Die unsterbliche Seele entscheidet allein über ihr ewiges Leben

Nie aufhörende Missverständnisse, ohne die der derzeitige Angriff gegen die sichtbare katholische Kirche so nicht möglich wäre, sind darin begründet, dass zwischen der unsterblichen Seele und der irdischen Psyche (Bewusstsein, Unterbewusstsein, Emotionen, Vernunft, etc.) des Menschen nicht klar und deutlich differenziert wird. Der säkulare Zeitgeist ist daran nicht unschuldig. Nur allzu gerne verwechselt er den Psychologen/Psychiater mit einem Seelenklempner, obwohl dieser gerade kein Animaloge/Animiater ist.

Tatsächlich besteht der Grund für die durchaus gewollte Konfusion darin, dass die unsterbliche Seele der gottlosen Menschen nur noch eine Privation ist, ohne Sein, Substanz oder Leben. Wenn sich eine Seele gegen Gott entscheidet und selber Gott sein will, fällt sie aus dem Reich Gottes, der Wahrheit und des Lebens, in das Reich des Herrn der Welt, der Lüge und des Todes. Damit ist sie nur noch Fiktion, eine phantomartige Illusion, wie das gesamte Reich des Bösen. Sie weiß, dass ihre unsterbliche Seele nur noch eine Einbildung ist.

Deshalb kennen die Wissenschaften keine Seele. Alles nur Einbildung denken auch die modernen Theologen und pflegen aus diesem Grund die falsche Vorstellung der Ganztodhypothese. Die Faktenrealität der unsterblichen Seele können sie nicht akzeptieren, weil diese bedeuten würde, dass die geistliche Dimension der unsterblichen Seelen vor dem Thron Gottes, das unsichtbare Reich Gottes, real wäre, was wiederum implizieren würde, dass es mit der Selbstvergötzung vorbei und die Heilige Messe aller Zeiten wieder die einzig wahre Messe wäre.

So kennt die Konzilskirche auch den Begriff der hohen Geistlichkeit als solchen nicht mehr. Machtorientierte Kleriker mit ungewöhnlichen sexuellen Orientierungen sind Weltmenschen im Reich des Herrn der Welt. Ohne die geistliche Dimension ihrer unsterblichen Seelen können sie alles Heilige, weil in ihren Augen Aberglaube, nur noch verbieten und unterdrücken. Es verbleibt ihnen allein die Förderung der Unzucht und Verwirrung, vor allem auch der Geschlechter.

Die Leugnung der unsterblichen Seele führt weiters dazu, dass die Menschen die Liebe Gottes und Sein ganzes Heilswirken mit ihrer eigenen Vernunft beurteilen. Sie meinen alle Aspekte von Liebesentscheidungen verstehen zu können, weil sie die Zusammenhänge ausreichend zu erkennen vermeinen. Der Maßstab ihrer Liebesvorstellungen sind sie selbst. Sie halten sich ja für Menschengötter. Ein Gott ist gut. Deshalb halten sie sich alle für gut und sind fest davon überzeugt, dass sie sowieso gerettet werden. Ein wenig Sex hier und da, kann ja nicht so schlimm sein. Sie haben alle die besten Intentionen. Das bilden sie sich ein.

Sie belügen sich. Der Mensch ist nicht eine autonome Intention, die über ihre eigene „Liebe und Güte“ entscheiden kann. Der Mensch ist eingebettet in das Ganze des Leibes Christi. Er ist auf unendlichen Ebenen vollkommen mit dem gesamten Leben holistisch vernetzt. Der Mensch ist nicht auf einen Punkt des humanistischen Bewusstseins reduzierbar, von dem aus er beurteilt werden kann. Er ist eingebunden in eine Matrix. Er selbst ist eine hochkomplexe Matrix. Seine Musikalität moduliert mit der Musikalität des Ganzen. Seine Logik verstärkt oder schwächt die Logik insgesamt. Er besteht aus unzähligen Ebenen, bewussten und unbewussten, die mit allen anderen entsprechenden Ebenen im Leib des Herrn korrespondieren. Eine wissenschaftliche Reduktion auf einen autonom agierenden Autor seines Schicksals ist nicht möglich. Damit hat wahre Heiligkeit und Gotteskindschaft nicht mit einem lieben Gefühl oder einem entsprechenden denkendem Selbstverständnis (res cogitans) zu tun, sondern sie ist überzeitliches Mit-Sein des gesamten Menschen in Gott, unabhängig von jeder menschlichen Vorstellung (ergo Kindstaufe und eben auch Sühne/Buße).

