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Die Menschheit fast ausgelöscht (katehon.com)

Die Menschheit fast ausgelöscht

Der weltweite Stromausfall vom Montag, dem 4. Oktober, ist ein echtes Ereignis. In gewisser Weise ist es vergleichbar mit einer Probe für den Weltuntergang. Dieser Vergleich würde auch zutreffen, wenn wir in der Welt leben würden. Aber da wir in der Dunkelheit leben, wäre es richtiger, es das Ende der Dunkelheit zu nennen.

12.10.2021
Alexander Dugin

Als die globalen Netze zusammenbrachen, lernten Milliarden von Menschen das Wichtigste - dass alles ein Ende hat, und dass dieses Ende, wie sehr es auch verzögert wird, früher oder später kommt. Es handelt sich nicht nur um eine technische Panne, sondern um viel mehr als das. Die gleichzeitige Abschaltung aller wichtigen Netze hat gezeigt, wie anfällig, verletzlich und unzuverlässig die gesamte technische Zivilisation ist.
Es wurde zum ersten Mal von einem Coronavirus heimgesucht, was zeigt, was ein fiktives Sicherheitsgefühl und der überhebliche Glaube, dass jede Krankheit mit moderner Wissenschaft und Technologie leicht zu bewältigen ist, wert sind. Ein Impfstoff war zwar schnell verfügbar, aber selbst die Massenimpfung änderte wenig an dem alarmierenden Bild einer weltweiten Pandemie. Sowohl die Geimpften als auch die Ungeimpften werden krank und sterben. Die offizielle Propaganda behauptet, der Impfstoff sei die Rettung. Urbane Legenden und Verschwörungstheorien behaupten genau das Gegenteil - es ist tödlich. Facebook, Twitter, Instagram und andere Netzwerke haben rücksichtslos Andersdenkende und Anti-Vaxx-Aktivisten blockiert. Nur ein einziges Mal, und die Netze selbst sind im Handumdrehen außer Betrieb.

Die Welt hängt an einem seidenen Faden. Und diejenigen, die ahnen, wie schlecht es um die moderne Zivilisation insgesamt bestellt ist, bekommen mit ihrer Vermutung jeden Tag mehr Recht. Genau wie der Film Conspiracy Theory mit Mel Gibson und Julia Roberts. Was zunächst als Unsinn beginnt, entpuppt sich schließlich als reine Wahrheit.
Noch gestern fühlten sich Facebook und Twitter wie die Herren der Welt. Sie haben weder den Präsidenten der USA noch die nationalen Gesetze noch die Normen der Nationen und Zivilisationen berücksichtigt. Sie schufen ein Abbild der Realität und banden Milliarden von Köpfen in ihre Netze ein, um die Menschheit allmählich daran zu gewöhnen, in von ihnen geschaffene und kontrollierte virtuelle Welten umzuziehen. Und so spuckte die Virtualität am 4. Oktober die Menschheit in einem Wimpernschlag aus.

Natürlich sieht es so aus, als würde alles wiederhergestellt werden, als würde alles wieder so sein wie früher. Sieh an, sieh an. Und die Impfstoffe werden wirken, und das Covid wird nachlassen und verschwinden. Und alle Einrichtungen - insbesondere Spielhallen, Bankettsäle und Bordelle - werden geöffnet und geöffnet bleiben, in der Erwartung endloser Profitströme. Die Wirtschaft wird sich erholen, und alles wird wieder so sein, wie es war.
Das wird sie nicht. Die Welt wird nie wieder so sein, wie sie vor dem Film war.
Und die globalen Netze werden niemals ihr volles Potenzial erreichen. Das Wichtigste ist bereits geschehen: Sie haben ihre Verwundbarkeit gezeigt. Es spielt keine Rolle, wer hinter dem revolutionären Ereignis steckt, das in der charmanten Serie Mr. Robot so treffend vorhergesagt wurde - eine Gruppe revolutionärer Hacker, Cyber-Gauner auf planetarischer Ebene, eine Weltregierung oder sogar eine künstliche Intelligenz, die im Einsatz ist. Wie es dazu kommen wird und wer dafür verantwortlich ist, wird in einer Vielzahl von Fernsehserien dargestellt, die die Realität mit erstaunlicher Genauigkeit vorwegnehmen. Und wir wissen, dass es in allen Szenarien schlecht ausgeht. Besonders schlimm für diejenigen, die wirklich an das Versprechen des Netzparadieses geglaubt und ihre gesamte Existenz in virtuelle Welten verlegt haben - soziale Netzwerke und Telekommunikation.

Es hat sich herausgestellt, dass die Menschheit mit einem Knopfdruck ausgelöscht werden kann. Dies ist unumkehrbar. Auch wenn es eine Probe für das Ende ist - und als solche ist es beeindruckend. Wenn dies in diesem Umfang möglich ist, wird es in Zukunft in noch größerem Umfang möglich sein. Natürlich kann der passive Nutzer, der Banause und Konformist, nur darauf warten, dass die Dinge geregelt werden. Aber diese Milliarden von Idioten bedeuten immer weniger - sie verstehen immer weniger, produzieren immer weniger, beeinflussen immer weniger. Nur die Eliten zählen - die Machtelite, die technologische Elite, die intellektuelle Elite, die Wirtschaftselite. Die Massen lassen sich alles erzählen. Niemand kümmert sich um sie. Aber die Eliten haben mit eigenen Augen gesehen, wie ihre Welt - die Realität, in der sie sich als Könige und Herren zu fühlen gewohnt sind - im Handumdrehen verschwinden kann. Existenzielle Angst hat ihr Bewusstsein erreicht. Und von nun an wird sie erschüttert werden.

Das Ende der Dunkelheit rückt näher. Ja, das ist sie wahrscheinlich noch nicht, aber ein Vorgeschmack darauf. Aber sie löst auch einen Rausch der Freude aus. Eine Welt ohne Facebook, Twitter, YouTube, Instagram, Ticktock und Google ist die wahre Welt. Sie wird beginnen, wenn die Virtualität endet. Wenn wir noch eine lebende Seele haben, müssen wir dieser dunklen Welt der totalen Lügen ein schnelles und unwiderrufliches Ende wünschen. Wir müssen sie mit aller Kraft vorantreiben. Wer auch immer hinter diesem weltweiten Netzzusammenbruch steckt, er (oder sie) hat gute Arbeit geleistet. Bravo, Mr. Robot. Das ist der richtige Weg.
Illusionen sind dazu bestimmt, früher oder später zu enden. Und je früher, desto besser.
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Erich Foltyn
am 4. Okt war kein Stromausfall