Clicks97
Pazzo
2

Nochmal Fatima: Chronologie einer Vertuschung

archive.fatima.org/german/gercronvr.htm

CHRONOLOGIE EINER VERTUSCHUNG

Eine kurze Geschichte des Eingreifens Unserer Lieben Frau von Fatima, um der ganzen Menschheit den wirklichen Frieden zu bringen und der andauernden Kampagne, ihre Botschaft totzuschweigen, zu fälschen und zu behindern.

1929-1964

13. Juni 1929 - Zwölf Jahre nach Ihrer ursprünglichen Erscheinung in Fatima und zur Erfüllung Ihres Versprechens vom 13. Juli 1917 erscheint die Gottesmutter erneut Schwester Lucia in Tuy, Spanien. Unsere Liebe Frau steht auf einer Wolke neben Ihrem göttlichen Sohn Jesus am Kreuz und sagt: Der Moment ist gekommen, in dem Gott den Heiligen Vater auffordert, es anzuordnen und durchzusetzen, dass vereint mit ihm und zur gleichen Zeit alle Bischöfe der Welt die Weihe Russlands an Mein Unbefleckte Herz vollziehen, und Er verspricht, es wegen dieses Tages des Gebetes und der Wiedergutmachung zu bekehren.

August 1931 - Christus spricht zu Sr. Lucia: Mach Meinen Dienern klar: wenn sie dem Beispiel des Königs von Frankreich folgen und meinen Befehl hinauszögern, werden sie ihm in das Unglück folgen.

21. Jänner 1935 - Sr. Lucia schreibt ihrem Beichtvater, P. Gonçalves, auf seine Fragen: Was die Sache Russlands angeht, so denke ich, dass es unserem Herrn gefiele, würden Sie daran arbeiten, den Heiligen Vater dazu zu bringen, sich Seinen Wünschen unterzuordnen... ob ich denke, Sie sollten beim Bischof darauf bestehen? Ich denke, es würde unserem Herrn sehr gefallen. Ob Sie irgendetwas verändern sollten? Ich denke, es sollte genau so sein, wie unser Herr es verlangte...

Mai 1936 - Unser Herr spricht zu Sr. Lucia und teilt ihr mit, dass die Bekehrung Russlands nur stattfinden werde, wenn diese Nation feierlich und öffentlich durch den Papst in Einheit mit allen Bischöfen dem Unbefleckten Herzen Mariae geweiht würde. Bei anderer Gelegenheit teilt die Gottesmutter Sr. Lucia mit, dass Russland das Instrument der Bestrafung der Welt sein würde, es sei denn, die Bekehrung dieser "armen Nation" würde vorher durch die Weihe erreicht werden.

31. Oktober u. 8. Dezember 1942 - Papst Pius XII weiht die Welt, aber nicht Russland, im Alleingang dem Unbefleckten Herzen. Einige Wochen später stellt Winston Churchill fest, dass die "Angeln des Schicksals" sich gedreht haben und die Alliierten anfangen, die meisten ihrer Schlachten gegen Hitlers Armeen zu gewinnen. Im Frühjahr 1943 teilt unser Herr Sr. Lucia mit, dass der Weltfriede nicht durch diese Weihe erreicht würde, wohl aber der Krieg verkürzt. Der II. Weltkrieg wird noch zwei Jahre dauern.

September 1943 - Sr. Lucia ist sehr krank. Der Bischof von Fatima fürchtet, sie könnte sterben und das dritte Geheimnis von Fatima mit ins Grab nehmen. Sie möge es deshalb niederschreiben und in einen versiegelten Umschlag stecken. Sie antworte, das wäre zuviel der Anstrengung für sie, aber sollte der Bischof es ihr förmlich befehlen, würde sie gerne gehorchen.

Oktober 1943 - Nach einem Monat des Gebetes und der Betrachtung gibt der Bischof von Fatima, Seine Exzellenz José da Silva, Sr. Lucia diesen förmlichen schriftlichen Befehl. Lucia versucht zu gehorchen, aber ist mysteriöserweise mehr als 2 Monate lang ausserstande, es aufzuschreiben.

2. Jänner 1944 - Die Gottesmutter erscheint Lucia und fordert sie auf, den dritten Teil des ihr im Juli 1917 anvertrauten Geheimnisses aufzuschreiben, was dann als drittes Geheimnis von Fatima bekannt werden wird. Die Jungfrau verlangt, dass das dritte Geheimnis nicht später als 1960 der Welt geoffenbart werde. Als sie später gefragt wird, warum das dritte Geheimnis 1960 geoffenbart sein müsse, antwortet Lucia: "Weil die selige Jungfrau es so wünscht" und "Es wird dann verständlicher sein."

9. Jänner 1944 - Lucia schreibt dem Bischof, dass nach Monaten der Unfähigkeit es auszuführen, sie nun endlich seinem Befehl folgen könne und das Geheimnis niederschreiben würde.

17. Juni 1944 - Nachdem Lucia niemand anderem als einem Bischof erlauben würde, den einseitigen Brief mit den Worten Unserer Lieben Frau zu befördern, wurde er zu diesem Zeitpunkt dem Bischof von Fatima noch nicht überreicht. An diesem Tag macht ein Bischof in der Nähe des Konvents von Tuy einen Besuch und Lucia vertraut ihm das Geheimnis an. Der wiederum überreicht es am selben Tag Bischof José da Silva von Fatima, der frei ist, den Brief sofort zu lesen, entscheidet sich aber, dies nicht zu tun.

15. Juli 1946 - Auf eine Frage von Prof. William T. Walsh, weist Lucia darauf hin, dass die Gottesmutter nicht die Weihe der Welt forderte (wie Pius XII es 1942 getan hatte), sondern nur und ausdrücklich RUSSLANDS. "Wenn das geschehen ist," sagt Lucia, dann verspricht die Gottesmutter, "Russland zu bekehren, und dann wird Friede herrschen."

7. Juli 1952 - Papst Pius XII weiht Russland ausdrücklich, aber er wird nicht von allen katholischen Bischöfen der Welt begleitet, sintemal er sie nicht aufforderte, sich zu beteiligen, man hatte ihn ja auch nicht über diese Notwendigkeit informiert. Der Krieg in Korea geht weiter, und weitere Kriege folgen.

2. September 1952 - P. Schweigl befragt Lucia in ihrem Konvent in Coimbra in Portugal über das dritte Geheimnis. Er war von Pius XII in besonderem Auftrag dorthin geschickt worden. Nach seiner Rückkehr in das Russicum in Rom vertraut er einem Kollegen an:
Ich kann von dem, was ich in Fatima betreffs des dritten Geheimnisses erfahren habe, nichts offenbaren, aber ich kann sagen, dass es zwei Teile enthält: einer betrifft den Papst. Der andere - obwohl ich nichts darüber sagen kann - muss logischerweise die Fortsetzung der Worte sein: In Portugal wird das Dogma des Glaubens immer erhalten bleiben.

17. Mai 1955 - Kardinal Ottaviani, Chef des Heiligen Offiziums, wird von Pius XII in den Konvent in Coimbra geschickt, um Lucia über den Inhalt des Geheimnisses zu befragen. Kardinal Ottavianis Befragung folgt der Befehl, den Text des dritten Geheimnisses in den Vatikan zu transferierten.

März 1957 - Kurz vor dessen Übersendung in den Vatikan hält Bischof John Venancio den Umschlag mit dem dritten Geheimnis unter eine starke elektrische Lampe und stellt sorgsam fest, dass das Geheimnis ca. 25 Zeilen lang ist und auf einem einzigen Blatt Papier mit drei Viertel Zentimer breiten Rändern niedergeschrieben ist.

16. April 1957 - Der Text des dritten Geheimnisses, im ursprünglichen und einem weiteren Umschlag versiegelt, wird in den Vatikan transferiert und im päpstlichen Safe hinterlegt, wie auf einem Photo im Paris-Match zu sehen ist.

26. Dezember 1957 - P. Fuentes interviewt Lucia. Sie erzählt über viele von der Erdoberfläche verschwindende Nationen und viele zur Hölle fahrende Seelen als Resultat der Nichtbeachtung der Botschaft der Gottesmutter.

1958 - P. Fuentes veröffentlicht dieses Interview. Es findet weite Verbreitung, niemand bezweifelt es.

9. Oktober 1958 - Papst Pius XII stirbt.

2. Juli 1959 - P. Fuentes Interview mit Lucia wird plötzlich als betrügerisch hingestellt in einem anonymen Report aus der bischöflichen Kanzlei von Coimbra. Bis heute, mehr als 40 Jahre danach, will niemand die Verantwortung für diesen Report übernehmen.

8. Februar 1960 - Trotz der ausdrücklichen Aufforderung der Gottesmutter an Lucia und wiederholter Versprechen seitens des Bischofs von Fatima und des Kardinalpatriarchen von Lissabon, kündigen Unbekannte aus dem Vatikan anonym an, dass das dritte Geheimnis von Fatima nicht veröffentlicht werde und wahrscheinlich "für immer unter absolutem Verschluss bleiben werde." Die Ankündigung (via A.N.I. Nachrichtenagentur) beschreibt den Text des dritten Geheimnisses wie folgt: "Eben wurde aus sehr verlässlichen Kreisen des Vatikans festgestellt, dass der Brief, in dem Schwester Lucia die Worte niedergeschrieben hatte, die die Gottesmutter den drei kleinen Hirten in der Cova da Iria als Geheimnis anvertraut hatte, höchstwahrscheinlich nie geöffnet werden wird.

1960 - Lucia wird offiziell verboten, über das dritte Geheimnis zu sprechen, sie kann keine Besuche empfangen, ausser von engen Verwandten und alten Bekannten. Ihr eigener langjähriger Beichtvater, P. Aparicio, keht aus Brasilien zurück und darf sie nicht besuchen.

1961 - Trotz seiner Verteidigung durch den Kardinalprimas von Mexico und seinen eigenen Bischof, Pio Lopez, wird P. Fuentes als Postulator des Seligsprechungsprozesses von Jacinta und Francisco entlassen, und dies auf der Basis des anonymen Reports vom 2. Juli 1959 in Coimbra.

Oktober 1962 - Kurz vor der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils einigt sich der Vatikan mit Moskau, dass das Konzil weder die Sowjetunion, noch den Kommunismus im allgemeinen verurteilen werde, womit im Austausch zwei russisch orthodoxe Beobachter am Konzil teilnehmen werden, wie Papst Johannes XXIII das gewünscht hatte. Diese Übereinkunft bringt die Ostpolitik ins Rollen, die es dem Vatikan unmöglich macht, sich sowohl dem Kommunismus dem Namen nach entgegenzustellen, oder die kommunistischen Regimes, die Katholiken verfolgen, zu verurteilen. Die neue Politik des Vatikan favorisiert den "Dialog" und Verhandlungen mit den Kommunisten. Diese Politik weicht ab von den Lehren von Pius XII, Pius XI, dem heiligen Pius X, Leo XIII und dem seligen Pius IX über die Pflicht der Kirche, den Kommunismus zu verurteilen, sich ihm öffentlich entgegenzustellen und von jeder Kollaboration mit Kommunisten, die solch eine Kollaboration stets zur Förderung ihres Krieges gegen Christus und Seine Kirche ausnützen, Abstand zu nehmen.

