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M.RAPHAEL
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Orgon Energie, Christus Energie und der Novus Ordo

Jeder Mensch kennt es. Man wacht auf und ist spitz wie Lumpi. Da kann man nichts machen. Das ist der Körper. Die Knospen brechen auf. Nur wie geht man damit um?

Die Heilige Kirche hat zu Recht immer darauf bestanden, dass Sexualität nur innerhalb der göttlichen Schöpfungsordnung, d.h. zwischen verheirateten Eheleuten zum Zwecke der Lebenszeugung erfahren werden darf. Die Sexualität ist ein Mitvollzug des transzendentalen Schöpfungsaktes. Wenn man sie von diesem trennt und damit auf die Lust reduziert, dann ist das ein direktes Verachten des göttlichen Willens. Man zieht den unsichtbaren Himmel in das irdische, manipulierbare und objektivierbare Fleisch. Deshalb fühlt sich eine solche Sexualität immer irgendwie böse an. Sie beschmutzt den Menschen. Alle Menschen auf der Erde kennen dieses Gefühl.

Ich habe mich ausreichend mit sexuellen Fantasien auseinandergesetzt. Alle leiten den Menschen zu immer größeren Perversionen an. Die von Gott getrennte Sexualität will und sucht das Böse. Wer ihr nachgibt, wird sich bald in Situationen wiederfinden, die ihn nur noch kotzen lassen. Und mit jeder weiteren Abwertung wird man frecher und fühlt sich freier. Niemand ist so schlau und hochmütig wie ein sexuell befreiter Selbstsetzer. Ein solcher Selbstvergötzer hat sich im wahrsten Sinne des Wortes von dem Gehorsamsgebot Gottes „befreit“.

Deshalb kann nur das reine und keusche Herz Gott schauen. Nur das unschuldige Kind, das jeden ungeordneten Sex meidet wie die Pest, sieht und erkennt die festen Mauern des unsichtbaren strahlenden Jerusalems. Die unschuldigen Kinder der Mutter Gottes, mit der von Ihr geschenkten vollen Reinheit an Leib und Seele, sitzen um sie herum, lachen und sind glücklich.

Der österreichische Psychoanalytiker Wilhelm Reich hat seine ganze Arbeit dem Phänomen der Sexualität gewidmet. Er unterschied zwischen dem neurotischen Charakter und dem genitalen Charakter. Letzteren zeichnet „seine Fähigkeit zur orgastischen Befriedigung, die im Reichschen Sinn nur genital möglich ist“ aus. Laska, Bernd, Wilhelm Reich, Reinbek bei Hamburg, 1993, S.50. „Liebe, Arbeit und Wissen sind die Quellen unseres Lebens.“ Ebd., S.50. Der neurotische Charakter ist für Reich verklemmt und unfrei. Er reagiert auf die „Unterdrückung“ seiner sexuellen Lust mit Hass und Wut hinter einer Maske der normalen Alltagsvernunft. In den Bereichen von Liebe, Arbeit und Wissen bleibt er eine tote Maschine, die weniger als schlecht funktioniert. Nur wenn er zum genitalen Charakter wird, d.h. wenn er sich der Lebensenergie, der Orgon Energie, auf dem Grund der menschlichen Existenz ausliefert, und sich der sexuellen Lust nicht mehr verweigert, kann er ein wirklich lebendiger Mensch werden, mit Selbststand und Kreativität in Liebe, Arbeit und Wissen.

Reich war Freund von Alexander Sutherland Neill, dem Begründer der antiautoritären Erziehung. Kinder müssen so früh wie möglich sexualisiert werden. Ziel war der emanzipierte Mensch in der Endphase der kommunistischen Utopie. Jeder Mensch wird ein Menschengott. Gesellschaftliche Regeln sind nicht mehr notwendig, weil sich jeder selbst verwaltet. Die Anarchie des Novus Ordo Seclorum ist erreicht.

Hier sind 2 Videos, die die Tragödie des Wilhelm Reich sehr gut zum Ausdruck bringen. Das zweite Video ist fast nicht zu ertragen. Aber dieser Aufruf zur Pädophilie ist das wahre Gesicht der Linken und Grünen (die nachweislich in den 70er und 80er Jahren für die Pädophilie eingetreten sind):
www.youtube.com/watch
www.youtube.com/watch

Wilhelm Reich und seine Rezeption bestätigen die katholische Lehre. Es ist so. Ohne Reinheit des Herzens gehen wir als ganz tolle Übermenschen, die viel zu „schlau“ für Gott sind, in die Hölle.