Das autonome Subjekt der Moderne, das allein über sein Bewusstsein und seine Intentionalität bestimmt werden kann, ist eine glatte Lüge, deren einzige Aufgabe darin besteht, den Menschen zu einem Gott zu erklären. Sie korrespondiert mit der Fiktion der sich selbstvergötzenden Seelen.

Die einzige Instanz, die das Ganze überblickt, ist die unsterbliche Seele. Nur sie kann sich deshalb kompetent für oder gegen Gott entscheiden. Nur sie ist gottfähig. Die irdische Psyche kann das nicht. Natürlich wird die Psyche eines Selbstmörders dann auch zu Recht auf unerträgliche Schmerzen und Probleme hinweisen, die ihr nicht erlaubt hätten, den Geboten Gottes zu folgen. Sie wird auf Schwäche und Unzurechnungsfähigkeit plädieren. Es ist selbstverständlich, dass ein Tier fressen muss, um zu leben. Nur, es ist nicht das Versagen der kleinen, schwachen und tierischen Psyche, die durch die Gewalt des Lebens vergewaltigt worden ist, warum der Selbstmörder in die Hölle muss. Es ist seine unsterbliche Seele, die aus überzeitlicher Gottlosigkeit diese Überwältigung überhaupt erst ermöglicht hat. Um ihre innere Gott- und Lieblosigkeit nicht realisieren zu müssen, schiebt er dann seine irdischen Erfahrungen einer unerträglichen Ohnmacht vor, um seinen Selbstmord zu rechtfertigen.

Eine lebendige unsterbliche Seele im Reiche Gottes wird jede Situation meiden, die ihre schwache Psyche/Körper Einheit auf der Erde in eine unausweichliche Überwältigung durch fremde Kräfte führen könnte. Sollte dennoch eine entsprechende Vergewaltigung geschehen, wäre dies trotz allem „nicht so schlimm“, denn die Seele bekommt ihren Wert nicht durch das Irdische aus dem Reich des Herrn der Welt, sondern direkt durch die Liebe Gottes. Ein Kind Gottes kann auf der Erde auch ein Sklave sein.

Gott will nicht die Gottlosigkeit. Er will nicht den Teufel. Er will nicht die Hölle. Er will nicht die Sünde. Er will keine unsterblichen Seelen, die die Gottlosigkeit wählen. Alles was Gott nicht will, hat weder Sein noch Leben. All das gibt es nicht. Es ist Privation. Aber es existiert für immer. Es existiert wie eine jede Fiktion, aber nur als Fiktion. Gott nimmt z.B. das Bildnis des Dorian Gray ernst, obwohl es keinen Dorian Gray in der Liebesgeschichte Gottes mit den Menschen gibt. Entsprechendes gilt für den Autor Oscar Wilde, wenn Wilde gottlos war und er deshalb im Buch des Lebens nicht verzeichnet ist. Wenn seine geliebten Geschöpfe sich sowas ausdenken, weil sie Ihn ablehnen, dann nimmt er nicht nur sie sondern auch ihre „Spinnereien“ dennoch ernst, wie eine Mutter, die ihre Kleinen zu Recht unbedingt respektiert.

Obwohl seine Kinder Ihn ablehnen und sie deshalb ohne göttliches Sein, Wahrheit oder Liebe nur noch Gespenster sind, verwirklicht Gott ihren Willen. Wer die Hölle will, bekommt sie, selbst wenn er nur selber Gott sein und eigentlich nicht leiden wollte. Aber eine gottfähige unsterbliche Seele hätte es besser wissen können und müssen. Sie hätte erkennen müssen, dass sie kein autonomes Wesen hat, dass es sie nur vernetzt gibt. Allein die natürliche Vernunft ihrer irdischen Existenz hätte sie ausreichend warnen können, wenn sie nur einmal ein wenig demütig gewesen wäre. Gott ist anspruchsvoll. Er macht keine Kompromisse.