Die Einfügungen in das Dokument:

Die Erscheinung und Botschaft Unserer Lieben Frau von Fatima ist ein Strahl der Hoffnung, Freude und des Friedens für unsere verdriessliche Welt. Unser Gehorsam gegenüber der Botschaft ist unsere einzige Hoffnung für den Weltfrieden und die Befreiung vom Terrorismus.
Gott wirkte das grosse Sonnenwunder am 13. Oktober 1917 als sicheren Beweis, dass die ganze Botschaft wirklich echt ist und von Ihm kommt.
Diese prophetische Botschaft begann während des ersten Weltkrieges, als Papst Benedikt XV - nach drei Jahren des Erleidens des bis dahin grössten Krieges - in grosser Sorge die Selige Jungfrau am 5. Mai 1917 in einem öffentlichen Gebetsakt anflehte, ihm und der ganzen Menschheit einen Weg zum Frieden zu finden. Er wusste und bekannte, dass menschliche Bemühungen nicht ausreichen würden.
Die gnadenreichste Jungfrau antwortete acht Tage später mit ihrer Botschaft von Fatima, die - wie Johannes Paulus II sagt - "an jeden einzelnen Menschen gerichtet ist."
Sie überreichte ihre Botschaft durch drei Hirtenkinder, Lucia, Jacinta und Francisco. Die Madonna erschien einmal jeden Monat vom 13. Mai bis zum 13. Oktober. Sie wiederholte Ihre Erscheinung vor Schwester Lucia, dem einzigen überlebenden Hirtenkind, am 10. Dezember 1925 und am 13. Juni 1929, um die Anforderungen für den Weltfrieden weiter zu erklären und zu vervollständigen.
Ebenso anvertraute die Gottesmutter Lucia am 13. Juli 1917 ein Geheimnis, das später dem Papst und all den Gläubigen geoffenbart werden sollte. Dieses Geheimnis enthält den Schlüssel für den Weltfrieden. Dieses Geheimnis besteht aus drei Teilen. Die ersten zwei Teile wurden von Lucia 1941 offenbart. Der dritte Teile sollte später geoffenbart werden, wie wir in diesem Büchlein sehen werden.
Die Madonna versprach: "Wenn meine Anforderungen erfüllt werden, werden viele Seelen gerettet werden und es wird Frieden geben." Sie wies aber auch auf den Irrsinn hin, Ihre Botschaft zu ignorieren: Sie sagte: "Wenn meine Forderungen nicht erfüllt werden, werden die Guten gemartert werden, der Heilige Vater wird viel zu leiden haben und mehrere Nationen werden vernichtet werden."
Da Gott durch die russische Revolution 1917, die Gott Russland verwies und sich verschwor, Ihn und Seine Schüler überall zu bekämpfen, öffentlich beleidigt wurde, so bestand Gott in der Fatimabotschaft auf einem öffentlichen Akt der Wiedergutmachung für diese Gotteslästerung. Am 13. Juni 1929 erklärte die Gottesmutter in Anwesenheit der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, dass Gott auf der Weihe Russlands an das Unbefleckte Herz Mariae bestand (vgl. 13. Juni 1929, 1931, 1935, 1936 in der Chronologie).
Es ist diese Handlung, auf der Gott als einem Akt der Wiedergutmachung für das Verbrechen des staatlich auferlegten Atheismus besteht, denn sonst würden unsere Sünden die Konsequenzen ernten der schrecklichen Apostasie, Häresie, Vizien, und Sünden, die die Welt gefangen halten. Dieser Akt des Gehorsams ist unsere einzige Hoffnung für die Befreiung von Krieg, Terrorismus und den Weltfrieden, nicht weil diese Handlung so schwierig wäre, sondern weil sie so einfach ist und es damit offensichtlich macht, dass der resultierende Friede voll und ganz ein Werk Gottes ist und der Fürsprache der allerseligsten Jungfrau Maria.
Gott besteht in der Botschaft von Fatima darauf, dass dies der einzige Weg ist, durch den wir Frieden und Freiheit vom Terrorismus und Krieg erhalten werden, sintemal Gott die Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariae errichten will, um viele Sünder vor dem Weg zur Hölle zu bewahren.

21. November 1964 - Papst Paul VI weiht während der Abschlusszeremonien der dritten Sitzung des Zweiten Vatikanischen Konzils die Welt erneut. In Übereinstimmung mit der Ostpolitik wird Russland nicht erwähnt, es könnten die Kommunisten ja beleidigt sein. Der Weltfriede macht sich weiter rar. Der Vietnamkrieg dauert bis in die Siebzigerjahre.

1965-1983

8. Dezember 1965
- Das Zweite Vatikanische Konzil schliesst.

1966 - Im Nachbeben des Zweiten Vatikanums, beginnt der Bischof von Fatima, Mons. Joao Venancio, die Notwendigkeit und Dringlichkeit der Verteidigung der echten Botschaft der Gottesmutter gegen die perfiden Attacken der Progresssisten - alles Schüler des modernistischen Jesuiten, P. Dhanis - zu begreifen. Um die Botschaft von Fatima gegen die Angriffe der Revisionisten zu verteidigen, beauftragt 1966 der Bischof einen studierten Priester der Claretiner, P. Joaquin Alonso, eine komplette und kritische Geschichte der Offenbarungen von Fatima aufzustellen. Zehn Jahre später wird P. Alonso sein Werk mit dem Titel Fatima Texte und kritische Studien vollenden. Diese massive Arbeit präsentiert 5.396 Dokumente aus dem Zeitraum der ersten Erscheinungen bis zum 12. November 1974. Gemäss P. René Laurentin waren diese Dokumente, die er selbst in Augenschein nahm, "sehr gut vorbereitet."

15. November 1966 - Revisionen im Codex Iuris Canonici erlauben jedem Mitglied der Kirche, über marianische Erscheinungen zu publizieren, einschliesslich jener von Fatima, ohne eine Imprimatur zu benötigen. Unter der einen Milliarde von Katholiken in der Welt ist es einzig Lucia - ihr, die die Botschaft von Fatima empfangen hatte - verboten, das Geheimnis zu veröffentlichen, obwohl die Gottesmutter verlangt hatte, das Geheimnis der Kirche und der Welt nicht nach 1960 kundzutun. Schwester Lucia verbleibt in dieser Schweigepflicht bis heute, unfähig, ohne spezielle Erlaubnis des Vatikan frei über Fatima zu sprechen.

1967 - Lucias Memoiren werden veröffentlicht, worin sie die Aufforderung der Gottesmutter von 1929 für die Weihe Russlands offenbart. Eine massive öffentliche Kampagne beginnt mit der Sammlung von tausenden von Unterschriften mit der Bitte an den Papst, die Weihe Russlands zu vollziehen.

11. Februar 1967 - Anlässlich einer Pressekonferenz verkündet Kardinal Ottaviani, dass das Geheimnis, das er gelesen hatte, auf einem einzigen Blatt Papier niedergschrieben ist.

13. Mai 1967 - Schwester Lucia trifft Papst Paul VI auf dem Hauptplatz von Fatima während dessen Besuch. In der Gegenwart von 1.000.000 Pilgern bittet sie, mit dem Papst sprechen zu dürfen. Sie weint, als er sie abweist und sagt: "Sprechen Sie mit Ihrem Bischof." Laut wenigstens einem Fatimaexperten, flehte Lucia Papst Paul VI an, das dritte Geheimnis zu veröffentlichen, aber er weigert sich.

1975 - Nach zehn Jahren des Studiums der Fatima-Archive erklärt P. Alonso öffentlich, dass das 1957 veröffentlichte Interview P. Fuentes mit Schwester Lucia ein wahrer und akkurater Report ihrer Aussagen bezüglich des Inhalts des dritten Geheimnisses von Fatima war.

1975 - P. Alonsos 24 Bände zu je 800 Seiten sind fertig zur Veröffentlichung. Dieses Monumentalwerk der Fatimabotschaft enthält 5.396 Dokumente. Die Druckerpressen werden wortwörtlich durch den neuen Bischof von Fatima, Mons. do Amaral, gestoppt. Zehn Jahre der Forschung P. Alonsos erreichen die Öffentlichkeit nicht. Nur zwei Bände werden 1992 u. 1999 in stark zensurierter Form veröffentlicht.

16. Oktober 1978 - Papst Johannes Paul II wird gewählt. Er liest das dritte Geheimnis wenige Tage nach seiner Wahl - lt. einer Mitteilung durch seinen Pressesprecher Mons. Joaquin Navarro-Valls an die Associated Press im Mai 2000. Dieser Mitteilung Mons. Navarro-Valls' wird durch Mons. Bertone (Glaubens-Kongregation) widersprochen und zwar durch die Behauptung, der Papst habe das Geheimnis vor dem 18. Juli 1981 nie gelesen. Die widersprüchlichen Aussagen suggerieren die Existenz zweier unterschiedlicher Texte, die das dritte Geheimnis in toto enthalten. Es scheint, der Papst habe jenen Text des Geheimnisses gelesen, der 1957 in den Safe der päpstlichen Gemächer gelegt worden war.

1980 - In nur drei Jahren werden vom Vatikan in einer von Kardinal Josyf Slipyj geförderten Kampagne über drei Millionen Unterschriften in einer Petition für die Weihe Russlands empfangen.

13. Mai 1981 - Auf Papst Johannes Paulus II wird am Jahrestag der ersten Erscheinung von Fatima geschossen. Die Schüsse werden im selben Moment abgegeben, in dem der Papst auf das angesteckte Bild von Fatima auf dem Pullover eines kleinen Mädchens blickt. Die Kugeln verfehlen ihr Ziel. Der Papst erkennt, dass Unsere Liebe Frau von Fatima eingegriffen hatte, um sein Leben zu retten.

7. Juni 1981 - Der Papst konsekriert die Welt, aber nicht Russland, während er von seinen Verwundungen genest.

18. Juli 1981 - Laut Mons. Bertone (dem, wie schon festgestellt, durch den Pressesprecher des Papstes, Joaquin Navarro-Valls, in diesem Punkt widersprochen wird), liest Papst Johannes Paulus II das dritte Geheimnis zum ersten Mal.

12. Dezember 1981 - P. Alonso stirbt. Vor seinem Tod konnte er eine Anzahl von Artikeln und Büchlein zu Fatima veröffentlichen. Schlüsse seiner Nachforschungen über das dritte Geheimnis:
Im Zeitraum vor dem Triumph des Unbefleckten Herzens Mariae werden schreckliche Dinge passieren. Diese ergeben den Inhalt des dritten Teiles des Geheimnisses. Worum handelt es sich? Wenn "in Portugal das Dogma des Glaubens immer bewahrt bleiben wird," dann erhellt daraus, dass in anderen Teilen der Kirche diese Dogmen verdunkelt oder gar ganz verloren werde....

Daher ist es durchaus möglich, dass in dieser in Frage kommenden Zwischenzeit (nach 1960 und vor dem Triumph des Unbefleckten Herzens Mariae) der Text des 3. Geheimnisses konkrete Hinweise auf die Krise des Glaubens und der Kirche und die Pflichtvernachlässigung durch die Hirten selbst liefert...

P. Alonso spricht weiterhin von "internen Auseinandersetzungen im Schoss der Kirche selbst und über grobe pastorale Fahrlässigkeit in der oberen Hierarchie" und über "Unzulänglichkeiten in der oberen Hierarchie der Kirche"...

