177 pages
famboluck
1051.1K

Anton Holzer Vatikanum 2 Reformkonzil oder Konstituante einer neuen Kirche?

Obwohl (das obwohl spiegelt meine persönliche Meinung) der Autor Sedisvakantist ist, ist das Buch eines der wichtigsten zum Thema Zweites Vatikamum. Man muss es langsam und aufmerksam studieren, …More
Obwohl (das obwohl spiegelt meine persönliche Meinung) der Autor Sedisvakantist ist, ist das Buch eines der wichtigsten zum Thema Zweites Vatikamum. Man muss es langsam und aufmerksam studieren, Seite für
Seite, damit man die Sprengkraft aufnehmen kann, mit der der Katholizismus im "3. Weltkrieg" (Msgr Lefebvre) zerstört wurde.
Sally900 likes this.
Caruso
Herzlichen Dank an alle für die bereitgestellten Schriften von Anton Holzer. Ich habe mir alles zumindest mal heruntergeladen, lesen wird wohl bei mir etwas dauern. Es sieht aber nach einer sehr interessanten Lektüre aus.
PaulK likes this.
Caruso likes this.
Raffi2211
Hier der komplette beitrag.
Sind 3 seiten...

www.antimodernist.org/…/nachruf-zum-tod…
Raffi2211
@Immaculata90

Seine theologischen Einsichten zwangen Herrn Holzer, sich schließlich öffentlich von der FSSPX zu distanzieren, was er im August 2003 wiederum ganz seiner Art entsprechend in seiner öffentlichen „Retraktation und Wiedergutmachung“ tat:

„Der Unterzeichnende erklärt in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der katholischen Moral, welche um der Gerechtigkeit und christlichen Liebe …More
@Immaculata90

Seine theologischen Einsichten zwangen Herrn Holzer, sich schließlich öffentlich von der FSSPX zu distanzieren, was er im August 2003 wiederum ganz seiner Art entsprechend in seiner öffentlichen „Retraktation und Wiedergutmachung“ tat:

