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EIN EXORZIST BERICHTET

Normalbürger
1816
Interessanter Vortrag
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Normalbürger
Mir haben der Vortrag und der Priester einfach gefallen. Vielen Dank an alle!
Wahrheit
Ein ausgezeichneter und hörenswerter Vortrag!
DieterSchmidt
@Simeon, Glauben Sie selbst an den Teufel und Dämonen als persönliche reine Geistwesen? Ja oder Nein?
Was müsste man den Leuten, die sich "vom Teufel verabschiedet haben", Ihrer Meinung nach ins Stammbuch schreiben?
simeon f.
Zitat Dieter Schmidt: "Das gilt für alle Menschen. Egal wo man steht, vielleicht sollten wir hier das Lagerdenken einmal beiseite lassen."
Ich glaube nicht, dass Sie mich verstanden haben. Es geht hier keinesfalls um Kirchenpolitik. Selbstverständlich sind Hochmut und Stolz beliebte Fallen, in die jeder hineinfallen kann (und es zumeist auch tut). Nur galten meine Bedenken eben nicht jenen …More
Zitat Dieter Schmidt: "Das gilt für alle Menschen. Egal wo man steht, vielleicht sollten wir hier das Lagerdenken einmal beiseite lassen."
Ich glaube nicht, dass Sie mich verstanden haben. Es geht hier keinesfalls um Kirchenpolitik. Selbstverständlich sind Hochmut und Stolz beliebte Fallen, in die jeder hineinfallen kann (und es zumeist auch tut). Nur galten meine Bedenken eben nicht jenen Menschen, die sich ohnehin längst vom Teufel verabschiedet haben. Denen müßte man was vollkommen anderes ins Stammbuch schreiben.
Nein mir geht es um eine Erfahrung, die ich oft genug bei mir selbst gemacht habe. Wann immer ich den Teufel irgendwo (z.B. bei liberalen Bischöfen, bei anmaßenden Theologieprofessoren oder bei neurotischen Esoterikern) dingfest gemacht hatte, konnte ich mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass er mir höchstpersönlich bereits im Nacken saß.
Es geht also in erster Hinsicht um das Lager von Simeon F. Sein geistiger Kampf sollte vor allen Dingen im eigenen Lager stattfinden. (der eigene Nacken) Alles andere ist höchstwahrscheinlich Ablenkung.
steffisenior
Ich glaube, es war in den 70ern, da las ich einmal folgenden Artikel, der sinngemäß lautete:

"Wissen Sie, warum ich die katholische Kirche nicht leiden kann (das kam aus dem evangelischen Lager/welche Nationalität, das weiß ich nicht mehr, evtl. irisch): Weil sie die Gläubigen unter die Herrschaft des Teufels führe."

Das wiederum erbringt spontan solche Gedanken:

Die 10 Gebote halten, demütig…More
Ich glaube, es war in den 70ern, da las ich einmal folgenden Artikel, der sinngemäß lautete:

"Wissen Sie, warum ich die katholische Kirche nicht leiden kann (das kam aus dem evangelischen Lager/welche Nationalität, das weiß ich nicht mehr, evtl. irisch): Weil sie die Gläubigen unter die Herrschaft des Teufels führe."

Das wiederum erbringt spontan solche Gedanken:

Die 10 Gebote halten, demütig sein, die andere Wange hinhalten, für die Feinde beten, dem der - sich gegen einen selbst und/oder die 10 Gebote versündigt verzeihen - verzeihen, verzeihen und lieben, lieben, lieben.

Schaf sein, Beere an der Traube sein. Aha. Und der Moslem liest die Scharia. Aha.

Wie nett. Dank sei Gott.

Bei solchen "wohlerzogenen Schafen", werden die "Wölfe affengeil" auch ohne Schafspelz.