Spricht der nicht publizierte Text über konkrete Umstände? Es ist sehr gut möglich, dass er nicht nur über eine wirkliche Krise des Glaubens spricht, sondern so wie das Geheimnis von La Salette noch konkretere Hinweise auf die inneren Kämpfe unter den Katholiken oder auf den Untergang von Priestern und Ordensleuten enthält. Vielleicht weist er sogar auf die Unzulänglichkeiten in der oberen Hierarchie hin.... Was das angeht, so ist nichts davon anderen Mitteilungen Lucias zu diesem Gegenstand fremd.
Bezeichnenderweise korrigiert Lucia diese Schlussfolgerungen P. Alonsos bis heute nicht, obwohl sie nie gezögert hatte, andere Aussagen von Klerikern und verschiedenen Autoren über Fatima zu korrigieren, wenn sie sich im Irrtum befanden. P. Alonso hatte Zugang zu den Dokumenten und zu Schwester Lucia selbst. Daher ist sein Zeugnis von allergrösster Wichtigkeit.

21. März 1982 - Schwester Lucia trifft sich mit dem päpstlichen Nuntius, einem weiteren Bischof und Dr. Lacerda und informiert sie über die Voraussetzungen für eine gültige Weihe Russlands gemäss den Wünschen Unserer Lieben Frau von Fatima. Lucias vollständige Botschaft wird durch den Nuntius, der vom begleitenden Bischof aufgefordert wird, die Voraussetzung zu verschweigen, dass die Bischöfe der Welt an der Weihe teilnehmen müssen, nicht an den Papst weitergegeben.

12. Mai 1982 - Am Tag vor dem Besuch Papst Johannes Pauls II in Fatima veröffentlicht der Osservatore Romano - des Papstes eigene Zeitung - einen Artikel von P. Umberto Maria Pasquale, SDB über eines seiner Gespräche mit Schwester Lucia und ihren darauffolgenden Brief über die Angelegenheit der Weihe Russlands. Darin eröffnet P. Pasquale der Welt, dass Schwester Lucia ihm klar und emphatisch erklärt hatte, dass die Gottesmutter von Fatima nie die Weihe der Welt verlangt habe, sondern die Weihe Russlands. P. Pasquale veröffentlicht auch eine Photokopie einer handgeschriebenen Notiz Schwester Lucias als Zeugnis für ihr Gespräch über diesen Punkt.
Pater Pasquale, ein wohlbekannter Salesianerpater, kennt Schwester Lucia seit 1939. Bis 1982 empfing er 157 Briefe von ihr. Hier sein eigenes Zeugnis, wie im Osservatore Romano veröffentlicht:
Ich wollte die Frage der Weihe Russlands klären, indem ich mich auf die Quelle stützte. Am 5. August 1978 hatte ich im Karmel in Coimbra ein langes Gespräch mit der Seherin von Fatima, Schwester Lucia. An einem bestimmten Punkt sagte ich zu ihr: "Schwester, ich würde Ihnen gerne eine Frage stellen. Wenn Sie mir nicht antworten können, lassen Sie es sein! Aber wenn Sie es beantworten können, dann wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir einen Punkt erklären könnten, der vielen Leuten nicht klar ist.... Hat die Madonna jemals zu Ihnen über die Weihe der Welt zu Ihrem Unbefelckten Herzen gesprochen?" - "Nein, Pater Umberto! Niemals! 1917, in der Cova da Iria, versprach die Gottesmutter: Ich werde kommen, um die Weihe Russlands zu verlangen... um zu verhindern, dass es seine Irrtümer in der Welt verbreitet, Kriege zwischen mehreren Nationen, Verfolgungen gegen die Kirche.... 1929, in Tuy, kam die Gottesmutter, so wie Sie es versprochen hatte, zurück, um mir zu erklären, dass der Moment gekommen sei, den Heiligen Vater um die Weihe dieses Landes [Russlands] zu bitten....
Nach diesem Gespräch schrieb P. Pasquale in dem Wunsch, eine schriftliche Erklärung von Schwester Lucia zu erhalten, an sie: "Hat unsere liebe Frau jemals zu Ihnen über die Weihe der Welt an Ihr Unbeflecktes Herz gesprochen?" Daraufhin erhielt P. Pasquale eine auf den 13. April 1980 datierte schriftliche Antwort. Eine Kopie ist oben reproduziert. Hier die Übersetzung der schriftlichen Antwort Schwester Lucias:
Hochwürdiger Pater Umberto, als Antwort auf Ihre Frage möchte ich klarstellen: Unsere liebe Frau von Fatima wies in Ihrer Forderung nur auf die Weihe Russlands hin. Coimbra, 13. April 1980, (unterschrieben) Schwester Lucia.

12 Mai 1982 - Schwester Lucia schreibt einen Brief, angeblich "an den Heiligen Vater." Das vatikanische Dokument vom 26. Juni 2000 wird eine Photokopie dieses handgeschriebenen Briefes aufweisen und behaupten, dass er an Papst Johannes Paulus II addressiert war. Dennoch zeigt ein genauer Vergleich des handgeschriebenen portugiesischen Textes mit den vom Vatikan präsentierten Versionen (in Englisch, Italienisch und Portugiesisch), dass ein entscheidender Satz in allen drei Versionen fehlt, der beweist, dass dieses Dokument nicht an den Papst addressiert sein konnte:

Der dritte Teil des Geheimnisses ist eine symbolische Offenbarung, die auf diesen Teil der Botschaft Bezug nimmt, abhängig davon, ob wir das, was die Botschaft uns selbst mitteilt, akzeptieren: "Wenn Meine Forderungen erfüllt werden, dann wird es Frieden geben; wenn nicht, wird es seine Irrtümer in der ganzen Welt verbreiten, etc."

Im folgenden Satz, Schwester Lucias Brief entnommenen, wurde der fettgedruckte Text absichtlich in vom Vatikan gedruckten Varianten ausgelassen: "A terceira parte do segredo, que tanto ansiais por conhecer, e uma revelaçao simbolica..., " was übersetzt lautet: "Der dritte Teil des Geheimnisses, der den ihr [Plural! = Mehrzahl] so sehr kennen wollt, ist eine symbolische Offenbarung." Da ist also die Konjugation des Verbs im Plural und informell. Daher ist dieser Brief an mehr als eine Person gerichtet. Ausserdem würde Lucia, eine Klausurnonne, die instinktiven Respekt für die kirchliche Autorität hat, sich nicht an den obersten Pontifex der Heiligen Katholischen Kirche mit dem familiären und informellen "ihr" wenden.
Zudem stellt dieser unterlassene Satz fest, dass der Empfänger das Geheimnis "so sehr kennen" wolle, obwohl Papst Johannes Paulus II das Geheimnis schon gelesen hatte - entweder 1978, wenige Tage nachdem er Papst wurde (gemäss Joaquin Navarro-Valls) oder am 18. Juli 1981 (lt. Mons. Bertone). Nachdem der Papst spätestens 1981 das Geheimnis gelesen hatte, warum würde er dann "so sehr kennen" wollen, was es 1982 enthielt? Wie konnte Lucia weiterhin feststellen, dass der Papst ein Geheimnis so sehr kennen wollte, wo er es doch, wann immer er wollte, aus den vatikanischen Archiven (oder dem Safe in den päpstlichen Gemächern) haben konnte?
Der selbe Brief sagt: Und wir haben bis jetzt die ganze Erfüllung des letzten Teiles dieser Prophezeiung noch nicht erlebt, wir bewegen uns nach und nach mit Riesenschritten darauf zu." Warum sollte Lucia Papst Johannes Paulus II 1982 erklären, dass die Prophezeiung des dritten Geheimnisses noch nicht ganz erfüllt sei, wenn diese Prophezeiung doch schon mit dem gescheiterten Attentat am 13. Mai 1981 erfüllt war (wie Kardinal Ratzinger und Mons. Bertone am 26. Juni 2000 behaupten werden)?

13. Mai 1982 - Papst Johannes Paulus II konsekriert in Fatima die Welt, und nicht Russland. Die Bischöfe der Welt nehmen nicht daran teil.

19. Mai 1982 - Im Osservatore Romano erklärt der Heilige Vater, warum er nicht speziell Russland geweiht habe und erklärt, dass er "alles unter den konkreten Umständen Mögliche getan" habe.

Juli-August 1982 - Das Soul Magazine, die Zeitschrift der Blauen Armee, veröffentlicht ein unterschobenes Interview mit Schwester Lucia, worin sie angeblich behauptet, die Weihe Russlands sei mit der Zeremonie vom 13. Mai 1982 vollzogen worden.

1982-1983 - In privaten Bemerkungen unter Freunden und Verwandten verneint Lucia wiederholt, dass die Weihe vollzogen worden sei. Auf die Bitte, dies Anfang 1983 öffentlich auszuprechen, erklärt sie P. Joseph de Sainte Marie, dass sie "eine offizielle Erlaubnis des Vatikans" bräuchte, bevor sie eine solche Aussage machen könne.

19. März 1983 - Auf die Bitte des Heiligen Vaters trifft sich Lucia wieder mit dem päpstlichen Nuntius, Erzbischof Portalupi, Dr. Lacerda und diesmal auch mit P. Messias Coelho. Während dieses Treffens erklärt sie, dass die Weihe nicht vollzogen worden sei, sintemal Russland nicht klar als das Objekt der Weihe aufgeschienen war und die Bischöfe der Welt nicht daran teilgenommen hatten. Sie erklärt, sie könne dies aber nicht öffentlich sagen, denn sie habe dafür nicht die Erlaubnis des Vatikan.

Mai-Oktober 1983 - P. Caillon und P. Gruner veröffentlichen mehrere Artikel, worin das Soul Magazine-Interview vom Juli-August 1982 als gefälscht entlarvt wird.

1984

25. März 1984 - Der Heilige Vater weiht vor 250.000 Leuten erneut die Welt dem Unbefleckten Herzen Mariae. Unmittelbar danach weicht der Papst vom vorbereiteten Text ab und betet: "Erleuchte besonders die Völker, deren Weihe und Anvertrauung Du Selbst erwartest." Damit anerkennt der Papst öffentlich, dass Unsere Liebe Frau von Fatima die Weihe Russlands immer noch erwartet.

26. März 1984 - L'Osservatore Romano gibt die oben zitierten Worte genau so wieder, wie der Heilige Vater sie gesprochen hatte.

27. März 1984 - Wie die Zeitung der katholischen Bischöfe Italiens, L'Avvenire, berichtet, betet der Papst drei Stunden nach der Weltweihe im Petersdom und bittet die Gottesmutter, die Völker zu segnen, "für die Du Selbst unseren Akt der Weihe und des Anvertrauens erwartest."

1984 - Der Fatima-Experte P. Messias Coelho besteht öffentlich darauf, dass die Weihe immer noch nicht vollzogen sei. Er wird diese Position bis in den Sommer 1989 aufrecht erhalten.

10. September 1984 - Bischof Alberto Cosme do Amaral, Bischof von Fatima, erklärt während einer Frage- und Antwortsitzung in der Aula Magna der Technischen Universität in Wien: "Sein [des dritten Geheimnisses] Inhalt betrifft nur unseren Glauben... Der Glaubensverlust eines Kontinents ist schlimmer als die Auslöschung einer Nation: und es ist wahr, dass der Glaube in Europa immer geringer wird." Seine Bemerkungen werden in der Februarausgabe 1985 von Mensagem de Fatima veröffentlicht.

