summorum-pontificum.de

Vatikan II - ein großes „Umsonst“?

Details 03. Juli 2020 Erzbischof Vigano ist wegen seiner Forderung, vom II. Vatikanum als Ganzem abzugehen, unter anderem von Sandro Magister hefti…
Rückkehr-Ökumene
Allein die Tatsache, dass man den Konzilstext auf zwei Weisen interpretieren kann, die gegensätzlich sind, ist ein schwerer Vorwurf. Diejenigen, die das Konzil im Sinne der Kontinuität interpretieren wollen, was übrigens nicht durchgängig möglich ist, können nicht bestreiten, dass man es auch gegen die Tradition interpretieren kann; der Text lässt also teilweise eine antikatholische Position zu. …More
Allein die Tatsache, dass man den Konzilstext auf zwei Weisen interpretieren kann, die gegensätzlich sind, ist ein schwerer Vorwurf. Diejenigen, die das Konzil im Sinne der Kontinuität interpretieren wollen, was übrigens nicht durchgängig möglich ist, können nicht bestreiten, dass man es auch gegen die Tradition interpretieren kann; der Text lässt also teilweise eine antikatholische Position zu. Also muss er geändert werden. Die erforderliche Änderung betrifft aber keine Kleinigkeit. Wenn man das verhängnisvolle "subsistit in" durch das traditionelle "ist"(Lumen gentium, Artikel 8) ersetzt, dann streicht man gleichzeitig den ganzen konziliaren Ökumenismus durch und auch die Religionsfreiheit.
Takt77
Was mich schockiert ist die Tatsache, dass bei der BLM Demo in Wien 50.000 Menschen protestierten, wo man es sich an den Fingern abzählen kann, dass dies in Amerika keinen kratzt, aber als man die Gläubigen aus den Kirchen ausgesperrte, Osterfeiern verboten hat und sogar zu Fronleichnam vielerorts keine Prozessionen abgehalten wurden, hat keiner auch nur mit dem Ohrwaschel gewackelt.
Man sieht, …More
Was mich schockiert ist die Tatsache, dass bei der BLM Demo in Wien 50.000 Menschen protestierten, wo man es sich an den Fingern abzählen kann, dass dies in Amerika keinen kratzt, aber als man die Gläubigen aus den Kirchen ausgesperrte, Osterfeiern verboten hat und sogar zu Fronleichnam vielerorts keine Prozessionen abgehalten wurden, hat keiner auch nur mit dem Ohrwaschel gewackelt.
Man sieht, welchen Stellenwert der Glaube heute hat...
michael7
@Takt77: Diesen Protest hätten die "Katholiken" schon lautstark einlegen müssen, als man nach dem "Konzil" die überlieferte Form der Liturgie verboten hat und plötzlich das, was die Kirche bisher immer in Wort und Tat vollzogen hat, wie etwas "Unanständiges" oder "Schismatisches" behandelt hat!
Takt77
Aber es wurde alles widerstandslos angenommen bzw. geschehen gelassen...
a.t.m
Matthäus 7. 15 – 20
Warnung vor falschen Propheten. Hütet euch vor den falschen Propheten! Sie kommen in Schafskleidern zu euch, innen aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Sammelt man etwa von Dornenbüschen Trauben oder von Disteln Feigen? So bringt jeder gute Baum gute Früchte; ein schlechter Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine …More
Matthäus 7. 15 – 20
Warnung vor falschen Propheten. Hütet euch vor den falschen Propheten! Sie kommen in Schafskleidern zu euch, innen aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Sammelt man etwa von Dornenbüschen Trauben oder von Disteln Feigen? So bringt jeder gute Baum gute Früchte; ein schlechter Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte tragen und ein schlechter Baum keine guten Früchte tragen. Jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, wird ausgehauen und ins Feuer geworfen. An ihren Früchten also sollt ihr sie erkennen.

Und weil eben das Unselige VK II keine guten Früchte sondern nur schlechte Früchte hervorbrachte wäre es allerhöchste Zeit das wir von diesen ablassen. Und nur falsche Propheten verhindern dies, und dies auch nur deshalb weil sie die Herde nicht zu Gott dem Herrn und seiner Kirche, sondern eben zu seinen Widersacher und der Hölle führen wollen.

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen
michael7
"Liegt nicht die Tatsache, daß dieses Konzil nicht fähig war, die Fragen der Zeit in einer heute praktisch relevanten und produktiven Weise zu beantworten, offen zu Tage?
Außerdem – und diese Anfrage kann man keinem der nachkonziliaren Päpste ersparen, auch Benedikt XVI. nicht – haben sie es nicht versäumt, der 'schlechten Interpretation' mit dem gebotenen Nachdruck entgegenzutreten? ...

Peter …
More
"Liegt nicht die Tatsache, daß dieses Konzil nicht fähig war, die Fragen der Zeit in einer heute praktisch relevanten und produktiven Weise zu beantworten, offen zu Tage?
Außerdem – und diese Anfrage kann man keinem der nachkonziliaren Päpste ersparen, auch Benedikt XVI. nicht – haben sie es nicht versäumt, der 'schlechten Interpretation' mit dem gebotenen Nachdruck entgegenzutreten? ...