Mein Jesus ich vertraue auf Dich!
Mein Jesus Barmherzigkeit.
DieterSchmidt
Hochmut und Stolz sind aber geradezu Einladungen an die Dämonen. Das gilt für alle Menschen. Egal wo man steht, vielleicht sollten wir hier das Lagerdenken einmal beiseite lassen. Und sollten hier einmal keine Kirchenpolitik betreiben, sondern ein jeder sollte zuerst einmal vielleicht bei sich selbst anfangen, egal wo man nun steht. Die Muttergottes helfe und beschütze Uns dabei.
simeon f.
Es geht mir keinesfalls darum, die Sache mit dem Teufel verharmlosen zu wollen. Ganz im Gegenteil. Es gaht darum den Teufel ganz ernst zu nehmen. Er hat ja schließlich auch Jesus versucht. Sollte er da bei uns eine Ausnahme machen? Die Gefahr besteht doch darin, dass wir uns in Sicherheit wähnen, weil wir die Machenschaften des Teufels dort draußen, in den modernen Strömungen, in den Vorbehalten …More
Es geht mir keinesfalls darum, die Sache mit dem Teufel verharmlosen zu wollen. Ganz im Gegenteil. Es gaht darum den Teufel ganz ernst zu nehmen. Er hat ja schließlich auch Jesus versucht. Sollte er da bei uns eine Ausnahme machen? Die Gefahr besteht doch darin, dass wir uns in Sicherheit wähnen, weil wir die Machenschaften des Teufels dort draußen, in den modernen Strömungen, in den Vorbehalten der Kirche gegenüber den neueren Marienerscheinungen, in den Forderungen des Memorandums ect. eindeutig zu erkennen glauben. Sobald wir uns aber in Sicherheit wähnen, genau zu wissen, wo er am Werke ist, schleicht sich ganz leise und unbemerkt der Hochmut ein. Selbstgefälligkeit, Hochmut und Stolz sind aber geradezu Einladungen an die Dämonen. Sie sind listig und haben ihren Spaß daran uns aufzuzeigen, wo überall in der Welt der Teufel am Werk ist. Dass er selbst es ist, der uns das alles zeigt, verrät er uns aber nicht. Und wehe jemand anderes macht uns darauf aufmerksam - diesen Vorwurf weisen wir dann ganz entschieden und mit großer Unschuldsbeteuerung zurück.
Der Petrusbrief aber warnt uns deshalb:. "Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge." (1Petrus 8) und diese Warnung gilt in erster Hinsicht uns selbst.
Der Chef-Exorzist des Vatikan
Padre Gabriele Amorth hat schon Tausende Teufelsaustreibungen durchgeführt
Von Thomas Migge
Der 86-jährige Padre findet es skandalös, dass Bischöfe und Kardinäle nicht mehr an die Existenz von Satan glauben. Auf diese Weise, so Amorth, konnte der Teufel auch innerhalb der Kirche immer mehr Fuß fassen. Die katholischen Bischöfe müssten wieder mehr Exorzisten …More
Der Chef-Exorzist des Vatikan
Padre Gabriele Amorth hat schon Tausende Teufelsaustreibungen durchgeführt
Von Thomas Migge
Der 86-jährige Padre findet es skandalös, dass Bischöfe und Kardinäle nicht mehr an die Existenz von Satan glauben. Auf diese Weise, so Amorth, konnte der Teufel auch innerhalb der Kirche immer mehr Fuß fassen. Die katholischen Bischöfe müssten wieder mehr Exorzisten ernennen, fordert er.

Filmausschnitt: "'Der Vatikan hat ein neues Projekt begonnen, um den Klerus wieder in Sachen Exorzismus auszubilden', sagt ein katholischer Geistlicher und sein Gegenüber fragt: 'Wollen Sie etwa, dass ich Exorzist werde?'"

Zukünftige Exorzisten schauen sich Fotografien von anscheinend Besessenen an. Entsetzliche Bilder.

Im Kinofilm "Der Ritus" mit Anthony Hopkins in der Hauptrolle geht es um eine Entscheidung der in Rom, im Vatikan, versammelten katholischen Bischöfe. Angesichts der immer stärkeren Präsenz Satans sollen wieder verstärkt Teufelsaustreiber herangezogen werden.

Padre Gabriele Amorth hat den Kino-Film nicht gesehen, wünscht sich aber nichts sehnlicher, als dass seine Kirche endlich wieder mehr Exorzisten einsetzt. Der oberste Exorzist des Vatikans wirft seiner Kirche vor, das Thema Teufel und Teufelsaustreibung nicht mehr ernst zu nehmen.

"Während man in früheren Jahrhunderten überall den Teufel sah, wurde er in letzter Zeit vollkommen aus dem Bewusstsein gestrichen. Wir hatten in der Kirche fast drei Jahrhunderte lang so gut wie keine Exorzisten mehr. Da gibt es wirklich einen großen Mangel in der Kirche! Vor allem in der Priesterausbildung! Früher studierten angehende Priester die Geschichte gefallener Engel, die zu Dämonen wurden. Heute ist das alles nicht mehr der Fall. Wir haben Geistliche, die nichts mehr vom Teufel wissen, die noch nicht einmal an ihn glauben!"