Am 8. Dezember 1983 schrieb Papst Johannes Paulus II an alle Bischöfe der Welt und bat sie, an seiner Weihe der Welt an das Unbefleckte Herz Mariae am 25. März 1984 teilzunehmen. Er legte diesem Brief den vorbereiteten Text der Weihe bei. Am 25. März 1984, während er die Weihe vor der Madonna von Fatima vollzog, wich er von dem vorbereiteten Text ab, um die hier fettgedruckten Worte anzufügen. Wie man sehen kann, wurden sie im Osservatore Romano zitiert. Die zu diesem Zeitpunkt eingefügten Worte zeigen klar, dass der Papst wusste, dass die an diesem Tag vollzogene Weihe der Welt die Forderungen der Madonna von Fatima nicht erfüllten. Nach dem Vollzug der Weltweihe (v. oben) fügte der Papst die fettgedruckten Worte an: "Erleuchte besonders die Völker, deren Weihe und Anvertrauung Du Selbst erwartest." Das beweist eindeutig, dass die Madonna erwartet, er und die Bischöfe würden bestimmte Völker, nänlich Russland ihr weihen."
Osservatore Romano vom 26. März 1984 mit den Worten Johannes Paulus II.: "Die Gegner der Weihe Russlands haben praktischerweise seit 1984 bis heute völlig verschwiegen, dass der Papst tatsächlich sagte, er habe die Weihe Russlands, so wie die Madonna es wollte vollzogen."

11. November 1984 - Kardinal Ratzinger gibt dem Jesus Magazin, einer Veröffentlichung der Paulinerinnen, ein Interview unter dem Titel "Warum der Glaube in einer Krise ist" und wird mit der ausdrücklichen Erlaubnis des Kardinals veröffentlicht. Darin stellt der Kardinal fest, dass sich die Glaubenskrise auf die ganze Welt auswirkt und eröffnet, dass er das dritte Geheimnis gelesen habe und das Geheimnis Bezug nehme auf "Gefahren für den Glauben und das Leben der Christen und somit für das Leben der Welt."
Der Kardinal bestätigt damit die Behauptung P. Alonsos, dass das Geheimnis sich auf die weitverbreitete Apostasie in der Kirche bezieht. Kardinal Ratzinger sagt im selben Interview, dass das Geheimnis sich auch auf "die Wichtigkeit der Letzten Dinge beziehe," und dass, wenn "es nicht veröffentlicht werde, wenigstens nicht vorläufig, dann geschehe es, um die Verwechslung religiöser Prophezeihung mit Sensationslust zu vermeiden." Und weiter, dass "die in dem 'dritten Geheimnis' enthaltenen Dinge mit dem, was in der Heiligen Schrift angekündigt und dann immer wieder in vielen anderen marianischen Erscheinungen, vor allem Fatima, gesagt wurde, übereinstimmen."
Am 26. Juni 2000 sagt der selbe Kardinal, dass das dritte Geheimnis sich nur auf Ereignisse beziehe, die schon stattgefunden habe (mit dem Höhepunkt des Mordversuches am Papst 1981) und keine die Zukunft betreffende Entscheidung enthalte. Was war geschehen? Warum suggeriert er am 26 Juni 2000, dass das dritte Geheimnis das ausschliessliche Ergebnis von Lucias Einbildungskraft sein könnte? Wenn er nicht an die Botschaft glaubt, kann man dann seiner Auslegung der Botschaft von Fatima trauen?

1985-1988

Juni 1985 - Das Interview im Jesus-Magazin vom November 1984 wird in einem Buch mit der Titel Der Ratzinger-Report veröffentlicht. Mysteriöserweise werden in diesem Buch Schlüsselsätze des Interviews über den Inhalt des dritten Geheimnisses zensuriert. Das Buch wird auf Englisch, Französisch, Deutsch und Italienisch veröffentlicht und erreicht eine Auflage von über einer Million. Obwohl die Offenbarungen bezüglich des dritten Geheimnisses zensuriert sind, gibt das Buch zu, dass die Glaubenskrise, über die P. Alonso sagt, sie wäre im dritten Geheimnis enthalten, eingetroffen wäre und die ganze Welt umspannen würde.

September 1985 - In einem Interview für das Sol de Fatima-Magazin (eine Publikation der Freunde der spanischen Blauen Armee), bestätigt Schwester Lucia erneut, dass die Weihe Russlands immer noch nicht vollzogen worden ist, denn Russland war, wie gehabt, nicht das klare Objekt der Weihe von 1984 und die Bischöfe der Welt hatten nicht daran teilgenommen.

1985 - In einem Interview mit P. Caillon anerkennt Kardinal Gagnon, dass die Weihe Russlands immer noch nichtvollzogen wäre.

1986 - Maria do Fetal zitiert öffentlich Schwester Lucia (ihre Cousine), die gesagt hatte, dass die Weihe Russlands immer noch nicht vollzogen wäre. Maria do Fetal wird bis zum Juli 1989 daran festhalten, dass Schwester Lucia ihr das so gesagt hätte.

1986 -1987 - P. Paul Leonard Kramer schreibt "Die Verschwörung, um die Gottesmutter zum Schweigen zu bringen" (Juni 1986) und eine Folge mit dem Titel: "Die Führung der amerikanischen Blauen Armee folgt einer absichtlichen Politik der Verfälschung der Fatimabotschaft" (April 1987). Beide Artikel entblössen das Schwindelinterview aus dem Soul Magazine von 1982 und die folgende Desinformation der Blauen Armee der USA über die von der Madonna verlangte Weihe,

20. Juli 1987 - In einem Blitzinterview während der Wahl ausserhalb ihres Konventes, bestätigt Schwester Lucia dem Journalisten Enrico Romero, dass die Weihe Russlands nicht vollzogen sei.

25. Oktober 1987 - In einer öffentlichen Audienz mit Dutzenden katholischen Führungspersönlichkeiten, anerkennt Kardinal Mayer öffentlich, dass die Weihe nicht nach den spezifischen Wünschen der Gottesmutter vollzogen worden wäre.

26. November 1987 - In einem privaten Treffen bestätigt Kardinal Stickler, dass die Weihe nicht vollzogen worden wäre, da der Papst die Unterstützung durch die Bischöfe entbehrte. "Sie gehorchen ihm nicht," sagt Kardinal Stickler.

1988 - Kardinal Gagnon greift P. Gruner an, weil er den Caillon-Bericht von 1985 mit seiner Aussage, dass die Weihe nicht vollzogen wäre, veröffentlicht. Kardinal Gagnon gibt es vor P. Caillon zu und verleugnet die Wahrheit dieses Berichtes nicht, sagt aber, er wäre nicht für die Veröffentlichung bestimmt gewesen

1989-1990

1989 - Über 350 Bischöfe antworten auf einen Brief von P. Gruner und bestätigen ihre Bereitschaft, die Weihe Russlands mit dem Papst zu vollziehen, sowie es die Madonna von Fatima verlangt hatte.

1989 - Seit 1980 empfing der Vatikan, nach vorsichtiger Schätzung, weitere 1,000.000 Unterschriften mit der Bitte an den Papst und die Bischöfe, Russland dem Unbefleckten Herzen Mariae zu weihen.

Juli 1989 - In der Anwesenheit von drei Zeugen im Hotel Solar da Marta in Fatima enthüllt P. Messias Coelho, dass Schwester Lucia eine anonyme "Anweisung" nicht identifizierter Personen in der vatikanischen Bürokratie erhalten hatte. Die "Anweisung" besagt, dass Schwester Lucia und ihre Mitschwestern nun behaupten müssen, dass die Weihe Russlands in der Zeremonie vom 25. März 1984 vollendet worden wäre, obwohl Russland nie erwähnt worden war und die Bischöfe der Welt nicht teilgenommen hatten.
Auf diese Entwicklung hin beginnen mehrere Zeugen - einschliesslich Schwester Lucia, wie behauptet wird - ihre früheren Aussagen, dass die Weihe nicht vollzogen sei zu revidieren. Diese Zeugen hatten zuvor klar zum Ausdruck gebracht, dass Russland keineswegs so wie in der Fatima-Botschaft verlangt, konsekriert sein konnte und zwar wegen der gescheiterten Erwähnung Russlands sowie der fehlenden Teilnahme der Bischöfe der Welt. Somit beginnt ein Prozess der "Revision" der Forderung der Gottesmutter von einer Weihe Russlands zu einer Weihe der Welt. Zum selben Zeitpunkt beginnen gewaltige Mächte aus dem vatikanischen Apparat P. Gruner und sein Apostolat zum Ziel einer Unterdrückung zu machen.

Juli 1989 - Der päpstliche Nuntius in Portugal wird ersetzt. In Übereinstimmung mit der anonymen "Anweisung" aus der vatikanischen Bürokratie, wendet sich kurz darauf Maria do Fetal um und widerspricht allen ihren früheren Aussagen, dass Schwester Lucia, ihre Cousine, nicht der Meinung wäre, dass die Weihe vollzogen sei; Maria do Fetal behauptet nun, dass Schwester Lucia glaubt, die Weltweihe von 1984 würde der Forderung der Madonna von Fatima genügen.

10. Juli 1989 - P. Gruner antwortet respektvoll auf den Brief des neuen Bischofs von Avellino, datiert 29. Mai 1989, und weist darauf hin, dass er von Bischof Pasquale Venezia, dem früheren Bischof von Avellino, die schriftliche Erlaubnis für seinen Aufenthalt in Kanada habe.
Es gibt keine Erklärung dafür, warum der Brief einen Monat benötigte, um P. Gruner zu erreichen. Der Brief offenbart, dass der Kardinalstaatssekretär "besorgte Signale" gesendet hätte über das Werk P. Gruners für die Promotion der Botschaft von Fatima, ein Werk, das vor allem die Förderung der richtigen Weihe Russlands, so wie von der Madonna von Fatima verlangt, und die Forderung um eine vollständige Eröffnung des dritten Geheimnisses von Fatima beinhaltet.
Der neue Bischof scheint nicht zu wissen, dass sein Vorgänger P. Gruner die Erlaubnis gab, für die Dauer des Fatimaapostolates ausserhalb der Diözese Avellino zu residieren.

24. Juli 1989 - Kardinal Innocenti schreibt an P. Gruner und schilt ihn für die Zurückweisung einer "Einladung" zu einem Besuch beim päpstlichen Nuntius in Kanada. Der Nuntius hat niemals einen Befehl zu einem Besuch P. Gruners gegeben. Kardinal Innocenti bedroht P. Gruner mit einer möglichen Amtsenthebung, wenn er nicht in eine kanadische Diözese inkardiniert wird oder bis zum 30 September 1989 in seine Diözese Avellino zurückkehrt.

9. August 1989 - Eine unaufgeforderte Einladung für die Inkardination wird plötzlich durch Bischof Fulton in Kanada P. Gruner überreicht, aber nur unter der Bedingung, dass P. Gruner sein Werk für die Promotion der Botschaft von Fatima beende. Offensichtlich ist dieses Angebot der Inkardination ein Resultat des auf den Bischof von Avellino ausgeübten Druckes von seiten des Kardinalstaatssekretärs, die den Bischof von Avellino bewegt, diese Geschichte an Bischof Fulton abzugeben.

21. August 1989 - P. Gruner beantwortet Kardinal Innocentis Brief, datiert 24. Juli 1989 (den er nicht vor dem 14. August erhielt), und weist darauf hin, dass der Kardinal kein Recht hätte sich einzumischen, da der Bischof von Avellino in der Angelegenheit keine Anweisungen von sich aus gegeben hätte. P. Gruner weist darauf hin, dass er dem Kirchenrecht entsprechend handelt. P. Gruner appelliert an den Papst gegen Kardinal Innocentis Amtsmissbrauch. Danach antwortet der Kardinal nie wieder und schreibt P. Gruner nicht mehr. Der Kardinal befiehlt allen in seinem Büro, vor ihm nie wieder den Namen P. Gruners zu erwähnen.

1. September 1989 - Der Fatima Crusader weist auf das Recht eines jeden Priesters, die Wahrheit über die Botschaft von Fatima zu veröffentlichen. Demgemäss wird P. Gruners zehnseitige Antwort an Kardinal Innocenti in dieser Ausgabe des Fatima Crusader veröffentlicht.

