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Zu viel "Interpretation"? Zweifel am Benedikt-Interview

Das jüngste Oligarchen-Interview von Benedikt XVI. entspricht nicht dem Vokabular und Stil von Joseph Ratzinger. Das erklärt Aldo Maria Valli (AldoMariaValli.it, 2. März).

Seine Argumente: Ratzinger hätte nicht das Wort "Fanatiker" benutzt, um jene zu bezeichnen, die mit seinem Rücktritt unzufrieden sind. Er hätte nicht mit der Aussage in die italienische Politik eingegriffen, dass Ministerpräsident Mario Draghi "in Deutschland sehr geschätzt" sei und "die Krise lösen kann". Und er hätte Präsident Biden nicht eine Überzeugung zugeschrieben ("persönlich ist er gegen Abtreibung").

Allerdings glaubt Valli, dass die Aussage, dass "es nicht zwei Päpste gibt, sondern nur einen", von Ratzinger stammt, weil er dies oft gesagt hat. Aber er habe, so Valli, nie klargestellt, dass "der einzige Papst Bergoglio ist und ich nicht mehr der Papst bin." Valli impliziert, dass Ratzinger damit irgendeine geheime Botschaft geben könnte.

Als das Interview veröffentlicht wurde, schrieb Corriere.it, dass Erzbischof Gänswein zeitweise unverständliche Aussagen des altersschwachen Benedikts interpretierte.

Bild: AldoMariaValli.it, #newsChsmxunfdz

alfredus
Eine geheime Botschaft von Benedikt XVI. ... ? Alles Spekulationen, alle wollen es besser wissen und sich wichtig machen ! Aber gemessen an früheren Interviews von ihm, gibt es Parallelen in Bezug auf Aussagen über den Glauben und über Franziskus. Wenn es um den Glauben geht ist er sehr zurückhaltend und vage. Da ist nichts von Heroismus und Glaubens-Testament, oder ähnlichem. Auch die Auss…More
Eine geheime Botschaft von Benedikt XVI. ... ? Alles Spekulationen, alle wollen es besser wissen und sich wichtig machen ! Aber gemessen an früheren Interviews von ihm, gibt es Parallelen in Bezug auf Aussagen über den Glauben und über Franziskus. Wenn es um den Glauben geht ist er sehr zurückhaltend und vage. Da ist nichts von Heroismus und Glaubens-Testament, oder ähnlichem. Auch die Aussagen zu seinem Vorgänger Franziskus sind endtäuschend ! Man bekommt so den Eindruck und das Gefühl, als dass Benedikt XVI. mit dem Pontifikat von Franziskus zufrieden und einverstanden ist ! Natürlich kann er Franziskus nicht öffentlich angreifen, aber ein Signal von Ablehnung und Missfallen hätte Benedikt XVI. schon abgeben können, denn das haben viele erwartet ... !
Winfried
Wenn das Interview so nicht stattgefunden hat - bei Franziskus geht man davon aus, dass seine Interviews, z.B. mit Scalfari, so stattgefunden haben - dann dürfte es für Benedikt und seine Anhängerschaft doch ein Leichtes sein, dieses zu dementieren (er hat doch kein Redeverbot. Sollte er es doch haben, muss er sich als (ehemaliger) Stellvertreter Christi darüber hinwegsetzen, incl. aller …More
Wenn das Interview so nicht stattgefunden hat - bei Franziskus geht man davon aus, dass seine Interviews, z.B. mit Scalfari, so stattgefunden haben - dann dürfte es für Benedikt und seine Anhängerschaft doch ein Leichtes sein, dieses zu dementieren (er hat doch kein Redeverbot. Sollte er es doch haben, muss er sich als (ehemaliger) Stellvertreter Christi darüber hinwegsetzen, incl. aller Nachteile, die ihm daraus entstehen könnten. Das hat Benedikt nicht nötig), zumal es in einer der größten italienischen Tageszeitungen veröffentlicht wurde. Dass Benedikt Franziskus die Treue hält, hat er schon öfters gezeigt. Von dem letzten Papst vor der (ersten) Wiederkunft Christi (BdW, Malachias, vgl. A.K. Emmerich) hätte man eigentlich etwas anderes erwartet. 😇 😎
Goldfisch
Wer weiß, ob Benedikt das überhaupt zu Gesicht kriegt! Genug Leute hören nur bestimmte Medien, aber kein Internet - wo andere Medien anders berichten, als die bezahlten!
Klaus Elmar Müller
@Goldfisch: Einen alten Menschen darf man nicht zum Hinterwäldler oder Unmündigen erklären, auch nicht in der noblen Absicht, ihn zu verteidigen und zu entlasten. Benedikts XVI. kluger Kopf überragt uns alle, und er weiß was er tut: die Herde ruhig halten, auch wenn er dabei gezielt ambivalent reden muss, etwa, wenn er Biden Traditionstreue bescheinigt - nämlich zu Biden's linksliberaler Partei…More
@Goldfisch: Einen alten Menschen darf man nicht zum Hinterwäldler oder Unmündigen erklären, auch nicht in der noblen Absicht, ihn zu verteidigen und zu entlasten. Benedikts XVI. kluger Kopf überragt uns alle, und er weiß was er tut: die Herde ruhig halten, auch wenn er dabei gezielt ambivalent reden muss, etwa, wenn er Biden Traditionstreue bescheinigt - nämlich zu Biden's linksliberaler Partei 🥴 .
Klaus Elmar Müller
Benedikt XVI. kann sich selber verteidigen und braucht keine Besserwisser über seinen Wortschatz.
Ginsterbusch ist zurück
Die Hölle tobt. Das lässt mich still in meinem Herzen lächeln.
Bleiben wir bei Maria.
Magee
Diese Interview ist der Versuch einer Schadensbegrenzung. Gänswein bettelt damit um Ruhe&Frieden: kath.net/news/74512
Goldfisch
Genauso wurde es auch von einem Großteil empfunden. Auf der einen Seite fällt ihm das Sprechen schwer, dann wird er sich auch noch ausschweifend über Themen unterhalten, die nur die "Betroffenen aufwerten soll"??? - So wird wenigstens das Bild von Benedikt wieder zurecht gerückt!
elisabethvonthüringen
Man sollte den greisen Papst endlich in Ruhe lassen; es IST alles gesagt und er HAT alles gesagt! Nun sollten Taten folgen, sonst ist das Gesagte/Geschriebene im wahrsten Sinn des Wortes "für die Katz' auf seinem Schoße"... 🥱 😴 🤔
Ratzi
Der Journalisten-Meute kann man kein Wort glauben. Nur das Original-Tonband, wo man die Fragen der Fragesteller und die Antworten von BXVI genau hören kann, ist massgebend. Gänswein kann man auch nicht trauen.
Goldfisch
Wer weiß, ob Gänswein wirklich dahinter steckt, ist doch alles andere auch erstunken und erlogen.