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Aus dem blauen Buch!

...die es ihm, der zweiten Person der Heiligsten Dreieinigkeit, dem mit dem Vater gleichewigen Sohn,
gestattet hat, sich in der Zeit auch zum Menschen zu machen, zu eurem wahren Bruder.
Indem er die menschliche Natur annahm, ist es ihm möglich geworden, das Werk der Erlösung zu
vollbringen.
Wie ich die Mutter der Menschwerdung bin, so bin ich auch die Mutter der Erlösung. Eine Erlösung,
die sich vom Augenblick der Menschwerdung bis zum Augenblick seines Todes am Kreuz vollzogen
hat, wo Jesus aufgrund seiner angenommenen Menschheit das erfüllen konnte, was ihm als Gott
nicht möglich zu tun war: zu leiden und zu sterben, wobei er sich als vollkommenes Lösegeld dem
Vater aufopferte und seiner Gerechtigkeit eine würdige und gerechte Genugtuung leistete.
Er hat wahrhaftig für euch alle gelitten, wodurch er euch von der Sünde befreit und euch die
Möglichkeit eröffnet hat, jenes göttliche Leben zu empfangen, das für alle im Augenblick der von
unseren Stammeltern begangenen ersten Sünde verloren worden war.
Schaut auf Jesus, der - angefangen von seinem Herabsteigen in meinen jungfräulichen Schoß bis zu
seinem Erhöhtwerden am Kreuz - in diesem seinem dauernden hohenpriesterlichen Handeln liebt,
wirkt, betet, leidet und sich hinopfert, damit ihr begreift, daß ich vor allem die Mutter von Jesus, dem
Hohenpriester, bin.
Ich bin daher auch wahre Mutter der heiligsten Eucharistie.
Nicht deshalb, weil ich Jesus erneut für diese geheimnisvolle Wirklichkeit auf dem Altar
hervorbringen könnte.
Das ist eine Aufgabe, die allein euch, meinen vielgeliebten Söhnen, vorbehalten ist.
Es ist jedoch eine Aufgabe, die euch so sehr meiner mütterlichen Funktion ähnlich macht, weil auch
ihr während der heiligen Messe und mittels der Worte der Wandlung wahrhaftig meinen Sohn
hervorbringt.
Für mich hat ihn die frostige Krippe einer armen und ungeschmückten Grotte aufgenommen. Für
euch nimmt ihn nun der kalte Stein eines Altares auf. Jedoch auch ihr bringt - wie ich -meinen Sohn
hervor. Deshalb könnt ihr nichts anderes als Söhne einer besonderen, ja ganz besonderen Vorliebe
derjenigen sein, die die Mutter, die wahre Mutter ihres Sohnes Jesus ist.
Ich bin jedoch auch wahre Mutter der Eucharistie, weil sich Jesus im Augenblick der Wandlung durch
euer priesterliches Handeln wirklich gegenwärtig macht. Ihr ermöglicht ihm diese seine neue und
wirkliche Gegenwart unter euch mit eurem menschlichen Ja zum mächtigen Wirken des Geistes, der
die Materie von Brot und Wein in den Leib und in das Blut Christi verwandelt.
Und er macht sich gegenwärtig, um das Werk der Menschwerdung und der Erlösung fortzuführen
und im Geheimnis das Opfer von Kaivaria zu vollziehen, das er dem Vater aufgrund seiner
menschlichen Natur aufopfern konnte, die er mit dem Leib, den ich ihm geschenkt habe,
angenommen hat. So macht sich Jesus in der Eucharistie mit seiner Gottheit und mit seinem
verherrlichten Leib gegenwärtig, mit jenem Leib, der ihm von eurer himmlischen Mutter geschenkt
worden ist, mit dem wahren Leib, der von der Jungfrau Maria geboren wurde.
Meine Söhne, sein Leib ist ein verherrlichter, aber kein anderer Leib, es handelt sich also nicht um
eine neue Geburt von ihm. Tatsächlich ist es derselbe Leib, den ich ihm geschenkt habe: geboren zu
Betlehem, gestorben auf Kalvaria, in das Grab gelegt und von dort auferstanden - wobei er jedoch
eine neue Form annahm, seine göttliche Form, jene der Herrlichkeit.
Mit seinem verherrlichten Leib bleibt Jesus im Paradies der Sohn Mariens. So ist derjenige, den ihr
mit seiner Gottheit im Augenblick der eucharistischen Wandlung hervorbringt, immer der Sohn
Mariens.
Deshalb bin ich Mutter der Eucharistie.