38. FEST DES HEILIGEN BLUTES JESU CHRISTI

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38. FEST DES HEILIGEN BLUTES JESU CHRISTI
1. Juli
TOTUS TUUS, MARIA !
An diesem ersten Tag des Juli gedenken wir freudigen Herzens des heiligsten, kostbarsten Blutes unseres Göttlichen Erlösers. Obgleich es sich so leicht sagt, 'das Blut Jesu hat uns erlöst', kann sich sogar nicht jeder Christ richtig vorstellen, was diese Worte genau bedeuten.

Die Erbsünde hatte den Seelen das Leben in der ständig spürbaren Gegenwart Gottes genommen, und hatte ihnen vor allen Dingen die unversehrte Heiligkeit genommen, durch welche ihnen das Ewige Leben im Himmel gewährleistet sein soll. Gott hat es in Seiner vollendeten Liebe so vorgesehen, dass die Erbsünde nicht unbedingt zur Folge haben sollte, dass automatisch jeder Seele der Eintritt in den Himmel verweigert wird. Die Erbsünde war eine Sünde des Ungehorsams Gottes Gesetz gegenüber, und somit von Seiten der ersten Menschenseelen ein Bruch des heiligen Bundes mit Gott. Ein Bruch des Bundes mit der Quelle allen Lebens kommt gleichsam einer freiwilligen Entscheidung zugunsten des Verlustes des wahren, Göttlichen Lebens gleich. Gerade deswegen lässt sich sagen, dass die Erbsünde automatisch den Tod der Seelen herbeigeführt hätte, wäre nicht Gottes vollendete Liebe gewesen.

Dieser Gedanke ist wesentlich, denn keinem bzw. keiner von uns wäre je die Ewige Glückseligkeit, der Seinszustand im Göttlichen Leben, zuteilgeworden – im Klartext: Jede(r) von uns wäre zu einer Ewigkeit im Seinszustand des seelischen Todes verdammt worden – hätte Sich Gott nicht zu einem umwälzenden Einschreiten der Ewigen Liebe zugunsten einer 'Neubelebung' der Seelen entschieden. Die Heiligste Dreifaltigkeit sandte die Zweite Göttliche Person, Jesus Christus, in die Welt, um die Saat des Göttlichen Lebens erneut in die Seelen auszustreuen. Wieso lag in diesem Einschreiten eine Lösung für die Seelen verborgen?

Kraft eines Göttlichen Gesetzes können die verheerenden Folgen der Werke der Finsternis (der Versuchungen, denen seitens der Menschenseelen durch Untugend und Sünde freiwillig nachgegeben wird) dadurch unwirksam gemacht werden, dass sie durch freiwillig dargebotene (geweihte) Leiden in einer Verfassung der Annahme, der aufrichtigen Liebe, der unerschütterlichen Hoffnung und des felsenfesten Glaubens an Gottes Wirken zugunsten des ewigen Wohls Seiner Geschöpfe (anders ausgedrückt: an die Realität des Göttlichen Heilsplanes) ausgeglichen werden. Jesus Christus kam gerade in der Absicht in die Welt, vor den Augen der Seelen dieses Göttliche Gesetz durch Sein Vorbild zu gestalten.

Leiden können sich auf den unterschiedlichsten Wegen in einem Wesen entfalten. Sehr viele Leiden vollziehen sich vollkommen unbemerkt in den Herzen. Ein Herz kann ohne Tränen weinen und gleichsam ganz im Verborgenen sterben. Eine Seele kann sich so anfühlen, als wäre sie dabei, völlig zu verbluten. Andere Leiden vollziehen sich durch die unterschiedlichsten Krankheiten oder andere physische Störungen. Noch andere Leiden kennzeichnen sich unter anderem dadurch, dass der Körper Blut verliert. Damit wären wir ganz beim Thema: Was hat es mit dem Blut auf sich?