Nein, Selbstmörder gehen in die Hölle, egal wie schwer ihr irdisches Schicksal gewesen sein mag. Ihre unsterbliche Seele hat es so gewollt. Deshalb aus dem Katechismus von Pius X:

„194 Warum ist der Selbstmord Sünde?
Der Selbstmord ist Sünde wie der Mord an sich, weil nur Gott Herr ist über unser Leben, wie auch über das des Nächsten. Überdies ist der Selbstmord eine Sünde der Verzweiflung, die mit dem Leben auch noch die Möglichkeit zu bereuen und sich vor der ewigen Verderbnis zu retten nimmt.
195 Hat die Kirche gegen den Selbstmord Strafen verfügt?
Die Kirche hat gegen den bewußten Selbstmord die Verweigerung des kirchlichen Begräbnisses verfügt.“
Katechismus der katholischen Lehre des hl. Papst Pius X.

Allerdings, ich bin nicht der höchste Richter. Ich richte nicht. Ich verurteile nicht. Ich verkünde die Wahrheit, wie ich sie vom Heiligen Geist empfange. Wenn ich schweigen würde, würde ich schuldig werden.
fire stone
"194" des Katechismus nach Pius X bedarf einer dringenden Überarbeitung in der Rigidität seiner Aussage. Uns ist ein sehr guter - katholischer! - Priester bekannt, der seinen Suizid aus Gründen seiner Beschämung völlig vorausplante, jedoch eine umfassende Reue mit Bitte um Gebet und Sühneleistung an alle Gläubigen testamentarisch verfügte und an die Öffentlichkeit tragen ließ. Wer diese Seele …More
"194" des Katechismus nach Pius X bedarf einer dringenden Überarbeitung in der Rigidität seiner Aussage. Uns ist ein sehr guter - katholischer! - Priester bekannt, der seinen Suizid aus Gründen seiner Beschämung völlig vorausplante, jedoch eine umfassende Reue mit Bitte um Gebet und Sühneleistung an alle Gläubigen testamentarisch verfügte und an die Öffentlichkeit tragen ließ. Wer diese Seele für "abgeschrieben" erklärt und sich jedweden Signals des Erbarmens verweigert, hat sich seinerseits in die Position des "würgenden Schuldners" begeben.
Salzburger
"Der Mensch ist eingebettet in das Ganze des Leibes Christi. Er ist auf unendlichen Ebenen vollkommen mit dem gesamten Leben holistisch vernetzt. Der Mensch ist nicht auf einen Punkt des humanistischen Bewusstseins reduzierbar, von dem aus er beurteilt werden kann. Er ist eingebunden in eine Matrix. Er selbst ist eine hochkomplexe Matrix. Seine Musikalität moduliert mit der Musikalität des …More
"Der Mensch ist eingebettet in das Ganze des Leibes Christi. Er ist auf unendlichen Ebenen vollkommen mit dem gesamten Leben holistisch vernetzt. Der Mensch ist nicht auf einen Punkt des humanistischen Bewusstseins reduzierbar, von dem aus er beurteilt werden kann. Er ist eingebunden in eine Matrix. Er selbst ist eine hochkomplexe Matrix. Seine Musikalität moduliert mit der Musikalität des Ganzen. Seine Logik verstärkt oder schwächt die Logik insgesamt. Er besteht aus unzähligen Ebenen, bewussten und unbewussten, die mit allen anderen entsprechenden Ebenen im Leib des Herrn korrespondieren. Eine wissenschaftliche Reduktion auf einen autonom agierenden Autor seines Schicksals ist nicht möglich. Damit hat wahre Heiligkeit und Gotteskindschaft nicht mit einem lieben Gefühl oder einem entsprechenden denkendem Selbstverständnis (res cogitans) zu tun, sondern sie ist überzeitliches Mit-Sein des gesamten Menschen in Gott, unabhängig von jeder menschlichen Vorstellung" ist holosophisch-monistischer Schmarrn!
Wie ich - und andere - Ihnen schon oft genug dargelegt hätten, muß man zwischen den Subjektivisten, die ihr SubJekt absolut setzten, und denen, die dazu zu klug waren (AUGUSTINUS, MONTAIGNE, DESCARTES, HUME, KANT,...) unterscheiden. Freilich sind wir nicht bloß statische SubJekte mit SelbstStand, sondern zugleich auf unser unerreichbares Ziel hingeworfen: "Ich bin ich und mein UmStand." (GOMEZ DAVILA)
