Ukraine-Krieg: Die Entwicklungen am Montag

dpa und Yahoo Redaktion

Mo., 26. September 2022

Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine herrscht in dem Land Krieg. Hier gibt's die aktuellen Entwicklungen.

Ukraine-Krieg: Die aktuellen Entwicklungen. (Symbolbild: Getty)

Unser Nachrichtenticker wird fortlaufend aktualisiert.

Gaspreis fällt auf niedrigsten Stand seit Ende Juli

Gegen Mobilmachung: Mann schießt in russischer Einberufungsstelle

London: Viele russische Rekruten nur mangelhaft ausgebildet

Selenskyj: Russlands Mobilisierung bedroht ethnische Minderheiten


Die aktuelle Newslage im Livestream:

+++ Gaspreis fällt auf niedrigsten Stand seit Ende Juli +++

Europäisches Erdgas hat sich am Montag deutlich verbilligt. Am Vormittag sank der Preis des Terminkontrakts TTF für niederländisches Erdgas um gut 5 Prozent bis auf 172 Euro je Megawattstunde. Am Freitag hatte er bei rund 188 Dollar gelegen. Der TTF-Kontrakt gilt als Richtschnur für das europäische Preisniveau. Ende August war der Preis über 300 Euro gestiegen. Allerdings befinden sich die Preise trotz des aktuellen Rückgangs auf einem historisch hohen Niveau.

Den Staaten in Europa ist es zuletzt gelungen, ihre Reserven zügig aufzufüllen. Der Füllstand der Speicher in Deutschland lag zuletzt bei über 90 Prozent. Die großen Lieferungen von Flüssigerdgas sorgen für Entspannung. Damit sind Befürchtungen über Versorgungsengpässe im Winter etwas kleiner geworden. Sie waren aufgekommen, weil Russland praktisch kein Gas mehr nach Deutschland pumpt.

Bundeskanzler Olaf Scholz reiste zudem am Wochenende in die Golfregion, um die Zusammenarbeit bei der Energieversorgung auszubauen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten schloss der Energiekonzern RWE am Sonntag einen Vertrag über eine erste Lieferung von Flüssiggas ab. Zudem wurde eine Vereinbarung über mehrjährige Lieferungen ab 2023 unterzeichnet.

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+++ Gegen Mobilmachung: Mann schießt in russischer Einberufungsstelle +++

Im Zuge der von vielen Russen abgelehnten Teilmobilmachung für den Krieg in der Ukraine hat ein Reservist auf den Leiter einer Einberufungsstelle geschossen und den Mann schwer verletzt. Der Vorfall ereignete sich in der ostsibirischen Stadt Ust-Ilimsk im Gebiet Irkutsk, wie der Gouverneur der Region, Igor Kobsew, am Montag im Nachrichtenkanal Telegram mitteilte. Der 25 Jahre alte Reservist, der zum Kriegsdienst in der Ukraine eingezogen werden sollte, wurde demnach festgenommen.

Der Zustand des «Militärkommissars» sei kritisch, sagte Kobsew. «Die Ärzte kämpfen um sein Leben.» Seit der am vergangenen Mittwoch von Kremlchef Wladimir Putin angeordneten Teilmobilmachung kommt es landesweit zu zahlreichen Protesten, Festnahmen und Zwischenfällen. Vereinzelt melden die Behörden auch Brandanschläge auf die Kreiswehrersatzämter, wo Reservisten einberufen werden.

In der russischen Teilrepublik Dagestan eskalierte am Wochenende in mehreren Orten der Widerstand gegen die Einberufungen. Frauen gingen mit Fäusten auf Polizisten los, weil sie damit verhindern wollten, dass ihre Männer, Söhne oder Brüder im Krieg in der Ukraine sterben. Viele riefen, dass sie nichts gegen Ukrainer hätten und deshalb nicht schießen würden auf sie. Ein Polizist feuerte mit einer Maschinenpistole in die Luft, um die wütende Menschenmenge zur Ruhe zu bringen. Zeitweise wurde auch eine Fernverkehrsstraße mit Sitzblockaden der Dagestaner gesperrt.

+++ London: Viele russische Rekruten nur mangelhaft ausgebildet +++

Viele durch die jüngste Teilmobilmachung rekrutierte russische Kämpfer ziehen nach Einschätzung britischer Geheimdienste ohne fundierte Ausbildung oder Erfahrung in den Krieg in der Ukraine. Moskau stehe nun vor der enormen Herausforderung, die Truppen zu schulen, hieß es am Montag in einem Kurzbericht des britischen Verteidigungsministeriums.

In der russischen Armee sei es im Gegensatz zu vielen westlichen Armeen üblich, eine Erstausbildung innerhalb operativer Einheiten zu durchlaufen statt in speziellen Ausbildungseinrichtungen. Normalerweise werde innerhalb jeder Brigade eine gewisse Zahl an Ausbildern bereitgestellt, die neue Rekruten trainieren würden. Viele dieser sogenannten dritten Bataillone seien jedoch aktuell in die Ukraine entsandt.

Der Mangel an Ausbildern und der überstürzte Ablauf der Teilmobilmachung deute darauf hin, dass viele Soldaten ohne ausreichende Vorbereitung an die Front geschickt würden. Dies mache hohe Verluste wahrscheinlich.

