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Das Geschenk

Rita 3
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Peter war mit seinem Vater sehr verstritten. Nach dem Abitur trennte er sich vom Elternhaus und zog weit weg. Niemals, so schwor er sich, werde er nochmals das Haus der Eltern betreten. Zum Abschied …More
Peter war mit seinem Vater sehr verstritten. Nach dem Abitur trennte er sich vom Elternhaus und zog weit weg. Niemals, so schwor er sich, werde er nochmals das Haus der Eltern betreten. Zum Abschied schenkte ihm der Vater ein kleines Kästchen. Peter nahm es widerwillig an, stellte es aber in seinem neuen Zuhause achtlos in den Schrank. Da konnte nichts besonderes enthalten sein. Es vergingen viele Jahre. Er machte sein Studium, hatte beruflich eine gute Laufbahn, auf die er stolz sein konnte. Nach 25 Jahren erreichte ihn ein Brief, in welchem ihm seine Schwester mitteilte, dass der Vater verstorben sei und er doch bitte wenigstens zur Beerdigung kommen möge. Nun gut, sagte er sich, es ist eine lange Zeit verstrichen und ich muss ihm ja keine Frage mehr beantworten und mich auch nicht zu ihm setzen. Also fuhr er nach dieser langen Zeit wieder einmal in seine Heimat. Vieles hatte sich verändert und es war ihm schon etwas mulmig in der Magengegend, als er die Leichenhalle betrat und dem toten Vater nochmals einen kurzen Blick schenkte. Er musste krampfhaft die Tränen unterdrücken, es sollte ja kein Gefühl von Trauer aufkommen, viel weniger ein Familienmitglied dies sehen. Tapfer ging er im Leichenzug hinter dem Sarg her. Gleich nach der Trauerfeier, so hatte er beschlossen, würde er in den nächsten Zug steigen und versuchen, alles zu vergessen. Auch dem Bitten seiner Geschwister, doch noch ein paar Stunden zu bleiben, gab er nicht nach. Nein, ja keine alten Erinnerungen aufkommen lassen oder gar sich rechtfertigen zu müssen. Die Sache war nun endgültig erledigt. Auf dem Heimweg gingen ihm jedoch die Bilder des Tages und die alten Erinnerungen nicht aus dem Kopf. Es fiel ihm auch das damalige Geschenk des Vaters wieder ein. Wo hatte er es nur hingelegt? Gleich zu Hause würde er danach suchen. Jetzt packte ihn doch die Spannung, was der Vater ihm da wohl geschenkt hatte. Er öffnete den Schrank und ja, hinter den Akten müsste es liegen. Es war schon sehr angestaubt. Zaghaft öffnete er den Deckel und ein Schlüssel fiel ihm in die Hände. Dazu ein kurzer Brief des Vaters.
" Mein lieber Sohn. Immer warst du in meinem Herzen, auch dann, als du Dummheiten machtest und meine Mahnungen nicht annehmen wolltest. Immer hatte ich die Absicht, einen guten Menschen aus dir zu machen, was mir auch scheinbar teilweise gelungen ist. Leider hast du aber beschlossen, dich von mir zu trennen und ein eigenes Leben aufzubauen, was ja im Grunde auch richtig ist. Dazu möchte ich dir noch ein Geschenk machen, das dir vielleicht hilfreich sein möge und, wie ich hoffe auch etwas Freude bereiten möge. Gehe mit diesem Schlüssel zum Autoverkäufer Mogler, dort steht dein 1. Auto zur Abholung bereit. Pass immer gut auf dich auf und allzeit gute Fahrt." Jetzt ließen sich Peters Tränen nicht mehr zurückhalten. Was muss der Vater gelitten haben in all den Jahren. Wie oft mag er am Fenster gestanden und sehnsüchtig auf seinen Sohn gewartet haben. Dieser aber fand es nicht für nötig, nach seinem alternden Vater zu sehen, geschweige denn, ihm mal einen Anruf oder wenigstens einen Brief zukommen zu lassen. Jetzt aber war es definitiv zu spät. Lange weinte Peter noch vor sich hin und überließ sich seiner großen Trauer über seine jahrelange Sturheit. Schließlich nahm er sich vor, nochmals heimzufahren und den Vater- wenn auch nur am Grabe, um Verzeihung zu bitten. Mit schnellen Schritten näherte er sich anderntags dem frischen Grab und stand lange dort, um sich mit dem toten Vater zu versöhnen. Niemals, so schwor er sich, würde er mit jemandem jahrelang in Unversöhnlichkeit leben, denn irgendwann, so wusste er jetzt, wird es zu spät sein.
Zweihundert
Niemals, so schwor er sich, würde er mit jemandem jahrelang in Unversöhnlichkeit leben, denn irgendwann, so wusste er jetzt, wird es zu spät sein.
Zweihundert
DANKE für diese wertvolle Geschichte, ein ewiges Vergelt's Gott!

