUBLIUS LENTULUS
(Römischer Prokonsul in Judäa)
* * * * *
Missionarie "Unitas in Christo ad Patrem"
Via del Cinema, 16 - 00040 ANZIO (Rome)
CrimsonKing
Johannes X.
1. Brief von Pontius Pilatus
"Acta Pilati" - Der Brief des Pontius Pilatus an Kaiser Tiberius
über die Ereignisse rund um Jesu Prozess und Hinrichtung.
Der Bericht an den Kaiser Tiberius, gechrieben von Pontius Pilatus,
dem damaligen Römischen Gouverneur von Judäa,
wird er als Dokument mit amtlichem Status angesehen.
Die Datierung fällt etwa in das Jahr 32.
Historisch bedeutsamster Brief,
der …More
1. Brief von Pontius Pilatus
"Acta Pilati" - Der Brief des Pontius Pilatus an Kaiser Tiberius
über die Ereignisse rund um Jesu Prozess und Hinrichtung.
Der Bericht an den Kaiser Tiberius, gechrieben von Pontius Pilatus,
dem damaligen Römischen Gouverneur von Judäa,
wird er als Dokument mit amtlichem Status angesehen.
Die Datierung fällt etwa in das Jahr 32.
Historisch bedeutsamster Brief,
der je von Jerusalem nach Rom geschrieben wurde,
Lektüre, die mit den Geschichtsvorgängen vom Karfreitag,
Kreuzigung, Ostern, der Auferstehung engst verwoben ist. K.LV.
Das Original dieses Briefes wird in der Vatikanischen Bibliothek zu Rom aufbewahrt.
Kopien davon können in der Congressional Library (Kongress-Bibliothek) in Washington D. C. eingesehen werden.
An Tiberius Cäsar:
Auszug:
Ein junger Mann, so wurde gesagt, war in Galiläa erschienen
und predigte mit einer edlen Salbung ein neues Gesetz im Namen des Gottes,
der ihn gesandt hatte. Im Anfang war ich besorgt, dass es sein Plan sein könnte,
die Menschen gegen die Römer aufzuhetzen, aber meine Befürchtung wurde bald vertrieben.
Jesus von Nazareth sprach eher als Freund der Römer als der Juden.
Eines Tages, als ich an der Stelle Siloam vorbeikam,
wo ein großer Menschenauflauf war, bemerkte ich inmitten der Scharen einen Mann,
der - an einen Baum gelehnt - sich ruhig an die Menge wandte.
Mir wurde gesagt, dass das Jesus war.
Das hätte ich leicht erraten können,
so groß war der Unterschied zwischen ihm und denen, die ihm zuhörten.
Sein goldfarbenes Haar und Bart gaben seiner Erscheinung einen himmlischen Bezug.
Er schien ungefähr dreißig Jahre alt zu sein.
Noch nie habe ich ein anmutigeres oder friedlicheres Aussehen gesehen.
Welch ein Kontrast zwischen ihm und seinen Zuhörern
mit ihren schwarzen Bärten und ihren gebräunten Gesichtern!
Da ich ihn lieber nicht durch meine Anwesenheit stören wollte,
setzte ich meinen Spaziergang fort, aber wies meinen Sekretär an,
sich in die Menge zu mischen und zuzuhören.
Einer der rebellierenden Juden, an denen Jerusalem so reich ist, fragte Jesus,
ob es richtig ist, dem Cäsar Steuern zu zahlen.
Er antwortete ihm:
"Gib dem Cäsar, was dem Cäsar gehört, und an Gott die Dinge Gottes."
Es war wegen der Weisheit in seinem Reden,
dass ich ihm soviel Freiheit zugestand, denn es lag in meiner Macht,
ihn zu verhaften und nach Pontus zu verbannen.
Das wäre jedoch in Widerspruch mit dem Recht gewesen,
das die römische Obrigkeit im Verfahren mit Menschen immer charakterisiert hat.
Der Name meines Sekretärs ist Manlius.
Er ist ein Enkel des Obersten der Verschwörer, die, wartend auf Cataline, in Eturia verblieben. Manlius war schon lange Zeit Einwohner von Judäa und ist mit der hebräischen Sprache gut vertraut.
Er war mir ergeben und meines Vertrauens würdig.
Als ich den Amtssitz betrat, fand ich Manlius, der mir die Worte erzählte, die Jesus bei Siloam gesprochen hatte. Nie habe ich in den Werken der Philosophen irgend etwas gelesen,
das verglichen werden könnte mit den wahrheitsgetreuen Erklärungen von Jesus.
