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CollarUri
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Astrologie

Gibt es christliche Astrologie? Dieser Artikel will nach den Grundlagen des Begriffs der Astrologie fragen und ob diese ausreichen, dass sie für den christlichen Glauben einen Wert hat. Er fragt …More
Gibt es christliche Astrologie?
Dieser Artikel will nach den Grundlagen des Begriffs der Astrologie fragen und ob diese ausreichen, dass sie für den christlichen Glauben einen Wert hat. Er fragt daher 1. nach den Grundlagen, 2. nach der Rezeption während der Kirchengeschichte und 3. nach dem Verhältnis zur Esoterik.
Der Artikel gibt nur einen schlichten Überblick und liefert keine Literaturangaben. Ggf. werden solche später noch folgen.
1. Was sind die rationalen Grundlagen von Astrologie?
Katechismus der Katholischen Kirche, Ziff. 2116::
Hinter Horoskopen und Astrologie verbirgt sich der Wille, ... sich die geheimen Kräfte geneigt zu machen. Dies widerspricht der mit liebender Ehrfurcht erfüllten Hochachtung, die wir allein Gott schulden.
Nehmen wir einmal an, hinter dem Betreiben von Chemie und Physik verberge sich ebenfalls unter anderem der Wille, sich Kräfte geneigt zu machen. Wäre dies nun eine Sünde? Es muss also darum gehen, inwiefern die Kräfte "geheim" sind, inwiefern das …More
Ich erlaube mir M.K. zu zittieren: Immer wieder versuchen Menschen in der Astrologie, in der Sternenkunde, Hilfe für ihr Leben zu bekommen. Steht unser Glück wirklich in den Sternen? Zusatz, der Mensch sucht nach Antwort in der Astrologie, wird jedoch keine finden. Wer dies nicht wahrhaben will was Wahrheit ist bitte soll seine Narrheit weiterleben
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CollarUri
Es gibt Menschen, die suchen Hilfe bei der Ernährungswissenschaft, beim Fernsehen oder beim Doktor. Schon mal darüber nachgedacht?
Und keiner sage mir, Quacksalber oder Scharlatane seien inexistent.
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Trotzdem ist Ihnen in gewisser Weise auch wieder Recht zu geben. Gott behüte uns vor bewusstsein3.wordpress.com/…/die-verborgene-…
und Konsorten.
Immer wieder versuchen Menschen in der Astrologie, in der Sternenkunde, Hilfe für ihr Leben zu bekommen. Steht unser Glück wirklich in den Sternen?
Horoskope werden häufig angeboten und auch mit Interesse gelesen - das Tageshoroskop, das Horoskop für die Woche oder für das Jahr. Schon bei der Geburt eines Kindes wird das Lebenshoroskop erstellt. Hier wird von Schicksalsstrahlen gesprochen, die …More
Immer wieder versuchen Menschen in der Astrologie, in der Sternenkunde, Hilfe für ihr Leben zu bekommen. Steht unser Glück wirklich in den Sternen?
Horoskope werden häufig angeboten und auch mit Interesse gelesen - das Tageshoroskop, das Horoskop für die Woche oder für das Jahr. Schon bei der Geburt eines Kindes wird das Lebenshoroskop erstellt. Hier wird von Schicksalsstrahlen gesprochen, die das ganze Leben beeinflussen sollen. Schicksalbestimmend für jedes Lebewesen ist nach Ansicht der Astrologen, in welchem Winkel die Sterne im Augenblick der Geburt zueinander stehen. Die Konstellation der Sterne soll den Charakter, die Gesundheit und das Schicksal eines Menschen beeinflussen bzw. festlegen und zwar durch Strahlung, kosmische Kräfte oder übersinnliche Beziehungen.

Tatsache ist, dass die Horoskope-Ersteller immer noch die alten Rezepte der Chaldäer, Babylonier, Griechen und Römer gebrauchen. Die Astrologie ist ein Geisteserbe heidnischer Religionen, die besagen, dass Planeten und andere Gestirne der Tierkreiszeichen Götter sind, die Einfluss auf das Geschehen auf der Erde haben. Im magischen Weltbild des Altertums waren Planeten wirkende Mächte. Das ptolemäische Weltbild sah die Erde im Mittelpunkt der Welt, um sie herum sieben Sphären mit den Planetenbahnen und eine achte Sphäre mit den Fixsternen; also Sonne, Mond und Sterne kreisen um die Erde. Seit Kopernikus wissen wir, dass die Erde nicht im Mittelpunkt der Welt steht und lt. Forschungsberichten der Astronomen steht fest, dass sich die Konstellation der Sterne von Jahr zu Jahr verändert. Damit werden Weltbild und Winkelberechnung der Astrologen gegenstandslos.

Die Astrologie verwechselt die Schöpfung mit dem Schöpfer. Bei der Erschaffung der Welt spricht Gott: "Lichter sollen am Himmelsgewölbe sein, die über die Erde hin leuchten, über Tag und Nacht sollen sie herrschen und das Licht von der Finsternis scheiden." Die Schöpfung kündet unaufhörlich die Größe und Allmacht Gottes und ist ein nie endender Lobpreis Gottes. Die Bibel lehrt uns, dass Gott die Gestirne zur Beleuchtung, sowie zur Regelung des Zeitrhythmus und der Navigation geschaffen hat, aber sie besitzen aus sich heraus keine Macht.