Feindschaft bringt schwerstes Fegefeuer

Hier ist auch ein sehr schöner Beitrag, der zeigt, wie wichtig Vergebung ist und wie es sich bis in die Ewigkeit hinein auswirkt.
Eine Frau, die die Versöhnung von ihrer Nachbarin nicht annehmen wollte, obwohl sie ihr vielmals angeboten wurde, erleidet schwerstes Fegefeuer!
Zweihundert
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258. GEBET ZU MARIA FÜR MEINE FEINDE

Myriam van Nazareth)

Liebe Mutter Maria,

Durch die Lieblosigkeit meiner Mitmenschen gequält, komme ich, den Schmerz meines Herzens zu Deinen Füßen niederzulegen, damit er zur Kraft für meine Seele werden möge und zum Licht für die Seelen derjenigen, die sich an mir versündigen.

O Schmerzvolle Mutter, während Hämm…More
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258. GEBET ZU MARIA FÜR MEINE FEINDE

Myriam van Nazareth)

Liebe Mutter Maria,

Durch die Lieblosigkeit meiner Mitmenschen gequält, komme ich, den Schmerz meines Herzens zu Deinen Füßen niederzulegen, damit er zur Kraft für meine Seele werden möge und zum Licht für die Seelen derjenigen, die sich an mir versündigen.

O Schmerzvolle Mutter, während Hämmer des Hasses die Vermählung zwischen den wohltuenden Händen Jesu und dem Kreuz der Liebe vollzogen, rief Er aus: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun".

Voll Vertrauen zur erneuernden Kraft des Lichts der Erlösung stelle ich meine Feinde in die Strahlen des Kreuzes Jesu und in das goldene Feuer Deiner Mutterliebe, damit sie mir und ihrer Seele nicht mehr schaden. Geruhe, sie mit dem kostbaren Blut Jesu und Deinen Tränen zu segnen, damit ihr Hass der Liebe Platz macht.

Geruhe, alle ihre negativen Gedanken und Handlungen von mir abzuwenden, sie von aller Finsternis zu befreien und sie in Deine Liebe umzuwandeln, damit der raubsüchtige Fürst von allem Bösen in ihnen keine Nahrung mehr findet.
Geruhe, alle Verleumdungen und Verwünschungen aus ihrem Mund zu entkräften und wie Blumen auf ihre Seele niederregnen zu lassen, damit die Quelle von allem Bösen in ihren Herzen austrocknen möge.

Geruhe, alle negativen Gefühle, die ihr Herz gegen mich hegt, in das Blut der Vergebung aus den durchnagelten Händen und Füßen des Gekreuzigten Jesus unterzutauchen, damit ihre Seele aus der Quelle der Göttlichen Barmherzigkeit wiedergeboren wird.

Komm, o Königin der Liebe, mache die Herzen derjenigen, die mich hassen zärtlich, sanft und warm wie das Deine, damit ihre Seelen bald das Licht umarmen und den Honig der Befreiung kosten mögen.

♥ ♥ ♥
Liebe Mutter Maria, darf ich mit Dir eine Abmachung schließen: Gib Du mir jeden Tag einen Dorn aus der Krone, die Dein Schmerzvolles Herz umgibt, ich gebe Dir im Gegenzug einen Sonnenstrahl der Freude. (Myriam, 20. Februar 1999)
Zweihundert
Komm, o Königin der Liebe, mache die Herzen derjenigen, die mich hassen zärtlich, sanft und warm wie das Deine, damit ihre Seelen bald das Licht umarmen und den Honig der Befreiung kosten mögen.
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Zweihundert
Tina 13
🙏🙏🙏🙏🙏