Mein Sekretär Manlius berichtete mir, Jesus sei weder verführend noch aufrührerisch.
So dehnten wir unseren Schutz auf ihn aus.
Er war frei zu handeln, zu reden und das Volk zu versammeln.
Diese unbegrenzte Freiheit forderte die Juden heraus, empörte und reizte sie;
nicht die Armen, sondern die Reichen und Mächtigen!
Später schrieb ich an Jesus und erbat eine Unterredung mit ihm im Praetorium.
Er kam. Als der Nazarener in Erscheinung trat, machte ich gerade meinen Morgenspaziergang und als Ich ihn anschaute, schienen meine Füße mit eiserner Bande an das Marmorpflaster geheftet zu sein, und ich zitterte an allen Gliedern wie ein schuldiger Verbrecher, obgleich er ruhig war.
Eine zeitlang stand ich da und bewunderte diesen außergewöhnlichen Mann.
Es war nichts an ihm noch in seinem Charakter, das abstoßend war,
ich aber fühlte Ehrfurcht in seiner Gegenwart.
Ich sagte ihm, dass da eine anziehende Einfachheit um ihn und seine Persönlichkeit sei,
die ihn über die Philosophen und Lehrer seiner Zelt stelle.
Alles in allem machte er auf mich und jedermann einen tiefen Eindruck wegen seiner Freundlichkeit, Einfachheit, Demut und Liebe.
Das, edler Herrscher, sind die Tatsachen, die Jesus von Nazareth betreffen,
und ich nahm mir die Zeit, dir die Einzelheiten über diese Angelegenheit zu berichten.
Ich sage, dass ein Mann, der Wasser in Wein verwandeln kann,
Kranke gesund macht, Tote zum Leben wiedererweckt,
die stürmische See bändigt, keines kriminellen Vergehens schuldig ist.
Und wie andere gesagt haben, müssen wir zustimmen,
dass er wahrhaft Gottes Sohn ist.
Dein gehorsamster Diener PONTIUS PILATUS
Übersetzung aus "Understanding" 12/75, von Claire Müller
Stelzer
Danke lieber Pazzo, so stell ich mir Ihn vor
Pazzo
@Stelzer Schön, danke! Ich mir auch, aber Seine Majestät ist noch viel größer - ich durfte es mal an einem Ostersonntag nach dem Kommunion-Empfang erleben!
matermisericordia
@Pazzo: ich habe Sie nicht"auf´s Glatteis" geführt!
Schwester Faustina berichtete, dass "ihr Jesus" keine Wundmale habe. Weshalb in der erste Kunstmaler auch ohne 'Wundmale gemalt hat.
Erst der zweite malte von sich aus kleine Wundmale dazu. Wohl wegen der Kritik des Papstes.

Wenn ihr aber ein wundmalloser "Jesus" erschienen ist, der der Klosterschwester obendrein noch unsinnige und - wie der …More
@Pazzo: ich habe Sie nicht"auf´s Glatteis" geführt!
Schwester Faustina berichtete, dass "ihr Jesus" keine Wundmale habe. Weshalb in der erste Kunstmaler auch ohne 'Wundmale gemalt hat.
Erst der zweite malte von sich aus kleine Wundmale dazu. Wohl wegen der Kritik des Papstes.

Wenn ihr aber ein wundmalloser "Jesus" erschienen ist, der der Klosterschwester obendrein noch unsinnige und - wie der @DrMartinBachmaier sagt - Kotzkübelschmeichelein verzapft hat, ja - dann war das eben nicht Jesus, was wie Sie jetzt wissen, Rom unter Papst PiusXII. bereits festgestellt und verboten hat!
DrMartinBachmaier
Das Entscheidende ist das erste Bild des polnischen Malers, das dieser nach der Anweisung Faustynas gemalt hat und auch In Wikipedia eingestellt ist. Da trägt er keine Wundmale.
Auch hat er da keinen Heiligenschein, sondern einen Hölligenschein. Dieser dunkle Kranz leuchtet nicht, da er offenbar aus hölzernem Flechtwerk besteht. Freilich: Zündete man es an, würde es brennen, wie es sich für die …More
Das Entscheidende ist das erste Bild des polnischen Malers, das dieser nach der Anweisung Faustynas gemalt hat und auch In Wikipedia eingestellt ist. Da trägt er keine Wundmale.
Auch hat er da keinen Heiligenschein, sondern einen Hölligenschein. Dieser dunkle Kranz leuchtet nicht, da er offenbar aus hölzernem Flechtwerk besteht. Freilich: Zündete man es an, würde es brennen, wie es sich für die Hölle gehört, und somit auch ein wenig leuchten.