Ende August - Anfang September 1989 - In Moskau geschieht der sogenannte "Staatsstreich," in dem das kommunistische Regime einem Skript folgt, das den Westen täuschen soll. Dieser Plan wurde zum Teil 1958 geschrieben und 1984 durch den KGB-Überläufer Anatoly Golitsyn, der an der Planungssitzung 1958 teilgenommen hatte, veröffentlicht. Sein Buch New Lies for Old macht 148 Vorhersagen über den russisch kommunistischen Plan der strategischen Täuschung des Westens. 1993 werden 139 seiner Voraussagen eingetroffen sein.
Dem von Golitsyn geoffenbarten Plan würde durch die Täuschung jener Leute, die an die Gottesmutter von Fatima glauben, wohl gedient werden, wenn man sie dazu brächte zu glauben, dass die rein politischen Veränderungen von 1989 Teil des, von unserer lieben Frau vorhergesagten Triumphes des Unbefleckten Herzens wären. Tatsächlich beweisen die Veränderungen in Russland in der Periode von 1989 bis 2001 nur eine weitere Perversion der russischen Gesellschaft und nicht Russlands Bekehrung.
Es ist kein reiner Zufall, dass 1989, das Jahr, in dem Russlands strategische Täuschung beginnt, auch eine koordinierte Kampagne in Gang gesetzt wird, um die Botschaft von Fatima zu unterdrücken oder zu revidieren, einschliessich der Bemühungen, P. Gruner und sein Apostolat zum Schweigen zu bringen und dem plötzlichen Erscheinen von maschinengeschriebenen Briefen einer Schwester Lucia, die nicht auf der Schreibmaschine schreibt und erklärt, dass die Weihe Russlands durch Zeremonien vollzogen wurde, die Russland nicht einmal erwähnen.

August - September 1989 - Computererzeugte und maschinengeschriebene, angeblich von Schwester Lucia unterschriebene Briefe und Notizen tauchen plötzlich auf und widersprechen völlig allen vorhergehenden Aussagen, die sie während mehr als 50 Jahren über die Weihe gemacht hatte. Diese Notizen enhalten faktische Irrtümer, die Schwester Lucia nie gemacht hätte (z.B. die falsche Behauptung, dass Papst Paul VI während seines Besuches in Fatima die Welt dem Unbefleckten Herz Mariae geweiht hätte), sowie sprachliche Wendungen, die sie vorher nie gebraucht hatte. Bis heute hat "Schwester Lucia" nie mit der Schreibmaschine oder dem Computerschreibprogramm Korrespondenz gepflegt und sie fährt fort, ihre langen Memoiren mit der Hand zu schreiben.

29. Jänner 1990 - Ungefähr um halb Neun in der Frühe sagt Maria do Fetal P. Pierre Caillon, dass sie "phantasiert" hätte, wenn sie früher Schwester Lucias Behauptung, dass die Weltweihe von 1984 den Anforderungen der Gottesmutter für eine Weihe Russlands nicht entsprochen hat, wiedergegeben hatte.

11. Oktober 1990 - Schwester Lucias leibliche Schwester, Carolina, erklärt P. Gruner in Fatima, dass man einem maschinengeschriebenen Brief Schwester Lucias nicht trauen dürfte, da sie nicht wisse, wie man auf der Maschine schreibt.

22. Oktober 1990 - In einem schriftlichen Report erklärt ein hochgeschätzter Sachverständiger bei Gericht, dass die angebliche Unterschrift Schwester Lucias auf einem computererzeugten Brief von 1989 eine Fälschung sei. Von einer italienischen katholischen Zeitschrift veröffentlichte Auszüge aus diesem Brief werden weit verbreitet und als "Beweis" zitiert dafür, dass die Weihe vollzogen wäre. Verschiedene Rundfunkanstalten bringen die Geschichte aus der italienischen Zeitschrift und verbreiten die betrügerische Behauptung weltweit.

November 1990 - P. Gruner und der internationale Fatima Rosenkranzkreuzzug beginnen eine weltweite Kampagne, um Schwester Lucia aus ihrer 30-jährigen Last des Schweigens zu befreien und den Heiligen Vater zu ermutigen, das dritte Geheimnis von Fatima zu veröffentlichen.

1991 BIS HEUTE

13. Mai 1991 - Schwester Lucia weigert sich, während des Papstbesuches nach Fatima zu gehen, was ihr aber unter dem heiligen Gehorsam befohlen wird. Papst Johannes Paulus II besucht Fatima zum zweiten Mal und führt ein halbstündiges Treffen mit Schwester Lucia. Nach diesem Treffen machen weder Schwester Lucia noch der Papst irgendeine Verkündigung, dass die Weihe Russlands vollzogen worden wäre, eine Verkündigung, die sicher gekommen wäre, wären die "Briefe von Schwester Lucia" von 1989-90 echt gewesen.
Das Schweigen des Papstes und Schwester Lucias ist äusserst aussagekräftig. Es gibt hier eine offensichtliche Uneinigkeit zwischen Schwester Lucia und einem bestimmten Teil des Vatikanapparates, der versucht hat zu suggerieren, dass die Weihe Russlands getan und erledigt sei. Obwohl Schwester Lucia angeblich bejaht, dass die Weihe vollzogen wäre, bleibt sie weiter unter ihrer Schweigepflicht von 1960 und sie verteidigt sich nicht weiter gegen dieses Gerücht, denn ihre Schweigepflicht besteht. P. Alonsos 24 Bände mit 5.396 Originaldokumenten bleiben von der Veröffentlichung ausgeschlossen.

8. Oktober 1992 - Die Friedenskonferenz des Fatima Crusader wird abgehalten. Falsche und irreführende Erklärungen von Kardinal Sanchez und Erzbischof Sepe werden im Osservatore Romano veröffentlicht und erklären, dass eine kirchliche Erlaubnis für die Konferenz vorliegen muss, wenn das doch nach dem Kirchenrecht offensichtlich nicht nötig ist. Ähnliche Unwahrheiten werden am 7-9 Oktober in der portugiesischen Presse veröffentlicht. Nichtsdestoweniger akzeptieren mehr als 100 Bischöfe die Einladung und den Spesenersatz für die Reise nach Fatima zur Konferenz. Während letztlich 65 Bischöfe teilnehmen, werden 35 durch die Gegner Fatimas und bestimmte Beamte des Staatssekretariates "überredet" fernzubleiben.
Interview mit Kardinal Ratzinger in den ersten Oktobertagen 1984:

Ein Eine der vier Abteilungen der Kongregation für die Glaubenslehre beschäftigt sich mitmit Marienerscheinungen; "Kardinal Ratzinger, haben Sie das, was das dritte GeGeheimnis von Fatima genannt wird, d.h. das was Schwester Lucia an Papst Johannes XX XXIII. geschickt hatte und was er nicht öffentlich bekannt machen wollte und in die vatvatikanischen Archive schloss, gelesen?" "Ja, ich habe es gelesen." "Warum wurde es ninnicht veröffentlicht?" Darauf gab der Kardinal die folgende sehr aufschlussreiche An AnAntwort: "Weil es nach dem Urteil des Papstes nichts anderes dem hinzufügt, was sich au aus der Offenbarung ergibt, d.h., ein radikaler Ruf nach Bekehrung; die absolute WiWichtigkeit der Geschichte; die Gefahren für den Glauben und das Leben der Christen unund daher der Welt. Und dann die Wichtigkeit der letzten Dinge. Wenn es nicht publik gegemacht wird, jedenfalls für den Moment, dann um die Verwechslung der PPProphezeihung mit Sensationslust zu verhindern. Aber die in diesem dritten Geheimnis ententhaltenen Dinge entsprechen dem, was in der Heiligen Schrift gesagt wurde und imiimmer wieder in anderen Marien-Erscheinungen, vor allem in Fatima, in dem was von ihdihrem Inhalt bereits bekannt ist. Bekehrung und Busse sind wesentliche Bestandteile deder Erlösung."

10. Oktober 1992 - P. Gruner wird von den Arbeitern des Heiligtums in Fatima zusammengeschlagen und einer von ihnen gibt später zu, dass er unter Anweisung des Rektors des Heiligtums, Mons. Guerra, gehandelt hatte. Bischof Amaral von Fatima wird vier Monate später in den Ruhestand versetzt, aber Mons. Guerra bleibt Rektor des Heiligtums.

11. Oktober 1992 - Ein fragwürdiges Interview mit Schwester Lucia wird von P. Pacheco, Kardinal Padiyara, Bischof Michaelappa und einem Chauffeur, Carlos Evaristo abgehalten. Evaristo veröffentlicht später eine getürkte Variante des Interviews über die er zugibt, dass sie "rekonstruiert" war. Unter anderen Unwahrheiten, enthält das Interview eine Äusserung von "Schwester Lucia," dass Mikhail Gorbachev vor dem Heiligen Vater niedergekniet wäre und um Verzeihung für seine Sünden gebeten hätte. Diese Behauptung wird durch den päpstlichen Pressesprecher, Mons. Joaquin Navarro Valls, als völlige Fabrikation denunziert. P. Pacheco veröffentlicht eine Widerlegung des Pseudo-Interviews. Der Fatimaexperte, Frère François schliesst, dass dieses Interview vom Rektor des Heiligtums fabriziert wurde, um die Petitionen für die Weihe Russlands zu stoppen. Heute wird dieses völlig diskreditierte Interview nicht mehr als "Beweis" für die angebliche Behauptung Schwester Lucias, dass die Weihe vollzogen wäre, zitiert.

1992 - Der erste stark zensurierte Band von P. Alonsos entscheidenden Dokumenten über Fatima wird veröffentlicht, womit 23 weitere noch unter Verschluss bleiben.

31. Juli 1993 - Ein prominenter Bischof in Indien gibt eine schriftliche Versicherung seiner Bereitschaft, P. Gruner zu inkardinieren und beendet so scheinbar jegliche Anstrengung der Gegner Fatimas im Vatikan, P. Gruner zur Rückkehr nach Avellino zu zwingen.

3. November 1993 - Der Bischof von Avellino, Antonio Forte, gesteht P. Gruner, dass er daran gehindert wird, P. Gruners Überstellung aus der Diözese Avellino zu gestatten, weil es ihm Kardinal Sanchez und Erzbischof Sepe von der Kongregation für den Klerus nicht erlaubten. Kardinal Sanchez und Erzbischof Sepe arbeiten mit dem Staatssekretariat, um P. Gruner und sein Apostolat zum Schweigen zum bringen. Ihre Handlungen verletzen die Jurisdiktion des Bischofs von Avellino und haben keine Basis im Kirchenrecht. Kein einziger weiterer Priester in der katholischen wird einer solchen Behandlung in der Überstellung von einer Diözese in die andere ausgesetzt.

13. Jänner 1994 - Bischof Forte versichert P. Gruner, dass er nichts gegen ihn hätte und auf die Frage P. Gruners, was er tun sollte, fordert der Bischof ihn auf, nach Kanada zurückzukehren

14. - 31. Jänner 1994 - Kardinal Sanchez, Erzbischof Sepe und Bischof Forte beginnen ihre letzten Schachzüge in dem Inkardinationsspiel, das sie gegen P. Gruner spielen. Sie befehlen ihm, einen neuen Bischof zu finden, verhindern dann die Inkardination durch andere Bischöfe, während sie ihm die Exkardination aus Avellino verweigern. Das "Schachmatt" ist die Erklärung, dass P. Gruner es nicht geschafft hat, woanders inkardiniert zu werden und nun nach Avellino zurückkehren muss oder seiner priesterlichen Ämter enthoben werden muss.

