Das Unfehlbare Lehramt über das Heilsdogma (Dogma „Außerhalb der katholischen Kirche gibt es kein Heil”)

Die folgenden Aussagen zu „Außerhalb der katholischen Kirche gibt es kein Heil” stammen von der höchsten Lehrautorität der katholischen Kirche. Es handelt sich um päpstliche Ex-Cathedra-Dekrete (Dekrete vom Stuhle Petri). Daher stellen sie die Lehre dar, die Jesus Christus und die Apostel …More
Das Unfehlbare Lehramt über das Heilsdogma (Dogma „Außerhalb der katholischen Kirche gibt es kein Heil”)

Die folgenden Aussagen zu „Außerhalb der katholischen Kirche gibt es kein Heil” stammen von der höchsten Lehrautorität der katholischen Kirche. Es handelt sich um päpstliche Ex-Cathedra-Dekrete (Dekrete vom Stuhle Petri). Daher stellen sie die Lehre dar, die Jesus Christus und die Apostel der katholischen Kirche geschenkt haben. Solche Lehren sind unveränderlich und werden als Teil des feierlichen Lehramtes (des feierlichen Magisteriums, also der außerordentlichen Lehrautorität der katholischen Kirche) eingestuft.

Papst Innozenz III., 4. Laterankonzil, 1. Konstitution, 1215, ex cathedra: „Es gibt aber eine allgemeine Kirche der Gläubigen, außerhalb derer überhaupt keiner gerettet wird, in der der Priester Selbst zugleich das Opfer ist, Jesus Christus…”[1]

Papst Bonifatius VIII., Unam Sanctam, 18. Nov. 1302, ex cathedra: „... sind wir durch den Glauben gezwungen, an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche zu glauben und festzuhalten. Wir glauben fest und bekennen schlicht diese Kirche, außerhalb derer es weder Heil noch Vergebung der Sünden gibt… Zudem erklären, sagen, definieren und verkünden wir an alle menschlichen Geschöpfe, daß es für sie unbedingt notwendig zum Heil ist, dem Römischen Bischof unterworfen zu sein.”[2]

Papst Klemens V., Konzil von Vienne, 30. Dekret, 1311-1312, ex cathedra: Da es jedoch sowohl für Ordensleute als auch für Weltleute, für Obere und Untergebene, Exemte und Nichtexemte eine allgemeine Kirche gibt, außerhalb derer es kein Heil gibt, für die es alle einen Herrn, einen Glauben und eine Taufe gibt…”[3]

Papst Eugen IV., Konzil von Florenz, 8. Sitzung, 22. Nov. 1439, ex cathedra:Wer auch immer gerettet werden will, der muß vor allem den katholischen Glauben festhalten: Wer diesen nicht unversehrt und unverletzt bewahrt, der wird zweifellos auf ewig zugrunde gehen.[4]

Papst Eugen IV., Konzil von Florenz, Cantate Domino, 1441, ex cathedra:Die heilige römische Kirche glaubt fest, bekennt und verkündet, daß niemand, der sich außerhalb der katholischen Kirche befindet, nicht nur (keine) Heiden, sondern auch keine Juden oder Häretiker und Schismatiker, des ewigen Lebens teilhaft werden können, sondern daß sie in das ewige Feuer wandern werden, »das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist« [Mt 25,41], wenn sie sich nicht vor dem Lebensende ihr angeschlossen haben, und daß die Einheit mit dem Leib der Kirche eine solch große Bedeutung hat, daß nur denen, die in ihr verharren, die Sakramente der Kirche zum Heil gereichen und Fasten, Almosen und die übrigen Werke der Frömmigkeit und Übungen des christlichen Kriegsdienstes ewige Belohnungen zeitigen. Und niemand kann, wenn er auch noch so viele Almosen gibt und für den Namen Christi sein Blut vergießt, gerettet werden, wenn er nicht im Schoß und in der Einheit der katholischen Kirche bleibt.[5]

Papst Leo X., 5. Laterankonzil, 11. Sitzung, 19. Dez. 1516, ex cathedra: Denn Ordensleute und Weltleute, Obere und Untergebene, Exemte und Nichtexemte gehören zu der einen allgemeinen Kirche, außerhalb derer überhaupt niemand gerettet wird, und sie alle haben einen Herrn und einen Glauben.”[6]