Bergoglio ist auch ein Kommunist. Auch er will lebendige (d.h. ungeordnete) Sexualität. Die Orgon Energie wird für ihn zur Christus Energie. Die Amazonas Fruchtbarkeit und Karl Rahner, SJ, sind glücklich. In dem letzten Video von Michael Matt küsst er ein homosexuelles Ehepaar ab 08:00:

www.youtube.com/watch

Außerdem hat er Fr. James Martin, SJ, einen der wichtigsten Befürworter der Homosexualität in der Kirche, in einer Privataudienz empfangen. Martin wird von den Jesuiten geschützt. Er ist immer noch Jesuit. Jesuiten, ihr wollt wirklich in die Hölle, nicht wahr?

Dann wieder verdammt Bergoglio die Homosexualität. Heute so, morgen so. Es ist völlig egal. Gerade wie er sich fühlt. Er ist der Staatsratsvorsitzende, der seine Kinder in die humanistische Lüge und Anarchie führt. Quod licet iovi, non licet bovi. Aber gerade durch die Verwirrung will er sie zum selber denken befreien. Er ist schlau und gebildet. Wenn der Falsche Prophet fertig ist, sind alle Vat.2 Menschen hoch intelligente und selbstbewusste Jupiter in der Hölle.
LeoStratz
@Salzburger
Was sagen denn ihre Dämonen über das Wort Gottes…..“sie werden ein Fleisch sein“
Die menschlichen Dimensionen sind körperlicher, geistiger und seelischer Natur.
Wenn Eheleute sich gegenseitig versprechen bis zum Lebensende treu zu bleiben, dann sind alle drei Ebenen mit dem Segen Gottes geheiligt.

Dieses Beziehungsgeflecht ist prozessual und kennt Höhen und Tiefen. In der Regel …More
@Salzburger
Was sagen denn ihre Dämonen über das Wort Gottes…..“sie werden ein Fleisch sein“
Die menschlichen Dimensionen sind körperlicher, geistiger und seelischer Natur.
Wenn Eheleute sich gegenseitig versprechen bis zum Lebensende treu zu bleiben, dann sind alle drei Ebenen mit dem Segen Gottes geheiligt.

Dieses Beziehungsgeflecht ist prozessual und kennt Höhen und Tiefen. In der Regel gibt es mit Gottes Gnade eine menschliche Fortentwicklung in der Liebe und in der personalen Würde.