31. Jänner 1994 - Bischof Forte schickt P. Gruner einen Brief, in dem er ihn als vagus, also als "losen" Priester bezeichnet, da er nicht aus Kanada zurückgekehrt war, obwohl doch Bischof Forte selbst vor bloss 18 Tagen P. Gruner aufgefordert hatte, nach Kanada zurückzukehren. Dieses unglaubliche Verhalten ist in dem Buch Fatima Priest erklärt. Es dauert bis heute fort und ist immer noch Gegenstand eines Rekurses an den Papst.

Oktober 1994 - Der Staatssekretär und die päpstlichen Nuntien schreiben an die Bischöfe in der ganzen Welt und weisen sie an, nicht an der zweiten Friedenskonferenz des Fatima Crusader in Mexico teilzunehmen. Die Verweigerung von Visa und andere Hindernisse werden den mehr als 100 Bischöfen in den Weg gelegt, die die Einladung zur Konferenz annehmen.

12. Juli 1995 - Der erste Offene Brief an den Papst wird in einer der führenden römischen Tageszeitungen Il Messaggero veröffentlicht. Mit einem Umfang von zwei Seiten protestiert der Brief öffentlich gegen den enormen Stellungs-, Ruf- und Machtmissbrauch durch die Antifatimabürokraten im Vatikan in der Zeit von 1992-1994. Er ist von zwei Bischöfen, tausenden von Priestern und Laien unterzeichnet. Der Papst reagiert nicht (oder wird daran gehindert), obwohl man privat erfährt, dass er den Offenen Brief gelesen hat.

November 1996 - Die dritte Fatima Crusader Friedenskonferenz wird in Rom abgehalten. Wiederum sind alle Bischöfe kostendeckend eingeladen. Trotz der ständigen Wiederholung der gleichen Unwahrheiten, die 1992-1994 vom vatikanischen Antifatimaapparat verbreitet worden waren - im Zusammenhang mit, durch Kardinal Gantin, mehrere Nuntien und andere vatikanische Bürokraten ausgeübtem Druck, nicht an der Konferenz teilzunehmen - nehmen mehr als 200 Bischöfe, Priester und Laien tatsächlich teil.

20. November 1996 - P. Gruners kanonische Beschwerde gegen Kardinal Sanchez und Erzbischof Sepe und deren Komplizen wird in die eigenen Hände des Papstes gelegt, wie eine kopierte Photographie in Fatima Priest und in Il Messaggero vom 2. April 1998 beweist.

26. Februar 1996 - Coralie Graham, Herausgeberin des Fatima Crusader sendet Kardinal Gantin einen eingeschriebenen Brief mit sieben relevanten Fragen bezüglich seiner illegalen Handlungen, um Bischöfe und Priester an der Teilnahme an der Friedenskonferenz zu hindern. Mehr als sechs Jahre danach ist ihr äusserst höflicher Brief unbeantwortet.

2. April 1998 - Der nächste zweiseitige Offene Brief wird veröffentlicht. Diesmal sammelt der Offene Brief die Unterschriften von 27 Erzbischöfen und Bischöfen, 1.900 Priestern und mehr als 15,000 Laien. Er wird in italienisch im Messaggero veröffentlicht. Tausende von Plakaten des Offenen Briefes werden 1998 um den Vatikan plaziert.
Währenddessen windet sich der kanonische Prozess P. Gruners weiter durch die vatikanischen Gerichtshöfe. Details der manipulierten und absurd ungerechten Vorgangsweisen sind im Fatima Priest zu finden. Während des Prozesses gibt Erzbischof Grocholewski, jetzt oberster Richter in dem Fall (nachdem Kardinal Agustoni sich wegen des Verdachtes der Befangenheit zurückziehen musste) zu, dass das Problem nicht P. Gruners Inkardination sei, sondern das was er (über Fatima) sagt. Das ist der Grund für die zahlreichen und beispiellosen illegalen Handlungen gegen P. Gruner, obwohl das in den Prozessakten nirgendwo zugegeben wird. Ein Grundprinzip der natürlichen Gerechtigkeit ist die Information des Angeklagten über die genauen Anklagen gegen ihn, so dass er sich verteidigen kann. P. Gruner einem Tribunal auszusetzen, für das angebliche Vergehen in Sachen seiner Inkardination, wenn es in Wirklichkeit um seine Äussserungen bezüglich Fatima geht, ist eine Perversion dieses Prinzips.

Oktober 1998 - Die verschiedenen Lügen, Verdächtigungen und Anklagen gegen P. Gruner sind in einem langen Anklagedokument, das durch den Promotor Iustitiae, im Auftrag des vatikanischen Apparates für eine "neutrale" Zusammenfassung der Positionen der Rechstparteien verfasst und herausgegeben wurde, zusammengefasst. P. Gruner wird mitgeteilt, er kann nicht einmal eine Kopie dieser Schrift erhalten, wemn er nicht eidesstattlich verspricht, sie geheimzuhalten. Diese bizarre Forderung wird durch das Tribunal selbst gestellt. (Eine Kopie der Anforderung des Tribunals um die Geheimhaltung ist jedem Bischof, der es wünscht, verfügbar.) P. Gruner verweigert diesen Geheimhaltungseid. Er wird gezwungen, das Dokument des Promotors in Anwesenheit seines kirchlichen Rechtsanwaltes, der von Kanada nach Rom reisen und es danach ohne Kopie zurückbringen musste zu lesen.

10. Oktober 1998 - Das Dokument des Promotors beweist zum ersten Mal die Existenz von etwa 20 Briefen, die heimlich gegen P. Gruner und sein Apostolat verbreitet wurden, Die Briefe sind voller Fehlinterpretationen und echten Unwahrheiten von seiten bestimmter Mitglieder der Kleruskongragation und sogar der Kongregation Kardinal Ratzingers, zurück bis in die Siebzigerjahre.

10. Dezember 1998 - Trotz der fast unmöglichen Hindernisse unter sehr beschränkten Zeit für seine Antwort, reicht P. Gruner eine achzigseitige kanonische Antwort auf das Dokument des Promotors ein, die jede seiner Unterschiebungen widerlegt. Das Dokument des Promotors wird vom Tribunal nie wieder erwähnt.

Dezember 1998 - P. Gruner verlangt per Einschreiben Kopien der ca. zwanzig, gegen ihn gerichteten Briefe von der Kongregation für den Klerus und dem Tribunal. Die Briefe werden nie zur Verfügung gestellt. Unwahrheiten werden weiter hinter dem Rücken von P. Gruner verbreitet und behindern seine Bemühungen, die Bischöfe davon zu überzeugen, dass die Weihe Russlands auf die richtige Weise erfolgen muss, um die Vernichtung mehrerer Nationen, vor der die Madonna von Fatima gewarnt hatte zu verhindern.

August 1999 - P. Gruner versieht den Bischof von Avellino mit einem neuen Dokument das beweist, dass er woanders inkardiniert ist.

3. September 1999 - Die Apostolische Signatur verabschiedet einen, an den 10. Juli 1999 rückdatierten Bescheid. Die offensichtliche Grundlosigkeit des Bescheides wird in "Ein Gesetz für einen Mann" (ein Kapitel im Fatima Priest) und durch die, der, auf den 14. Oktober 1999 datierten Widerlegung durch P. Gruner (ebenfalls in der Ausgabe 2000 von Fatima Priest widergegeben) angeschlossenen Dokumente bewiesen. Die Signatura antwortet nicht. Inzwischen gerät P. Gruners dritter kanonischer Anwalt unter Druck, sich gegen ihn zu wenden (Die Fehltritte der ersten beiden Kanonisten sind im Fatima Priest im Detail beschrieben). Nur 16 Kanonisten haben die Berechtigung in etwa 400.000 katholische Priester vor der Signatur zu verteidigen, was es leicht macht, diese Anwälte durch die Drohung ihrer Entlassung unter Druck zu setzen.

12.-18. Oktober 1999 - Die Friedenskonferenz des Apostolates in Hamilton, Ontario ist dem gleichen Schema von Bedrohungen, Amtsmissbrauch und kalkulierten Unwahrheiten, die die vorhergehenden Fatimakonferenzen behindert haben ausgesetzt. Bischöfe und Priester nehmen teil, allerdings in reduzierter Anzahl. Es wird wegen der vatikanischen Kampagne, den Ruf von P. Gruner und seinem Apostolat zu untergraben, immer schwieriger, die Priester und Bischöfe zu erreichen. Über 300 sind anwesend, die meisten aber Laien.

22. November 1999 - Eine zweite kanonische Beschwerde durch P. Gruner wird vom einem Postamt im Vatikan per Einschreiben an den Papst geschickt. Die Beschwerde richtet sich gegen die Kardinale Agustoni, Innocenti, Sanchez und die Erzbischöfe Sepe, Grocholewski und Bischof Forte.

Dezember 1999 - Der zweite Band der Manuskripte von P. Alonso wird schliesslich veröffentlicht, aber mit äusserst schweren Zensuren. Die anderen 22 Bände sind nach 25 Jahren immer noch unveröffentlicht, obwohl sie 1975 druckreif waren.

20. April 2000 - P. Gruner beruft sich auf den Canon 1506, der den Papst verpflichtet, beide kanonische Beschwerden gegen die genannten Kardinale und Bischöfe zu akzeptieren. Die Beschwerden gelten als kanonisch akzeptiert per Ablauf der Frist im Mai 2000. Der Papst antwortet nicht, obwohl er durch das Gesetz, das er selbst promulgiert hat, dazu verpflichtet ist. Auch der Papst ist bis zu dem Zeitpunkt, an dem er ein neues Gesetz promulgiert, durch das geltende gebunden.

13. Mai 2000 - Während der Zeremonien für die Seligsprechung von Jacinta und Francisco, kündigt Kardinal Sodano an, dass das dritte Geheimnis von Fatima veröffentlicht werden wird (Das Staatssekretariat hatte zuvor versucht, die Fatimaseligsprechung in eine Gruppenseligsprechung von anderen, mit Fatima nicht in Zusammenhang zu bringenden beati umzulenken).
Kardinal Sodano aber liefert eine irreführende Beschreibung des dritten Geheimnisses, indem er behauptet, es enthielte eine Vision, in der "der Papst scheinbar tot niederfällt." Der eigentliche (im folgenden Monat veröffentlichte) Text der Vision besagt, dass der Papst getötet wird. Offensichtlich bereitet Kardinal Sodano den Weg für eine Pseudointerpretation, die behaupten wird, dass das dritte Geheimnis mit dem gescheiterten Attentat auf das Leben des Papstes am 13. Mai 1981 seinen Höhepunkt erreicht und damit alle im Geheimnis prophezeiten Ereignisse nach seinen Worten "nun der Vergangenheit angehören."

5. Juni 2000 - Ein Brief, der P. Gruner mit einer völlig unbegründeten Exkommunikation bedroht, wird von Kardinal Castrillón Hoyos unterzeichnet. Der Brief wird an die Wohnadresse P. Gruners am 21. Juni um 22:00 Uhr durch einen Boten des Vatikans zugestellt. Der Bote lügt seinen Weg in das Wohnzimmer von P. Gruner, indem er behauptet, er hätte gute Neuigkeiten "vom Heiligen Vater."