+++ Selenskyj: Russlands Mobilisierung bedroht ethnische Minderheiten +++

Die von Kremlchef Wladimir Putin in Russland angeordnete Teilmobilmachung trifft laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ethnische Minderheiten besonders hart. «Wir sehen, dass Menschen, besonders in Dagestan, angefangen haben, um ihr Leben zu kämpfen», sagte Selenskyj in seiner Videoansprache in der Nacht zum Montag. Er bezog sich dabei auf heftige Proteste, die Stunden zuvor in der muslimisch geprägten russischen Teilrepublik Dagestan im Kaukasus ausgebrochen waren.

In einem Dorf, aus dem 110 Männer für den Krieg gegen die Ukraine eingezogen werden sollten, gingen Polizisten dabei am Sonntag sogar mit Warnschüssen gegen Demonstranten vor. «Ich betone einmal mehr: Es gibt keinen Ausweg», sagte Selenskyj. «Flieht. Oder begebt euch bei der ersten Gelegenheit in ukrainische Gefangenschaft.»

Dagestan gehört zu den Regionen Russlands, aus denen Beobachtern zufolge besonders viele Männer eingezogen werden. Aktivisten beklagen, dass Angehörige ethnischer Minderheiten besonders stark von der Mobilmachung betroffen sind und sprechen deshalb teils sogar von «ethnischen Säuberungen». Auch in den Regionen Jakutien und Burjatien in Sibirien sind die Anti-Mobilisierungs-Proteste besonders groß.

Ukraine-Krieg: Die Entwicklungen am Montag
Guntherus de Thuringia
Es waren gemütlichere Zeiten, als wir noch den Hauptstrommedien glaubten, aber es war eine trügerische Gemütlichkeit.
martin fischer
Baerbock verkündet Strategie ihrer Außenpolitik - WELT
Baerbock kündigt härteren Kurs gegenüber autoritär regierten Staaten an 😂 😂 😂 😂
Deswegen kaufen wir jetzt bei der Horrodiktatur VAE Gas, wo Glaubensabfall mit dem Tod bestraft wird, Homosexuelle Handlungen mit dem Tod bestraft werden, friedliche Opposition im Folterknast hockt, Demokratieindex 2,9 von 10, Krieg im Jemen bis vor kurzem …More
Baerbock verkündet Strategie ihrer Außenpolitik - WELT
Baerbock kündigt härteren Kurs gegenüber autoritär regierten Staaten an 😂 😂 😂 😂
Deswegen kaufen wir jetzt bei der Horrodiktatur VAE Gas, wo Glaubensabfall mit dem Tod bestraft wird, Homosexuelle Handlungen mit dem Tod bestraft werden, friedliche Opposition im Folterknast hockt, Demokratieindex 2,9 von 10, Krieg im Jemen bis vor kurzem aktiv liefert weiter Waffen an Rebellen, schürt den Konlikt in Lybien, keine Meinungs und Pressefreiheit, reduzierte Strafen für Männer die weibliche Verwandte töten möglich = Ehrenmord, Gerichte entscheiden ob verheiratete Frauen das Haus verlassen dürfen, entsetzliche Behandlung von Arbeitsmigranten usw usf
Marienfloss
Die perfekte Verdummung der Menschen durch gewisse Politiker. Der Gaspreis steigt um das x-fache und wird unter dem Druck von der Straße ein klein wenig zurück genommen. Das verkauft man dann medienwirksam als tolle Leistung. Machst wie in Italien: Jagt diese Betrüger davon!
martin fischer
In den VAE wo wie jetzt dank Scholz Gas kaufen wird Übertritt zum Christentum mit dem Tod bestraft......#wertebasierte Aussenpolitik
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Bundeskanzler Olaf Scholz positiv auf Corona getestet
Mo., 26. September 2022More
Bundeskanzler Olaf Scholz positiv auf Corona getestet

Mo., 26. September 2022
nujaas Nachschlag
Das ist nicht Außenpolitik sondern Wirtschaftspolitik.
martin fischer
@nujaas Nachschlag Wirtschaftspolitik ist Aussenpolitik wissen wir seit Nord Sream 2
nujaas Nachschlag
Der Irrglaube, man könne Wirtschaftspolitik unabhängig von Außenpolitik machen (besonders Merkel) oder als Mittel der 'Außenpolitik benutzen (viele SPD-Politiker), ist in allen deutschen Regierungen seit Jahrzehnten verankert, sehr zum Nutzen der deutschen Wirtschaft. Geht manchmal übel schief, nicht nur bei den Nordstreams. Auch die Ölscheichs haben mal versucht, die deutsche Israelpolitik in …More
Der Irrglaube, man könne Wirtschaftspolitik unabhängig von Außenpolitik machen (besonders Merkel) oder als Mittel der 'Außenpolitik benutzen (viele SPD-Politiker), ist in allen deutschen Regierungen seit Jahrzehnten verankert, sehr zum Nutzen der deutschen Wirtschaft. Geht manchmal übel schief, nicht nur bei den Nordstreams. Auch die Ölscheichs haben mal versucht, die deutsche Israelpolitik in eine andere Richtung zu erpressen und China hat ein solches Erpressungspotential in der Hand, da kann man Angst kriegen.
Santa Cruz
Der Mann in der Mitte sieht aus, als wenn er gleich hingerichtet würde.
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Gaspreis fällt auf niedrigsten Stand seit Ende Juli
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