Verstandesdünkel ist der Standesdünkel dieser Berufenen
Auf Stolz folgt der SturzEs gibt verschiedene Arten von Stolz und eine ist sogar gut. Wenn ich sage: ich bin stolz auf meinen katholischen Glauben, dann ist es um des Herrn willen etwas Gutes, wenn dadurch der Glaube zu Ehren kommt und ich selbst dadurch nicht eingebildet und arrogant werde. Diese Art von Stolz ergibt sich wie automatisch aus dem Bezug auf das Gute, das mir Freude bereitet, aber es bläht einen selber nicht auf, während der negative Stolz dafür sorgt, dass man sich selbst anschaut und herumstolziert. Man merkt schon, das ist etwas anderes. Der negative Stolz hat mit Eitelkeit und Selbsterhöhung zu tun, er lebt vom Konkurrenzdenken und lässt das Mitgefühl mit dem andern auf der Strecke, er ist egoistisch und verblendet den Menschen.
Worauf bezieht sich unser katholischer Glaube? Auf den Dreieinigen Gott und Seinen Willen. Luzifer sah den Plan Gottes, dass Er im Sohn aus der Jungfrau Maria Mensch werden wollte und da der Mensch von Natur aus unter dem Engel steht, hatte Luzifer als oberster Lichtträger mit dieser für ihn unerträglichen Selbsterniedrigung Gottes ein Problem. Er schaute sich nämlich selber an und dachte, wie kann sich ein Gott so erniedrigen, da er sich als oberster Engel nicht einmal so erniedrigen wolle. Tja, da hätte er mal die reine demütige Liebe Gottes erkennen müssen, die sich auf ihre Allmacht nichts einbildet, sondern sie durch ihre Ohnmacht beweist. Als er entschied, diesem Plan Gottes nicht dienen zu wollen, setzte er in seinem unbändigen Stolz auf seine eigenen Fähigkeiten und rebellierte gegen Gott. Er wusste zwar, dass Gott viel mächtiger als er selber ist, aber wahrscheinlich bildete er sich in seinem verblendeten hochmütigen Hass ein, er könne die Demut Gottes leicht besiegen, ähnlich wie die Feinde Gottes sich vor dem Gekreuzigten nicht fürchten, weil sie nur seine Ohnmacht sehen. Dass sich seine Allmacht aber darin zeigt, dass Er die unvorstellbaren Leiden aushalten konnte, das begreifen sie nicht, diese Toren.
Das ist es, was der Stolz tut: er reißt einen in blinde Überheblichkeit hin und das ist gegen das Gesetz der Liebe. Auch Verfolgung von wahren Sehern Gottes ist so ein blinder Eifer. Das Gesetz der Liebe gibt vor, dass man den anderen genauso liebt wie sich selbst, denn nur das gewährt den Frieden. Nicht selbst sucht man sich Posten aus oder spekuliert darauf, sondern allein der Himmlische Vater. Oder glauben die Kirchendiener etwa nicht, dass der Allweise Gott das rechte Urteil für die Auserwählung zu einem bestimmten Posten hat? Das ist Hochmut! Der Stolz überhebt sich nicht nur über andere, sondern sogar über Gott, weswegen so viele in die Hirnwäscheclubs gehen, wo sie ihren Ich-Götzen einweihen. Das ist gegen Gottes- und Nächstenliebe und natürlich wird ihnen dieser Stolz nur den Sturz einbringen, genauso wie Luzifer mit seinem Anhang von St. Michael und seinem Heer aus dem Himmel gestürzt wurde. „Wer ist wie Gott?“ war der Schlachtruf St. Michaels und schon musste Luzifer stürzen, denn im Himmel kann sich nur die Wahrheit halten. Schließlich ist der Allmächtige, Allwissende und Allgewaltige Dreieinige Gott der Herrscher im Himmel, was Luzifer in seiner Verblendung offensichtlich falsch einschätzte.