Padre Amorth kennt sich aus. Das gibt seiner Kritik besonderes Gewicht. Der 86-jährige Mönch des Pauliner-Ordens, ein hochgewachsener Mann mit stechenden Augen - die selbst Satan zum Erzittern bringen, sagt er augenzwinkernd - wurde 1982 von seinem Bischof um Exorzisten ernannt. Seither hat er schon Tausende von Teufelsaustreibungen durchgeführt und darüber zahlreiche Bücher geschrieben.

Mit ihnen will er vor allem mit den Vorurteilen gegenüber der Teufelsaustreiberei aufräumen. Und: er will dem Wissen um das Böse in seiner eigenen Kirche auf die Sprünge helfen. Amorth findet es skandalös, dass Bischöfe und Kardinäle nicht mehr an die Existenz von Satan glauben. Auf diese Weise, so Amorth, konnte der Teufel auch innerhalb der Kirche immer mehr Fuß fassen. Die Bischöfe, fordert er, müssten wieder mehr Exorzisten ernennen:

"Seit dem 4. Jahrhundert, seit die Kirche die Figur des Exorzisten einführte, ist es immer wieder der Bischof, der einen Teufelsaustreiber für seine Diözese ernennt. Dem Bischof kommt also eine besondere Rolle zu"

Exorzismus habe wenig mit geheimnisvollen Riten zu tun, erklärt Armoth: Stattdessen gehe es vor allem um Gebete, die ständig wiederholt werden müssen.

"Ich benutze das Ritual zur Teufelsaustreibung aus dem Jahr 1614. Im Jahr 2000 ist zwar ein neues Ritual von der Kirchenleitung veröffentlicht worden, aber es ist jedem Exorzisten selbst überlassen, welches er nutzt".

Das Ritual von 1614 umfasst 21 Regeln. Das neue Ritual von 2000 verfügt nur über fünf Riten. Jeden Exorzisten ist es freigestellt, das alte oder neue Ritual zu benutzen. Padre Amorth bleibt beim alten, weil er davon überzeugt ist, dass man eher mehr als weniger Regeln gegen den Teufel benötigt. Regeln wie diese:

"Erstens: Glaube nicht sofort, dass eine Person besessen ist, denn in den meisten Fällen handelt es sich um etwas anderes. Dann folgen gleich vier Regeln, die den Exorzisten darauf hinweisen sollen, was der Teufel alles tut, um sich zu verstecken. Der Exorzist muss also schlau sein, um den Teufel aufzutreiben."

Wenn Padre Amorth die entsprechenden lateinischen Gebete während eines Exorzismus ausspricht, reißt er seine Augen weit auf und blickt sein Gegenüber mit einer Intensität an, die durch Mark und Bein geht:

Eines ist Padre Amorth wichtig: Er arbeitet grundsätzlich mit Fachleuten zusammen. Zunächst einmal akzeptiert er nur dann einen Fall, wenn eine Person sich zuvor professionelle Hilfe gesucht hat - in der Regel bei Psychologen oder Psychiatern. Wissen auch die nicht mehr weiter, studiert er den Fall anhand der Krankenakten und bespricht sich mit den jeweiligen Medizinern.

Oftmals nehmen auch sie an dem Exorzismus teil. Ziel dieser Zusammenarbeit: Amorth will, dass man eine Teufelsaustreibung ernst nimmt, dass man begreift, dass es sich, so seine Worte, um eine ernstzunehmende Angelegenheit und nicht um Hokuspokus handelt. Padre Gabriele Amorths schwierigste Fälle sind diejenigen, bei denen eine Person viele Jahre lang besessen ist:

"Oft braucht man verschiedene Exorzismen, um einen solchen Menschen vom Teufel zu befreien. Zunächst muss der Exorzist den Namen des Teufels herausbekommen. Weiß er diesen Namen, dann hat er leichtes Spiel, denn wenn der Teufel seine Identität preisgibt, dann ist er geschwächt und alles ist einfacher"

