M.RAPHAEL
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Katholisch, frei und souverän anstatt modern und versklavt

Die Frage ist aufgekommen, ob ich eine Marionette Gottes sei? Befiehlt mich Gott herum wie einen Sklaven: Los, mach dieses, mach das? Er hat mir ja gesagt, dass ich Ihm gehöre.

Das ist vollkommen falsch. Es ist genau nicht so. Wäre es so, müsste ich sofort aufhören, Ihm zu gehorchen. Niemals darf man sich hinknien, wenn man dazu gezwungen wird. Jedes Opfer wird von Gott nur akzeptiert, wenn es freiwillig erfolgt.

Gott ist die Liebe. Er ist die Wahrheit. Er ist die Freiheit. Er ist die Souveränität. Er ist all das in Person. Alle seine Soldaten entsprechen Ihm. Es gibt keine Sklaven im Himmel. Wer Macht, Herrschaft, Unterdrückung und Versklavung anstrebt, muss den Himmel sofort verlassen. Er wird zum Gegenteil der Liebe. Er hasst Gott und damit die Herrlichkeit, die Freiheit, die Schönheit, die Größe, das Gold, die Wahrhaftigkeit, die Reinheit, die Keuschheit und das Gute selbst. Er integriert sich in den Schleim des schwarzen Wurmes, dem Herrn der Macht, der Lüge, des Zwangs, des Hasses und der Perversität.

Ich gehöre Gott, weil ich Ihm nicht gehöre. Ich knie vor Gott, weil ich das nicht muss, sondern weil ich Ihn unvorstellbar liebe, weil ich Seiner grenzenlosen Hingabe, so gut wie ich kann, entsprechen will, weil ich keine andere Sehnsucht mehr habe. Ich will mit Ihm durch die Teufel der Macht geschlachtet werden, weil dies die Herrschaft der Freiheit und Souveränität absolut klarstellt. Die einzige wahre Realität ist die Freiheit.

Die Trottel der Macht und des Zwangs sind minderwertig. Die Kunst weiß das sowieso. Die Siegertypen sind nichts. Sie versuchen, sich die Freiheit zu kaufen. Deshalb investieren sie Milliarden in die Kunst. Im Spiegel der Zweckfreiheit, der Verneinung des Zwangs, erkennen sie ihre eigene Nichtigkeit. Umso mehr Geld versuchen sie dagegen aufzubringen, die Nullnummern.

Das beste und teuerste Parfüm ist nichts gegen den Geruch eines von Gott geliebten zisterziensischen Chorgestühls. Das kann man sich nicht kaufen. Die Mönche, wie alle frommen Kinder Gottes, sind frei. Die Manager der Moderne sind es nicht. Sie müssen funktionieren und unablässig seelenlose Oberflächlichkeit verkaufen. Sie sind leer, hohl und deshalb voller Hass. Perverser Sex soll ihnen wie eine Droge ein wenig Leben zurückgeben. Das aber funktioniert nicht. Auch nicht für die einfachen machtorientierten Konzilspfeifen mit ihren warmen Männersaunas.

Die Benediktusregel ist ein einziger Aufruf zur Freiwilligkeit. Hier ist der Prolog:

benediktiner.de/…die-ordensregel-des-hl-benedikt/regula-prolog.html

Man beachte 15: "Wer ist der Mensch, der das Leben liebt und gute Tage zu sehen wünscht?"

Vor Gott gibt es keinen Zwang, weil Gott die Freiheit selber ist. Jedes heilige kontemplative Kloster ist ein Hort der Freiheit. Die Klostermauern versklaven nicht. Sie schützen die innere Freiheit und Souveränität. Sie halten die Welt des Fleisches und den Herrn der Welt, des Zwangs und der Vernichtung, gerade auch hinter seiner humanistischen Maske, draußen. Niemand muss in einem Kloster ein netter Kerl sein. Das müssen nur die Sklaven des Konzilsvereins und seiner coolen Thomas Gottschalk Animateure, der Rockmusik, der Hippiekultur und der körperlichen Liebe. Demnächst mehr darüber, warum jeder intellektuelle moderne Mensch ein Sklave ist. „Light my fire“, nicht!