Papst Pius IV., Konzil von Trient, „Iniunctum nobis”, 19 Nov. 1565, ex cathedra: „…diesen wahren katholischen Glauben, außerhalb dessen niemand gerettet werden kann, den ich gegenwärtig aus freiem Willen bekenne und wahrhaft festhalte…”[7]

Papst Benedikt XIV., Nuper ad nos, 16. März 1743, Glaubensbekenntnis: „Diesen Glauben der katholischen Kirche, ohne den niemand gerettet werden kann, den ich gegenwärtig aus freiem Willen bekenne und wahrhaft festhalte…”[8]

Papst Pius IX., 1. Vatikanisches Konzil, 2. Sitzung, Glaubensbekenntnis, 1870, ex cathedra: „…diesen wahren katholischen Glauben, außerhalb dessen niemand gerettet werden kann, den ich gegenwärtig aus freiem Willen bekenne und wahrhaft festhalte…”[9]

Fußnoten:

[1] Denzinger, Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen, Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau 2009, Nr. 802

[2] Denzinger Nr. 870

[3] Decrees of the Ecumenical Councils (Dekrete der Ökumenischen Konzile), Sheed & Ward and Georgetown University Press, 1990, 1. Band, Seite 386

[4] Decrees of the Ecumenical Councils (Dekrete der Ökumenischen Konzile), 1. Band, Seiten 550-553. Denzinger Nr. 75

[5] Denzinger Nr. 1351

[6] Decrees of the Ecumenical Councils (Dekrete der Ökumenischen Konzile), 1. Band, Seite 646

[7] Denzinger Nr. 1870

[8] Denzinger Nr. 2540

[9] Decrees of the Ecumenical Councils (Dekrete der Ökumenischen Konzile), 2. Band, Seite 803
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Das Unfehlbare Lehramt über das Heilsdogma (EENS)

Die folgenden Aussagen zu „Außerhalb der katholischen Kirche gibt es kein Heil” stammen von der höchsten Lehrautorität der katholischen Kirche. Es …
Boni
Eine Kirche, die von sich selbst aussagt, vom Heiligen Geist erfüllt zu sein, muss ja, zumindest in der Möglichkeit, unfehlbar zu sprechen im Stande sein. Insofern dürften die Päpste zu allen Zeiten darauf vertraut haben, dass sie, wenn sie es wirklich erfleht haben, unfahlbar zu sprechen, dazu auch fähig waren beziehungsweise dazu befähigt würden.
nujaas Nachschlag
Das haben sie bei der Verkündung der Dogmen mit oder ohne Konzil getan, wenn auch nicht alle. Aber das Vatikanum I geht viel weiter.
Erich Christian Fastenmeier
Wer sich einmal etwas sachlicher über die Unfehlbarkeitsproblematik informieren möchte, sei auf folgende Texte verwiesen:
- zeitschnur.blogspot.com/2015/12/der-katholische-zombie-v-reflexionen.html
- zeitschnur.blogspot.com/2017/05/die-angeblich-irrelevanten-dogmen-von.html
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Es ist den Autoren (und Adressierten) in den zwei Artikeln unmöglich, die Thematik adäquat zu behandeln, sofern man sich nicht auf dem dogmatisch korrekten und notwendigen Boden des Sedisvakantismus befindet.

Die korrekte Position des Sedisvantistismus ist durch DOGMEN definiert bzw. durch die einfache Beobachtung des katholischen Glaubensbekenntnis vs. der einfachen Beobachtung eines falschen …More
Es ist den Autoren (und Adressierten) in den zwei Artikeln unmöglich, die Thematik adäquat zu behandeln, sofern man sich nicht auf dem dogmatisch korrekten und notwendigen Boden des Sedisvakantismus befindet.

Die korrekte Position des Sedisvantistismus ist durch DOGMEN definiert bzw. durch die einfache Beobachtung des katholischen Glaubensbekenntnis vs. der einfachen Beobachtung eines falschen Glaubensbeknntnisses einer Person, die getauft ist und sich katholisch nennt, es aber in ihren Worten und/oder Taten nicht ist.

Solange man die korrekte Position des Sedisvantistismus nicht anerkennt und anwendet, kommt man in Papstfragen (wie in den Links) auf irreführende Wege.

