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Aufbruchsstimmung bei Kahlenberg-Demo: Ein Lichtermeer füllte den Weg zum Gipfel des Leopoldsbergs

Am 12. September gedachte eine Veranstaltung des Vereins Pro Vita und des Wiener Akademikerbundes der Schlacht am Kahlenberg 1683 zur Entsatzung Wiens. Gloria.tv sprach darüber mit dem Präsidenten von Pro Vita, Alfons Adam. (Bilder von
Alfred Nechvatal).

Was ist Ihr Resümee von der Veranstaltung am Kahlenberg am 12. September?

Ich habe nicht mit so vielen Teilnehmern gerechnet, weil die Vorbereitungszeit kurz war. Das erste Mitarbeitertreffen war am 24. August, also nicht einmal drei Wochen vor dem Kundgebungstermin. Als erstes habe ich die erfreuliche Erfahrung gemacht, dass man auch in kurzer Zeit etwas auf die Beine stellen kann, weil sich eine Reihe eifriger Mitarbeiter gefunden hat, darunter auch junge Leute. Wir konnten auch den Kreis jener erweitern, die wir üblicherweise erreichen oder ansprechen können. Es war ein sehr langer Zug von Fackel- und Fahnenträgern, der sich vom Kahlenberg zum Leopoldsberg bewegt hat. Meiner Schätzung nach müssen das 400 Leute gewesen sein, wenn nicht mehr. Eine gelungene Demonstration. Wir können zufrieden sein.

Was haben Sie in Ihrer Rede gesagt?

Ich habe bewusst in meiner kurzen Eröffnungsrede zwei Themen angesprochen, die meiner Meinung nach die Kundgebung prägen sollten. Unter Hinweis auf das Gedenken an den 12. September 1683 bzw. auf die Tatsache, dass Wien zweimal dem Ansturm der Türken standgehalten hat und nun seit Jahrzehnten der Ansturm des Islam nicht mehr aufgehalten wird, habe ich nicht nur die Blindheit und den Verrat der Politiker und der Bischöfe angeprangert, sondern darauf hingewiesen, dass die eigentliche Ursache der nicht mehr wirksamen Abwehr in Abtreibung und Verhütung liegt. Die Österreicher und Europäer sind selbst schuld, dass sie keine eigenen jungen Leute und keine Kinder haben. Wenn es nämlich eine Mehrheit von Familien gäbe, die ihren katholischen Glauben leben und weder verhüten noch abtreiben, hätten wir nicht den Geburtenschwund, den es seit Jahrzehnten gibt. Ein dicht besiedeltes Land mit einer gesunden Bevölkerungspyramide ist kein Zuwanderungsland und hat diese auch nicht zu fürchten.

Als zweites habe ich die Frage gestellt, warum es möglich ist, dass sich so viele unserer Mitbürger in Angst und Panik versetzen lassen und nicht merken, dass diese künstlich erzeugte Panik das Mittel ihrer Versklavung ist. Eine Antwort auf diese rhetorische Frage war bzw. ist, dass die Spaßgesellschaft nur mehr das Wohlbefinden im Auge hat und dementsprechend Leben und Gesundheit die einzigen anerkannten Werte sind, dabei aber vergessen wird, dass das höchste Ziel des Menschen die ewige Seligkeit bei Gott ist. Wenn wir unsere Veranstaltung unter das Motto „Für ein freies und starkes christliches Europa“ gestellt haben, dann habe ich daraus den Schluss gezogen, dass es nicht genügt, das kulturelle christliche Erbe zu erhalten, sondern dass es notwendig ist, zur christlichen Lebensführung zurückzukehren.

An diesen zwei Aspekten des Mottos unserer Veranstaltung wollte ich klarstellen, dass unsere einzige Chance die Rückkehr zum christlichen Glauben und zur christlichen Lebensführung ist. Dazu eine kleine Anmerkung: Die Thematisierung der Verhütung in dieser Art und Weise macht deutlich, dass ich den katholischen Glauben meine. Hoffentlich hat das unsere Mitarbeiter aus den Freikirchen nicht zu sehr irritiert.

