Anmaßend, hochmütig oder verrückt?

Sind meine Beiträge anmaßend, hochmütig oder verrückt? Oft schreibe ich so, als ob ich quasi mit Gott verheiratet wäre? Warum? Weil ich das bin. Weil das aus Sicht der Moderne aber vollkommen unverständlich ist und diese dadurch genau deshalb radikal in Frage gestellt wird, möchte ich hier darlegen, was die Grundlagen meiner Aussagen sind.

Zuerst: Niemand muss mir glauben. Katholiken müssen nur die katholische Lehre glauben, wie sie die Heilige Kirche immer tradiert hat. Meine Beiträge verstehen sich als erweiternder Kommentar, als Bestätigung. Niemals sind die Privatoffenbarungen, die in der Immanenz des irdischen Lebens irgendeinen Machtanspruch erheben. Als Mensch lebe ich als Ausgestoßener in einem liebenswerten Dorf. Mehr nicht. Ich habe keinerlei Insignien der Macht oder des Status. Das impliziert die Verachtung seitens der meisten Menschen. Diese negative Bewertung entspringt der Weltsicht der irdischen Macht (vgl. Lk 4,6). In ihren Augen bin ich ein Nichts, ein Versager und Verlierer.

Auf der anderen Seite ist es genau diese entschiedene Gegnerschaft zur Welt und zu ihrer Herrschaft der Macht, die Bereitschaft zur Ohnmacht, die mich hat Gnade finden lassen. In meiner wohl intensivsten Nacht in Himmerod hat mir der Herr den Vater gezeigt. Mitten in der Nacht wachte ich auf. Gottvater stand vor meinem Bett. Er war unvorstellbare Energie (mehr als der Urknall), gestaltlos und schaute auf mich. Es war wie in einer explodierenden Atombombe aufzuwachen. Mich wundert noch heute, dass ich noch lebe. Aber Er sagte mir, dass ich Seinen Gefallen gefunden hätte. Dann war er fort. Der Herr war die ganze Zeit an meiner Seite.

Warum habe ich Gnade gefunden? Warum hat Gott mich geheiratet? Nun, ich habe Gott immer schon unvorstellbar geliebt, immer mehr als mich. Deshalb habe ich Ihm meine unsterbliche Seele geschenkt. Wenn ich für Ihn für immer in die Hölle gehen muss, dann bin ich dazu bereit. Niemals schaue ich nach meinem Heil. Nur Seine Verherrlichung interessiert mich. Das ist todernst gemeint. Ich bin deshalb einer Seiner Soldaten.

Aber zurück zu einer Sprache, die moderne Weltmenschen verstehen. Seit dem Wechsel des ontologischen zum mentalistischen Paradigma, das mit der Neuzeit, mit der Unterscheidung zwischen der res cogitans und der res extensa beginnt, beherrscht die rücksichtslose Machtgier die Realitätsauffassung der Menschen.

Descartes Trennung zwischen res cogitans und res extensa

Der neuzeitliche, aufklärerische, moderne Mensch bestimmt Realität in Bezug auf die Herrschaft über die Natur. Hilary Putnam hat schon in einem frühen Interview herausgestellt, dass die Moderne in Form der wissenschaftlichen Weltanschauung die heutige Weltdeutung erobert hat, weil sie erfolgreich (Maschinen und Instrumente zur Weltbeherrschung (Pille, etc.)) war. Mit Wahrheit hat das alles nichts zu tun. Die Frage ist immer der selbstsüchtige, instrumentelle, pragmatische Vorteil, dem sich die machthungrigen Menschen weihen, um ihren Gott auszuwählen (vgl. Lk 4,6).

Aber vor Gott gibt es keine Macht, weil nur Er jede Macht ist, die es jemals geben kann. Die Macht der Menschen hat kein Sein. Sie ist Illusion, ein Albtraum, der Menschen. Schon bald wird es die Erde nicht mehr geben. Die heiße Darmluft der Macht wird mit den Menschen verschwinden.

