Das mangelnde Reflexionsniveau der Konzilskirche

Warum kann Bergoglio die alte Messe nicht tolerieren? Weil sie die gesamte Vorstellungswelt des Konzilsgeistes in Frage stellt.

Der Konzilsglaube ist naiv. Er reflektiert nicht. Er übernimmt die Botschaft, dass hinter allen Streitereien am Ende alles lieb und gut ist. Es geht nicht um Wahrheit. Es geht deshalb auch nicht um Begriffe und ihre korrekten Inhalte. Wenn alle zusammen lieb sind und sich gegenseitig die Händchen halten, dann ist alles in Ordnung. Darauf kommt es doch drauf an. Einfach nur menschlich sein. Das ist das Ziel. Deshalb gibt es für diese Überzeugung auch keine Hölle. Das Böse, der Teufel und die Hölle sind nur Störenfriede, die man mit einem Mokka und Streuselkuchen bei der lieben Oma schnell in Luft auflösen kann. Wozu streiten, wenn dieser nur zu Zwist und Unfrieden führt. Man braucht nicht nachzudenken. Reflexion ist unerwünscht, damit der Kindergarten der Konzilsgeschwister nicht hinterfragt wird. Die heile Welt muss geschützt werden. Dafür hält man zusammen wie Pech und Schwefel. Man gehorcht dem Führer in Rom bedingungslos, selbst wenn dieser mittlerweile vom Satan gestellt wird.

Weil es nur um eine bedingungslose Harmonie hinter allen Lebensfragen geht, wird auch die Sprache des Lehramts unwichtig. Man kann damit leben, dass im Katechismus die Unzucht, die Abtreibung, die Geburtenkontrolle, die Ehescheidung, usw. verboten sind, weil die Zufriedenheit der Menschen wichtiger ist. Sie müssen glücklich sein. Wenn der liebe Bruder und die liebe Schwester durch die Strenge der traditionellen Lehre in ihrem Lebensgenuß beeinträchtig werden, dann werden Übertretungen einfach nicht wahr genommen. Hauptsache man ist in der Gemeinde immer lieb und nett. Das läuft natürlich auf einen Täterschutz hinaus. Wenn der Täter nur laut schreit und seine Frustration nachfühlbar zum Ausdruck bringt, kann er tun und lassen, was er will. Wenn das Opfer nicht klagt, weil es ungeboren ist oder weil es nicht sonderlich kommunikativ ist oder sein will, dann hat es Pech. Man lässt die aggressiven Migranten ins Land, aber die alte einheimische Oma, die demnächst in der Öffentlichkeit vor den gezückten Messern nicht mehr sicher ist, findet keine Rücksicht.

Weil es nur darum geht, jeden Streit zu vermeiden, spielt auch das Bekenntnis keinerlei Rolle mehr. Jeder Glaube ist gut. Jede Religion ist gut. Kommt nur alle ins Land, ihr Muslime. Hauptsache wir haben uns alle lieb. Es ist ein utopischer Humanismus einer lieben, friedlichen und brüderlichen Menschheit (die Freimaurer halten sich für die Gewinner), der über die gesamte Welt ausgebreitet werden soll. Ohne Kriege wird es bald eng. Deshalb müssen die Geschlechter durch Gendering, Homosexualität und Unzucht gegen einander aufgebracht werden. Karrierefrauen bekommen keine Kinder mehr, besonders wenn sie lesbisch sind. Also wird das auf allen Kanälen angepriesen. Alles was die traditionelle Familie und ihren unbedingten Zusammenhalt fördert, wird als rechts und unsolidarisch verteufelt. Es soll nur noch vereinzelte Supermenschen geben, jeder ein großer Künstler seines Leben. In Berlin ist jeder ein isolierter Menschengott. Die Lieb- und Sinnlosigkeit dieser coolen Dummköpfe ist furchtbar. Auch hier ist Reflexion nicht erlaubt, weil alle zusammen lieb, nett und einfühlsam sein und dabei nicht gestört werden wollen. Wer nicht mitmachen will, wird nieder geschrien und zwangsgeimpft.

Die Konzilskleriker machen mit. Zwar mögen sie den Hyperindividualismus der intellektuellen Elite nicht wirklich, aber sie reflektieren eben nicht. Deshalb haben sie kein Mittel dagegen, außer wieder eine Predigt mit Appellen an den Gemeinsinn. Streit muss vermieden werden. Alles ist so lieb. Sie kennen die Lehre der Kirche in und auswendig. Seit Jahren benutzen sie die alte Sprache und meinen dennoch immer nur, dass Jesus allein Solidarität und Gemeinwohl gewollt hat. Er war der erste Kommunist in einer Kommune von lauter lieben und lustigen Brüdern der Liebe. Die Einwohnung Gottes in der Seele wird dann zum personifizierten Guten, das die Menschen zur Selbsttranszendenz in ein überindividuelles Omegastadium überführen soll, in der sie nur noch an das Glück der anderen denken werden. Die Sonntagsmesse, der NOM, wird zur Indoktrinationsveranstaltung, um diese Botschaft einer knallharten Kollektivierung überall durchsetzen zu können. Hauptsache alles ist lieb, süß und vor allem risikofrei. Ein wenig Unzucht macht das alles noch etwas lebendiger.

Das ist natürlich nicht die wahre Kirche. Das ist ein billiger und böser Abklatsch. Eine Nachäffung, die nur noch für das Soziale als den sichtbaren und materiellen Überlebensvorteil existiert.

Der Himmel wird Wege finden, die Menschen, die noch den wahren Gott suchen, nach Hause zu führen. Danke an alle frommen Priester, die weiterhin die Heilige Messe aller Zeiten (im Sinne von überzeitlich und nicht geschichtlich) feiern. Wie immer auch Danke an GloriaTV.