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Wenn die Bummerin zum Lockdown ruft. Interview

Aus dem Satiremagazin "Päpstlicher Ehrenkaplan"

Nach dem Interview mit dem TV-Sender OE24 klingelt es beim Wiener Dompfarrer Toni Faber. Es meldet sich die britische Krone, das Gegenstück zur österreichischen [Boulevard-Zeitung gleichen Namens].

Crown: Ihr Interview hat eingeschlagen wie ein Meteor. Über 200 Dislikes in der ersten Viertelstunde! Wie reagieren Sie darauf?
Faber:
Es macht mich stolz. Ablehnung ist die höchste Form der Zustimmung.

Sie meinten, es sei Gottes Wille, Ungeimpfte in den Lockdown zu schicken.
Ich sagte nicht „Gottes Wille“. Ich meinte: Es ist mein Wille, der geschehe.

Den Geimpften wurde als Lohn die Freiheit versprochen. Warum müssen sie sich weiterhin an alle Maßnahmen halten?
Der Lohn der Geimpften besteht nicht darin, dass es ihnen besser, sondern dass es den anderen schlechter geht.

Seit drei Monaten wird im Stephansdom geimpft. Sie betonten, dass nach der Ankündigung eines Lockdowns für Ungeimpfte endlich der „Impfturbo“ gezündet wurde. Der Dom werde von Impfwilligen gestürmt. Die Schlange reiche bis zum Fiakerstand.
Die Schlange bei den Pferden ist gefährlich. Die Leute könnten sich statt der Impfung für eine Kutschenfahrt entscheiden. Unser Impfangebot ist gratis. Zum Pflaster gibt es ein Heiligenbild.

Medien berichten von Freudentränen nach dem Stich. Ist das Glücksgefühl im Dom stärker als in anderen Impfzentren?
Orgelspiel und Chormusik machen die Impfung zu einem religiösen Erlebnis, vergleichbar mit der Taufe.

Die Taufe geschieht einmal im Leben. Also müsste auch bei der Impfung ein Stich genügen.
Nach der Taufe folgen Kommunion und Firmung. Erst dann ist die Aufnahme in die Kirche abgeschlossen.

Bin ich also nach dem dritten Stich aufgenommen?
Es folgen noch die Jubiläen zur Auffrischung des Versprechens.

Crown: Der Stephansdom erstrahlt oft in bunten Farben. Welche Idee steht dahinter?
Farben bestimmen immer mehr unser Leben. Selbst Zebrastreifen werden bunt. Es gibt nicht mehr nur Schwarz und Weiß, sowie es auch nicht mehr nur Mann und Frau gibt. Ein Regenbogen hat auch mehrere Farben.

Zebrastreifen mögen bunt sein, die Zebras sind aber immer noch Schwarzweiß. „Als Mann und Frau erschuf er sie“, heißt es in der Heiligen Schrift.
Lange Zeit hatte der Mensch die Vorstellung, Gott wäre weiß und männlich. Der homo sapiens hat dazugelernt.

Homo Faber ist weiß und männlich.
Er gilt als bunter Hund. Immerhin macht er Werbung für die Buntstiftfirma Faber Pastell.

Wird es den Gläubigen in der Kirche nicht langsam zu bunt?
Die Kirche kann nicht bunt genug sein. Es gibt aber noch Leute, die an den alten Riten festhalten. Im Lockdown ist ihnen die Heilige Messe wichtiger als die Weisung der Bischöfe. Statt dem Schutz der Impfung zu vertrauen, beten sie zum Heiligen Erzengel Michael.

Die britische Krone dankt. Alles Gute für Ihre Aufgabe im Stephansdom!
Andreios
Es gibt ein gutes Sprichwort das lautet " Wenn jemand für alles offen ist kann nicht dicht sein " !!! Der "Priester" und alles, was er sagt sind ein gutes Beispiel dafür. Mann muss schon absolut dekadent und ungläubig sein um die heilige Taufe mit der Impfung gleichzustellen. Einfach grausam dieser Typ.
jonatan
Es ist Satire
Andreios
Sind das nicht etwa seine eigenen Worte und Antworten ? Und ist das nicht wahr, dass in Stephansdom geimpft wird ??? Wo ist hier bitte Satire ?
jonatan
Schon lange nicht mehr sowas Gutes gelesen. Hut ab.
Goldfisch
Er ist einfach einmalig, freu mich immer auf seine Zeitung!