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Tina 13
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Die große Warnung, Tag der Großen Offenbarung, Hildegard von Bingen
Zweihundert
12. Vision des 3. Teils (1-16) – Der Tag der Großen Offenbarung Danach schaute ich: Und plötzlich wurden alle Elemente und Geschöpfe von einem schrecklichen Beben erschüttert, Feuer, Luft und Wasser brachen hervor und brachten die Erde in Aufruhr. Es dröhnte von Blitzen und Donnerschlägen. Berge und Wälder fielen, so daß alles Sterbliche das Leben aushauchte. Und alle Elemente wurden gereinigt, …More
12. Vision des 3. Teils (1-16) – Der Tag der Großen Offenbarung Danach schaute ich: Und plötzlich wurden alle Elemente und Geschöpfe von einem schrecklichen Beben erschüttert, Feuer, Luft und Wasser brachen hervor und brachten die Erde in Aufruhr. Es dröhnte von Blitzen und Donnerschlägen. Berge und Wälder fielen, so daß alles Sterbliche das Leben aushauchte. Und alle Elemente wurden gereinigt, so daß auf diese Weise alles Schmutzige an ihnen verschwand und nicht mehr auftauchte. Und ich hörte eine Stimme mit lautem Ruf über den ganzen Erdkreis erschallen; sie rief: "O ihr Menschenkinder, die ihr in der Erde ruht, erhebt euch alle!" Und siehe da! Alles menschliche Gebein an jedem Ort der Erde sammelte sich augenblicklich und bedeckte sich mit seinem Fleisch; und alle Menschen erstanden mit ihren unversehrten Gliedern und Leibern, je nach ihrem Geschlecht. Die Guten leuchteten in Herrlichkeit und die Bösen erschienen schwarz, so daß man das Werk eines jeden an ihm wahrnahm. Und einige von ihnen waren mit dem Glauben besiegelt, manche aber nicht. So trug ein Teil der Besiegelten einen goldenen Glanz auf ihrem Antlitz, die andern gleichsam einen Schatten; das war ihr Kennzeichen. Doch plötzlich flammte vom Osten her ein mächtiger Blitz auf. Und ich erblickte dort auf einer Wolke den Menschensohn mit demselben Antlitz, das er auf Erden trug, und mit offenen Wunden. Er kam mit den Chören der Engel und thronte auf einer Flamme, die glühte, aber nicht brannte. Unter ihm tobte ein gewaltiger Sturm zur Reinigung der Welt, und die Besiegelten wurden wie von einem Wirbelwind ergriffen, der sie ihm entgegen entrückte, dorthin, wo ich schon früher jenen Glanz erblickt hatte, der das Geheimnis des himmlischen Schöpfers versinnbildet. Dort wurden die Guten nämlich von den Bösen getrennt. Er aber beglückte mit einladender Stimme – wie das Evangelium deutlich zeigt – die Gerechten mit dem Himmelreich und die Ungerechten bestimmte er – wie dort ebenfalls geschrieben steht – mit schreckenerregenden Worten für die höllischen Qualen. Es erfolgte dort jedoch keine andere Befragung oder Antwort bezüglich ihrer Taten, als das Wort des Evangeliums bekundet, denn das Werk eines jeden, ob es nun gut oder schlecht gewesen war, trat öffentlich an ihm zutage. Die Unbesiegelten aber standen weitab in der nördlichen Gegend unter der Schar der Teufel und gelangten nicht vor dieses Gericht; sie sahen dennoch dies alles wie in einem Wirbelsturm. Sie erwarteten den Ausgang dieses Gerichts und seufzten bitterlich in ihrem Herzen.
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Hl. Hildegard von Bingen, Doctessa et Prophetissa Ecclesiae Universalis, ora pro nobis!
Zweihundert
Zweihundert
Oh, ihr abwegigen und törichten Geschöpfe! Ihr werdet euer altes Leben nicht zurückerhalten, die Ereignisse wurden schon in Gang gebracht und stürzen auf die gesamte Menschheit zu.