So wie hier geschrieben wird muß man fast davon ausgehen, dass keiner der Schreiber die Erfahrung einer Jahrzehntelangen Ehe hat. Worüber schreiben die eigentlich?
Salzburger
@LeoStratz Der Autor jener Gedanken war Sein Leben lang verheiratet.
Und die Ehe ist zwar gut, um den Trieb zu ordnen; der Zölibat, das freiwillig-geistige EuNuchentum, ist aber nun mal besser.
LeoStratz
@Salzburger
Und was ist mit Gen 1 22 " Gott segnete sie und sprach: "seid fruchtbar und mehret euch“
Sind solche Gedanken „freiwillig-geistige EuNuchentum, ist aber nun mal besser.“ nicht purer Egoismus?
michael7
Es ist natürlich denkbar, dass jemand auf Ehe oder Kinder aus egoistischen Motiven "verzichtet", z.B. wenn jemand die "Selbst-Verwirklichung" Beruf oder Freizeit in einseitig ich-süchtiger Weise über alles andere stellt.
Aber wir können wohl kaum leichtfertig allgemeine Urteile über andere fällen.
Viele Menschen wählen nämlich um eines höheren Ideales oder Wertes den Lebensstand des Unverheirat…More
Es ist natürlich denkbar, dass jemand auf Ehe oder Kinder aus egoistischen Motiven "verzichtet", z.B. wenn jemand die "Selbst-Verwirklichung" Beruf oder Freizeit in einseitig ich-süchtiger Weise über alles andere stellt.
Aber wir können wohl kaum leichtfertig allgemeine Urteile über andere fällen.
Viele Menschen wählen nämlich um eines höheren Ideales oder Wertes den Lebensstand des Unverheiratet-Seins, z.B. um des Gottesreiches willen, wie es Jesus ausdrückt.
Beim Priester oder beim Ordensstand wird um Gottes, aber auch um der allgemeineren Form der Nächstenliebe willen auf die Ehe verzichtet.
Es kann aber auch jemand eine Berufung außerhalb des Ordensstandes haben, die umfassender ist als nur die eigene kleine Familie!
nujaas Nachschlag
Ich kenne einen Arzt, der zugunsten seiner Aufgabe auf eigene Familie verzichtet hat. Mein Sohn hat das Glück, sein Patient zu sein.
Salzburger
@LeoStratz Nein, der freiwillige Zölibat des Homo Religiosus - die größten Geister der Weltgeschichte waren nicht zufällig ehelos! - ist gerade kein moderner Egoismus/Hedonismus, weil er nicht Selbst-VerWirklichung., sondern Selbst-VerLeugnung und Selbst-AbTötung bedeutet! Und so wie erst der GeKreuzigte&GeSalbte dem AT Sinn gab, so ist auch der christliche Priester&Mönch die (Über)VollEndung …More
@LeoStratz Nein, der freiwillige Zölibat des Homo Religiosus - die größten Geister der Weltgeschichte waren nicht zufällig ehelos! - ist gerade kein moderner Egoismus/Hedonismus, weil er nicht Selbst-VerWirklichung., sondern Selbst-VerLeugnung und Selbst-AbTötung bedeutet! Und so wie erst der GeKreuzigte&GeSalbte dem AT Sinn gab, so ist auch der christliche Priester&Mönch die (Über)VollEndung der Leviten des AT, die zwischen Priestertum und Gen.1,22 hin&her-gerissen waren.
All das müßte eigentlich jeder Christ wissen, aber vielleicht hat Ihnen die WojtylaKirche eingeredet, daß Ehe&Brunst die ErFüllung und das AllerHöchste sind? Oder sind Sie gar keiner von uns, sondern zum Schnuppern hier?
michael7
Unerlöst und fern von Gott kann niemand den Sinn des Daseins, auch des Mann- oder Frau-Seins wirklich erkennen.
Als Christen ist uns der Heilige Geist geschenkt worden, und so sollten wir auch viel um die Gnaden des Heiligen Geistes beten, um den Willen Gottes immer besser verstehen und auch erfüllen zu können!
Nur mit der Gnade Gottes, um die wir auch beten müssen, können wir in unserer erbsündl…More
Unerlöst und fern von Gott kann niemand den Sinn des Daseins, auch des Mann- oder Frau-Seins wirklich erkennen.
Als Christen ist uns der Heilige Geist geschenkt worden, und so sollten wir auch viel um die Gnaden des Heiligen Geistes beten, um den Willen Gottes immer besser verstehen und auch erfüllen zu können!
Nur mit der Gnade Gottes, um die wir auch beten müssen, können wir in unserer erbsündlich geschwächten Menschlichkeit Fehler und Sünden vermeiden oder überwinden, die oft auch aus einer verwirrten Stimmung unseres Geistes und unserer Gefühle heraus begangen werden.
Zorn, Ärger, Hass, Neid, Lust, Unlust, Frohsinn oder Trauer usw. erleben wir als Gefühle, die oft kaum oder gar nicht unserem freien Wollen entspringen.
Dennoch müssen wir mit diesen Gefühlen entsprechend einer eigenen Entscheidung für oder gegen die Liebe zu Gott und den Mitmenschen umgehen.

