Verklärung Jesu

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TOTUS TUUS, MARIA !
EDELSTEINE DER GNADE
10. Verklärung Jesu
Die tiefe Bedeutung der Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor
Fest vom 6. August
Myriam van Nazareth
Kurze Zeit, nachdem Jesus Seinen Aposteln anvertraut hatte, der Menschensohn werde getötet werden, werde allerdings am dritten Tag auferstehen, zog Er mit seinen drei Vertrauten Petrus, Johannes und Jakobus auf den Gipfel des Berges Tabor. Dort wurde den Aposteln eine auβergewöhnliche Erfahrung vergönnt. Das Antlitz Jesu begann zu strahlen und Sein Gewand wurde glänzend wie Licht. Bei Ihm erschienen Moses und Elias.

Wir wollen kurz betrachten, welche Lektionen Gott hier die Seelen lehren will.

Es ist bemerkenswert, dass Gott groβe Demonstrationen der Verherrlichung gerne auf einem Berg stattfinden lässt. Er hat dies auf dem Berg von Kalvaria mit Jesus getan, Er tat dies bereits mehrmals mit Maria, wo Sie auf Bergen erschien, und Er tat es ebenfalls auf dem Tabor. Ein hoher Berg symbolisiert die Berührung mit dem Himmel an einem Ort, der weit vom Weltlichen entfernt ist. Dort herrscht Stille und sind die Zeichen menschlicher Anwesenheit kaum vorhanden, so dass das Herz sich allmählich für das Göttliche öffnet. Der hohe Berg steht ebenfalls symbolisch für den Sieg der Seele über das eigene 'Ich'.

Als Jesus die drei Apostel mit Sich zum Gipfel des Tabor nimmt, ist es, als ob Er zeigen will, dass die Seele sich nur durch Anstrengungen erheben kann, welche einen Sieg über das Körperliche erfordern. Auf dem Gipfel zeigt Er Sich Ihnen in einer verherrlichten Gestalt. Jesus verkörpert hier die verherrlichte, vollkommen heilige Seele, die strahlt, als ob sie nicht einmal einen stofflichen Körper besitzen würde. Kurze Zeit nachdem Er den Aposteln Sein Leiden, Seinen Tod und Seine Auferstehung verkündet hat, gibt Er ihnen hier den Beweis des verherrlichten Wesens des Messias.

Bei Jesus erscheinen Moses und Elias. Diese beiden Gestalten sind nicht aus reinem Zufall in dieses Geschehen einbezogen:

Moses ist derjenige, der von Gott die Zehn Gebote empfangen hatte. Er symbolisiert also Gottes Gesetz. Er ist auch ein Symbol für die Befreiung, denn er führte die Juden aus Ägypten fort, wo sie sehr lange in Sklaverei gelebt hatten. Während Moses das Gottesvolk dem Leib nach befreit hatte, steht Jesus hier auf dem Tabor als Derjenige, der als Gottmensch gesandt ist, als der Befreier auf der Ebene der Seele.

Elias ist für das Gottesvolk der groβe Prophet, der am letzten Tag seines Lebens auf Erden mit einem feurigen Wagen und feurigen Pferden zum Himmel mitgenommen wurde. Wir könnten es so sehen, dass er im Feuer von Gottes Liebe und Gottes Wahrheit in die Herrlichkeit aufgenommen worden ist. Er symbolisiert die Propheten.

Betrachten wir also die ganze Symbolik der Gegenwart dieser beiden Gestalten aus dem Alten Bunde:

Moses und Elias vergegenwärtigen zusammen 'Gesetz und Propheten'. Bedenken wir dabei, dass Jesus, wenn Er auf das Ganze von Gottes Wahrheit verwies, sagte: "Das ist Gesetz und Propheten".

In Moses und Elias bezeugen hier zwei groβe Vertreter von Gottes Wahrheit und von der wahren Liebe Christus als die Verkörperung der Göttlichen Liebe und Wahrheit und der Befreiung oder Erlösung. Gewissermaβen stellen diese beiden Seelen hier dasjenige dar, was von Jesus in absoluter Vollkommenheit verkörpert wird.

In Moses und Elias werden den Augen der nächsten Jünger Christi also auch die Wahrheit, die Liebe und die Erlösung als Göttliche Mysterien gezeigt, als Elemente von Gottes Herrlichkeit. Gott Selbst krönt hier auf hörbare Weise die Verherrlichung Jesu, indem Er die Worte erschallen lässt: "Dies ist Mein auserkorener Sohn, auf Ihn sollt ihr hören".

Bemerkenswert ist, dass bereits bei der Taufe Jesu im Jordan vor dem Anfang Seines Öffentlichen Lebens der Ewige Vater auf die Göttlichkeit Jesu als Seinen Sohn verwiesen hatte. Auf dem Tabor, kurze Zeit vor dem groβen Leiden, wodurch die irdische Mission Jesu gekrönt werden sollte, wiederholt Er dies.