Zudem hören sich die Dinge fast immer komplizierter und „akademischer“ an, als sie in Wirklichkeit sind. Die Wahrheit ist einfach, sie versteckt sich nicht hinter komplizierten Begriffen und Konzepten. Häretiker (besonders die heutigen falschen Traditionalisten) praktizieren fast immer das Gegenteil. Die meisten Leser erkennen fälschlicherweise deren falsche Autorität an leicht an, da sie dem Gedankengang solcher Autoren nicht folgen können oder wollen und sich durch akademische Titel usw. gerne blenden lassen. Die Päpste haben uns im Laufe der Jahrhunderte vor diesem Phänomen als übliche Taktik der Häretiker (insbesondre derer, die besonders nah an der Wahrheit dran zu sein scheinen) immer wieder gewarnt.

Dies trifft sogar auf einige (falsche) Sedisvankantisten selbst zu (falsch im Sinne von, dass sie ihre Position nicht korrekt begründen und/oder andere Dogmen verleugnen und deshalb auch nicht katholisch sind), geschweige denn auf die Vertreter völlig absurder (und undogmatischer) Positionen, die sie heutzutage auch und gerade im deutschsprachigen Raum üblich sind (z.B. die völlig absurde Position des sog. „Sedisprivationismus“) – und natürlich auf sämtliche Anhänger oder Verteidiger der endzeitlichen Gegenkirche, der „Vatikanum-II-Kirche“ und ihrer Vorsteher, also sprich der Männer, die sich seit 1958 als Päpste ausgeben - also sprich fast jeder Kleriker und Laie, Mann wie Frau, jung wie alt, quer durch die Gesellschaft, der sich heutzutage als „Katholik“ ausgibt, es aber leider nicht ist.
Erich Christian Fastenmeier
Viel geschrieben und nur eines gesagt: Nur Sedisvakantisten können das Problem verstehen, oder?
Da irren Sie sich aber!
alfredus
Außerhalb der katholischen Kirche ... ? Das wird seit dem Konzil aufgeweicht und bestritten ! Alle der Konzilspäpste haben daran gearbeitet, dass dieses Dogma und dieser Glaubenssatz beliebig interpretiert wird und werden kann ! Jetzt heißt es nur Allerlösung, Gott straft nicht, Religion nicht wichtig, Heil auch in Naturreligionen ... ? Damit wird die Lehre der Kirche auf den Kopf gestellt. So …More
Außerhalb der katholischen Kirche ... ? Das wird seit dem Konzil aufgeweicht und bestritten ! Alle der Konzilspäpste haben daran gearbeitet, dass dieses Dogma und dieser Glaubenssatz beliebig interpretiert wird und werden kann ! Jetzt heißt es nur Allerlösung, Gott straft nicht, Religion nicht wichtig, Heil auch in Naturreligionen ... ? Damit wird die Lehre der Kirche auf den Kopf gestellt. So gesehen gilt nichts mehr, denn von Assisi, bis hin zur heidnischen Götzinverehrung in dem Petersdom, zieht sich ein roter Faden, der durch die fleißigen Freimaurer gewoben wird. Diese Theologie einer Gleichheit aller Religionen, wird auch durch die deutschen Bischöfe gefördert, die dafür einen synodalen Weg planen, mit dem Motto : ... alle Religionen sind gleich ... ? !
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Was ist ein Dogma bzw. Göttliche Offenbarung? Die unfehlbare Wahrheit Jesus Christi. Die katholische Kirche lehrt, dass die beiden Quellen der Göttlichen Offenbarung die Heilige Schrift und die Heilige Tradition sind; ihr wahrer Inhalt wird durch das Lehramt der katholischen Kirche dargelegt. Die Göttliche Offenbarung endete mit dem Tod des letzten Apostels. Dogmen sind unveränderlich. Wenn …More
Was ist ein Dogma bzw. Göttliche Offenbarung? Die unfehlbare Wahrheit Jesus Christi. Die katholische Kirche lehrt, dass die beiden Quellen der Göttlichen Offenbarung die Heilige Schrift und die Heilige Tradition sind; ihr wahrer Inhalt wird durch das Lehramt der katholischen Kirche dargelegt. Die Göttliche Offenbarung endete mit dem Tod des letzten Apostels. Dogmen sind unveränderlich. Wenn ein Papst ein Dogma definiert, macht er nicht ein Dogma von diesem Zeitpunkt an wahr, sondern er erklärt feierlich und ohne Irrtum das, was seit dem Tod des letzten Apostels immer wahr gewesen ist.