Ohne die Hilfe Gottes und ohne Seinen Heiligen Geist, der ja die Liebe selbst ist, werden wir an dieser Aufgabe immer scheitern, das muss uns klar sein.
Wir brauchen die Erkenntnis Seiner Liebe und damit auch die Erkenntnis dessen, was diese Seine Liebe uns mit der Gabe unseres Lebens und unserer Gefühle, unseres Denkens usw. schenken wollte und will.
Christen dürfen und sollen, wegen ihrer Erkenntnis der Offenbarung Gottes in Seinem Sohn, vor der Welt Zeugnis dafür ablegen, was Gott dem Menschen im Mann-, Frau- und Kind-Sein geschenkt hat und welch tiefer Sinn sich hinter allen Vollzügen der je eigenen Berufung verbirgt!
Erst aus dieser übernatürlichen Perspektive wird auch das Natürliche an der Geschlechtlichkeit und ihre Sinn-Bindung in der Ehe und ihrer Offenheit für die Liebe zum Kind verstehbar. Ebenso, warum geschlechtliche Aktivität außerhalb der Ehe die letzte und wahre Erfüllung des Herzens wegen des Fehlens ihres wahren und eigentlichen Sinnes versagt bleibt, weil sie so letztlich nicht mehr als eine der Schöpfungsordnung angemessene und wertvolle Tat erlebt und gelebt wird, sondern eher wie ein "Suchtmittel" konsumiert wird.
Die Liebe zu Gott und zum Nächsten spielt in einer solchen Haltung im eigentlichen und wahren Sinn keine Rolle mehr. Nur mit der Hilfe Gottes können wir dieser Gefahr entrinnen.
Er allein kann uns in Seiner Liebe helfen, sowohl negative Gefühle wir Neid, Missgunst usw. in positive Gefühle, ja in eine neue Energie der Feindesliebe zu verwandeln, als auch durch scheinbar "positive" Gefühle nicht in eine sinn-lose, schwächliche Nachgiebigkeit zu verfallen, sondern auch diese Gefühle als Kraft und Hilfe für Taten wahrer Gottes- und Nächstenliebe fruchtbar werden zu lassen. Dahin möge uns die Liebe Gottes, die uns in Jesus Christus erschienen ist, immer mehr führen!
🤗 😇 🙏
miracleworker
Recht vielen Dank - wirklich wunderbar, tief verständnisvoll und spirituell hochqualifiziert geschrieben!
Schon der erste Satz ist wegweisend!
Sie ergänzen hier, was "Raphael" in seiner eingangs gestellten Frage unbeantwortet lässt - s.o.
LeoStratz
@michael7
Es gibt in der Ehe keine Unzucht sondern nur Sünden gegen das 2. Gebot. „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“
Unsere generelle Erbsündlichkeit bedingt unseren leiblichen Tod. Im Rahmen des Absterbens von allen weltlichen Dingen stirbt auch das Verlangen des Körpers. Das ist gut so und letztendlich erfährt der Mensch, der Christus liebt, dies als Befreiung.
Dieses Loslasse…More
@michael7
Es gibt in der Ehe keine Unzucht sondern nur Sünden gegen das 2. Gebot. „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“
Unsere generelle Erbsündlichkeit bedingt unseren leiblichen Tod. Im Rahmen des Absterbens von allen weltlichen Dingen stirbt auch das Verlangen des Körpers. Das ist gut so und letztendlich erfährt der Mensch, der Christus liebt, dies als Befreiung.
Dieses Loslassen ist auch leichter, wenn man in seinem normalen Leben Enthaltsamkeit eingeübt hat.
Warum soll man Enthaltsamkeit einüben? Schlicht und einfach, weil es befreiend schön ist.
michael7
@LeoStratz: Die Ehe ist im christlichen Sinn selbstverständlich immer nur vom Grundgebot der Gottes- und Nächstenliebe her richtig zu verstehen, das ist klar.
Das bedeutet aber nicht, dass es Zucht, Rücksichtnahme, Ausrichtung auf Gottes Willen (was ja Zucht letztlich bedeutet) oder auch die gelegentlich notwendige Bereitschaft zum Verzicht in der Ehe nicht braucht!
Wo die Ehe nicht in dieser …More
@LeoStratz: Die Ehe ist im christlichen Sinn selbstverständlich immer nur vom Grundgebot der Gottes- und Nächstenliebe her richtig zu verstehen, das ist klar.
Das bedeutet aber nicht, dass es Zucht, Rücksichtnahme, Ausrichtung auf Gottes Willen (was ja Zucht letztlich bedeutet) oder auch die gelegentlich notwendige Bereitschaft zum Verzicht in der Ehe nicht braucht!
Wo die Ehe nicht in dieser Ausrichtung gelebt wird, kann es deshalb nach kirchlicher Lehre auch zu Formen von Unzucht, Vergewaltigung, Missbrauch der Ehe kommen!
Die Kirche hält deshalb die Eheleute an, das Gebot der Liebe in möglichst vollkommener Weise zu erfüllen, wie es ja auch schon der heilige Paulus getan hat: "Das ist der Wille Gottes, dass ihr heilig seid und euch der Unzucht enthaltet. Ein jeder von euch wisse seine Frau in Heiligkeit und Ehrbarkeit zu besitzen und nicht in leidenschaftlicher Lust wie die Heiden, die Gott nicht kennen!" (1Thess. 4,3f.).
🤗
nujaas Nachschlag
Ich kenne das nicht.
Salzburger
GOMEZ DAVILA, "Scholien", StichWort "Sex":

