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Keine Zeit für den Herrgott

Rita 3
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Die Folgen Dieser moderne Mensch wird im Jagen, Hasten und Rennen unfähig zum Gebet. Es gelingt ihm nicht mehr mit Gott Kontakt zu finden. Erschöpft und überbürdet von der Woche, fehlen einfach …More
Die Folgen
Dieser moderne Mensch wird im Jagen, Hasten und Rennen unfähig zum Gebet. Es gelingt ihm nicht mehr mit Gott Kontakt zu finden. Erschöpft und überbürdet von der Woche, fehlen einfach die Kräfte. Nervlich kaputt, wird er unfähig zur Konzentration. Termine, Forderungen und der ständige Druck des Arbeitsolls lassen jene Ruhe nicht aufkommen, die zum Gebet nötig wäre. Dazu die Sensation, der Lärm, Radio und Fernsehen. Dieser äußere Lärm überträgt sich ins Innere. So wird jede Stille unmöglich, in der der Mensch Gott begegnen kann.
Diese Unfähigkeit zum Gebet wird für den modernen Menschen zur Katastrophe. Denn gerade in unseren Tagen ist es nötiger als je, sich in Ruhe zu besinnen. Eine Konfrontierung ist notwendig zwischen dem praktischen Leben und den Forderungen Gottes; zwischen der heidnischen Umwelt und den Grundsätzen Christi; zwischen den modernen Lebensformen und unserem Glauben. Der Moderne Mensch findet nicht mehr die Kraft dazu, sein „Ich tue“ gegenüber seinen „Ich soll“ abzuwägen. Er kapituliert daher; er gibt es auf, als „Persönlichkeit“ sein eigenes Leben selbst zu verantworten. Und so lässt er sich vom Strom treiben. Es ist aber nur ein Dahinrasen, Dahinträumen, Dahindämmern, Sich-schieben lassen. Er ist ein Massenmensch geworden, ohne eigenes Gewissen, ohne echte Überzeugung, ohne wirklichen Glauben, ohne wirklich persönliche Weltanschauung. Er denkt und lebt, wie es eben die anderen tun. Irgendwo im Inneren verborgen besitzt er zwar auch eigene Überzeugungen und ein eigenes Gewissen; aber er hat nicht mehr die Kraft, diese Dinge zu konfrontieren, miteinander zu vereinbaren. Am Sonntag, in der Stunde der Messe, ist er Christ, und während der Woche, in seinen Geschäftsmethoden und seiner Freizeitgestaltung, ist er Weltmensch ohne Gott; ein gespaltenes Bewußtsein, „Schizophren“, innerlich zerrissen und daher auch innerlich unruhig und in Angst.
Zweihundert