Schade, da Sie sonst viel Richtiges&Wichtiges schrieben: Die übertierische anima wird in der Tat geboren, sowie sie sich gegenunter dem animus erlebt (und somit eben auch als auf IHN bezogenes und dennoch von IHM getrenntes SubJekt); und stirbt, sowie sie das nicht mehr erlebt (wie die Moderne erschütternd zeigt). Und der individuelle/kollektive SelbstMord ist die logische Folge der Moderne, denn GOTT kann der Mensch nur werden, wenn er sich entweder zu Gunsten eines GEISTlosen & autoNomen perpetuum mobile, eines AutoMaten oder Tieres auslöscht - und das steckt ja hinter Bourgeoisie/Kapitalismus/Materialismus/Kommunismus; oder aber zu einem Sol-Ipsismus greift, welcher aus taedium vitae und l'ennui im SelbstMord endigt. Quasi SARTRE oder CIORAN, diesen beiden Nachbarn im Cafe de Flore.
Klaus Elmar Müller
@Salzburger Ich bemühe mich, Sie zu verstehen, bemühe mich nur. Sofort stimme ich Ihrem Satz zu " Und der individuelle/kollektive SelbstMord ist die logische Folge der Moderne". Und verstehe ich Sie richtig, dass es falsch ist, Gott werden zu wollen, weil das entweder zur Auslöschung oder zur im Ekel endenden Selbstüberhebung führe? I. Es scheint mir aber, als stellten Sie das "Übertierische" …More
@Salzburger Ich bemühe mich, Sie zu verstehen, bemühe mich nur. Sofort stimme ich Ihrem Satz zu " Und der individuelle/kollektive SelbstMord ist die logische Folge der Moderne". Und verstehe ich Sie richtig, dass es falsch ist, Gott werden zu wollen, weil das entweder zur Auslöschung oder zur im Ekel endenden Selbstüberhebung führe? I. Es scheint mir aber, als stellten Sie das "Übertierische" im Gegensatz zu unteren Seelenkräften. Dagegen wende ich ein: 1. Die Erbsünde verdarb auch den Geist. 2. Von der Schöpfung her besteht kein Gegensatz zwischen geistigen und animalischen Kräften. 3. Da durch die Erbsünde unsere menschliche Natur nur verwundet ist, lenken uns die animalischen Triebe zu einem geglückten Leben nach Gottes Geboten. 4. Der Konflikt von "Über-Ich" oder angeborener anima, wie Sie sagen, und den Trieben ist eine Behauptung Freuds, die aus der falschen protestantischen "natura-corrupta-Lehre. II. Das menschliche Ich-Sein ist Abbild des Ich-bin-der-Ichbin (jahwe Jahwe); dazu gibt es von Gott gewollte Prägungen, die das menschliche Subjekt zum einmaligen Abbild besonderer Wesenszüge Gottes machen, eine einmalige Erwählung durch Gott bezeugen. Demütig ist es, diese besondere Auszeichnung durch Gott in Hochgemutheit anzuerkennen und mit Gottesfreundschaft zu beantworten; ich meine, Pfarrer Milch habe einmal vom "demütigen Ich-Stolz" gesprochen.
Salzburger
@Klaus Elmar Müller Ihr "lenken uns die animalischen Triebe zu einem geglückten Leben nach Gottes Geboten" will ich gar nicht erst bemühen, mir vor zu stellen! Alle Kultur beruhte darauf, eben nicht "die Sau raus<zu>lassen"!
Mit "angeborener anima" meinte ich die sog. "TierSeele" mancher Scholastiker, d.h. das tierische BeWußtSein, mithin nicht annähernd. FREUDs "ÜberIch".
Jedes LebeWesen ist …More
@Klaus Elmar Müller Ihr "lenken uns die animalischen Triebe zu einem geglückten Leben nach Gottes Geboten" will ich gar nicht erst bemühen, mir vor zu stellen! Alle Kultur beruhte darauf, eben nicht "die Sau raus<zu>lassen"!
Mit "angeborener anima" meinte ich die sog. "TierSeele" mancher Scholastiker, d.h. das tierische BeWußtSein, mithin nicht annähernd. FREUDs "ÜberIch".