Dogmen sollen so geglaubt werden, wie die Kirche sie „einmal erklärt hat“, ohne dass man von dieser Bedeutung zu einem „tieferen Verständnis“ abweicht.

Das bedeutet also auch, dass das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit (unter den üblichen 3 Bedingungen) IMMER SCHON wahr gewesen ist, also nicht erst seit der Definition dieses Dogmas im Jahre 1870, sondern -immer wenn die üblichen 3 Bedingungen vorlagen- gilt es für jede Aussage vom Stuhle Petri und des unfehlbaren Magisteriums seit über 2000 Jahren!
alfredus
@Superclass Super dargestellt ! Vielen Dank !
Moselanus
Zitat: " Wenn ein Papst ein Dogma definiert, macht er nicht ein Dogma von diesem Zeitpunkt an wahr," DAS IST MIR natürlich klar, keine Sorge.
Moselanus
@Boni, nein, denn eine unfehlbare Definition beruht ja auf einer Willensentscheidung oder einem Willensakt. Deshalb unbewusst oder gar unwissend nicht möglich. Vor allem kann man als Gläubiger oder Theologe nicht rückwirkend Äußerungen zu Kathedralentscheidungen stilisieren, die es seinerzeit in dieser Begrifflichkeit so noch gar nicht gegeben hat.
Boni
Kann der Heilige Geist nicht wirken, dass ein Papst unfehlbar spricht, ohne um seine Unfehlbarkeit zu wissen?
Superclass
Die Päpste haben immer schon um ihre Unfehlbarkeit gewusst; das Erste Vatikanische Konzil hat diese unumstössliche Tatsache lediglich zementiert/nach aussen klargestellt.

Jeder sollte sich mal dieses wichtige Video anschauen:

endtimes.video/de/bibel-papsttum/
Moselanus
Diese Desmond Brothers freilich sind schlicht verrückt in einem pathologischen Sinn.
Oenipontanus
@Superclass "Die Päpste haben immer schon um ihre Unfehlbarkeit gewusst"

Das müsste sich aber doch dann irgendwo in der frühchristlichen Literatur manifestiert haben, oder?
Superclass
@Oenipontanus Es ist ein absolutes Grunddogma der katholische Kirche!

Es ist ja auch einer der Hauptgründe, wenn nicht der Hauptgrund, warum die Kirche immer wieder von Nichtkatholiken verfolgt wurde - und was heutzutage (von der Vatikanum-II-Kirche) total auf den Kopf gestellt wird!

„Und ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Pforten der …More
@Oenipontanus Es ist ein absolutes Grunddogma der katholische Kirche!

Es ist ja auch einer der Hauptgründe, wenn nicht der Hauptgrund, warum die Kirche immer wieder von Nichtkatholiken verfolgt wurde - und was heutzutage (von der Vatikanum-II-Kirche) total auf den Kopf gestellt wird!

„Und ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen. Und dir werde ich die Schlüssel des Himmelreiches geben. Was du immer binden wirst auf Erden, das wird auch im Himmel gebunden sein; und was du immer lösen wirst auf Erden, wird auch im Himmel gelöst sein." - Matthäus 16,18-19

„Simon, Simon! Siehe, der Satan hat nach euch [ὑμας], verlangt, um euch sieben zu dürfen, wie den Weizen. Ich aber habe für dich [σου] gebeten, dass dein [σου] Glaube nicht aufhöre; und wenn du einst bekehrt bist, so stärke deine Brüder." - Lukas 22,31-32

Solltest Du auch nur den geringsten Zweifel haben, dass das Papsttum, vor allem in seiner unfehlbaren Kapazität, nicht vom allerersten Tag der Kirche an und von jedem gültigen Papst so verstanden wurde, schau Dir bitte diesen hervorragenden Artikel und/oder das Video an:

vatikankatholisch.com/bibel-petrus-papst/
Oenipontanus
@Superclass Diese Schriftstellen kenne ich natürlich! Aber meine Frage hat sich nicht auf die Heilige Schrift selber, sondern auf frühchristliche Auslegungen dieser Stellen oder allgemein frühchristliche Stellungnahmen zur "Unfehlbarkeit" bezogen. Denn da aus der Heiligen Schrift selbst offensichtlich nicht(!) eine päpstliche Unfehlbarkeit im präzisen Sinne des Vaticanum I hervorgeht, würde …More
@Superclass Diese Schriftstellen kenne ich natürlich! Aber meine Frage hat sich nicht auf die Heilige Schrift selber, sondern auf frühchristliche Auslegungen dieser Stellen oder allgemein frühchristliche Stellungnahmen zur "Unfehlbarkeit" bezogen. Denn da aus der Heiligen Schrift selbst offensichtlich nicht(!) eine päpstliche Unfehlbarkeit im präzisen Sinne des Vaticanum I hervorgeht, würde mich eben interessieren, ob in den ersten Jahrhunderten der Kirche diese Lehre vertreten worden ist. Obwohl mich die Thematik schon seit Jahren beschäftigt, bin ich immer noch nicht fündig geworden.
Superclass
@Oenipontanus, Sofern Du Englisch kannst, sollte Dir dieser hervorragende Link die erbetenen Informationen geben:

vaticancatholic.com/refuting-eastern-orthodox/

Der Link bezieht sich zwar in erster Linie auf die Widerlegung der häretischen und schismatischen östlichen sogenannten „Orthodoxen“, enthält aber auch anderweitig viele wertvolle Informationen über das Papsttum und den katholischen …More
@Oenipontanus, Sofern Du Englisch kannst, sollte Dir dieser hervorragende Link die erbetenen Informationen geben:

vaticancatholic.com/refuting-eastern-orthodox/

Der Link bezieht sich zwar in erster Linie auf die Widerlegung der häretischen und schismatischen östlichen sogenannten „Orthodoxen“, enthält aber auch anderweitig viele wertvolle Informationen über das Papsttum und den katholischen Glauben im allgemeinen. Melde Dich, sofern trotzdem noch Fragen offen bleiben.
Moselanus
Ex cathedra-Entscheide, die also der Papst völlig allein fällt, gibt es formal erst seit 1870, was nicht heißt, dass es vorher keine irreformablen Lehren von Päpsten gegeben hätte, aber die von Ihnen verlinkte Seite projeziert dogmatische Kategorien, die sich aus dem Ersten Vaticanum ergeben, auf Lehräußerungen w e i t davor und gelangt so zu einer klaren Überschätzung der lehramtlichen Absicht …More
Ex cathedra-Entscheide, die also der Papst völlig allein fällt, gibt es formal erst seit 1870, was nicht heißt, dass es vorher keine irreformablen Lehren von Päpsten gegeben hätte, aber die von Ihnen verlinkte Seite projeziert dogmatische Kategorien, die sich aus dem Ersten Vaticanum ergeben, auf Lehräußerungen w e i t davor und gelangt so zu einer klaren Überschätzung der lehramtlichen Absicht und Tragweite dieser frühen Aussagen.
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Was ist ein Dogma bzw. Göttliche Offenbarung? Die unfehlbare Wahrheit Jesus Christi. Die katholische Kirche lehrt, dass die beiden Quellen der Göttlichen Offenbarung die Heilige Schrift und die Heilige Tradition sind; ihr wahrer Inhalt wird durch das Lehramt der katholischen Kirche dargelegt. Die Göttliche Offenbarung endete mit dem Tod des letzten Apostels. Dogmen sind unveränderlich. Wenn …More
Was ist ein Dogma bzw. Göttliche Offenbarung? Die unfehlbare Wahrheit Jesus Christi. Die katholische Kirche lehrt, dass die beiden Quellen der Göttlichen Offenbarung die Heilige Schrift und die Heilige Tradition sind; ihr wahrer Inhalt wird durch das Lehramt der katholischen Kirche dargelegt. Die Göttliche Offenbarung endete mit dem Tod des letzten Apostels. Dogmen sind unveränderlich. Wenn ein Papst ein Dogma definiert, macht er nicht ein Dogma von diesem Zeitpunkt an wahr, sondern er erklärt feierlich und ohne Irrtum das, was seit dem Tod des letzten Apostels immer wahr gewesen ist.

Dogmen sollen so geglaubt werden, wie die Kirche sie „einmal erklärt hat“, ohne dass man von dieser Bedeutung zu einem „tieferen Verständnis“ abweicht.

Das bedeutet also auch, dass das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit IMMER SCHON wahr gewesen ist, also nicht erst seit der Definition dieses Dogmas im Jahre 1870, sondern -immer wenn die üblichen 3 Bedingungen vorlagen- gilt es für jede Aussage vom Stuhle Petri und des unfehlbaren Magisteriums seit über 2000 Jahren!