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Santiago_
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Geliebtes Dresden. Die Tagebücher der Anna Dostojewskaja. Zum 200.Geburtstag von Fjodor Dostojewski. Von Peter Strauß Als sich Fjodor Michailowitsch Dostojewski, der in diesem Jahr seinen 200.Geburts…More
Geliebtes Dresden. Die Tagebücher der Anna Dostojewskaja. Zum 200.Geburtstag von Fjodor Dostojewski.

Von Peter Strauß
Als sich Fjodor Michailowitsch Dostojewski, der in diesem Jahr seinen 200.Geburtstag begeht, 1867 mit seiner jungen Frau Anna auf die Hochzeitsreise nach Deutschland begibt, ist es auch die Flucht vor den Gläubigern. Die Verhaftung des spielsüchtigen Dichters steht kurz bevor.

Die erste Station der Reise wird das "Hotel Stadt Berlin" in Dresden. Die einundzwanzigjährige Anna Dostojewskaja ist fasziniert von der Stadt an der Elbe. Viele Stunden verbringt sie in Museen, macht Ausflüge in die Umgebung. Sie möchte ihre Begeisterung auf ihren Ehemann übertragen, doch der entzieht sich der Welt und sitzt stundenlang in der Gemäldegalerie vor der Sixtinischen Madonna. Am liebsten wäre er gleich wieder abgereist. Der Grund: Dresden hat keine Spielbank.

Dostojewski lässt Anna in der Stadt zurück und reist, ausgestattet mit dem letzten Geld nach Wiesbaden. Eine Reise mit ungewissem Ausgang.
Anna Dostojewskaja hat ihre Zeit in Dresden, die sie "als die glücklichste in meinem Leben" beschreibt, in Tagebüchern festgehalten. Erst 1969, ein halbes Jahrhundert nach ihrem Tod, fand man diese Aufzeichnungen in ihrem Nachlass.

Regie: Klaus Zippel
Produktion: Mitteldeutscher Rundfunk 2007
Darsteller
Sprecher:
Dieter Mann - Erzähler
Stefanie Schönfeld - Anna Dostojewskaja
Thomas Huber - Dostojewski