Coenobium shares this

Hintergründe zur Familie Mariens. Bitte auch Kommentarbereich beachten.

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De Profundis

Hier die Kommentarseite: Untersuchung der Familie Mariens: Gründe für das "Unter Vormundsc…

charlemagne

Zur Info: Adista ist ein links-marxistisches Kirchenblatt.
Die Agentur wurde im Oktober 1967 (die erste Nummer trägt das Datum 31. Oktober) auf Initiative von Adriano Ossicini gegründet, der damals zusammen mit anderen linken politischen Persönlichkeiten das bildete, was in den folgenden Jahren die Linke Fraktion unabhängig werden sollte im Parlament; sondern auch als Ausdruck jenes Teils der katholischen Welt, der, getrieben von der konziliaren Erneuerung jener Jahre, beabsichtigte, mit der politischen Einheit der Katholiken in den Christdemokraten zu brechen und einen Dialog zwischen Christen und Marxisten zu eröffnen , insbesondere mit der Kommunistische Partei Italiens. Wikipedia

Wolfi Pax

@charlemagne - ja, Adista ist links-marxistisch und zudem feministisch. Das ändert nichts an den Tatsachen. Unrecht bleibt Unrecht, Häresie bleibt Häresie, Missbrauch bleibt Missbrauch - egal wessen Geisteshaltung Schreiberling oder Zeitschrift sind. Und wie oben bereits erwähnt, ist die Journalistin halbwegs um eine ausgeglichene Berichterstattung bemüht.

charlemagne

Familie Mariens von Papst Franziskus unter kommissarische Verwaltung gestellt - Katholisches
Im Anhang durchwegs positive Kommentare!

Wolfi Pax

Ich habe mir den Artikel und die Kommentare durchgesehen. Da schreiben Personen, inklusive Journalist, die die Gemeinschaft nicht von Innen kennen. Im Übrigen möchte ich an die Querschüsse frommer Kreise erinnern, als die ersten Informationen über den Missbrauch von P. Marcial Maciel von den Legionären Christi oder jenen von Bruder Ephraim von der Gemeinschaft der Seligpreisungen. Da gab es einen lauten Aufschrei; am Ende konnten die Taten nicht mehr verdeckt werden. Und stellen Sie sich einmal vor, was gewesen und geworden wäre, wenn die Kirche nicht - endlich - reagiert und eingeschritten wäre.
Die nach außen getragene Rechtgläubigkeit Der Familie Mariens hat kleine Einschlüsse durch die Privatoffenbarungen. So wird dort z.B. die Krankensalbung auch präventiv gespendet oder Jesus zieht sich beim Empfang der Hostie zurück, sollte eine Mensch im Zustand schwerer Sünde sie empfangen. Das sind auf den ersten Blick Kleinigkeiten, die große dogmatische Irrtümer aufzeigen. P. Paul hat nie ein Priesterseminar besucht und wurde doch geweiht. Die Schwestern erhalten keine katechestische Formung, wohl aber eine Einführung in alle möglichen und unmöglichen Privatoffenbarungen. P. Paul glaubt von sich die Gabe zu haben, über den Lebensweg, die Berufung und die jeweiligen Heiligen bzw. Namensgeber IMMER Bescheid zu wissen. Dies widerspricht dem Grundsatz des freien Willens und den kirchlichen Vorgaben bzgl. Gehorsam. Für so ein Charisma gibt es in der ganzen Kirchengeschichte keinen Beleg, schon allein deshalb, weil es dem Sinn eines Charismas widerspricht und Missbrauch dadurch ja vorprogrammiert ist. Auch die vielen kirchenrechtlichen Vorgaben zu den Orden, dem Novitziat, der geistlichen Begleitung, der strikten Trennung von Forum externum und internum - alle noch vor dem 2. Vatikanum festgelegt - wurden in dieser Gemeinschaft nie eingehalten. Die Gemeinschaft ist ganz auf die Person von P. Paul und dessen "Gaben" aufgebaut. Wenn er eines Tages stirbt, können einige Grundzüge der Spiritualität nicht mehr weitergeführt werden. Er hat seine vielen Visionen auch nie einer kirchlichen Prüfung unterzogen.
Die Liste wäre sehr lang. Auch der mangelnde Schutz der Schwestern vor sexuellen Angriffen durch Priester, die vielen psychischen Störungen und die verweigerten Behandlungsmöglichkeiten kommen dazu.
Ich kann Sie nur bitten, vor einer pauschalen Verurteilung der längst notwendigen kirchlichen Schritte Abstand zu nehmen. Dafür fehlt der notwendigen Einblick. Es lesen hier auch einige ehemalige Mitglieder dieser Gemeinschaft mit und aus den Kontaktaufnahmen und Gesprächen weiß ich, dass dieses Leugnen großen Schmerz auslöst. Im Evangelium verbietet uns Gott selbst zu richten und zu verurteilen. Die Kirchenväter haben diese Stelle immer auch dahingehend gedeutet, dass für eine Bewertung wirklicher Einblick und gute Informationen die Basis sein müssen. Fehlen diese, bittet der Herr um Zurückhaltung.

