M.RAPHAEL
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Was für ein frecher und hochmütiger Kerl?

Allerlei Missverständnisse gibt es. Halloween, die Demut, das Gebet, die Sünde, die Heiligkeit der Katholischen Kirche, nicht nur bzgl. ihrer Sakramente und ihrer Einzigartigkeit, werden nicht verstanden, weil die Neuzeit eine neue verlogene Denke in die Welt gebracht hat, die von den welterobernden Menschen auf Grund ihres Hochmuts nur allzu gerne angenommen worden ist.

Es ist die Trennung der Realität in das natürlich und physisch Irdische auf der einen und in den Geist und seine Vernunft auf der anderen Seite, in die res extensa und die res cogitans (Descartes). Die unsterbliche Seele, die eine geistliche Identität jenseits des Denkens als objektive Faktenrealität, als steinhartes Ding, beansprucht, wird brutal geleugnet und verneint. Damit ist die ontologische Wahrheitskonzeption des Mittelalters verabschiedet, die richtig und wahr war, und der Weg der umfassenden Lüge der Moderne bereitet, die im Geist nur eine subjektive „Spinnerei“, ein Epiphänomen des neuronalen Feuers des Gehirns, sieht.

Mit dieser verlogenen, eben mentalistischen (nur im Kopf) Weltanschauung aber ist die Heilige Kirche nicht mehr zu verstehen. Ihre gesamte Lehre und ihr Anspruch machen keinen Sinn mehr. Folglich treten die Protestanten auf die Bühne und behaupten ein sola fide, sola gratia und sola scriptura. Anstatt, dass der Glaube das Ja der unsterblichen Seele in die Verwandlung in das Fleisch und Blut des Herrn bedeutet, wird er als eine Setzung des rationalen menschlichen Denkens umgedeutet. Das cogito, das menschliche Denken in der Psyche werden zur christlichen Identität des Menschen, nicht die Substanzwandlung in den Leib des Herrn.

Weil alles Geistige nur noch vom menschlichen Gehirn aus gedacht wird, wird auch das ganze Heilsgeschehen rationaler Entschluss. Die Sünde ist keine äußere objektivfaktische Realität mehr, die die unsterbliche Seele von Gott trennt und in die Phantomzone des Herrn der Welt verbannt, sondern nur noch ein innerer charakterlicher Makel, den Gott jederzeit durch seine mentale Setzung „verständnisvoll“ verzeihen kann, weil das alles keine Realität ist. Die Sünde ist kein schwarzes zerstörendes wissenschaftlich metaphysisches Objekt, wie physisches Gift, das die unsterbliche Seele zerstört, sondern nur noch subjektive Idee, die eigentlich gar nicht wirklich existiert. Jeder Psychiater kann deshalb diese Nichtigkeit durch positives Denken auflösen.

Aber die Metaphysik, die die katholische Lehre begründet, ist eine objektive Wissenschaft. Wenn der Protestant Immanuel Kant dies in seiner Axiomatik verneint, dann weil er den Erkenntnisapparat von vornherein auf den Bereich der irdischen Welteroberung durch den Menschen beschränkt. Der Film von Peter Greenaway, Der Kontrakt des Zeichners, kennzeichnet dieses Denken. Natürlich geht es für die Weltmenschen immer nur um Sex:

The Draughtsman's Contract - trailer

Fromme Mystiker aber haben einen weit umfassenderen Erkenntnisapparat. Sie erkennen die metaphysische Realität als Wissenschaft. Mönche und Nonnen erkennen die wahre Wahrheit, weil sie nicht so blöd sind, wie die intelligenten Affen der Welteroberung (Kant), die mit ihren Scheuklappen nach vorne raus wie stupide aber rasende Doggen alles ins Oblivion beißen, was sich ihren Fängen entzieht, was zur Gefahr ihrer Selbstvergötzung werden könnte.

Hier beschreibt die fromme Nonne Mother Miriam die wissenschaftlich metaphysische objektive Faktenrealität der Sünde. Als Hüterin der wissenschaftlichen Wahrheit, die viel mehr sieht, als die naturalistischen Deppen, sollte eigentlich sie an der Uni Wien Dekan der Wahrheit sein und dort lehren:

Catholic Nun - Truth About Sin!