„Der Unterzeichnende erklärt in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der katholischen Moral, welche um der Gerechtigkeit und christlichen Liebe willen die öffentliche Retraktation und Wiedergutmachung im Falle öffentlicher Mitwirkung zur Verbreitung irriger Lehren bezüglich Glauben und Sitten fordert, hiermit öffentlich sein Bedauern, daß er durch langjährige aktive Teilnahme an Gottesdiensten der Priesterbruderschaft St. Pius X. (= FSSPX) und zeitweilige Übernahme gewisser Aufgaben (wie Schola, Sakristan, Bücherstand, Kassenbuchführung u.a.) jahrelang katholischen Gläubigen – zwar ohne es zu wollen, aber es infolge seines Stillhaltens auch nicht verhindernd – wider besseres Wissen und Gewissen – objektiv Anlaß dazu gegeben hat zu glauben, die offizielle Position (Lehre und Praxis) der FSSPX sei dem wahren katholischen Glauben gemäß, und daß er dadurch einer mit dem katholischen Glauben nicht vereinbaren, verderblichen Mentalität Vorschub geleistet hat, namentlich in folgenden Punkten… „
a) der Katholik könne jemals – ohne Häresie (bzw. wenigsten ohne schwere Sünde) – Lehren gegenüber, die das gegenwärtige lebendige Lehramt ausdrücklich als geoffenbart (bzw. als mit der Offenbarung verbunden vorlegt), die gebührende absolute Zustimmung verweigern;
b) er könne sich zur Rechtfertigung dieser Weigerung zu Recht auf eine zur aktuellen Lehre im Widerspruch stehende frühere Tradition berufen, ohne zugleich ebendadurch dem aktuellen Papst und den mit ihm verbundenen Bischöfen jede Autorität (Jurisdiktion und Lehrgewalt) abzusprechen;
c) es könne für den Katholiken erlaubt, ja sogar eine Pflicht sein, den Weisungen der legitimen Autorität von Papst und Bischöfen in Lehre, Liturgie und Disziplin den Gehorsam zu verweigern, obwohl man ihnen volle Autorität bzw. alle Vollmachten zuerkennt, die ihnen gemäß der göttlichen Verfassung der Kirche zukommen;
d) jemand, der auch nur in einem Punkt von der unfehlbaren Glaubenslehre durch freiwilligen Zweifel, Leugnung oder Umdeutung abweicht, könne sich noch mit Recht katholisch nennen und zu Recht behaupten, er habe bzw. bewahre den katholischen Glauben;
e) der Papst erfreue sich des ihm für die Ausübung seiner Primatialvollmacht von Christus zugesagten Geistbeistandes bzw. der Unfehlbarkeit nicht alle Tage und immer, wenn er in Ausübung seines obersten Hirten-, Lehr- und Richteramtes von seiner Primatialvollmacht Gebrauch mache, sondern nur selten, nämlich nur dann, wenn er in einem feierlichem Urteil eine Wahrheit des Glaubens oder der Sitten definiere; außerhalb eines feierlichen Urteils könne er grundsätzlich immer irren, auch wenn er eine Lehre als zur Offenbarung gehörig oder als mit der Offenbarung verbunden verkünde; und Gehorsam schulde man ihm im übrigen nur im Rahmen seiner Unfehlbarkeit;
f) die Unfehlbarkeit des Papstes erstrecke sich auch keineswegs auf die Approbation einer Liturgie oder Disziplin oder die Einführung eines neuen Kirchenrechts; vielmehr könne der Papst in allgemeinen disziplinarischen und liturgischen Gesetzen für die Kirche auch etwas (z.B. liturgisch-sakramentale Reformen) promulgieren, approbieren, erlauben oder vorschreiben, was in sich schlecht, für das Seelenheil verderblich, der Häresie förderlich oder für den Glauben schädlich sei;
g) ein legitimer Papst und Stellvertreter Christi könne demnach zugleich – d.h. ohne Verlust seiner Autorität – nicht nur für sich selbst schismatisch oder apostatisch, ja ein „Antichrist” sein, sondern auch in Ausübung seines Amtes und unter ausdrücklicher Beanspruchung der höchsten Apostolischen Autorität mittels einer falschen Pastoral die Gläubigen in die Apostasie führen;
h) ein Ökumenisches Konzil könne nur, wenn es dogmatisch sei und in feierlich-förmlichen Lehrurteilen Wahrheiten präsentiere oder Irrtümer verurteile, unfehlbar sein; es könne, wenn es sich als Pastoral-Konzil verstehe, nicht die höchste Autorität des allgemeinen ordentlichen Lehramtes für sich beanspruchen; Unfehlbarkeit könne ihm nur zukommen, wenn es in offensichtlicher Übereinstimmung mit der Tradition lehre; diese Übereinstimmung mit der Tradition sei Kriterium seiner Unfehlbarkeit in dem Sinne, daß der Hl. Geist nicht a priori die Übereinstimmung einer Lehre, die vom höchsten Lehramt als geoffenbart oder als mit der Offenbarung verbunden vorgelegt wird, unfehlbar garantiere, sondern umgekehrt erst durch das offenkundige Vorhandensein dieser Traditionsgemäßheit a posteriori die Unfehlbarkeit der Lehre garantiert werde;
i) das lebendige allgemeine ordentliche Lehramt der Kirche sei nicht zu jeder Zeit („alle Tage”, Mt 28,20) und immer dann, unfehlbar, wenn es eine Glauben und Sitten betreffende Lehre (zumindest moralisch) einmütig als zur Offenbarung gehörig bzw. als mit der Offenbarung verbunden vorlege; der Hl. Geist garantiere dann nicht notwendig und zwar a priori (so wie die Schriftgemäßheit auch) die Traditionsgemäßheit dieser Lehre;
j) vielmehr könne eine Lehre, auch wenn sie (moralisch) einmütig vom allgemeinen ordentlichen Lehramt (d.h. von der ganzen lehrenden Kirche) oder auch vom Papst allein zur Offenbarung gehörig bzw. als mit der Offenbarung verbunden vorgelegt werde, dennoch im Widerspruch zur Tradition stehen; und trotz solchen Widerspruchs könne dieses Lehramt ohne Verlust seiner Autorität weiterbestehen;