"Sex löst noch nicht einmal sexuelle Probleme." "Die Sinnlichkeit des Augenblicks ist Vorgeschmack von der Erlösung des Fleisches und die Sexualität Vollziehung des Urteils, das es verdammt." "'Sexualleben' ist ein Begriff, mit dem kein halbwegs feinfühliger Mensch seine Lieben bezeichnet. Nur der plumpe Zuschauer und der Fortschrittler machen ihn sich …More
GOMEZ DAVILA, "Scholien", StichWort "Sex":

"Sex löst noch nicht einmal sexuelle Probleme." "Die Sinnlichkeit des Augenblicks ist Vorgeschmack von der Erlösung des Fleisches und die Sexualität Vollziehung des Urteils, das es verdammt." "'Sexualleben' ist ein Begriff, mit dem kein halbwegs feinfühliger Mensch seine Lieben bezeichnet. Nur der plumpe Zuschauer und der Fortschrittler machen ihn sich zu eigen." "Nichts ist abstoßender als das, was der Dummkopf 'eine harmonische und ausgeglichene sexuelle Aktivität' nennt. Die hygienische und methodische Sexualität ist die einzige Perversion, die die Dämonen ebenso verabscheuen wie die Engel." "Der Marxismus und die Lehre Freuds verneinen die Individualität. Sexualität und Ökonomie formen denselben gleichförmigen Teig." "Heute hat sich analog dazu das Studium der Sexualität in eine Besessenheit verwandelt, die die Person auf ihr Geschlechtsleben beschränkt, die Gesellschaft auf eine Manufaktur des Erotismus und den Sexus selbst auf Varianten des Koitus." "Erotismus ist die sexuelle Aktivität des Impotenten auf dem Kadaver der Sinnlichkeit." "Die fortschreitende Zersetzung der Person läßt sich ermessen, wenn man den Ausdruck 'Liebesabenteuer', der im 18. Jahrhundert gebräuchlich war, mit dem Ausdruck ,'sexuelles Erlebnis' vergleicht, den das 20. Jahrhundert verwendet." "Sowohl die heidnische wie auch die romantische Liebe ist unschuldig; lasterhaft ist nur die satte und hygienische Sexualität zwischen Gleichen." "Das 19. Jahrhundert lebte mit seinen sexuellen Repressionen nicht angstvoller als das 20. mit seiner sexuellen Befreiung. Die gleiche Besessenheit, wenn auch mir umgekehrtem Vorzeichen." "Die Sexualität ist ein Gas, das mit dem selben Volumen die gleiche Dichte irgendeines Raumes füllt." "Der Bürger von gestern verzieh sich alles, wenn sein sexuelles Benehmen strikt war. Der von heute verzeiht sich alles, .wenn es anrüchig ist." "Mit Sexus und Gewalt ersetzt man nicht die exilierte Transzendenz. Noch nicht einmal der Teufel bleibt dem, der Gott verliert." "Ein sexuelles, kollektivistisches, emsiges Milieu charakterisierte die Vorherrschaft des Weibchens in der archaischen Horde' Ist die durch die Reiter begründete männliche Vorherrschaft einmal verschwunden, kehrt die individualistische und kriegerische Gesellschaft der letzten Jahrtausende in ihre klebrige Gebärmutter zurück." "Es ist offensichtlich nicht die Bedeutung der Ökonomie oder der Sexualität, welche die Reaktionäre abstreiten, sondern das ökonomische oder sexuelle Wesen des Wertes." "Das Problem ist weder die sexuelle Repression noch die sexuelle Befriedigung, sondern der Sexus." "Die sexuelle Promiskuität ist das Trinkgeld, mit dem die Gesellschaft ihre Sklaven beschwichtigt." "Wenn das moderne Bewußtsein seine ökonomischen Routinen unterbricht, schwankt es nur zwischen politischer Befürchtung und sexueller Besessenheit." "Die systematischen Verkürzungen zu einem einzigen Begriff (Freude und Schmerz, Interesse, Ökonomie, Sexualität etc.) fabrizieren Vorspiegelungen der Verständlichkeit, die den Unwissenden verführen." "Weder ist die Liebe ein bloßes sexuelles Phänomen, noch das Eigentum bloßes ökonomisches Phänomen. Eigentum und Liebe sind spezifische Beziehungen, hier mit einer Person, dort mit einem Gegenstand, eingefügt in Ökonomie und Sexualität." "Was anzieht, selbst sexuell, ist weniger ein nackter Körper als eine Fleisch gewordene Seele."