Welche Gedanken anderer Referenten haben Sie mitgenommen?

Eigentlich hat kein Referent etwas grundlegend anderes gesagt. Besonders die Reden von Professor Maly aus Tschechien und Dr. Carnogursky aus der Slowakei haben meine Sicht der Dinge bestätigt. Ich muss bei der Beantwortung dieser Frage aber um Nachsicht bitten. Magister Zeitz und ich waren die Verhandlungsleiter bzw. die gegenüber der Polizei Verantwortlichen. Und das bedeutet in der Praxis, dass man alles unter Beobachtung haben muss und zeitweise gar nicht in der Lage ist, auf den Inhalt der Reden zu achten. Dennoch sind nicht nur mir die sehr eindringlichen Appelle unseres letzten jugendlichen Referenten in guter Erinnerung.

Hat die Polizei gut gearbeitet?

Im allgemeinen ja. Etwas geärgert habe ich mich über das zwar rechtmäßige, aber strenge Vorgehen gegen einen Slowaken, der einen Pfefferspray mithatte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine solche Strenge auch bei Demonstrationen der Linken angewendet wird.

Gab es Probleme mit A-Faschisten?

Für uns überraschend waren sie überhaupt nicht präsent. Zumindest haben keinerlei Störaktionen stattgefunden.

Gibt es Informationen oder Spekulationen, warum sie ferngeblieben sind?

Ich habe darüber keine Informationen. Es kann sein, dass unsere „Vorarbeit“ damit zu tun hat. Wir haben nämlich sämtliche Zufahrtswege (Grinzing, Cobenzl, Klosterneuburg) als Demonstrationsgelände zwischen 8:00 Uhr und 22:00 Uhr polizeilich angemeldet.

Was ist über die Arbeit der Medien zu sagen?

Vertreter der linken Einheitsmedien waren zwar dabei, ich habe aber von vornherein mit Totschweigen oder bestenfalls mit verlogener Berichterstattung gerechnet.

Ein Artikel erschien im Kurier. Ist er verzerrt? Inwiefern? Ist das Titelbild aktuell?

Für eine solche durch und durch verlogene Berichterstattung bin ich geradezu dankbar, weil ich mir sicher bin, dass vernünftige Leser in der Lage sind, das tatsächliche Geschehen herauszufiltern. Wie der Reporter dazu kommt, eine Liste von Teilnehmern und Veranstaltern zu produzieren, ohne nachzufragen, lässt tief blicken. Und die Beurteilung der Veranstaltung nimmt für den „Kurier“ ein Vertreter der kommunistischen Tarnorganisation „Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes DÖW“ vor. In Wahrheit war die Kundgebung geprägt von herzeigbaren Rednern, tiefsinnigen Referaten und einer guten Stimmung. Wir haben dafür gesorgt, dass die komplette Veranstaltung nach gesehen und nachgehört werden kann, und da kann sich jeder von der Qualität überzeugen.

Das Titelbild dürfte von der heurigen Demonstration stammen. Der Blickwinkel ist allerdings so gewählt, dass der Eindruck einer viel geringeren Teilnehmerzahl entsteht als es den Tatsachen entspricht.

Kurier.at gibt den Eindruck, als wäre es ein Auflauf weniger Rechtsextremer gewesen. Wie war das Publikum wirklich?

Ich habe viele bekannte Gesichter gesehen, aber darunter keinen Rechtsextremen. Es waren Freunde aus unseren Vereinen Pro Vita und Akademikerbund und viele sympathische junge Leute.

Ein Teilnehmer sagte vor Gloria.tv, dass die Veranstaltung religiöser war als in früheren Jahren. Ist das auch Ihr Eindruck?

An der religiösen Prägung war ich, wie ich bereits gesagt habe, nicht ganz unschuldig. Solche Gedanken habe ich an den Beginn der Kundgebung gestellt, und das ganz bewusst. Und mehrere Referenten haben dieselbe Linie verfolgt. Das ist eine Selbstverständlichkeit, weil die Veranstaltung ja von den Vereinen Pro Vita und Wiener Akademikerbund getragen wurde.