Peter Kwasniewski hat in dem Beitrag...Wege skizziert, ... das II. Vatikanum nicht zu verurteilen und auch nicht 'aufzuheben', sondern es zu 'historisieren'. Das beinhaltet... die Anerkennung... des guten Willens der übergroßen Mehrheit der Konzilsväter... Es schließt aber auf der anderen Seite auch nicht aus, eine weitgehend Erfolglosigkeit ihrer Anstrengungen zu konstatieren und festzustellen, daß ihre damaligen Erklärungen heute, nach 70 Jahren revolutionärer Veränderungen, für die Welt und Gesellschaft in früheren Epochen Jahrhunderte gebraucht hätten, der Kirche nicht mehr den Weg weisen können. ...

Eine solche gründliche Historisierung des II. Vatikanums könnte sich übrigens auf einen Vortrag des damaligen jungen Professors Joseph Ratzinger stützen, den dieser 1975 bereits tief desillusioniert, zum 10. Jahrestag des Konzils gehalten hat. Ausgehend von der Leerung der Priesterseminare und Klöster und einer spektakulär zurückgegangenen Gottesdienstteilnahme nach dem II. Vatikanum zeichnet er darin ein überaus kritisches – durchaus kritischer als Kwasniewski – Bild der Konziliengeschichte und kommt zu einem Fazit, das der Forderung nach 'Historisierung' im Sinne des 'vergangen und vorbei' sehr nahe zu kommen scheint: 'Nicht alle gültigen Konzilien sind auch kirchengeschichtlich zu fruchtbaren Konzilien geworden, von manchen bleibt am Ende nur ein großes Umsonst.'
"

Müsste man den Konzilsvätern dann nicht auch zumindest "grobe Leichtfertigkeit" und "Nachlässigkeit" in der Abwehr verwegener Formulierungen vorwerfen, die das Chaos in der Kirche, das bis heute andauert, letztlich ausgelöst haben?
Eugenia-Sarto
Das Chaos ist so schlimm wie noch nie. Deshalb fordere ich, dass das ganze Drama als ein Vorgang betrachtet wird, der nichts mit der katholischen Kirche zu tun hat.
Nachtkerzl
Ein Konzil, das man erst noch interpretieren muß? Wann hat es das je gegeben?!
Moselanus
Immer. Nach dem Tridentinum gab es sogar jahrhundertelang die Konzilskongregation zu dessen.authentischer Interpretation. Wie simpel stellen Sie sich Konzilien und deren Texte vor?
Magee
Vatikan II - das große Umsonst! -- Gebe es Gott, hoffentlich bald! 😇
Klaus Elmar Müller
Mögen buchgelehrte Philister die Texte des Konzils nun endlich, nach 60 Jahren (!), mit der kirchlichen Tradition in Einklang bringen! Wichtiger wäre es, die kirchliche Wirklichkeit von heute mit der Tradition in Einklang zu bringen - dazu helfen leider keine literarischen Interpretationskünste.
Theresia Katharina
Also hat Papst Benedikt XVI, damals noch junger Professor Ratzinbger, das Problem des VATII Konzils als Verursacher der großen Kirchenleerung und des Großen Glaubensabfalles, der damals seinen sichtbaren Anfang nahm, doch schon 1975 erkannt und in seinem Vortrag benannt! Damit ist auch die Verratsthese vom Tisch!
Papst Benedikt XVI, ein Portrait und Versuch der Rehabilitierung, er habe die Kirche…More
Also hat Papst Benedikt XVI, damals noch junger Professor Ratzinbger, das Problem des VATII Konzils als Verursacher der großen Kirchenleerung und des Großen Glaubensabfalles, der damals seinen sichtbaren Anfang nahm, doch schon 1975 erkannt und in seinem Vortrag benannt! Damit ist auch die Verratsthese vom Tisch!
Papst Benedikt XVI, ein Portrait und Versuch der Rehabilitierung, er habe die Kirche verraten
Die verantwortlichen Päpste (P.Paul VI., JP II), Kardinäle und Bischöfe haben aber nicht reagiert!
Er konnte als Professor diesen unseligen Prozess nicht aufhalten!
Klaus Elmar Müller
Johannes-Paul II. beendete den Niedergang der Morallehre, kämpfte erfolgreich gegen die Tötungslizenzen der kirchlichen Abtreibungsberatung in Deutschland. Mit Benedikt XVI. schien sich die Wende zum überlieferten Glauben zu verfestigen. Mit Bergoglio bäumt sich nun noch einmal die "Interpretation des Bruches" mächtig auf.
Theresia Katharina
JPII hat leider mit Nostra Aetate und andern Abhandlungen dem Glaubensabfall erheblichen Vorschub geleiset.
Klaus Elmar Müller
Wieso der hl. Johannes-Paul II., damals Bischof Woytila? Waren nicht Lehmann, Ratzinger, Rahner, Schillebeeckx die listigen Einflüsterer und heimlichen Strippenzieher? @Theresia Katharina
Mission 2020
Simon Tolon
Chapeau! Sehr interessant!