k) die Orthopraxie habe Vorrang vor der Orthodoxie, die Befriedigung von praktischen Bedürfnissen der Religiosität und Frömmigkeit (Teilnahme an der alten Liturgie, Sakramentenempfang, Rosenkranzgebet usw.) habe Vorrang vor der Anbetung Gottes „im Geist und der Wahrheit” (Joh 4,22 ff), habe Vorrang vor den Forderungen des Glaubens (der Erkenntnis, Anerkenntnis und dem Bekenntnis der ganzen katholischen Glaubenswahrheit); das Vertrauen in Erzbischof Lefebvre als einen (vermeintlich) charismatisch-prophetisch-unfehlbaren Leuchtturm der Orthodoxie und die Treue zu seiner FSSPX habe Vorrang vor der Treue gegenüber der Kirche und ihrer gottgesetzten Autorität, habe Vorrang vor dem Gehorsam gegenüber dem von Christus eingesetzten Lehramt, dem doch Christus selbst wirklich für „alle Tage” sein Mit-Sein (Mt 28,20) und damit auch für alle je in seinem Namen und mit dem Anspruch höchster Autorität für die ganze Kirche verbindlich gesetzten Lehrakte Unfehlbarkeit zugesagt hat, oder die Annahme Christi als des Lebens und Heiles (in Messe und Sakramenten) habe Vorrang vor der Annahme Christi als der Wahrheit (und daher dem unverfälschten und ganzen Glauben).
All diese aufgeführten Irrtümer stellen eine tödliche Verletzung des katholischen Dogmas in bezug auf die göttliche Verfassung der Kirche, ihr Lehramt, ihre Unfehlbarkeit und die besondere Stellung und Prärogative des Papstes dar.
Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von diesen Irrtümern; außerdem bedauere ich, daß ich in diesen Punkten durch das schlechte Beispiel meines inkonsequenten, mit meiner besseren Erkenntnis nicht übereinstimmenden, falschen Verhaltens grundsätzlich an der Irreführung meiner Glaubensbrüder, an der Entstehung oder Aufrechterhaltung einer unkatholischen Mentalität objektiv mitschuldig und für sie so ein Stein des Anstoßes bzw. objektiver Sünde geworden bin, und daß an meinem falschen Verhalten mancher auch tatsächlich Ärgernis genommen hat und sich zur Rechtfertigung – sozusagen als Alibi – für eigenes inkonsequentes Verhalten darauf berufen konnte. Alle, denen ich dadurch Ärgernis gegeben habe, bitte ich um Verzeihung. Künftig werde ich – den Grundsätzen der katholischen Sittenlehre gemäß – den Gottesdiensten der FSSPX, welche solche Irrtümer in Predigt und Schrifttum öffentlich vertritt und verbreitet, (außer in unvermeidlichen Fällen) fernbleiben – um der Reinheit des Glaubens willen und um kein Ärgernis mehr zu geben. Für nähere Erklärungen und Begründungen über die unten angeführten Äußerungen des Lehramts hinaus stehe ich gerne zur Verfügung.“
Im August 2003
Anton M. Holzer
Immaculata90 likes this.
Immaculata90
@Raffi2211 Was heißt, er ist Sedisvakantist geworden? Ist das eine neue Glaubensrichtung? M. E. kann ein denkender Katholik kaum davon ausgehen, daß ein verbrecherischer Häretiker wie Berg glio sichtbares Oberhaupt der von Christus gestifteten Kirche sein kann. Wäre er nur ein Verbrecher, dann ginge es ja noch, da der Heilige Stuhl niemandes Urteil unterliegt. Aber im Falle der …More
@Raffi2211 Was heißt, er ist Sedisvakantist geworden? Ist das eine neue Glaubensrichtung? M. E. kann ein denkender Katholik kaum davon ausgehen, daß ein verbrecherischer Häretiker wie Berg glio sichtbares Oberhaupt der von Christus gestifteten Kirche sein kann. Wäre er nur ein Verbrecher, dann ginge es ja noch, da der Heilige Stuhl niemandes Urteil unterliegt. Aber im Falle der Häresie urteilt die Kirche über ihn, und keine einzelne Person! Würden die Piusbrüder den päpstlichen Primat ernstnehmen, dann müßten sie ihrem "Heiligen Vater" auch bedingungslosen Gehorsam leisten, so aber machen sie sich selbst zu seinem Richter, und tun seit ihrer Gründung, was ihnen gefällt. In Wirklichkeit sind sie praktische Sedisvakantisten, die zwar auf die theoretischen Sedisvakantisten hinhacken, aber selbst so handeln, als ob ihnen der erklärte Wille ihres "Papstes" gleichgültig sein könnte. Die Schriften Prof. Holzers sind jedem gläubigen Katholiken zum Studium wärmstens empfohlen!
Immaculata90
@Caruso Sie Glücklicher!
Caruso
Morgen früh sind wir - endlich mal wieder - in Maria Engelport zur Heiligen Messe. Mit einer seeehr kleinen Gruppe aus unserer Pfarrei.
Da kann man wieder eintauchen in die Zeit vor dem Konzil.
Raffi2211
Er ist sedisvakantist geworden.
Er war früher bei Pius
simeon f.
Caruso likes this.
PaulK
Wegen F. bringt das die Gtv-Red. nun anscheinend auf der Überblicksseite. Eine späte Erkenntnis, aber immerhin. Die anderen Schriften von Anton Holzer sind ebenso lesenswert. Eine davon habe ich gepostet. Vielleicht wächst die Erkenntnis bei der Gtv-Red. langsam weiter.
Lektüreempfehlung: Anton Holzer: Die katholische Glaubensregel und der Kanon des heiligen Vinzenz
Caruso and one more user like this.
Caruso likes this.
Vered Lavan likes this.
Carlus
vielen Dank für den Beitrag
Carlus and 2 more users like this.
Carlus likes this.
Santiago74 likes this.
PaulK likes this.