Der nie endende Kampf um die Wahrheit

Liebe Menschen könnten glauben, dass wir Katholiken die Vertreter der Konzilskirche böswillig kritisieren, dass wir sie sogar richten oder verurteilen. Das stimmt nicht. Vor allem richten oder verurteilen wir nicht. Das können wir gar nicht. Wir sind nicht der höchste Richter. Wenn wir im Dienst an der Wahrheit differenzieren, meinen wir es gut. Meine häufig gebrauchte Aussage, „dafür gehen sie in die Hölle“, darf deshalb nicht als Richterspruch verstanden werden, sondern entspricht der Aussage eines Exekutivbeamten am Tatort in Bezug auf die Strafe, die normalerweise für entsprechende Vergehen vorgesehen ist.

Ja, unsere Kritik ist hart. Aber sie ist berechtigt. Es handelt sich um eine strenge „correctio fraterna“, die eine große Sorge mit den Kritisierten zum Ausdruck bringt. Sie hofft auf Umkehr. Vor allem aber ist sie auch ein Kampf um die Wahrheit. Denn nur in dieser können die Menschen auf Dauer ihr ewiges Seelenheil erreichen. Wenn die Konzilskirche von den Jesuiten in eine vollständig verweltliche NGO umgewandelt werden soll, dann muss ihnen entgegengetreten werden, weil eine solche Kirche niemand mehr in den himmlischen Hochzeitssaal führen kann. Das Narrativ/die Weltanschauung/die Weltdeutung sind eben entscheidend. Die geistliche Dimension steht in einer untrennbaren Wechselwirkung mit der physischen Dimension des Menschen. Wer den unsichtbaren Himmel, d.h. das Heilige, nicht mehr erkennt, der kann auch nicht mehr gerettet werden. Er hat sein Ziel aus den Augen verloren.

Hier ist Return To Tradition in Bezug auf die bösen Ziele der Jesuiten:

Vigano: The Jesuits Are Servants Of Evil

Hier ist John-Henry Westen in Bezug auf die Tatsache, dass auch die Feinde Gottes wie wahnsinnig um die Weltdeutung kämpfen:

Inside the disturbing mind of a prominent gay atheist at the World Economic Forum

Zur Zeit habe ich keine Wahl, als unsere lokale NOM Dorfkirche zu frequentieren. Das fällt nicht schwer, weil wir sehr liebe und durchaus auch fromme Gemeindemitglieder bei uns haben. Auch unser Pfarrer bemüht sich sehr. Aber die Gläubigen werden weniger und weniger. Selbst an Ostern blieben viele Bänke leer. Unfassbar.

Die Konzilskirche hat keine Zukunft. Auch die Umwandlung in eine NGO wird daran nichts ändern. Sobald der Menschenwille erfüllt und die Unzucht (Pille, Ehebruch, Abtreibung, etc.) gesegnet ist, wird man nicht mehr kommen. Man will noch die Fleischsegnung und die eine oder andere Hochzeit, Taufe und Beerdigung. Aber sonst findet man seinen Gott in der Lebensenergie:

„Die Natur aber ist eine Ordnung, die nie aufhört, Neues zu entfalten - und zurückschlägt. Gott ist - wie wir - ein Teil wie sie. Ist Liebe, Rätsel, das Unsagbare, das wir fühlen, wenn wir in der Natur sitzen, sie bewundern.
Aus ihr blickt uns an, was wir Gott nannten und woraus Kirchen eine Machtinstanz machten. Was, wenn wir ab jetzt vom ,,Göttlichen“ reden, von dem, was in allem ist, im Kosmos, im Licht, im Wind, in den Sternen, der Poesie, der Musik, der Wissenschaft, in unseren Kindern, Katzen und der Amsel, die zu Ostern singt. Und auch in den Hasen und jedem Fisch- und Vogel-Ei der Welt.“
Eva Kohlrusch Kolumne, Die ganze Woche 15/22, 13.04.22, S.25.

