Wolfi Pax

Stellungahme zum Motu Proprio Traditionis Custodes vom
St. Bonifatius Institut

Mit großer Spannung habe ich auf die Reaktion des Kreises um Alexander Tschugguel zum MP Traditionis Custodes gewartet - und bin etwas enttäuscht worden. Die derzeit von Seiten der Tradition vielfach beschworene Einheit der Gläubigen, die der traditionellen Katholischen Liturgie verbunden sind, existiert in der Praxis nicht wirklich.
Dazu einige Frage zur ehrlichen Selbstreflexion:
- Wer kann - ohne wenigstens anstandhalber zu erröten - von sich behaupten, dass ihm nach jahrelangem Besuch der überlieferten Liturgie der Besuch einer "neuen" Messe nicht wenigstens etwas Bauchschmerzen verursachen würde. Gibt es die Grenzgänger überhaupt, die einmal hier und einmal da besuchen?
- Und - Hand aufs Herz - fühlen wir uns nicht immer wieder x etwas "besser", "heiliger" als die "anderen".
- Sind nicht auch die Priester der Ecclesia Dei Gemeinschaften immer gerne bereit - wenn auch nicht von der Kanzel aus - vor einem Besuch der "neuen" Messe wenigstens mit mittelstarkem Nachdruck abzuraten? Ein Pater der Petrusbruderschaft hat mich in der Beichte gefragt, ob ich alles gebeichtet hätte. Auf mein kurzes Nachdenken hin habe ich bejaht, bewusst verschwiegen hatte ich ja nichts. Da kam die Frage: ob ich denn die schwere und lästerliche Sünde der Handkommunion begangen hätte. (Bevor ich jetzt hier einen shitstorm abkriege: ich empfange seit über 30 Jahren AUSSCHLIEßlich Mundkommunion).
...
Ich glaube, dass gar einigen Bischöfen solche Dinge zu Ohren gekommen sind; die haben dann Eingang in berühmten Fragebogen gefunden. So wirklich bringt uns das nicht weiter, wenn wir uns jetzt als Opfer von übler Nachrede und bösen Verleumdung wahrnehmen. Die Frage kann auch lautet: Was ist unser Anteil? Wenn hier und anderswo Traditionalisten als Reaktion auf TC verbale Attacken gegen Papst und so manche Kirchenvertreter auffahren, und immer wieder das Maß an Selbstgerechtigkeit und hasserfüllter Fremdabwertung überschreiten, riskiert diese Partei die Disqualifikation als ernstzunehmende Diskussionspartner und - hoffentlich - auch den Ausschluss aus der Tradition selbst.

boniface-institute.com

Stellungahme zum Motu Proprio Traditionis Custodes - St. Boniface Institute

Like many of the faithful who love the Traditional Catholic Liturgy, we have received the Apostolic Letter ‘Traditionis Custodes‘ of 16 July 2021 with great sadness and dismay, and – affirming our unconditional loyalty to the teaching of the Church and to the successor of St. Peter – we would like to give our reaction to and thoughts on this new development. It is not only the harshness of the restrictions that the letter imposes on the celebration of the Ancient Liturgy – which are perceived by many as quite merciless – that is astonishing; even more astonishing are the reasons given for this step. In his accompanying letter to the bishops, published with the Motu Proprio, the Holy Father describes the measures he has decided to take as ‘necessary to preserve the unity of the Church‘, since he is concerned about the “close connection between the choice of celebrations according to the liturgical books prior to Vatican Council II and the rejection of the Church and her institutions in …

11K
AlexBKaiser shares this

Stellungahme zum Motu Proprio Traditionis Custodes von Alexander Tschugguel

54

@Oenipontanus: Zu Ihrem Schlussatz "Euer...wird...pfeifen": Das wissen die jungen Leute. Und deshalb haben Sie Bergoglio auch gar nicht mehr direkt angesprochen! Sie hoffen auf andere, die ihnen den Weg frei machen. Die Stellungnahme des St.-Bonifatius-Instituts ist übrigens nicht der Ort, um den Titel "Heiliger Vater" allgemein zu hinterfragen, ob er zu vorkonzilar-patriarchalisch sein könnte oder eher eine moralische Erinnerung an den Inhaber des Papstamtes, sich heilig und väterlich zu verhalten!