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„Viele werden von Osten und Westen kommen und mit Abraham im Himmelreich zu Tisch sitzen“ (vgl. Mt 8,11)

Hl. Irenäus von Lyon (um 130 - um 208)

Bischof, Kirchenlehrer und Märtyrer
Unterricht in der apostolischen Predigt (Lectionnaire pour les dimanches et pour les fêtes, Éd. du Cerf 1994, p. 296–297, rev.; cf. SC 62, p. 157; ins Dt. trad. © Evangelizo)

„Viele werden von Osten und Westen kommen und mit Abraham im Himmelreich zu Tisch sitzen“ (vgl. Mt 8,11)

„Seht, es werden Tage kommen – Spruch des Herrn –, in denen ich mit dem Haus Israel und dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde […]. Ich lege mein Gesetz in sie hinein und schreibe es auf ihr Herz“ (Jer 31,31.33). Jesaja kündigt an, dass diese Verheißungen ein Vermächtnis zur Berufung der Heiden sein soll; auch für sie ist das Buch des Neuen Bundes aufgeschlagen worden: „Spruch des Herrn, des Gottes Israels. An jenem Tag werden die Menschen auf ihren Schöpfer blicken, ihre Augen werden auf den Heiligen Israels schauen. Sie blicken nicht mehr auf die Altäre, das Machwerk ihrer Hände […]“ (Jes 17,6ff.). Es ist ganz offensichtlich, dass dies jenen gilt, die sich von den Götzen abwenden und an Gott, unseren Schöpfer, glauben, dank des Heiligen Israels; und der Heilige Israels ist Christus. […] Im Buch Jesaja sagt der Logos selbst, dass er sich unter uns offenbaren musste – der Sohn Gottes wurde in der Tat ein Menschensohn – und sich finden lassen musste von uns, die wir ihn vorher nicht kannten: „Ich wäre zu erreichen gewesen für die, die nicht nach mir fragten, ich wäre zu finden gewesen für die, die nicht nach mir suchten. Ich sagte zu einem Volk, das meinen Namen nicht anrief: Hier bin ich, hier bin ich“ (65,1). Dass dieses Volk, von dem Jesaja spricht, ein heiliges Volk sein sollte, war bei den Zwölf Propheten durch Hosea angekündigt worden: „Ich werde als mein Volk berufen, was nicht mein Volk war, und als Geliebte jene, die nicht geliebt war. Und dort, wo ihnen gesagt wurde: Ihr seid nicht mein Volk, dort werden sie Söhne des lebendigen Gottes genannt werden“ (Röm 9,25–26; vgl. Hos 2,25; vgl. 1,9). Das meinte auch Johannes der Täufer, als er sagte: „Gott kann aus diesen Steinen Kinder Abrahams machen“ (Mt 3,9). Ja, nachdem wir durch den Glauben aus dem Steingötzen-Kult herausgerissen wurden, sehen unsere Herzen Gott, und wir werden zu Söhnen Abrahams, der gerechtfertigt wurde durch den Glauben.
Cavendish
Die Frohe Botschaft kennt keinen Gegensatz zwischen Altem und Neuem Testament. Unser HERR argumentierte seinerzeit nur mit dem Alten Testament. Für die Endzeit hören wir mahnend, dass auch nach Erfüllung der prophezeiten Rückkehr des jüdischen Volkes in das gelobte Land nur eine Minderheit von Juden wie Nichtjuden den Weg durch die enge Pforte suchen und finden wird. Was Israel angeht, wird es …More
Die Frohe Botschaft kennt keinen Gegensatz zwischen Altem und Neuem Testament. Unser HERR argumentierte seinerzeit nur mit dem Alten Testament. Für die Endzeit hören wir mahnend, dass auch nach Erfüllung der prophezeiten Rückkehr des jüdischen Volkes in das gelobte Land nur eine Minderheit von Juden wie Nichtjuden den Weg durch die enge Pforte suchen und finden wird. Was Israel angeht, wird es gerade einmal ein Drittel (!) des Volkes sein (Sach. 13,8, Mt. 24,15-20). Für alle Menschen auf dieser Welt gilt das Wort des HERRN: "Ich bin der Weg, und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich" (Joh. 14,6).