martin fischer
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Nordostsyrien: Christliche Selbstverteidigungsmiliz meldet den Märtyrertod eines Kämpfers

Syriac Military Council announces martyrdom of fighter - SyriacPress

25/11/2022
NORD- UND OST-SYRIEN - Am Donnerstag gab das Generalkommando des Syriakischen Militärrats (Mawtbo Fulḥoyo Suryoyo, MFS) den Märtyrertod des Kämpfers Mîlad Munîr Mîro-Qumo bekannt, der in Erfüllung seiner Pflicht zum Märtyrer wurde.


"Der Sieg wird nur durch das Opfer der Starken möglich sein, die einen Pakt geschlossen und ihn erfüllt haben", heißt es in der Erklärung des MFS zum Märtyrertod von Mîlad Munîr Mîro-Qumo.
Mit Opfern wie dem des Märtyrers Qumo wird ein würdiges Leben weitergehen, so die MFS in ihrer Erklärung. Durch Opfer und die Arbeit auf der Grundlage der Brüderlichkeit der Völker und der Koexistenz durch das Recht auf legitime Verteidigung werden die Menschen von allen ungerechten Regimen und Aggressionen befreit werden, hieß es weiter.

"Wir preisen den Widerstand unseres Volkes durch seine Jugend, seine Männer und Frauen, und auf dieser Grundlage haben wir einen Märtyrer nach dem anderen hervorgebracht und tun es noch immer."

Die Erklärung fügte hinzu: "Heute stellen unsere Streitkräfte einen weiteren Märtyrer auf den Altar der Freiheit, Mîlad Munîr Mîro-Qumo, der eine sehr disziplinierte Person war, die sich in ihrer Arbeit auskannte, eine gute Persönlichkeit hatte und seine Kameraden liebte."

Der Märtyrer Qumo schloss sich den Reihen der MFS in Hasakah an und wurde durch seine Anwesenheit als Teil seiner militärischen Pflicht an einem der Militärpunkte mit der Medaille des Märtyrertums ausgezeichnet.
Gast6
"Märtyrer" - eines politischen Kriegs.
martin fischer
Sie wissen das sicher besser, als die christlichen Selbstverteidigungsmilizen vor Ort wer sich Märtyrer nennen darf und wer sich nur Märtyrer in Anführungszeichen nennen darf. Danke für die Korrektur. 🥴
Gast6
@martin fischer Ihr Argument hat was. Lässt sich diskutieren.
Persönlich halte ich auch die vatikanische Vergabe von "Märtyrern" für zu locker. Da gibt es dann "Märtyrer der Nächstenliebe" und so weiter.
Beispiel: Wenn die Hl. Edith Stein eine Märtyrerin (des Glaubens) ist, warum nicht auch alle anderen Juden, die mit ihr ermordet wurden? Würde man "Edith Stein und Gefährten" sagen. Sie starb für …More
@martin fischer Ihr Argument hat was. Lässt sich diskutieren.

Persönlich halte ich auch die vatikanische Vergabe von "Märtyrern" für zu locker. Da gibt es dann "Märtyrer der Nächstenliebe" und so weiter.

Beispiel: Wenn die Hl. Edith Stein eine Märtyrerin (des Glaubens) ist, warum nicht auch alle anderen Juden, die mit ihr ermordet wurden? Würde man "Edith Stein und Gefährten" sagen. Sie starb für ihre jüdische Geburt, nicht für ihre christlichen Überzeugungen. Man sollte einfach einen normalen Heiligenprozess machen und dem Begriff Märtyrer des Glaubens seine Bedeutung lassen (meine Meinung).
martin fischer
Die christliche Selbstverteidigungsmiliz MFS kämpft gegen dschihadistische Gruppen, die von der Türkei unterstützt werden und das Ziel verfolgen die Christen zu töten oder zu vertreiben, Kirchen zu zerstören und das Christentum dort auszulöschen. Ich kann verstehen, wenn die Leute dort sagen, wer im Kampf gegen die Dschihadisten fällt ist ein Märtyrer.
martin fischer
Sie haben aber natürlich Recht, es ist nicht nur ein Konflikt wegen der Religion, die Türkei bedient sich aber der islamistischen Gruppen um politische Ziele in Nordsyrien durchzusetzen.
Gast6
Concedo totum. Es ist eher eine Begriffsstreitigkeit. Ich träumte davon, was im Libanon jahrzehntelang ging, eine Gewaltentrennung mit verschiedenen Religionen in einem Staat zu haben (und auch nicht den Atheismus als einzige Staatsreligion wie im Laizismus). Das ist aber nur eine Meinung.
Werte
Aktuelles Beispiel. Franziskus spricht vom ukrainischen Volk als "Märtyrer" wegen des aktuellen Krieges. Der Begriff ist längst inflationiert. (Vatican News on Twitter)
nujaas Nachschlag
Ihr Traum hat was.. @Gast6. Ich sah ihn verwirklicht als während des IS-Terrors islamische Fernsehmoderatorinnen das Kreuz trugen aus Solidarität. Im politiscfhen Alltag erwieß sich das libanesische System leider als kaum handlungsfähig und korruptionsanfällig.
martin fischer