Pazzo
@matermisericordia @Vered Lavan @CollarUri Hiermit berichtige ich meinen Kommentar zum angeblich fehlenden Wundmal Jesu auf diesem Bild. Bei genauer und nicht nur oberflächlicher Betrachtung des Faustyna-Bildes sind dort die Wundmale auf beiden Händen selbstverständlich vorhanden. Ebenso, wie das Wundmal auf diesem Bild hier dem Faustyna-Bild sehr gut nachempfunden ist. Daß ich mich von @…More
@matermisericordia @Vered Lavan @CollarUri Hiermit berichtige ich meinen Kommentar zum angeblich fehlenden Wundmal Jesu auf diesem Bild. Bei genauer und nicht nur oberflächlicher Betrachtung des Faustyna-Bildes sind dort die Wundmale auf beiden Händen selbstverständlich vorhanden. Ebenso, wie das Wundmal auf diesem Bild hier dem Faustyna-Bild sehr gut nachempfunden ist. Daß ich mich von @matermisericordia derart aufs Glatteis habe führen lassen, bedauere ich.
Vered Lavan
Pazzo - Das Gemälde ist nicht das Kriterium für die Echtheit der Faustyna-Visionen, sondern ihr 'Tagebuch', das von Papst Pius XII. und dem Heiligen Offizium damals abgelehnt wurde.
CollarUri
OK.
Pazzo
@Vered Lavan Weiß schon, aber weil ich es in Zusammenhang gebracht hatte.
Vered Lavan
Pazzo - Alles klar.
Vered Lavan
Sehr interessant finde ich dieses Diptychon mit dem 'Lentulusbrief' und Christusporträt, zwischen 1490 und 1499, Museum Catharijneconvent, aus Utrecht im Wikipedia-Artikel (de.wikipedia.org/wiki/Lentulus-Brief):
matermisericordia
Wo sind denn die Wundmale bei diesem Jesusbild?
CollarUri
Der Lentulus hat Ihn eben vor der Passion photographiert. Oder?
Pazzo
@matermisericordia @CollarUri Das ist ja ungeheuerlich: Man sieht das Wundmal an der rechten Hand Jesu auch nicht auf dem Bermherzigkeitsbild von Sr. Faustyna! 😲 🤬
Vered Lavan
Deswegen wurden ja die Visionen der Sr. Faustyna unter anderem vom Hl. Offizium und von Papst Pius XII. abgelehnt: Theologische Einwände zu den „Visionen“ der Schwester Faustyna Kowalska - nur zur Info.
Pazzo
@Vered Lavan Mein Komm zu @matermisericordia war aber nicht ernst gemeint
Pazzo
Bei Wikipedia wird dieser Brief teils als apokryph, teils als fiktiv bezeichnet. Wozu dieser Brief überhaupt verfaßt wurde, ist nicht erklärt, oder habe ich zu wenig Info gelesen? @Eremitin
Eremitin
er ist verfasst, um ein Bild von Jesus zu installieren
Eremitin
so schön sich dieser Lentulus-Brief anhört, leider ist Publius Lentulus eine fiktive Gestalt und der Brief stammt aus dem Mittelalter oder der Renaissance.
Johannes X.
Sicher nicht erfunden, er ist historisch: 2. Brief von Publius Lentulus
Eine Urkunde über Jesus Christus.
In Jerusalem, Indikt 7, im 11. Monat.
Publius Lentulus, Statthalter von Judäa -
der Vorgänger von Pontius Pilatus:

Der Statthalter von Judäa,
Publius Lentulus, an den römischen Cäsar!
Ich habe vernommen, o Cäsar, dass du zu wissen wünschest über den tugendhaften Mann,
der Jesus Christus …
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Sicher nicht erfunden, er ist historisch: 2. Brief von Publius Lentulus
Eine Urkunde über Jesus Christus.
In Jerusalem, Indikt 7, im 11. Monat.
Publius Lentulus, Statthalter von Judäa -
der Vorgänger von Pontius Pilatus:

Der Statthalter von Judäa,
Publius Lentulus, an den römischen Cäsar!
Ich habe vernommen, o Cäsar, dass du zu wissen wünschest über den tugendhaften Mann,
der Jesus Christus heißt, und den das Volk als einen Propheten, als einen Gott betrachtet, und
dessen Schüler von ihm sagen, dass er der Sohn von Gott, Schöpfer des Himmels und der Erde, ist....