Am Ende braucht diese Frau keine Kirche. Sie braucht nur noch das Soziale, die Bestätigung in der Gemeinschaft, in etwa wie die Sonntagsversammlung der Atheisten:

Sonntagsversammlung – Wikipedia

Die Konzilskirche ist zu einem Leistungsanbieter geworden, vergleichbar dem Rundumversorger Automobilclub Öamtc, nur für Lebensdeutung. Der moderne Mensch holt sich da was, wie überall. Er will konsumieren. Niemand braucht auf Dauer einen Jesuiten, weder die modernen Kunden noch der Himmel. Gott ist nicht eine liebe Idee, die den Menschen menschlicher macht (die Freimaurervorstellung von einer guten Religion), sondern Er ist die Wahrheit der absoluten und heiligen Liebe.

Pech, ihr Modernisten. Ich bin Zeuge für den wahren Gott. Weil ich schon immer naiv und einfältig war und die Bosheit nicht ertragen konnte, hat Gott an mir Gefallen gefunden. Er hat bei mir angeklopft und ich habe Ihm geöffnet, jenseits von Zeit und Raum. Da war ich noch ganz klein. Später, um Mitternacht vor der Grotte in Lourdes, vorher untergetaucht in der Quelle, habe ich Ihm mein ewiges Leben geschenkt. Er hat es angenommen. Ich gehöre Ihm. Meine Seele ist mit Ihm verheiratet. Das hat alles mit der katholischen Lehre erst mal nichts zu tun. Dazu bin ich viel zu viel in der Welt, mit Popcorn und Kino. Ich bin kein Definitionskatholik. Es geht nicht um eine Identität (das Evangelium), die mir NGO Jesuiten geben wollen, um mich zu einem besseren Kommunisten zu machen. Es geht um meine Alltagsrealität (Management, Autofahren, Arbeitgeber, öffentliche Verkehrsmittel), die mich erfahren lässt, dass es überhaupt nur das Liebesspiel zwischen Gott und der menschlichen Seele gibt.

Jetzt, wie jenseits von Zeit und Raum, gehöre ich Ihm. Er will alles von mir. Er nimmt meine ganze Lebenskraft in Anspruch. Alles, was Weltmenschen benutzen, um Chef zu sein, um sich einen Mercedes und Frauen zu leisten, will Er. Gerade das lässt Er mir nicht. Ich hänge nur noch herum und muss mich für meine Armut rechtfertigen. Die Weltmenschen mögen keine Armen. Sie verachten sie. Dies umso mehr, wenn diese auch noch keusch sind. Das ist nicht leicht. Die Welt verachtet die Kinder Gottes. Deshalb gibt es die Klostermauern. Sie schützen die „Verrückten“, die das Hohelied der Heiligen Schrift beschreibt. Alle Zweifler sollten das Hohelied intensiv lesen.

Weil ich mit Ihm verheiratet bin, hat mich Gott zu einem Zisterzienser gemacht. Es ist der Orden der mystischen Hochzeit. Unser Ordensvater, der Hl. Bernhard von Clairvaux:

„Oh Liebe: kopfüber, heftig, brennend und ungestüm! An etwas anderes zu denken als an dich, lässt du nicht zu. Alles anderen bist du überdrüssig, alles ist dir gleichgültig, nur du selbst genügst dir! Du bringst die Rangordnungen durcheinander, hältst dich nicht an das Übliche und ignorierst jedes Maß. Über alles, was vorteilhaft, vernünftig, gewissenhaft, ratsam und bedachtsam erscheint, triumphierst du mit dir selbst und nimmst es gefangen. Alles Denken und Sprechen der Braut verrät dich, verströmt dich und nichts sonst: so hast du ihr Herz und ihre Zunge erobert.“ (Sermones super Cantica Canticorum, 79.1), Bernhard von Clairvaux, Weil mein Herz bewegt war, Freiburg 1990, S.124.

Jesuiten, ich bin nicht kirchlich. Ich bin ein normaler Typ der heutigen Zeit, mit Burger King und globaler Unternehmensberatung McKinsey rot-weiß. Wenn Gott mich Fuzzel zur mystischen Hochzeit berufen kann, wie könnt ihr es wagen, die Kirche in eine NGO umzuwandeln? Millionen von Mystikern und Mystikerinnen haben alle eine sehr ähnliche Erfahrung gemacht und ihr missversteht den Herrn jetzt als ein humanistisches Prinzip? Bitte, bitte bekehrt euch. Sonst müsst ihr in die Hölle.

Kein Witz. Oder habt ihr ein Pakt mit dem Bösen? Wohl.
Roland Wolf
Ich bin Zeuge für den wahren Gott.

Bescheidenheit ist nicht ganz so ihr Ding?