Dies ist ein groβer Augenblick, denn tatsächlich sagt der Ewige Vater hier zu denjenigen, die bald zu den allerersten Priestern der einzig wahren Kirche gehören sollten: "Hier sind zwar Gesetz und Propheten vergegenwärtigt, aber von Wichtigkeit ist künftighin der Christus, auf Ihn müssen die Seelen hören, um zu ihrer eigenen Verherrlichung zu wachsen". Hier wird gleichsam der Neue und ewig gültige Bund bereits sichtbar und hörbar über den Alten Bund gestellt.

In der Verherrlichung auf dem Berg Tabor setzt Gott den Seelen ein wesentliches Zeichen: Jesus Christus ist die Vollendung des Gesetzes. Er ist nicht gekommen, das Gesetz aufzuheben, sondern dessen Erfüllung zu bringen. Er ist es, der kam, um dem Alten Bund, der zur Vollziehung lebloser Zeremonien verfallen ist, einen vollkommen neuen Inhalt zu geben und die Seelen zu lehren, dass der Akzent innerhalb von Gottes Heilsplan jetzt für immer verschoben wird: Von den Seelen wird künftighin erwartet, dass sie durch Nachfolge Christi ihre Verherrlichung verwirklichen und dass sie ihrer Heiligung selbst Inhalt geben, indem sie den Weg des Leidens, der Selbstüberwindung und der Entsagung nicht scheuen.

Jesus als Krönung von Gottes Gesetz, von Gottes Wahrheit, von Gottes Liebe, von der Erlösung, von der Vergeistigung, ist auf dem Berg Tabor Gottes lebendiges Zeichen für die Verheiβung der Verherrlichung als Frucht von:

vollkommenem Gehorsam (dem Gesetz);
vollkommener Anwendung von Gottes Worten und Unterrichtungen (der Wahrheit);
wahrer Liebe;
angenommenen und aufgeopferten Prüfungen und Kreuzen (der Erlösung);
Überwindung der eigenen Stofflichkeit (Vergeistigung).

Dies alles wird den Seelen tatsächlich auf zwei Bergen gezeigt: Auf dem ersten (dem Tabor) zeigt Gott ihnen die Frucht, wie diese im Paradies Wirklichkeit sein wird, auf dem zweiten (Kalvaria) wird Er ihnen den goldenen Weg zu dieser Verherrlichung zeigen. Tabor und Kalvaria bringen zusammen die Einheit zwischen Leiden und Heiligkeit zum Ausdruck. Die Krönung des Christseins und die Erfüllung von Gottes Gesetz liegen in den oben genannten Punkten völlig verborgen. Nicht zufällig bilden sie den Kern der Wegweiser, die Gott den Seelen in den Letzten Zeiten mit den Unterrichtungen Mariä als Herrin aller Seelen zukommen lässt.

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1436. GEBET ZU JESUS AUF DEM TABOR MEINER SEELE
(Myriam van Nazareth)
Lieber Jesus,
In Reumut und in tiefem Sehnen danach, dass ich in Gottes Herz hinüberflieβen möge, flehe ich Dich an: Geruhe, mich zum Gipfel des Tabors meiner Seele zu begleiten.
Ich sehne mich so sehr danach, meine ganzen Schwächen, Verführbarkeiten und jegliche Spur der Finsternis zu übersteigen, damit das Kleid meiner Seele durch das Licht strahlen möge, das mein Schöpfer auch in mir verborgen hat.
Möge mein ganzes Leben mit Gottes Kraft eine Verherrlichung an den Gott der Ewigen Liebe werden, der alle Finsternis besiegt und der jede Menschenseele verherrlicht, die den Berg ihrer Prüfungen von ganzem Herzen besteigt um Gottes Glorie zu schauen und die ihr Leben mit dem einzigen Ziel führen will, Seine Glorie durch den Sieg über sich selbst zu besiegeln.
Lass mich nie vergessen, o mein verherrlichter Gott, dass ich in die Welt gesandt worden bin um Deine Glorie durch den Sieg über alle Finsternis in mir selbst anzubeten, denn nur auf dem Gipfel meines Tabors soll meine Seele das Tor des Paradieses schauen und die Stimme ihres Schöpfers hören, der Dich als Weg zur Befreiung der Schöpfung aus der Finsternis bestimmt hat, die den Berg der Verherrlichung hinter dem Berg der Sünden hat verbergen wollen.

4. Verklärung Jesu auf dem Berge Tabor
Ich preise Dich, Maria, Mutter des Christus, der drei Apostel zu Zeugen Seiner Verklärung ruft, um sie im Glauben zu stärken. Ich weihe mich Dir, damit ich in Dir zum/zur Zeugen/Zeugin der Herrlichkeit des Sohnes Gottes gerufen werden möge, und zum Glauben an die Verherrlichung der Seele, die Gottes Wort durch ihre eigenen Taten verherrlicht.