Jedes LebeWesen ist auf IHN hingeworfen - wir müssen verGOTTet werden! - und somit als endliches Wesen in sich radikal gescheitert. Im GegenSatz zum Tiere kann das spezifisch menschl. (=übertier.) SelbstbeWußtSein dies erkennen - und muß dies auch!
Oenipontanus
@Klaus Elmar Müller
Hier bin ich ganz einer Meinung mit Ihnen!
Klaus Elmar Müller
Eine Todsüne liegt vor, wenn 3 Bedingungen erfüllt sind: 1. Es muss sich um eine wichtige Sache handeln. Das ist bei Mord und Selbstmord der Fall. 2. Die Tat muss in vollem Wissen begangen worden sein. Wer zum Spaß aus dem Fenster springt und meint, das Fenster läge in Parterre, begeht keinen Selbstmord. 3. Die Tat muss freiwillig begangen worden sein, d.h. ohne Zwang, nicht im Alkoholrausch, …More
Eine Todsüne liegt vor, wenn 3 Bedingungen erfüllt sind: 1. Es muss sich um eine wichtige Sache handeln. Das ist bei Mord und Selbstmord der Fall. 2. Die Tat muss in vollem Wissen begangen worden sein. Wer zum Spaß aus dem Fenster springt und meint, das Fenster läge in Parterre, begeht keinen Selbstmord. 3. Die Tat muss freiwillig begangen worden sein, d.h. ohne Zwang, nicht im Alkoholrausch, nicht unter unerträglichen Schmerzen. --- Es gilt für Gott nicht das germanische Tatstrafrecht, nach welchem jeder für die Folgen einer äußeren Handlung verantwortlich war; die Frage, ob der Täter die Umstände kannte und freiwillig handelte, war den Germanen wohl zu kompliziert.
philipp Neri
Einspruch Euer Ehren, was Sie ansprechen sind Schuldausschließungs-, Schulaufhebungs- oder Schuldminderungsgründe, die die subjektive Tatseite, also die Vorwerfbarkeit ansprechen und keineswegs als absolut zu sehen sind, die eine Strafbarkeit aufheben. Im Übrigen bleibt das objektive Tatbild der Sünde aufrecht. Und so ganz richtig dürften Sie in Bezug auf das Germanische Recht und mangelnden …More
Einspruch Euer Ehren, was Sie ansprechen sind Schuldausschließungs-, Schulaufhebungs- oder Schuldminderungsgründe, die die subjektive Tatseite, also die Vorwerfbarkeit ansprechen und keineswegs als absolut zu sehen sind, die eine Strafbarkeit aufheben. Im Übrigen bleibt das objektive Tatbild der Sünde aufrecht. Und so ganz richtig dürften Sie in Bezug auf das Germanische Recht und mangelnden Schuldvorwurf auch nicht liegen, denn immerhin gab es zB eine Unterscheidung zwischen Mord und Totschlag, was ja eine Betrachtung der subjektiven Seite, die Absichten, impliziert; dass die Germanen nur auf die äußere Tathandlung abgestellt hatten, trifft mE nicht ausschließlich zu.
Klaus Elmar Müller
@philipp Neri Schreiben Sie vom weltlichen Recht oder von katholischer Morallehre? Im weltlichen Recht ist Selbstmord nicht mehr strafbar. Zur katholischen Morallehre: Ich habe nicht behauptet, dass keine Sünde vorliegt, wenn keine Todsünde vorliegt; ein Selbstmörder, dessen Schuld gemindert ist, so dass keine Todsünde vorliegt, bedarf möglicher Weise der Läuterung im Fegefeuer. Ich wollte nur …More
@philipp Neri Schreiben Sie vom weltlichen Recht oder von katholischer Morallehre? Im weltlichen Recht ist Selbstmord nicht mehr strafbar. Zur katholischen Morallehre: Ich habe nicht behauptet, dass keine Sünde vorliegt, wenn keine Todsünde vorliegt; ein Selbstmörder, dessen Schuld gemindert ist, so dass keine Todsünde vorliegt, bedarf möglicher Weise der Läuterung im Fegefeuer. Ich wollte nur der These, Selbstmord bedeute immer die ewige Höllenstrafe, widersprechen. Todsünde ist eben nur jene schwerwiegende Tat, die in vollem Wissen und in völliger Freiheit begangen wird. Das darf sich jeder klar machen, der seine hl. Beichte vorbereitet.
philipp Neri
Klaus Elmar Müller, no na, spreche ich die kanonische und katholische Morallehre und vor allem die (notwendige) Unterscheidung zwischen objektiver und subjektiver Tatseite an! Richtig ist: Selbstmord zieht nicht immer und in jedem Fall ewige Höllenstrafen nach sich.
Oenipontanus
@Carlus
Dass Sie in allen Punkten zustimmen, wundert mich nicht, da Sie genauso wenig Ahnung von der christlichen Seelenlehre haben wie der Schwurbler @M.RAPHAEL! 🥱
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Dieser Darstellung stimme ich in allen Punkten zu. Vielen Dank für diese Aufstellung.