De Profundis

Irrlehre: "Jesus zieht sich beim Empfang der Hostie zurück, sollte eine Mensch im Zustand schwerer Sünde sie empfangen"

charlemagne

Ihre Spiritualität, so heißt es auf der Webseite, gründet sich auf "die Liebe zu Maria, den eucharistischen Priestergeist und die Treue zum Papst".
Alles klar!

Wolfi Pax

Verstehe Ihren Kommentar nicht. Was meinen Sie mit "Alles klar"? Danke im Voraus.

charlemagne

Alles klar bedeutet innerkirchliche Verfolgung.

Katrin Kaufmann shares this
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Lisi Sterndorfer

Was ist Ihre professionelle Einschätzung dazu, @Wolfi Pax ?

Lea Hofmann

Ist das eine Verleumdung oder Realität: "Sigl ist machthungrig, er schafft es sogar,seine Anhänger glauben zu machen, er sei ein geistiger Sohn von Pater Pio, dessen Handschuhe er angeblich trägt, indem er seine Hände aufzwingt. Er behauptet, er habe das Charisma, in den Herzen der Menschen zu lesen, wodurch er jedem seine Berufung und seinen Schutzpatron nennen würde."

Wolfi Pax

@Lisi Sterndorfer - ich kenne die Situation, weil ich die Arbeit von Kollegen supervidiere. P. Paul Maria Siegl ist nach meiner Einschätzung ein verdeckter Narzisst, der mit kirchenrechtlich nicht zulässigen Machtbefugnissen ausgestatt war und systematisch geistlichen Missbrauch betrieben hat. Da er selbst nie ein Priesterseminar besucht hat, gehe ich inzwischen z.T. davon aus, dass ihm deshalb viele seiner Aktionen als ungefährlich vorgekommen sind. Es gibt gar einige kirchliche Dokumente, die eine Macht- und Aufgabenverknüfung verbieten und eine strikte Trennung von Forum internum und Forum externum in der geistlichen Begleitung fordern. Daran hat er sich nie gehalten. Die Wiederwahl der Mutter Oberin, einer Frau, die selbst nie ein Noviziat besucht hat, wurde systematisch durch einsprechende Predigten mit Hinweis auf göttliche Eingebung von ihm gesteuert. Psychisch leidenen Schwestern wurde psychologische Hilfe verweigert. Schwer kranken Menschen hat er aufgrund göttlicher Eingebung 🥺 die Einnahme der notwendigen Psychopharmaka "verboten"; es kam zu Suizid; den Angehörigen ist er aus dem Weg gegangen. Die Liste ist lang, überlang.
Mir tut es sehr leid, dass die Kirche so spät reagiert hat. Der Schaden ist groß. Wenn die erfahrenden Verletzungen so groß sind, verlieren Menschen oft die Kraft, ihre Berufung weiterzuleben und brechen ab, treten aus. Man kann nur hoffen und beten, dass die Gemeinschaft die Kurve kratzt.
P. Paul wurde von der Kirche jegliche Kontaktaufnahme mit den Mitgliedern verboten. Ich habe mitbekommen, dass er sich leider nicht daran hält und in heimlichen Wallfahrten seine Anhänger empfängt. Natürlich wieder begleitet von seinen üblichen Eingebungen und Visionen verkündet er, als unschuldiges Lamm rehabilitiert zu werden. Unfassbar.
Bei den Legionären Christi dauert die Phase des einfach nicht wahrhaben wollens leider bis heute an. Mir fällt das v.a. bei den Angehörigen der Priester auf. Bis heute wird von einigen stur behauptet, dass dies alles nur Verleumdungen seien. Was nicht sein darf, existiert einfach nicht.
Nur die Wahrheit macht aber frei.

Wolfi Pax

@Iwan Grosny - Sie sprechen in Rätseln.

Ursula Wegmann

Danke für den Einsatz! Das habe ich nicht gewusst, wohl über TV erfahren, dass so viele Menschen jährlich zur hl. Messe nach Amsterdam fahren, es eine Gemeinschaft dort gibt. Auch die Verbindung zu Bischof Hnilica kannte ich so nicht. Ich war früher einmal bei einer seiner Priesterweihen in meiner Gegend zugegen und hörte von ihm eine so wunderbare Predigt über das Priestertum und die Bedeutung des hl. Messopfers wie nie zuvor. Ich fand ihn sehr beeindruckend, da er den Priester auch für die alte Messe weihte.