6. August – Fest der Verklärung Jesu
Betrachtungsgebet

Heilige Jungfrau Maria, meine Himmlische Herrin, vollkommenes Wunderwerk Gottes,
Mein Gott zeigt mir Dich als das vollendete Muster der Menschenseele mit einer vollkommenen Selbsterkenntnis als undurchdringlichem Schild gegen jegliche Versuchung.
Absolut vollendet hatte Dich der Ewige Vater erschaffen, und Deine Demut und der inbrünstige Wille um eines Herzens mit Ihm zu bleiben haben Deine Vollkommenheit nicht nur instand gehalten, sondern ihr Glanz von Tag zu Tag unaufhaltsam erhöht.
Wie schwach und verführbar bin ich doch. Zu Deinen Füβen bin ich eine sterbende Kerzenflamme vor einem allumfassenden Feuer, das die ganze Schöpfung an das unendliche Feuer erinnert, aus dem alles Leben hervorgekommen ist.
O vollendetes Paradies unverwelkbarer Heiligkeit, aus Liebe zu Dir, zu Deiner Verherrlichung und zur Anbetung der absolut vollendeten Quelle und Bestimmung aller Heiligkeit will ich keinen Augenblick lang mehr leben ohne die aufrichtige Erkenntnis meiner ganzen Schwächen und Verführbarkeiten.
Kein einziges Kämmerchen meines Seelentempels darf in der Absicht ungeöffnet bleiben, dass Spuren der Finsternis in mir sich den Augen meines Herzens entziehen. Deshalb gebe ich Dir bedingungslos den Schlüssel zu allen meinen Kämmerchen, damit sie von Dir betreten und vom Licht durchstrahlt werden mögen, das gerade aus Gottes Herzen durch Dich alles in mir beschämen soll, was Gott nicht verherrlicht.
Herrsche nun ungeteilt in mir, o mächtiges Feuer, damit in mir kein Schatten mehr vorgefunden wird wenn der Herr meines Tempels meine Seele zu Sich zurückrufen soll.
Verherrlichung an Gott (Gebetsblume Nr. 1564)

Allmächtiger Gott, Ewige Quelle und nicht aufzuhaltender Strom absolut vollendeter Liebe,
Ich preise Dich als die Quelle und Bestimmung von allem Erschaffenen, mächtiges Licht, das keine Schatten wirft und alles Leben schafft und instand hält.
O unerschöpfliche Quelle von Liebe, Sonne des Ewigen Paradieses, gegen Dich kann sich keine Finsternis behaupten. Kein Böses kann in einer Menschenseele am Leben bleiben, die sich Dir zwecks Erfüllung Deiner Werke und Pläne vollkommen hingibt und nur noch für Dich leben und sterben will.
Dir verdankt die Menschheit alles, aber so selten hat sie Deine Liebe in allen Deinen Werken erkannt, geschätzt und dazu benutzt, die Macht unzähliger Versuchungen zu brechen und unzählige Werke und Pläne von Finsternis unwirksam zu machen.
Dir ebenbildlich hast Du jede Menschenseele erschaffen, aber so weitgehend haben wir Dein Bild entstellt.
Anbetungswürdiger Gott von Leben bringender Liebe, wie vollkommen wäre diese Welt wenn Du ungeteilt die Menschenherzen regieren könntest. Wie sehr verleugnet die Menschheit das Geschenk vollendeter Liebe, vollendeten Friedens und vollendeten Glücks in und zwischen allen Geschöpfen dadurch, dass sie sich von Dir losreiβt und die Finsternis verherrlicht durch unzählige Handlungen, Worte, Gedanken, Gefühle und Wünsche voller Selbstsucht und Begierde mit ihren unzähligen Gesichtern.
Mein Gott, mein einziges Heil und einziger Sinn und Zweck meines Lebens, durch vollkommene Hingabe meines ganzen Lebenswegs, meines ganzen Tuns und Lassens, aller meiner Worte, Gedanken, Gefühle und Wünsche an die unbefleckt empfangene Heilige Jungfrau Maria, das absolut vollendete Wunderwerk Deiner Hände, lege ich mich selbst und die ganze Welt ungeteilt in Dein Herz und flehe ich Dich mit jedem Klopfen meines Herzens um eine vollkommene, endgültige und ewig währende Neubelebung der Wirkungen Deiner Macht, Deiner Liebe und Deiner Weisheit in dieser Welt und mir selbst an.
Geruhe, ab jetzt spürbar in jedem Menschenherzen zu regieren, damit alles Elend, Chaos, Leid, alle Ungerechtigkeit und aller Unfriede in und zwischen allen Deinen Geschöpfen ausgerottet werden möge, als sichtbares Zeichen der wahren Ziele, die Du Deiner Schöpfung gegenüber hegst, im Namen des Vaters, des Sohns und des Heiligen Geistes (Bekreuzigen Sie sich).