Teufelsnamen wie der Durcheinanderwerfer, der Verwirrer, der Faktenverdreher, der Verleumder, der Leibhaftige, Satan und so weiter. Am Ende unseres Gesprächs frage ich den Chef-Exorzisten der katholischen Kirche, ob er bei einem Besucher wie mir gleich erkenne, ob er besessen ist oder nicht. Padre Gabriele Amorth schaut mich intensiv an. Wer seinem Blick standhalte, erklärt er ernst, der könne nicht besessen sein. Ein Mensch mit einem Teufel im Leib, so Amorth, schlägt im Angesicht eines Exorzisten gleich die Augen nieder.
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DieterSchmidt
Lieber Klatscher,
So sehe ich das auch. Heilige Muttergottes stehe Uns bei. Sehr guter Vortrag.
DieterSchmidt
"Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann." Mt 10,28
Verharmlosung ist tatsächlich hier fehl am Platz. Ebenso Lagerdenken, das geht wohl wirklich jeden an. Die Predigt macht einen wirklich nachdenklich. Herzliche Grüsse.
Klatscher
Der Vortrag ist absolut hörenswert. Für alle Lager und alle Menschen. Ein Exorzist darf schon etwas leidenschaftlich predigen, tat der heilige Pfarrer von Ars doch wohl auch, oder? Und nicht langweilig rational wie bei einer Vorlesung Fakten vom Blatt ablesen.Wie auch immer, Lager hin oder her, gläubig oder ungläubig, der Vortrag ist gut. Viele Menschen interessiert das, selbst diejenigen, die …More
Der Vortrag ist absolut hörenswert. Für alle Lager und alle Menschen. Ein Exorzist darf schon etwas leidenschaftlich predigen, tat der heilige Pfarrer von Ars doch wohl auch, oder? Und nicht langweilig rational wie bei einer Vorlesung Fakten vom Blatt ablesen.Wie auch immer, Lager hin oder her, gläubig oder ungläubig, der Vortrag ist gut. Viele Menschen interessiert das, selbst diejenigen, die sonst nichts mit Religion zu tun haben. Der Exorzist hier spricht wahre Dinge aus, die offentsichtlich heutzutage scheinbar kaum noch angesprochen werden. Der Teufel und Dämonen sind personale Geistwesen und Realität. Es sollten sich alle hüten, dies einfach zu verharmlosen. Dabei spielt es keine Rolle, welchem "Lager" man angehört. Jesus Christus, also Gott trieb selbst Dämonen aus und sah den Satan wie einen Blitz von Himmel stürzen.Gelobt sei Jesus Christus, in Ewigkeit. Amen.
simeon f.
Mir ist der gute Pfarrer Jussel ein bisschen zu pathetisch. Wo auch immer der Teufel da draußen zu selbstsicher ausfindig gemacht wird, ist die Gefahr groß, dass man ihm längst schon den Zutritt ins eigene Herz gewährt hat.
Mag ja sein, dass die moderne, liberale Kirche vom Rauch des Satans umnebelt ist, aber ist die traditionalistische Kirche denn gefeit vor Schwefelgestank? Sie klatschen aber …More
Mir ist der gute Pfarrer Jussel ein bisschen zu pathetisch. Wo auch immer der Teufel da draußen zu selbstsicher ausfindig gemacht wird, ist die Gefahr groß, dass man ihm längst schon den Zutritt ins eigene Herz gewährt hat.
Mag ja sein, dass die moderne, liberale Kirche vom Rauch des Satans umnebelt ist, aber ist die traditionalistische Kirche denn gefeit vor Schwefelgestank? Sie klatschen aber jedem Beifall, der in Soutane und ein wenig tridentinisch daher kommt. Bei solch einem Lagerdenken hat der Teufel leichtes Spiel. Ja auch der Teufel kann Latein.
Der geistige Kampf ist aber nicht ein Kampf gegen dieses oder jenes Lager. Es ist in erster Hinsicht ein Kampf gegen die Dämonen im eigenen Herzen.
Justa
Wirklich beeindruckend!
DieterSchmidt
Wirklich interessanter Vortrag.
Gregor VII
mystagog

An anderer Stelle findet sich diese Audiodatei im Netz mit dem Hinweis "Pfarrer Jussel, 1972" und dem Titel "Macht Satans".
Franzi
Das war ein seelenberührender Vortrag, der ein herzliches Dankeschön verdient.
mystagog
von wann ist der Vortrag?

lg
Normalbürger
Interessant, habe ich mir schon öfters angehört.