Nur die Liebe ist ewig. Nur die Hingabe ist ewig. Sie ist jenseits von Zeit und Raum. Sie hat mit Macht nichts zu tun. JEDEN Morgen weckt mich der Herr, mein Bräutigam. Ich liege im Dunkeln. Er möchte meine Anbetung. Ich beginne mein gesamtes Sein, alles was ich bin, in das Dunkel der Stille zu strahlen. Aus meinem Herzen/meiner Seele tritt ein Feuerstrahl aus und schießt in die Dunkelheit. Gleichursprünglich ergießt Er Sich in meine Seele. Seine Liebe ist voller Information. Die Stille ist nicht leer. Wer intelligent ist, hört auf sie.
Dann beginnt die Kontemplation, von contemplor = schauen. Der Herr zeigt mir meine Wahrheit. Ich fliege mit Ihm hoch über den Ozeanen der Existenz. Die Frequenz der Flügelschläge ist niedrig. Das Licht über uns ist stark. Ich stehe mit Ihm vor den Wasserfällen des Lebens. In einem Raum mit dunkler Holzvertäfelung ohne Fenster oder Türen bete ich den lebendigen, am Kreuz hängenden Herrn für immer an und diene Ihm. Alles ist gleichzeitig, jenseits von Zeit und Raum. Im Himmel kann eine Person zur gleichen Zeit an mehreren Orten und am selben Ort zu unterschiedlichen Zeiten sein. Die Liebe gönnt. Sie braucht nicht zu berechnen. In diesem Geist wird die Mystik aller Zeiten verständlich, siehe die Lactatio des Hl. Bernhard oder seine Umarmung des Gekreuzigten.

Der Modernist fragt, woher bist du dir so sicher, dass du dir das nicht alles nur einbildest? Nun, diese Frage entspringt der Machtorientierung der Menschen. Aber im Geist der Unterscheidung gilt, dass der Liebesstrom am frühen Morgen in der Dunkelheit und der Stille diese Bilder beinhaltet. Sie überkommen ein. Sie strömen ein. Sie sind Schau/Kontemplation und eben nicht Wunschvorstellung/ Konstruktion. Sie sind nicht selbstgemacht. Man kann sich gar nicht ausdenken, was mir gezeigt worden ist. Es ist in etwa wie der Traum von der Mutter Gottes. Der Traum von der Mutter Gottes Ich habe wirklich geträumt. Ich hatte keine Ahnung von der Turmsymbolik Marias. Auf einmal ruft sie mich von einer Seite des Universums, wo ich mit anderen Soldaten unterwegs war, auf die andere Seite in ihren Turm, von dem mein Intellekt nichts weiß. Merkwürdig. Unzählige Merkwürdigkeiten wie diese und „zufällige“ Erfahrungen bedeuten irgendwann, dass die Erklärung „Zufall“ keine Option mehr ist. Nein, Gott ist wahr. Meine Gesichte sind wahr. Ich habe ausreichend Gründe, um sie auf GloriaTV darzustellen. Aber wie gesagt, alles was ich schreibe, entspringt der Liebe. Nichts hat mit Macht zu tun. Nichts ist berechnend oder vorteilsorientiert.

Ist das jetzt Hochmut, ein versteckter Versuch, doch irgendwie dem Versagen zu entkommen? Aus der Sicht der Macht ja, aus der Sicht der Liebe nein, weil es ein Bericht über eine zweckfreie Schau ist. Es ist die Frucht des unbedingten Willens zur Keuschheit und Reinheit, zur Nachfolge des Prager Jesuskind. Nur das unschuldige Kind kann wirklich gut Bim mit den Küchenstühlen spielen. Nur die Unschuld ist wahrhaftig. Nur sie verdreht nicht die Begriffe schon im Ansatz und macht deshalb jede wahre Erkenntnis unmöglich. Jeder weiß, dass die Pubertät den Menschen frech und gottlos macht. Die Heimtücke der Unzucht wird ihn niemals mehr unschuldig lachen lassen wie davor. Deshalb müssen wir ihr mit aller Kraft entgegentreten, heute leider besonders ihren Verfechtern, den Jesuiten. Später mehr.
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