Diaspora_Christ
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StellaMARIA
Raphael
Auch Johannes vom Kreuz(der Echte)hat dunkle Stunden erlitten:

Der christliche Mystiker Johannes vom Kreuz (gest. 1591) beschreibt den ganzen Transformationsprozess, der schließlich zur „unio mystica“ (Liebesvereinigung mit Gott) führt, als „dunkle Nacht“ (an anderer Stelle benutzt er dafür die Metapher „Aufstieg auf den Berg Karmel“).

Sein Begriff der „Nacht“ ist als religiös-spirituelle Verdu…More
Auch Johannes vom Kreuz(der Echte)hat dunkle Stunden erlitten:

Der christliche Mystiker Johannes vom Kreuz (gest. 1591) beschreibt den ganzen Transformationsprozess, der schließlich zur „unio mystica“ (Liebesvereinigung mit Gott) führt, als „dunkle Nacht“ (an anderer Stelle benutzt er dafür die Metapher „Aufstieg auf den Berg Karmel“).

Sein Begriff der „Nacht“ ist als religiös-spirituelle Verdunkelung, als seelisch-geistliche Erfahrung zu verstehen. Vorausgegangen sind ihr immer schon eine (oder mehrere) erste Erfahrungen des göttlichen Lichts/der göttlichen Liebe. Dann entzieht sich Gott dem Erkennen des Menschen, um ihn auf einen Weg der Läuterung und Reifung zu bringen. Johannes benutzt für diesen Vorgang z.B. auch die Metapher vom Holzscheit, das im göttlichen Feuer brennt und dabei selbst immer mehr dem Feuer ähnlich wird.

Die „Nacht“ resultiert bei ihm aus einem Noch-Nicht-Erkennen-Können des Göttlichen und es geht darum, sie auszuhalten und zu durchleben, um sich letztendlich mit Gott in Liebe zu vereinigen. Es ist also eine Finsternis, die paradoxerweise erst durch das schon eingefallene und weiterhin erleuchtende „Licht Gottes“ entsteht.

Dabei beschreibt er verschiedene Phasen:

In der „Abenddämmerung“ findet der erste Läuterungs- und Reinigungsprozess statt, die „dunkle Nacht des Sinnes“. Beim Durchschreiten dieser „Nacht“ muss der Mensch nach und nach sein weltliches Begehren loslassen, er erkennt immer mehr, dass seine (schon entbrannte) Sehnsucht nach Gott, nicht durch weltliche Dinge zu befriedigen ist.
Die eigentlich tiefe dunkle Nacht nennt er die „Nacht des Geistes“. In ihr muss der Mensch noch mehr Leid und Läuterung erdulden. Gott entzieht sich hier dem Erkennen vollständig, „erscheint“ als Nichts und Nicht-Wissen, bis er sich

in der „Morgendämmerung“ als „die Fülle“ das „Alles“ zu erkennen gibt und eine Liebesvereinigung – Vereinigung aller Gegensätze – stattfindet.

In seinen beiden Hauptwerken beschreibt Johannes v. Kreuz dabei einerseits die passiv erfahrene („Dunkle Nacht“) und die aktiv gelebte Nacht („Aufstieg auf den Berg Karmel“). Er leitet dazu an, „die von Gott her kommende, vom Menschen her gesehen „passive Nacht“ zu einer „aktiven Nacht“ zu gestalten“ (Körner).
von Maria-Anne Gallen (2008)

Quellen:

Benker, G. : Die „Dunkle Nacht“ der Ganzwerdung. C. G. Jung und der Mystiker Johannes vom Kreuz.
www.teresianischer-karmel.de/…/benker.pdf
Körner, R.: Diagnose „dunkle Nacht“. Eine Lesehilfe zu den Schriften des hl. Johannes vom Kreuz.
www.teresianischer-karmel.de/…/dn.pdf
Kreuz, v. J.: Die Dunkle Nacht. Herder, Freiburg, 1995

Kreuz, v. J.: Aufstieg auf den Berg Karmel. Herder, Freiburg, 1999
UnsereWundenSprengenDieBöseZeit
diaspora_christ, hinter mancher schwermut steckt ein dreister dämon. packen Sie den am schlawitterl .. Sie sind doch ein kräftiger bursche.
Latina
bevor ich nach der RJT mit Lt eingestellt wurde,hatte ich auch eine schilddrüsen-depression,da ich in UF war.......ich kenne also diese nebel--ein sehr aussagestarkes bild!