Stellen wir uns bildlich vor, wie die Unterwanderungsclique eines Tages in die Kirche eindrang. Warum haben die Bischöfe nicht so gekämpft wie St. Michael im Himmel? Warum haben sie gesagt, da könne man nichts machen, mit der billigen Ausrede, das Unkraut müsse man mitwachsen lassen? Gleichzeitig haben sie das Gebet zu St. Michael nach der Hl. Opfermesse n. Pius V. abgeschafft, damit der Gedanke des Kampfes gegen das Böse in der Kirche völlig verschwinde. Nicht kämpfen wollen bedeutet somit, den Ich-Götzen-Verehrern freie Hand zu lassen. Und die händeln ja alles Mögliche, was ihnen der Untere grad eingibt. Nun aber kommt der Herr und schickt uns seine Boten, um auf die Missstände aufmerksam zu machen. Was tun die Kirchenleute aber? Sie missachten und verleumden oder verfolgen sie sogar. Und selbst die Gutwilligen fallen auf ihre billige, unmenschliche Masche herein.
Die himmlischen Botschaften sind ein Korrektiv zu den Missständen auf Erden und die Offenbarungen bringen Vertiefung des katholischen Glaubens. Jetzt kommen gewisse Priester, von denen man eigentlich Gutwilligkeit und Wohlwollen erwarten könnte, weil sie im Herzen fromm sind, und bekämpfen sogar die Botschaften. Sie machen dabei genau dieselben Fehler wie Luzifer beim Fall aus dem Himmel. Sie schauen sich selber an und sagen sich: ich hab ja Theologie studiert, zudem hab ich mit der Priesterweihe eine besondere Gabe der Erkenntnis, die mich über die normalen Laien heraushebt. Und dann lesen sie eine halbe Stunde in den Botschaften, welche ihnen von den Gläubigen empfohlen wurden, bis sie auf etwas stoßen, was mit ihrem Verstand nicht zusammengeht. Dann meinen sie gleich urteilen zu können und den Gläubigen schon mal abzuraten, denn da seien Dinge drin, die nicht richtig seien. Sicher sind sie sich dabei nicht, weil sie ja nur auszugsweise gelesen haben und noch gar nicht erkennen können, ob die Stimme Jesu spricht oder nicht, aber der Verstand, auf den sie stolz sind, gibt ihnen schon mal eine ablehnende Haltung ein. Liebe Priester, eure Gaben der Unterscheidung sind kein Selbstläufer! Ihr könntet eine sichere Gabe der Unterscheidung haben, wenn ihr genauso wie die normalen Gläubigen euch an die Regel für die Beurteilung von Botschaften halten würdet: erst einmal alles demütig lesen, also alles und dann auch noch demütig im Gebet zum Heiligen Geist. Ihr habt die Weisheit nicht gepachtet, auch wenn ihr euch das teilweise einbildet. Es gibt im Klerus so eine gewisse Art von Priestern, die ihren Standesdünkel an die große Glocke hängen. Bei denen merkt man durch ihre Wortwahl und ihr Gehabe sofort, dass sie sich als etwas Besseres fühlen und wie leicht schleicht sich dazu noch das ein, was man als „klerikalen Neid“ bezeichnet. Es gibt so eine Art von Priestern, die meinen, die Gläubigen seien doof wie eine Nuss. Verzeihung, aber neulich erst passiert, deswegen spreche ich das hier mal an. Einbildung ist halt auch eine Bildung.
Verstandesdünkel ist der Standesdünkel der Priester.
Zur Erinnerung: warum sprach Luzifer non serviam? Weil er sich selber ansah und seine hohe Stellung und seine Schönheit sah, die er neidisch verteidigen wollte. Mir scheint, ihr verhaltet euch gegenüber den Boten Gottes genauso: ihr erkennt, dass sie so erhabene Weisheiten mitteilen, dass ihr merkt, dass es euren Verstand übersteigt und um zu verhindern, dass die Gläubigen das bemerken, wollt ihr die Botschaften schlecht reden. Ihr geht also gegen Gott in seinen Boten bzw. Botschaften vor, nämlich genauso wie Luzifer damals. Ihr sagt euch: das sind Pläne Gottes in den Botschaften, die wir nicht mittragen wollen, damit die normalen Gläubigen nicht noch gescheiter werden als wir. Ganz genauso läuft es in der Praxis ab.
