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Vize-Außenminister: Polen gibt Deutschland Zeit auf Reparationsforderungen zu antworten

11.11.2022 07:00

Ziel der Regierung sei es, Gespräche zu führen, die einen neuen deutsch-polnischen Vertrag ins Leben rufen, so ein stellvertretender Außenminister.

Arkadiusz MularczykPR24

Polen habe die Frage der Reparationen aus dem Zweiten Weltkrieg seit langem sehr intensiv auf der nationalen und internationalen Ebene thematisiert. „ (...) Wir sind jetzt dabei, in diesem Bereich systematisch zu arbeiten. Wir geben Deutschland Zeit, sich auf eine Antwort auf die diplomatische Note vorzubereiten. Diese Note enthält neun unserer Forderungen, (...) wir werden in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten sehr intensive Maßnahmen ergreifen, um unsere Partner aus Deutschland zum Dialog zu bewegen", sagte der Vize-Außenminister Arkadiusz Mularczyk im regierungsfreundlichen Fernsehen wPolsce.pl.

Mularczyk zufolge wären der politische und mediale Druck am wichtigsten. „Einer meiner Aufrufe vom Friedhof in Grężówka wurde bereits in der ganzen Welt gelesen - in Ankara, Istanbul, Washington, Peking, Tokio und natürlich in Berlin", betonte der Diplomat. „Heute funktioniert die Welt durch die sozialen Medien, durch das Internet, viel schneller. Ich denke, dass unser Druck (...) Wirkung zeigen wird", so die Einschätzung des Politikers.

Nach Ansicht des stellvertretenden Ministers sei es notwendig, „Gespräche zu führen, die als Ergebnis zu einem neuen deutsch-polnischen Vertrags führen werden, in dem alle Bestimmungen des Vertrages aus den 1990er Jahren überarbeitet werden". Dieser existiere zwar weiterhin, aber würde in weiten Teilen nicht funktionieren, erklärte Mularczyk.

Am Donnerstag, den 1. September, wurde im Warschauer Königsschloss ein Bericht über die Kriegsverluste Polens während des Zweiten Weltkriegs vorgestellt. Eine Expertengruppe unter der Leitung des damals Abgeordneten der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit, Arkadiusz Mularczyk, hat die Verluste Polens auf 1,3 Billionen EUR geschätzt. Anfang Oktober hat Außenminister Zbigniew Rau eine diplomatische Note über die Reparationsforderungen unterzeichnet. Das Dokument wurde an Deutschland übergeben.

wpolityce.pl/ps
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Wir geben Deutschland Zeit, sich auf eine Antwort auf die diplomatische Note vorzubereiten. Diese Note enthält neun unserer Forderungen, (...) wir werden in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten sehr intensive Maßnahmen ergreifen, um unsere Partner aus Deutschland zum Dialog zu bewegen", sagte der Vize-Außenminister Arkadiusz Mularczyk im regierungsfreundlichen Fernsehen wPolsce.pl.