Das Blut ist in einem Körper der stoffliche Träger des Lebens, in dem Sinne, dass durch das Blut alle Nahrung, alles Wasser und der ganze Sauerstoff zu jeder Körperzelle befördert wird, und durch das Blut ebenfalls sämtliche Substanzen, welche für den Körper unbrauchbar oder sogar giftig (geworden) sind, zu den Stellen befördert werden, wo sie letzten Endes entsorgt werden, damit das Leben im Körper erhalten bleibt.

So soll das von dem Gott-Menschen Jesus Christus vergossene Blut völlig und ganz als Lebensspender betrachtet werden. Jeder einzelne Tropfen des Göttlichen Blutes ist Träger der Fülle des Göttlichen Lebens. Jesus wurde im Körper so vollkommen 'zerstört', dass buchstäblich bis zum letzten Tropfen Sein Blut aus Seinem heiligsten Körper gepresst wurde. Welch erhabenes Symbol: Gott nimmt eine physische Menschengestalt an, und lässt Sich in der Fülle Seines Wesens für die Seelen auspressen, d.h. gleichsam des Göttlichen Lebens 'entleeren', wobei mit dem Blut Seine ganze Liebe, Trägerin der Fülle des Göttlichen Lebens, der Erde anvertraut wird damit jede Seele, die sich dieses Geschenk zunutze machen möchte, diese Saat Göttlichen Lebens in sich aufnehmen und durch vollkommene Nachfolge Christi zum Blühen und Reifen bringen kann.

Das Blut Jesu wurde somit zum Werkzeug, durch welches die neue Ernte für Gottes Reich vorbereitet wurde: Es verkörpert die Saat der Ewigen Liebe und des Göttlichen Lebens. Es lieβe sich sagen, dass die unzähligen Wunden, die Sich Jesus freiwillig und vor vollendeter Liebe am Körper und im Herzen zuzog, die Neubearbeitung des Feldes von Gottes Reich auf Erden darstellen, das völlig durchpflügt werden musste damit der Boden der Seelen für eine neue Fruchtbarkeit aufgeschlossen wird, während das Blut die vollkommen fruchtbare Saat des Göttlichen Lebens ist, die in die neuen Furchen ausgestreut werden musste.

Obgleich jeder Tropfen des Göttlichen Blutes die Fülle des Göttlichen Lebens enthält, lieβ Sich Jesus Seines ganzen Blutes entleeren, weil Gott die Gesamtheit Seiner Liebe und des Göttlichen Lebens mit den Seelen verbinden will. Jede Seele braucht dies, damit sie die in ihrem Boden enthaltene Fruchtbarkeit vollkommen erschlieβen und die Heiligkeit entwickeln kann, um ihren Seelenboden vor dem Aufblühen des Unkrauts der Sünde zu beschützen.

Vertrauen wir heute zuversichtlich alle unsere Verletzungen, unsere Schwächen und unseren Seelenboden überhaupt dem Herzen der Gottesmutter an, das durch Göttliche Fügung zum Kelch wurde, in dem alle Leiden und alles Blut Christi gesammelt und in Vertretung der ganzen Menschheit aller Zeiten Gott dargeboten wurden. Mögen auf Ihre Vermittlung hin unser ganzes Wesen und unser ganzes Leben im Göttlichen Blut getauft werden, damit sich unser Potential an Fruchtbarkeit für Gottes Heilsplan vollkommen erschlieβen und jede Spur der Finsternis in uns ertrinken möge. Nur so werden wir gemeinsam den Neuen Bund zwischen Gott und den Seelen bekräftigen helfen, denn diese Bekräftigung wird Gott dazu bringen, den Eintritt des Ewigen Frühlings auf Erden voranzubringen. In dem Maβe, wie das Blut Jesu jetzt noch in Seelen voll benutzt und zur Ehe mit dem freien Menschenwillen zugelassen wird, wird sich der Stand der Gnade der Menschheit wieder erheben und wird sich die Sündhaftigkeit entwurzeln lassen, damit der von Gott gesäte Weizen durch die Nahrung aus dem Blut Christi reifen und die von Gott herbeigesehnte Ernte einbringen kann.
Heilwasser
Vergelt's Gott!