Es kommt nicht auf die Vernunft an. Es kommt nicht auf die Intentionalität an. Es kommt nicht auf das Gefühl an. Die Liebe Gottes ist kein mentaler Akt. Die Liebe Gottes ist eine Substanzidentität. Die Sünde zerstört diese. Der Sünder „FÄLLT“ in das Reich des Herrn der Welt. Es gibt ihn nicht mehr für Gott. Gott kann ihn nicht mehr lieben.

Zachäus war ein jüdischer Zollpächter aus Jericho. Er war kein Sünder. Im schlimmsten Fall war er ein ungerechter Verwalter (es kommt eben nicht auf ein innerweltliches oder moralisches Gutmenschentum drauf an), ein verlorener Sohn oder ein verirrtes Schaf. Der Sünder aber ist ein katholischer Priester, der auf seinen Ehegatten besteht, weil er bewusst nicht will, was Gott will. Der Wille muss materiell erkannt werden, z.B. als Wind. Wenn der Wind vom Osten her bläst, dann kann der Sünder als Segler, der auf den Wind vom Westen (die Sünde) setzt, nicht mehr sein, weil der Wind eben vom Osten kommt. Ganz einfach. Die Sünde ist keine mentale subjektive Spinnerei oder Selbstrechtfertigung. Sie ist ein steinharter Fakt, der einen evtl. in die Tiefe des Ozeans zieht.

Das Reich Gottes mit seinen Regeln, Bestimmungen und Gesetzen ist eine meta-physikalsiche Realität. Jedes Gebet, jeder Rosenkranz, jede Novene, usw., sind knallharte Objekte/Dinge außerhalb des Menschen, die die wahre Welt des Herrn konstituieren. Da ist nichts psychische, beliebige Subjektivität. Der eine Rosenkranz ist ein Weg mit konkretem Strassennamen. Die andere Novene ist ein bestimmter Brunnen mit Wasser. Alle diese katholischen Vollzüge bilden zusammen den einzigen Weg auf den existenten Berg des Herrn, z.B. den Großglockner.

Die einzigen wahren Wissenschaftler, die Mystiker des Herrn, sehen das, nicht nur, wenn sie in den Nachthimmel hinausschauen. Sie sehen es überall. Was hat der Tod des deutschen Kartäusers mit den Halloween Opfern in Korea zu tun? Es gibt einen Zusammenhang. Die dummen Naturalisten des Konzilsvereins verstehen das natürlich nicht, hohle Pfeifen, die sie sind. Sie wollen es so sehr leugnen, weil eine Realisierung den BerGOG und seine modernistische Jesuiten zu Trotteln werden lassen würde. Die Frommen sehen mehr.

Das erlaubt eine Anmerkung zu Halloween:

Halloween ist letztendlich ein katholisches Fest, in dem Sinn, dass es an die Substanzwandlung erinnert. Deshalb hassen es die Protestanten. Die Realität, dass sich gottlose Menschen durch ihre Sündhaftigkeit, ihre mangelnde Werkgerechtigkeit, in das NICHT-SEIN von Phantomen, Monstern und Teufeln verwandeln, ist für ihre mentalistische Glaubenskonzeption unerträglich.

Die Moderne hat Weihnachten in den Konsumgott des Weihnachtsmann umgedeutet. Sie deutet die Erinnerung an den Tod von Allerheiligen und Allerseelen in einen kindlichen Spaß mit vielen Geschenken um. Wer sich in einem Teufelskostüm Süßigkeiten abholt, hat keine Angst mehr vor dem Teufel. Bald macht er ein Geschäft mit ihm, um möglichst oft vögelfrei genießen zu können.

Die Truppen von Raphael mögen hinter ihren Masken übrigens auch Süßigkeiten. Lecker!!! Wollen wir tanzen? Argentinischen Tango vielleicht?

Demnächst mehr zur Hochmut und Demut.

Als welcher Krampus wird Raphael heuer auftreten? Es ist nur sein Kampfanzug. Es ist nur sein äußeres Fell. In ontologischer Wahrheit liegt Raphael im Schoße der Muttergottes. Sie streichelt ihm über den Kopf.

Krampuslauf Graz 2010

Was für ein frecher und hochmütiger Kerl?