Salzburger
Allein schon wenn man das Gesicht des modernen Menschen anschaut, wird deutlich, wie abwegig es ist, seinem Sexualverhalten ethischen Wert beizumessen.
Dieses Jahrhundert hat es geschafft, den Sex in eine triviale Praxis und ein abgeleiertes Thema zu verwandeln.
Die Sexualität scheint nach gewissen vertraulichen Mitteilungen mehr eine Strafe als ein Fortpflanzungsmechanismus.
Ein- und dasselbe …More
Allein schon wenn man das Gesicht des modernen Menschen anschaut, wird deutlich, wie abwegig es ist, seinem Sexualverhalten ethischen Wert beizumessen.
Dieses Jahrhundert hat es geschafft, den Sex in eine triviale Praxis und ein abgeleiertes Thema zu verwandeln.
Die Sexualität scheint nach gewissen vertraulichen Mitteilungen mehr eine Strafe als ein Fortpflanzungsmechanismus.
Ein- und dasselbe Sexualverhalten kann von animalischem Überschwang oder satanischer Spiritualität zeugen.
Die jüngsten Generationen sind in ganz besonderem Maße verroht: da sie sich im Glauben befinden, Gewalt und Sex erfunden zu haben, kopulieren sie doktrinär und töten sie doktrinär.
Es gibt keine Zone der Seele, die der Sex nicht zuletzt verderben könnte.
Ohne moralische Empfindsamkeit verflüchtigt sich das sinnliche Aroma eines Lebens und hinterläßt an seiner Stelle die Vulgarität des bloßen Sexes.
Die Sexualerziehung macht es sich zur Aufgabe, dem Schüler das Erlernen sexueller Perversionen zu erleichtern.
Den Menschen befreien heißt, ihn unter das Joch von Habgier und Sex zwingen.
Die Geschichte wäre wesentlich friedfertiger, wenn es darin nur Ökonomie und Sex gäbe. Der Mensch ist eine weitaus entsetzlichere Bestie.
Der moderne Mensch verkehrt die Rangordnung der Probleme. Über die Sexualerziehung beispielsweise halten sie alle salbungsvolle Predigten, doch wer sorgt sich um die Erziehung der Gefühle?
Sogar in der Liebe selbst webt der Sex nur einen Teil des Geflechts.
Die Sinnlichkeit ist kulturelles Erbe der antiken Welt. Gesellschaften, in denen sich die griechisch-römische Spur verwischt oder in denen sie nicht vorhanden ist, kennen nur Sentimentalität und Sexualität.
Der sexuelle Schlüssel dechiffriert nur untergeordnete Probleme.
Ders., „Nuevos Escolios“ 1986 („Auf verlorenem Posten“ 1992)
Salzburger
Die Probleme des Sexus beginnen dort, wo sie nach dem Glauben des Modernen aufhören.
Die ,,sexuelle Befreiung" erlaubt dem modernen Menschen, die vielen anderen Tabus zu übersehen, die ihn regieren.
Die Liebe benutzt das Vokabular des Sexus, um einen für den Sexus allein nicht verstehbaren Text zu schreiben.
Die Epochen der sexuellen Befreiung führen die reichen Modulationen der menschlichen …More
Die Probleme des Sexus beginnen dort, wo sie nach dem Glauben des Modernen aufhören.
Die ,,sexuelle Befreiung" erlaubt dem modernen Menschen, die vielen anderen Tabus zu übersehen, die ihn regieren.
Die Liebe benutzt das Vokabular des Sexus, um einen für den Sexus allein nicht verstehbaren Text zu schreiben.
Die Epochen der sexuellen Befreiung führen die reichen Modulationen der menschlichen Sensualität auf einige spasmische Schreie zurück.
Ders., „Sucesivos Escolios“ 1992 („Aufzeichnungen des Besiegten“ 1994):