Die Veranstaltung schien eine gesamteuropäische Dimension zu haben. Können Sie das bestätigen?

Ja, das kann ich bestätigen. Dr. Jan Carnogursky war Ministerpräsident, Justizminister und Innenminister der Slowakei, Professor Radomir Maly ist ein bekannter Historiker und Politiker in Tschechien, Irfan Peci aus Deutschland stammt aus einer moslemischen Familie in Bosnien und hat ein sehr beeindruckendes und informatives Referat geliefert. Es gab Grußworte eines jungen Polen in seiner Muttersprache und die Wortmeldung eines Armeniers. Ein Teilnehmer aus einer Gruppe von Sachsen überbrachte Grüße und eine Solidaritätserklärung.

Wie war die Stimmung? Was war der bewegendste Moment?

Für mich persönlich war der bewegendste Moment der Einmarsch auf dem Leopoldsberg. Wir standen mit unserer Bühne auf dem Parkplatz in der Nähe des Kosakendenkmals und die Leute marschierten an uns vorbei und füllten den Weg hinauf zum Gipfel des Leopoldsbergs. Und da war ein Lichtermeer zu sehen.

Für die meisten unserer Teilnehmer war nach meinen Beobachtungen das bewegendste die letzte Rede eines jugendlichen Referenten, von dem mir nur der Vorname Clemens geläufig ist. Er hat eindringliche Appelle gerichtet, aktiv zu werden, wie unmittelbar vor ihm bereits Irfan Peci. Es war eine Aufbruchsstimmung zu spüren.

Eva
Leben ist ein Menschenrecht, kein Rechtsstreit.
markus will ihm folgen !!!!!!!
grüße sie gott !!!!!!!
bitte wo und wann wird es das mitgeschnittene video des gestrigen vortrags von bischof athanasius schneider in wien geben, ich warte schon voller vorfreude darauf ?
gott segne und beschütze sie !!!!!!!
De Profundis
Auf der Kundgebung war zu erfahren, dass bei der Antifa gerade [aus meiner Sicht nicht rechtsstaatliche] Hausdurchsuchungen wegen Mafia-Bildung stattgefunden haben.

Ein vielleicht auch unpassender Vergleich: Die Nazis haben sich erst der SA erstbedient und sie dann beseitigt.
Tesa
Gut gebrüllt: "Die Beurteilung der Veranstaltung nimmt für den 'Kurier' ein Vertreter der kommunistischen Tarnorganisation „Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes DÖW“ vor." Wird DÖW eigentlich von Steuergeldern finanziert?
Tesa
Nochmal die Kernpunkte von Adam's Rede:
- Politiker und Bischöfe sind mindestens teilweise Verräter
- Die Gesellschaft hat Gott und der Familie den Rücken zugekehrt (Abtreibung, Verhütung)
- Das dadurch entstandene Vakuum wird jetzt mit Flüchtlingen aufgefüllt
- Künstliche Corona-Panik führt in die Versklavung
- Rettung liegt in der Umkehr zu Gott und einer christlichen Lebensführung
Ottaviani
ach der verrückte Dr Adam naja jeder braucht eine Beschäftigung und natürlich wird hier nur das demokratische Recht ausgeübt und das ist immer gut
Klaus Elmar Müller
Jemanden "verrückt" zu nennen, nur weil man selber keine Argumente hat, ist keineswegs "immer gut". Und ist auch nicht von der Meinungsäußerungsfreiheit gedeckt, sondern strafbare Beleidung, Herr @Ottaviani !
Ottaviani
ich hatte mit Herrn Dr Adam schon vor 30 Jahren zu tun
aber Sie können den Begriff " verrückt" gerne gegen "nicht ernst zu nehmen" ersetzten
Österreicher
seien wir doch dankbar dafür, was Herr Adam alles bewirkt - er ist ein Werkzeug Gottes!
Tesa
Es ist immer wieder erstaunlich, was die Gutgesinnten mit ihren bescheidenen Mitteln auf den Weg bringen. Dr. Adam sei Dank für seine Initiativen. Nach diesem Erfolg sollte er die Ankündigung, sich zurückzuziehen, überdenken. Die Leute kommen.