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HerzMariae

Inwieweit die Buschbrände menschengemacht sind

Martin D Wind:

»Australien ...
Australien IST im Verhältnis zu Europa oder den tropischen Klimazonen ein recht trockener Kontinent. Die ersten europäischen Seefahrer, die den Kontinent erreichten, von dort zurückkehren und berichten konnten, landeten in einer "verbrannten Landschaft".
Die Forschung belegt, dass die Erstbesiedler des Kontinents seit altersher/Jahrtausenden mit der Gefahr der Buschfeuer leben mussten, aber auch konnten. Aborigines hatten erkannt, dass auf den Flächen kleiner Buschfeuer (also "klein" nach australischen Verhältnissen. Bei uns würden ARD und ZDF GEMEINSAM eine Brennpunktsendung nach der anderen ansetzen) die Vegetation sehr schnell nachwuchs und dass da, wo sie durch die Brände die Verbuschung zurückdrängen konnten, viel mehr "Weideland" für ihre Jagdbeute hochkam. Sie erkannten auch, dass es sinnvoll ist, die Verbuschung kontinuierlich durch selbst gelegt und kontrollierte Abbrände zu regulieren.
SO hat der Mensch durch seinen Eingriff in die "Natur" schon seit Jahrtausenden wirksam zum Erhalt einer für alle Seiten weit sinnvoller ausgewogene Flora und Faune gesorgt, als das eine sich vollkommen selbst überlassenen Natur gelänge.
Das ging so lang relativ gut, bis in den 70/80er Jahren sich langsam das "grüne Ideal" einer verwilderten Natur auch die Ideen einiger Menschen in Australien infizierte. Das Buschbrandmanagement ("prescribed burning") wurde auf regionaler und auch auf kontinentaler Ebene mehr und mehr zurückgedrängt oder gar vollständig untersagt. Die Folgen sind - wie immer bei "gutgemeintem" Aktivismus seitens Menschen, die zwar "nette Ideen" aber kein fundiertes Wissen haben - verheerend. Die Zahl der Buschfeuer soll nach Angaben einer meteorologischen Anstalt Australiens, zugenommen haben. Wegen der zunehmenden Verbuschung können sich die Brände immer leichter "zusammenschließen" und vermehrt wieder zu kaum kontrollierbaren Riesenbränden auswachsen.
Das ist nachweisbar "menschengemacht"!
Das Wetter in Australien hingegen ist nicht vom Menschen gemacht sondern unterliegt unter anderem den Einflüssen von Sonne, Mond, Stellung der Erdachse, Abstand der Erde zur Sonne, Meeresströmungen, Vulkanismus, Plattentektonik, Windverhältnissen und - ja - den damit einhergehenden Temperatur- und Niederschlagsschwankungen. Mit dem Buschbrandmanagement hatten die Menschen aus Erfahrung und mit Verstand sowie Vernunft ein Instrument in der Hand, um großräumig und ohne übereifrigen Aktionismus mit diesem Wetter umzugehen. Es mussten erst "aufgeklärte" und "fortschrittliche" Europäer kommen, um das mit verheerenden Folgen zu ändern.
Noch etwas hat sich geändert: Der mediale und gesellschaftliche Umgang mit dem Feuer. Da es gerade so schön zu den derzeit verbreiteten Geschichten passt und die finanzstarke Förderung entsprechender Erzähler stabilisiert und/oder gar befördert, wird eine Brandsaison mit einer bisher betroffenen Gesamtfläche mit einer Ausdehnung von rund einem Drittel der Buschbrände aus den ausgehenden 60er und Mitte der 70er Jahre zu einem echten Dauerbrenner in der Berichterstattung. Und es wird zum völlig anlass- und zusammenhanglos hergenommenen Totschlag-Beispiel für "katastrophale Folgen" menschlichen Lebens auf Erden
Anbei eine Tabelle aus wikipedia, die einen klitzekleinen Blick auf die fire seasons zulässt und die bei entsprechendem Willen zur Information selbst von Profis bei der Recherche hätte gefunden werden können. Das hätte so manchen Superlativ verhindern können - so das gewollt wäre ...«