26. Juni 2000 - In einer Pressekonferenz veröffentlicht der Vatikan einen Text, von dem behauptet wird, es sei das vollständige dritte Geheimnis. Der Text beschreibt eine Vision, in der der Papst ("ein Bischof in Weiss") getötet wird und zwar von einem Haufen Soldaten, die ihn niederschiessen, während er am Fusse eines Kreuzes auf einem Hügel kniet, nachdem er eine halb zerstörte Stadt voller Kadaver durchquert hat. Die Exekution des Papstes wird gefolgt von der Exekution von vielen Bischöfen, Priestern und Laien.
Fragen werden aufgeworfen (v. Andrew Cesaneks Artikel in der Ausgabe 64 des Fatima Crusader). Unter den Fragen ist die, warum die veröffentlichte Vision keine Worte unserer lieben Frau enthält, obwohl anlässlich der Ankündigung 1960, dass der Text nicht veröffentlicht werden würde, der Vatikan selbst von "den Worten, die die Madonna den Kindern als Geheimnis anvertraut hatte" sprach. Die Vision unterlässt es, die Worte zu erwähnen, die offensichtlich dem, in Schwester Lucias vierten Memoiren als Teil des ganzen Textes des dritten Geheimnisses eingefügten "In Portugal wird das Dogma des Glaubens immer erhalten bleiben" folgen müssen. Die Phrase, die das Dogma des Glaubens in Portugal betrifft, wird mysteriöserweise zu einer Fussnote in dem vatikanischen Kommentar zu dem Geheimnis degradiert und dann sowohl von Kardinal Ratzinger, als auch Erzbischof Bertone, den beiden Autoren des Kommentars, ignoriert.
Kardinal Ratzingers Teil des Kommentars bemerkt ausdrücklich, dass er und Mons. Bertone der, von Kardinal Sodano gelieferten Interpretation folgen, d.h., dass die Botschaft von Fatima und besonders das dritte Geheimnis nun der Vergangenheit angehören. Entsprechend behauptet Kardinal Ratzinger, dass das Überleben des Papstes 1981 das ist, was die Vision, in der der Papst getötet wird, enthält. Sogar die weltlichen Medien erkennen den Irrtum in dieser Interpretation.

Der veröffentlichte Text der Vision enthält keines der, in dem mysteriöserweise zensurierten Interview von 1984 im Jesus Magazin enthaltenen Elemente.

Die Entscheidung des Heiligen Vaters, Papst Johannes Paulus II, den dritten Teil des "Geheimnisses" von Fatima zu veröffentlichen, beendet eine Periode der Geschichte, die durch eine tragische menschliche Lust für die Macht und das Böse gekennzeichnet ist.

Der veröffentlichte Text sagt nichts über "Gefahren, die den Glauben und das Leben der Christen und daher der ganzen Welt bedrohen," nichts über "die Wichtigkeit der letzten Dinge," nichts über das, was "in vielen anderen marianischen [von der Kirche approbierten] Erscheinungen enthalten ist" und nichts über die "in der Heiligen Schrift angekündigten Prophezeihungen." Während Kardinal Ratzinger zudem 1984 sagte, dass das dritte Geheimnis "religiöse Prophezeihungen" enthält - eine Äusserung, die er drei Jahre nach dem Attentat auf den Papst gemacht hatte - wird er nun sagen, dass es hier keine Prophezeihung gibt, nur eine Beschreibung vergangener Ereignisse mit dem Höhepunkt des Attentates von 1981.
Weiterhin skandalisiert Kardinal Ratzinger die Gläubigen mit seiner Behauptung, der Triumph des Unbefleckten Herzens Mariae wäre nur Liebe, die Bomben und Kanonen besiegt und dass die Verehrung des Unbefleckten Herzens nichts weiter bedeutet, als dass jede Person, die den Willen Gottes erfüllt ein eigenes "unbeflecktes Herz" erhält. Die Bekehrung Russlands zum Katholischen und die Verbreitung der Verehrung des einen und einzigen Unbefleckten Herzens in der ganzen Welt, werden in Kardinal Ratzingers Kommentar nicht einmal erwähnt.
Die einzige Fatima-"Autorität" die Kardinal Ratzinger zitiert, ist P. Edouard Dhanis, SJ., ein modernistischer Jesuit, der Jahre damit verbrachte, den Schatten des Zweifels über die, Russland betreffenden prophetischen Elemente der Fatimabotschaft zu werfen. P. Dhanis behauptete, diese Elemente der Fatimabotschaft wären fromme Erfindungen von Schwester Lucia. P. Dhanis weigerte sich, die offiziellen Fatimaarchive zu studieren oder andere, ihm zugänglich gemachte private Dokumente zu konsultieren, um seine falsche These nicht zurücknehmen zu müssen. In Übereinstimmung mit den Irrtümern P. Dhanis, die Fatima als allgemeine Frömmigkeit ohne Prophezeihung zukünftiger Ereignisse herabsetzen, schliesst Kardinal Ratzingers Teil des Kommentars mit der Versicherung, dass das, was von der Fatimabotschaft überbleibt, Gebet und Busse seien.
Das erstaunliche Zitat des Assistenten Kardinal Ratzingers, Mons. Bertone, in dem Kommentar (zum Teil in obigem Photo aus dem Büchlein des Vatikan Die Botschaft von Fatima wiedergegeben), zeigt, wie tief Mons. Bertone und der Rest der Feinde Fatimas schon in den Irrtum und den Revisionismus gefallen sind. Effektiv sagt Mons. Bertone hier, dass das Versprechen der Madonna einer Periode des Friedens von der Veröffentlichung des dritten Geheimnisses abhängig wären, wenn doch in Wirklichkeit unsere liebe Frau eine Periode des Friedens versprach, nur dann wenn Russland durch seine Weihe konvertiert würde. Hätte man Mons. Bertones Worte nicht gedruckt vor sich gesehen, man hätte bezweifeln müssen, dass irgendein vernünftiger Theologe oder Amtsträger der Kirche jemals eine solch drastische Fehlinterpretation der Botschaft von Fatima hätte präsentieren können. In Anbetracht der jetzigen Situation in der Welt, steht Mons. Bertones Verkündigung des Endes einer Periode "gekennzeichnet durch eine tragische menschliche Lust für Macht und Böses," an der Grenze des Irrsinns. Was glaubt er denn, was wir heute vor uns haben, eine Periode des Friedens und der Ruhe?
Mons. Bertones Teil des Kommentars behauptet auch, dass jede weiter Nachfrage um eine Weihe Russlands "ohne jede Basis" sei. Als einzigen Beweis für diese seine Behauptung, zitiert er einen angeblichen Brief Schwester Lucias von 1989, der an einen Unbekannten addressiert ist. Der "Brief von Schwester Lucia" vernichtet sich selbst durch die Behauptung, dass Papst Paul VI während seines Besuches in Fatima 1967 die ganze Welt dem Unbefleckten Herz Mariae geweiht hätte, ein Ereignis, das nie stattfand. Schwester Lucia hätte sich so einen Fehler nie erlauben können, sintemal während der ganzen Zeremonie Paul VI kurzen Besuches in Fatima anwesend war.
Unglaublicherweise ist die einzige Person, die an der "Enthüllung" des dritten Geheimnisses von Fatima nicht teilnahm, Schwester Lucia selbst. Ihr ist immer noch nicht erlaubt ausszusagen, obwohl der Öffentlichkeit erzählt wird, dass die Botschaft von Fatima jetzt völlig enthüllt ist und nichts mehr bleibt, was verborgen wäre. Ihr ausschlaggebendes Zeugnis wird nicht einmal ans Licht gebracht, obwohl Kardinal Ratzinger, Sodano, Mons. Bertone und andere Mitglieder des vatikanischen Apparates nur ein paar Wochen vorher in Fatima waren und in dieser Angelegenheit mit ihr gesprochen haben könnten. Der offensichtlich diskeditierte Brief von 1989 ist der einzige Beweis, auf den sich die Kurienbeamten stützen, wenn sie behaupten, dass die Weihe vollzogen ist. Seltsamerweise wird Schwester Lucia nicht einmal gebeten, den Brief als echt zu erklären.
Am Ende der Pressekonferenz vom 26. Juni, erwähnt Kardinal Ratzinger P. Gruner namentlich und behauptet, er müsse sich "dem Magisterium" bezüglich Fatima und der Weihe Russlands unterwerfen. Es wird aber nicht behauptet, dass der Papst selbst verkündet hätte, dass die Weihe vollzogen und abgeschlossen ist. Der Papst spielt keine Rolle in der Pressekonferenz von 26. Juni oder dem Kommentar von Ratzinger und Bertone, das kein Dokument des kirchlichen Lehramtes (des authentischen Lehramtes des Papstes oder des Papstes in Vereinigung mit allen Bischöfen) ist und bindet daher niemanden, seinen Inhalt zu glauben. Sogar Kardinal Ratzinger selbst gibt zu, dass seine und Mons. Bertones Interpretation nicht bindend seien.

11.-12. Juli 2000 - P. Gruner faährt fort, sich der grundlosen Androhung der Exkommunikation durch Kardinal Castrillón Hoyos zu widersetzen und veröffentlicht seine Antwort an den Kardinal. P. Gruner ist der einzige Priester, der einer solchen direkten und öffentlichen Bedrohung durch einen Kurienbeamten ausgesetzt ist. Dennoch drückt gleichzeitig der Vatikan beide Augen zu angesichts der unzähligen Priester, die Häresien verbreiten und in sonst noch unaussprechliche skandalösen Aktivitäten in jedem Land verwickelt sind.

14. Juli 2000 - P. Gruner erfährt, dass Kardinal Castrillón Hoyos die Nuntien weltweit beauftragt ihn mit falschen Anklagen weiter zu schaden. So zum Beispiel verbreitet der Nuntius in den Philippinen die Lüge, dass P. Gruner sich der Fälschung von Dokumenten des Staatssekretariates schuldig gemacht hätte, um damit die Unterstützung seines Apostolates durch den Vatikan vorzuspiegeln - eine offensichtliche Absurdität. Diese Lügen werden durch eine, vom Apostolat veröffentliche Erklärung widerlegt (v. Fatima Priest). Kardinal Castrillón Hoyos kümmert sich nicht um die wiederholte Aufforderung durch P. Gruner, seine Unterstellungen der Fälschung zurückzuziehen. Stattdessen verschiebt der Kardinal die Anklage auf die "unerlaubte Verwendung" von echten Dokumenten, weigert sich aber zuzugeben, dass seine ursprüngliche Anklage eine Lüge war. Alle Anklagen von Kardinal Castrillón Hoyos werden in der Antwort des Apostolates widerlegt, aber er weigert sich, jegliche seiner Anklagen zurückzunehmen.

15. Juli 2000 - P. Gruner veröffentlicht die Ausgabe no. 64 des Fatima Crusader. Diese Ausgabe zeigt, dass der, am 26. Juni veröffentlichte Text des dritten Geheimnisses wahrscheinlich unvollständig ist (v. besonders Andrew Cesaneks Artikel über die Existenz von zwei Texten. Kopien auf Italienisch, Englisch und Portugiesisch auf der Fatima Website, archive.fatima.org.).

8. August - 16. Oktober 2000 - Kardinal Castrillón Hoyos weigert sich, seine Androhung der Exkommunikation zurückzuziehen. Mitte Oktober sagt er, er würde die Angelegenheit "höherer Autorität" übergeben. Er weigert sich, diese höhere Autorität zu identifizieren, obwohl es sich klarerweise um den Staatssekretär handelt.

31. August 2000 - P. Gruner macht beim Papst eine zweite Mahnung bezüglich seiner kanonischen Beschwerde und seines Rekurses gegen die Kardinale Agustoni, Sanchez und Innocenti sowie die Erzbischöfe Sepe, Grocholewski und Bischof Forte, gemäss Canon 1506 aktenkundig. Der Rechtsgrund für die Beschwerde ist Machtmissbrauch und Verletzung des ordentlichen kanonischen Prozesses. Die Beschwerde stellt fest, dass der Papst (solange er kein neues Recht promulgiert) durch die bereits promulgierten Gesetze verpflichtet ist, den Fall zu hören.