Darum möchte ich euch mal das Gegenmittel angeben: Liebe, Liebe und nochmals Liebe. Wenn ihr aus Gottesliebe Priester geworden seid und es darf ja gar keinen anderen Grund geben, dann müsst ihr eine intensive persönliche Beziehung zum Wesen des Dreieinigen Gottes ebenso wie zur Muttergottes pflegen, denn sie ist die Gottesträgerin. Dann werdet ihr euch nämlich über jedes Wort, was vom Himmel kommt, freuen. Was ist die oberste Stufe im Fegefeuer? Die Sehnsucht nach Gott, die Sehnsucht überhaupt nach allem Himmlischen, caeleste desiderium. Eure negative Haltung gegenüber den Boten Gottes zeigt aber, dass ihr diese Sehnsucht nach jedem Wort Gottes nicht habt, dass ihr neidisch gegenüber den Boten seid, obwohl ihr bemerken müsstet, dass die weisheitlichen Worte, die sie verkünden, gar nicht von ihnen selber, sondern vom Allwissenden Gott kommen, und es zeigt, dass ihr euren Verstand, der trotz Priestertum ein kleines Lichtlein bleibt, bereits für vollkommen und nicht mehr bildungsbedürftig haltet. So wirkt der Stolz, der ein Gift für die Seele ist.
Ich möchte nicht sagen, dass auch mir nicht schon solches passiert ist, aber darum weiß ich auch, wie man darauf reagieren muss: man muss sich ein offenes Herz für die Botschaften und Offenbarungen des Himmels, welche Paulus „Offenbarungen des Geistes“ nennt, zulegen, eine gesunde Offenheit statt Skeptizismus. Wer erst einmal ohne Vorurteil, ohne Skepsis, ohne Neid und ohne Verstandesdünkel liest, nämlich in Liebe, und dem Autor zugesteht, dass er etwas Gutes schreiben könnte, dann beachtet man die Nächstenliebe und wird auch im Herzen spüren, ob hier die Liebe und Weisheit Gottes spricht. Das einzige, was ihr gerne macht, ist nur euren Verstand einsetzen und einen Verstandesabgleich zu machen. Das bin ich nicht gewohnt von der einstudierten Kirchenlehre, also muss es falsch sein, so sagt ihr. Ihr bedenkt leider nicht, dass der Herr die Worte rhetorisch, dialektisch und grammatikalisch ganz anders wählen kann, als ihr es gewohnt seid. Die Wahrheit in den Botschaften kann man nur erkennen, wenn man nach Liebe und Weisheit sucht. Wenn das Ganze einer Botschaftenreihe einen solch großartigen und weisheitlichen Eindruck macht, dann müsste man doch schon zugeben können, dass es Worte Gottes sein könnten oder müssten. Es ist ein grober Irrtum, in solchen Schriften das Haar in der Suppe suchen zu wollen, um sie für falsch erklären zu können. Sie sind nicht falsch, weil sie voller Weisheit und Liebe und Wahrheit sind und den einen Satz, den ihr noch nicht versteht, müsst ihr in Liebe betrachten und dann geht euch auch ein Licht auf! Warum also urteilt ihr immer so früh, ohne das Ganze gelesen zu haben? Warum überprüft ihr nicht das Leben der Boten und wollt nicht sehen, wieviel sie gerade für die stolzen Priester leiden müssen? Hättet ihr selber die Sühneleiden, würdet ihr sie gar nicht ertragen können, weil ein stolzer Mensch tendenziell gegen schwere Opfer eingestellt ist. Nur Opfermenschen können das, was ja eigentlich die Priester sein sollten. Wenn die Priester wieder demütig würden und sich nur auf Jesus Christus selbst ausrichten würden, dann würden sie mindestens so große Gaben haben, wie sie der Herr jetzt den Laien geben muss, weil ihr sie nicht annehmt, um das Volk sicher zu führen. Wenn der Klerus auch nicht funktioniert, lässt der Herr seine Kirche dennoch nicht zugrundegehen. Wenn ihr, die Berufenen, nicht wollt, werden eben andere den Herrn verkünden, so wie Er das will. Luzifer wollte das nicht, denn er wollte nicht demütig sein.
Wollt ihr auch nicht? Dann solltet ihr euch daran erinnern, welches Schicksal Luzifer ereilte:
Nach dem Stolz folgte der Sturz!
Nehmt ihr aber Liebe zu den Boten Gottes an, schon wird alles gut!