Die kindliche Sexualität ist nicht vor-erwachsen, sondern vor-erbsündlich.
Ders., „Nuevos Escolios“ 1986 („Scholien. Nachträge“ 2015):
One more comment from Salzburger
Salzburger
Die reine Sexualität bringt in ihren äußersten Grenzbereichen eine theologische Anklage vor und wirft ein Problem auf, das mit der Religion wetteifert. Die Religion muß die Sexualität unterordnen oder benutzen, doch sie darf sie nicht sich selbst überlassen. Die Sexualität ist die Zuflucht jenes Menschen, der Gott verloren hat, der letzte Raum, wo seine Verzweiflung der Gottheit, die ihn verläßt,…More
Die reine Sexualität bringt in ihren äußersten Grenzbereichen eine theologische Anklage vor und wirft ein Problem auf, das mit der Religion wetteifert. Die Religion muß die Sexualität unterordnen oder benutzen, doch sie darf sie nicht sich selbst überlassen. Die Sexualität ist die Zuflucht jenes Menschen, der Gott verloren hat, der letzte Raum, wo seine Verzweiflung der Gottheit, die ihn verläßt, gegenübertritt. Dort hausen die namenlosen Larven, die selbst von den Höllengeistern voller Entsetzen angesehen werden, da ihnen sogar jene Leidenschaften fehlen, denen sie erlegen waren und die in ihrem dunklen Glanz das unauslöschliche Zeichen ihres lichtvollen Ursprungs sind.
Die Abstumpfung des Empfindungsvermögens, die uns zu den Klassikern führt, weil nur sie die ausreichende künstlerische Stärke haben, um uns zu rühren, bringt uns auch zu den sexuellen Perversionen.
Nichts verabscheue ich so sehr wie jene lauwarme Atmosphäre befriedigter Sexualität, die ein Ehepaar ausdünstet.
Es ist die dem Menschen eigentümliche Aufgabe und die einzige Grundlage seiner Würde, die natürlichen Zwecke der Dinge zu pervertieren. Die Natur schafft keinen Wert. Eine brutale kausale Notwendigkeit und ein strenger teleologischer Utilitarismus gestalten hier ein geschlossenes Objektsystem. In dieses eintönige Kreisen von Zahnkränzen und Rädern greift der Geist ein, um die vollständige Ausführung bestimmter Funktionen diskret zu verlagern. So errichtet er auf wunderbare Weise eine Wertordnung auf den stillosen Fundamenten der biologischen Notwendigkeit; die menschliche List vollendet so die pervertierten Akte, indem sie ihnen willkürliche Bedeutungen hinzufügt. Tatsächlich sollte man den reich bestickten Schleier bewundern, den der Mensch mit seinen subtilen Betrügereien gewoben hat. Daß sich die stupide Notwendigkeit einer kollektiven Handlungsvorschrift zu den Rechtsgelehrten Roms hinaufentwickelt, daß sich die lästige Notwendigkeit, den Nachbarn zu ertragen, im Liebeswerk der christlichen Orden, in der wunderbaren Ausgewogenheit eines Salons des 18. Jahrhunderts sublimiert, daß sich die Brunst des urzeitlichen Dschungels zu einem Sonett Louise Labés veredelt, all das ist ein unvergleichlicher Sieg der außerordentlichen Fähigkeit des Menschen, die Natur zu verraten. So sind die Lippen einer hübschen Frau keine Lefzen, keine Speiseröhrenöffnung, nicht einmal ein sexuelles Lockmittel, sondern genau das: Lippen. Jenen zuweilen subtilen und zuweilen plumpen Analysen, mit denen manche die höchsten menschlichen Tätigkeiten herabsetzen oder erniedrigen wollten, fehlt es an Verstand, selbst wenn es ihnen nicht an Wahrheit fehlt. Sie irren sich nicht, wenn sie für die edelsten Gefühle einen dunklen und schattenhaften Ursprung annehmen, doch sie irren sich grob, wenn sie sich einbilden, daß der Wert eines Gefühls aufgehoben ist, sobald man seinen niedrigen Ursprung beweist. Ein sonderbarer Snobismus des bürgerlichen Intellekts! Auch der Zynismus eines Halbwüchsigen, der entdeckt, daß seine Eltern unvergänglichen animalischen Begierden unterworfen sind, ist so unerträglich wie die idyllische Gefühlsduselei angesichts einer mütterlichen Natur.
Ders., „Notas“ 1954 („Notas“ 2005):