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Römische Apostasien Quelle http://www.summorum-pontificum.de/?start=6

Römische Apostasien
30. Oktober 2019

Ein Götzengebet

Wie katholisches.info gestern ausführlich berichtete und die angeblich nichtoffizielle Seite der deutschen Bischofskonferenz katholisch.de heute bestätigte, hat die italienische Abteilung des päpstlichen Missionswerks Mission vor der Amazonas-Synode ein „Gebet“ an die „Erdgöttin“ Pachamama veröffentlich. Nach dem Artikel von katholisches.info ist dieser Text mindestens in einem Fall in einem „Gottesdienst“ einer Gemeinde im Bistum Verona verwandt worden. Daß er Bild und Geist der sog. Amazonas-Synode in vielem geprägt hat, ist unübersehbar.

Anders als katholisches.info veröffentlicht die Website der deutschen Bischöfe jedoch weder den Originaltext (s. Bild oben) noch eine deutsche Übersetzung. Wir halten uns für verpflichtet, beides hier wiederzugeben, weil damit bestätigt wird, daß hier tatsächlich eine heidnische Gottheit unter Angebot von Opfergaben um ihr Handeln angerufen wird.
„Pachamama dieser Orte,
trink und iß nach Belieben diese Gabe,
damit diese Erde fruchtbar sei.
Pachamama, gute Mutter,
sei uns gnädig! Sei uns gnädig!
Gib, daß die Ochsen gut laufen und nicht müde werden.
Gib, daß die Saat gut aufgeht und nichts Schlimmes geschehe,
der Frost sie nicht zerstöre, daß sie gute Nahrung hervorbringt.
Dich bitten wir: Schenk uns alles.
Sei uns gnädig! Sei uns gnädig!“
Damit unterscheidet sich diese Art der Anrufung grundsätzlich vom Gebet zu christlichen Heiligen (unter deren Zahl Pachamama freilich durch keine Interpretation eingereiht werden kann), die nach dem Glauben und Gebrauch der Kirche stets allein um Fürsprache, um Vermittlung, um Tätigwerden im Auftrag Gottes angerufen werden. Heilige Maria, bitte für uns Sünder; Heiliger Erzengel Michael, durch die Macht Gottes stürze den Satan in die Hölle.
Im Volksglauben ist diese Unterscheidung gelegentlich etwas unscharf geworden. Gegen daraus eventuell entstehende Mißverständnisse und Mißbräuche ist die Kirche stets energisch eingeschritten. Keinesfalls hat sie geduldet, das derartiges in ihr liturgisches Leben eingedrungen ist. Die Verwechselung von Geschaffenem mit dem Schöpfer war ihr immer ein Gegenstand des Abscheus.
Offenbar ist das bei den Kräften hinter der Veranstaltung in Rom nicht mehr der Fall. Das gilt sowohl für die Organisation REPAM, die mit der Vorbereitung des Schauspiels beuaftragt war, als auch für die beteiligten Stellen der Kurie und insbesondere für die Inspiratoren des Ungeistes wie Bischof Kräutler oder Pater Suess. Vom Kurienmitarbeiter bis zum Papst: Sie sind so sehr mit Blindheit geschlagen, daß sie einen Götzendienst noch nicht einmal wahrnehmen, wenn er vor ihren Augen stattfindet.
Die Konsequenzen dieses Versagens sind noch gar nicht abzusehen. Offensichtlich ist das römische Lehramt durch die Inkompetenz seiner Verwalter nicht mehr in der Lage, seine Verantwortung wahrzunehmen und muß als suspendiert gelten. Zu spekulieren, welche Folgerungen daraus für die Weltkirche zu ziehen sind, liegt nicht in unserer Kompetenz. Wir können nur eine persönliche Konsequenz ziehen: Solange dieser Ungeist nicht in all seinen Erscheinungsformen ausgetrieben ist, werden wir alles, was noch aus Rom kommt, mit spitzen Fingern behandeln - oder am besten gar nicht mehr zur Kenntnis nehmen. Und das gilt nicht nur für Rom, sondern für alle Instanzen, die diesem Rom folgen oder nicht ausdrücklich widerstehen.