8. Oktober 2000 - Schon wieder findet in einer vatikanischen Zeremonie eine Weihe der Welt, nicht aber Russlands statt. Die Zeremonie wird "Anvertrauen" genannt. Obwohl Antifatimapropagandisten sagen, dass die Weihe Russlands unmöglich sei, so sind doch etwa 1.400 Bischöfe und 76 Kardinale während dieser "Anvertrauung" anwesend und könnten ohne weiteres den Namen Russlands aussprechen. Tatsächlich glauben einige der anwesenden Bischöfe, dass genau dies der all sein wird. Der Text der Anvertrauung wird nicht vor dem 7. Oktober verffentlicht, dem Tag vor der Zeremonie. Der Text erwhnt Russland nicht, wohl aber eine "Anvertrauung" der Welt, "die Arbeitslosen," "nach einem Sinn suchende Jugend" und andere Objekte der "Anvertrauung," also alles und jedes, nur nicht Russland.

30. November 2000 - Die Zeitschrift 30 Tage enthllt, dass ein, als "einer der engsten Berater des Papstes" beschriebener Kardinal zugibt, dass man Seiner Heiligkeit geraten hatte, in jeglicher Weihezeremonie den Namen Russlands nicht zu erwhnen, denn das wrde die Russisch Orthodoxen beleidigen. Dass die Ostpolitik und die vatikanische Diplomatie die ausdrckliche Weihe Russlands verhindert haben, wird hier von einem vatikanischen Prlat besttigt.

20. Dezember 2000 - P. Gruner beendet die Verfassung einer kanonischen Beschwerde an Seine Heiligkeit, Papst Johannes Paulus IIgegen Kardinal Castrilln Hoyos wegen Vergehen gegen das Kirchenrecht fordert in ordentlicher kanonischer Form, die Amtsenthebung des Kardinals. Die Canones 1405, 1406 und 1452 1 werden zitiert, wonach der einzige kompetente Richter in so einem Fall der Papst selbst ist und der Papst verpflichtet ist, eine solche Beschwerde zu entscheiden.

16. Mai 2001 - In einer Rpresentation der wachsenden Zweifel von Millionen von Katholiken, meint Mother Angelica in ihrer LiveFernsehShow an diesem Tag, dass sie nicht glaubt, dass der Vatikan den vollstndigen Text des dritten Geheimnisses verffentlicht htte:Und was das Geheimnis angeht, nun so fgt es sich eben, dass ich eines jener Individuen bin, die glauben, wir haben eben nicht die ganze Sache zu sehen bekommen. Ich hab's euch ja gesagt! Ich meine, Sie haben ja auch Ihre Recht auf eine eigene Meinung, nicht wahr, Hochwrden? So, bitte, das ist meine Meinung. Denn ich denke es ist bengstigend. Und ich denke nicht, dass der Heilige Stuhl etwas sagen wird, das nicht geschieht, das geschehen knnte. Und dann was macht er, wenn es nicht geschieht? Ich denke, der Heilige Stuhl kann es sich nicht leisten, Prophezeihungen zu machen.

30. August 2001 - Das Fatimazentrum schickt einen Brief an tausende Presseleute und Staatsoberhäupter, die folgende Warnung im Lichte der Botschaft von Fatima enthaltend - "Der Tag wird kommen und früher als sie denken, an dem Bomben sogar in den "friedlichen" Teilen der Welt anfangen werden zu explodieren."

11. September 2001 - Terroristen entführen vier Flugzeuge und fliegen zwei davon in die Doppeltürme des World Trade Center in New York City und bringen sie zum Einsturz. Ein Flugzeug kracht in das Pentagon. Über 4000 Menschen werden in dieser blutigsten von allen jemals gemachten Terrorattacken getötet. Diese Kriegshandlung ist ein definitiver Beweis, dass die Weihe Russlands, für die die Gottesmutter den Weltfrieden versprach, nicht vollzogen ist. Dennoch bestehen die Fatimagegner darauf, dass die Botschaft von Fatima mit der Weltweihe von 1984 glorreich erfüllt sei und wir vor dem Triumph des Unbefleckten Herzens Mariae stehen.

12. September 2001 - In einer Offenbarung der bizarren Besessenheit mit P. Gruner und seinem Fatimaapostolat, veranlassen die Kurienbeamten nur einen Tag nach der schlimmsten Terrorattacke der Geschichte das vatikanische Pressebüro, eine "Erklärung" zu veröffentlichen, dass P. Gruner angeblich von den Priesterpflichten "suspendiert" wäre und dass niemand an der vom Apostolat in Rom vom 7.- 13. Oktober geförderten Fatima-Friedenskonferenz teilnehmen darf. Die "Erklärung" stellt fest, dass sie "gemäss dem Auftrag einer höherer Autorität" erlassen wurde. Die sorgfältige Verwendung des unbestimmten Artikels in der obigen Phrase zeigt klar, dass die fragliche Autorität nicht die höchste in der Kirche ist, nämlich der Papst. Der Begriff "höhere Autorität" ist quasi vatikanischer Dialekt für den Staatssekretär, Kardinal Sodano. In jedem Fall ist gemäss Kirchenrecht ein Mandat einer ungenannten Person null und nichtig
Die "Erklärung" gibt keine Gründe für die "Suspendierung" an, da es keine Gründe gibt, ausser der Pseudobegründung, dass P. Gruner "gescheitert" sei, einen neuen Bischof zu finden und somit nach 23 Jahren nach Avellino "zurückzukehren" habe. Das ist das selbe "Scheitern," das die vatikanische Bürokratie durch ihre unerhörte Einmischung in die jahrelangen Angebote der Inkardination durch eine Reihe freundlicher Bischöfe, die alle das Werk P. Gruners fördern wollten, fabrizierte.
Die Erklärung des Vatikan behauptet, dass die Konferenz in Rom sich "nicht der kirchlichen Approbation erfreue." Diese Äusserung ist sichtlich darauf gerichtet irrezuführen, denn diese Beamten der Kurie wissen wohl, dass nach dem Kirchenrecht, das das natürliche Recht des Klerus und der Laien sich zu versammeln und Angelegenheiten von Belang für die Kirche zu diskutieren garantiert, keine wie immer geartete Approbation benötigt wird (cc. 212, 215, 278, 199). Unglaublicherweise haben die Beamten des Vatikan nie solch drastische oder überhaupt irgendwelche Massnahmen unternommen, um eine der unzähligen Konferenzen und andere Versammlungen zu stoppen, die ständig und überall in der Kirche von Klerikern, Ordensschwestern und Laien, die offen von der kirchlichen Lehre abweichen, veranstaltet werden. Diese Beamten des Vatikan scheinen in der Botschaft von Fatima die grösste Bedrohung für die Kirche zu sehen.
Dass der Vatikan bloss Stunden, nachdem tausende Amerikaner in einer nie dagewesenen Terrorattacke hingemetzelt worden waren, ihre Verfolgung von P. Gruner intensivieren, zeigt über jeden Zweifel erhaben die völlige Perversität der Feinde der Botschaft von Fatima innerhalb des Vatikans. Weder die Verbreitung von Häresie, noch die unzähligen Sexualskandale im Klerus während der letzten vierzig Jahre, haben jemals eine solche Reaktion von denselben vatikanischen Beamten, die verpflichtet sind, die Kirche vor ihren wahren Feinden zu schützen, verursacht. Es ist ein Geheimnis des Bösen, dass das erste Ziel dieser vatikanischen Beamten mitten im weltweiten Blutbad und Glaubensabfall, die Unterdrückung der Botschaft von Fatima ist - dem besten Mittel, mit dem man Blutbäder und Glaubensabfall verhindern kann.

13. September 2001- Das Fatimazentrum antwortet auf die "Erklärung" des vatikanischen Presseamtes und bemerkt, unter anderem, dass P. Gruner der einzige Priester in der Geschichte der Kirche sein dürfte, der öffentlich vor der ganzen Welt denunziert wurde für ein "Vergehen," das nicht einmal näher bezeichnet wird und das von einer "höheren Autorität," die nicht einmal genannt wird.

21. September 2001- Nachdem Erhalt eines - wie sie privat zugibt - kirchlichen Telephonates von jemandem aus der vatikanischen Bürokratie, schreibt eine Vertreterin der Herz-Jesu-Universität in Rom einen Brief und weist darauf hin, dass der Kontrakt des Apostolates für die Verwendung ihrer Einrichtungen für die Weltfriedenskonferenz vom 7. bis zum 13. Oktober 2001, nicht eingehalten werden kann, und dass sie sich weigern, den schriftlichen Kontrakt einzuhalten. All dies weniger als drei Wochen vor der Konferenz und nachdem das Apostolat mehr als 100.000 $ für Anzeigen und andere Arrangements ausgegeben hatte. Nachdem sie zu einer Erklärung für diesen Vertragsbruch gezwungen wurden, behauptet die katholische Herz-Jesu-Universität, dass sie plötzlich eine "statische Untersuchung" ihrer Einrichtungen einplanen musste, und das ausgerechnet in der Woche, die für die Konferenz geplant war.

30. September 2001- Trotz der Behauptung des Vatikans, dass das vollständige Geheimnis veröffentlicht wurde, bleibt Schwester Lucia unter der Order, in der Öffentlichkeit nicht ohne Erlaubnis von Kardinal Ratzinger oder des Papstes über die Botschaft von Fatima zu sprechen.
Und während die Welt in Gewalt und Glaubensverlust sprudelt, bleibt die Weihe Russlands ungeschehen. Die Vernichtung von Nationen hängt in Schwebe, während die Welt sich für den Krieg vorbereitet.

Wie steht es mit uns - nach mehr als 85 Jahren?

+ Die einfache Forderung der seligen Jungfrau, dass das Land Russland - nicht die ganze Welt, nicht die Arbeitslosen, nicht die nach einem Sinn suchende Jugend - dem Unbefleckten Herzen Mariae geweiht werden müsse, muss immer noch erfüllt werden.

+ Es gab von Anfang an jene, die sich der Botschaft der Gottesmutter für den Weltfrieden durch die Weihe und die Bekehrung Russlands entgegensetzten und ihre Warnungen, die sie der Welt 1917 in Fatima entgegenhielt ignorierten. Die Geschichte der brutalen Gefangennahme der drei kleinen Seher durch portugiesische Beamte ist wohlbekannt. Ebenso gut dokumentiert sind die Verfolgungen, denen die Verteidiger Fatimas unter kommunistischen und freimaurerischen Regimes ausgesetzt waren.
Weit weniger bekannt ist jedoch vielen der Kampf um die Botschaft von Fatima in der Kirche selbst. Trotz der Anerkennung der Erscheinungen verbleibt eine kleine, aber mächtige Gruppe innerhalb der Kirche, die heftig an der Unterdrückung der vollständigen Botschaft der Madonna von Fatima arbeitet.
Wir präsentieren diese Chronologie in der Hoffnung, dass sie den Katholiken und anderen Menschen guten Willens die Möglichkeit geben wird, die Tatsachen selbst zu beurteilen. Wir haben keine unbezeugten Aussagen oder Dokumente, deren Echtheit fragwürdig wäre eingeschlossen.

Mit Jesus, Maria und Joseph,
Rev. Paul Kramer, lic. iur can., mag. theol.
Maximilian Schmitt
Verbindung nicht möglich!