Die Astrologie befragt die Sterne und den Kosmos, um Auskunft über den Menschen zu bekommen, statt sich auf das Wort Gottes zu verlassen. Nur Gott kann Ratgeber unserer Zukunft sein.
In Jes. 47,13 lesen wir u.a.: Sollen sie doch auftreten und dich retten, sie, die den Himmel deuten und die Sterne betrachten, die dir an jedem Neumond verkünden, was kommt. Wie die Spreu werden sie sein, die das Feuer verbrennt . . . . Sie machen sich alle davon, keiner will dir mehr helfen.

Es tauchen immer mehr neue Namen und Bezeichnungen bezüglich Astrologie auf. Es wird von "inneren Reisen" zum Organsystem gesprochen; bei Beziehungs- und Familienproblemen bedient man sich der "astrologischen Analyse". Astro-Diagnose und -Therapie wird in diversen esoterischen Heilverfahren praktiziert, z.B. bei Bachblüten-, Klangschalen-, Reinkarnations- und Aroma-Therapien. Auch bei Ayurveda und Feng Shui wird mit Hilfe des Horoskops gearbeitet. Sogar Geistheiler lassen sich von der Astrologie leiten. Astrologie gehört in den Bereich der Wahrsagerei. Was bringt das Morgen, die Zukunft für mich? . . .

Im Wort Gottes heißt es: "Sorge Dich nicht um das Morgen, der morgige Tag sorgt für sich selbst". Im Heute bekommen wir immer die nötige Kraft. Den Augenblick, den wir gerade leben, investieren wir in die Ewigkeit
CollarUri
Sie sprechen nur einen Teil der Astrologie an.
Bezüglich dieses Teils ist Ihre Meinung richtig.
Aber was ist, wenn jemand ganz ohne religiösen Anspruch Charaktertypen nach Monaten annimmt?
Das muss ein jeder für sich entscheiden und verantworten.
Ich halte mich davon fern.
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Nein das liegen Sie falsch @CollarUri . Jedoch wer etwas nicht wahr haben will lässt sich auch nicht von der Wahrheit überzeugen.... Alles Gute
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Wie gesagt nicht Astronomie mit Astrologie verwechseln. Auch in der Astronomie kennt man Tierkreiszeichen aber eben aufrund der Wissenschaft und nicht worum es in der Astrologie geht
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Waagerl
Nun ja, die Worte von Jesus in der Heiligen Schrift sagen es doch ganz deutlich! Die Zeichen am Himmel, könnt ihr deuten, aber nicht die ZEICHEN DER ZEIT! Wenn Astrologie zu VERGÖTZUNG wird, dann heißt es fremde Götter anbeten, Wahrsagerei, Zauberei! Und das ist ein SÜNDE!! Totenbeschwörung! Erdgötter anrufen Pachamama Rituale usw ebenfalls!!
Waagerl
Außerdem, wenn man es mit den Falschlehrern in Verbindung bringt, die in Schafskleidern auftreten, dann weiß man ja das diese, nicht das Heil der Welt im Blick haben.
CollarUri
Ja, aber nicht jede Astrologie muss Vergötzung sein.
Chemie, Physik, Mathe, Psychiatrie und Philosophie verbieten Sie auch nicht, nicht mal die Soziologie.
Waagerl
Stimmt, aber wenn der Mensch das Christozentrische aus Augen den verliert, dann bleibt er stecken oder verirrt sich! Glaube und Vernunft!! Siehe Ratzinger!
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CollarUri
Natürlich. Es geht ja nicht darum, dass die Astrologie über alle Zweifel erhaben wäre, sondern erstens darum, ob es eine nicht-okkulte Astrologie gibt, zweitens ob sie für die Grundsätze des Christentums akzeptabel ist und drittens ob sie dann noch vernünftige Aussagen tätigen kann.

Die ersten beiden Dinge glaube ich bejahen zu müssen, das dritte ist mir unbekannt.
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Waagerl
Waagerl
Nun Im Vatikan soll ja auch ein Planetarium stehen, also es kommt auf die Anwendung an!

ALLES MEINEM GOTT ZU EHREN,...
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CollarUri
@Waagerl Auch rede ich nicht einer rein intuitiven Astrologie ohne vernünftige Grundlagen das Wort. Die Frage ist eher, ob die vernünftigen Grundlagen nur vorgeschoben sind oder nachvollziehbar.
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Waagerl
Das kommt auf das Auge des Betrachters an! Wir Christen sollten es mit der Heiligen Schrift abgleichen unter Hinzuziehung des Heiligen Geistes!

www.povel.info
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Waagerl
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Waagerl
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Ihre Frage: ob es eine nicht-okkulte Astrologie gibt. Antwort: Nein.
Ihre Frage: ob sie für die Grundsätze des Christentums akzeptabel ist. Antwort Nein.
Drittens: darum ist zu Unterscheiden zwischen Astrologie und Astronomie, worin ein wehementer Unterschied liegt. Stellen wir uns die Frage, wozu benutzt der Mensch die Astrologie? Stellen wir uns die Frage, was ist Astronomie? Wir werden …More
Ihre Frage: ob es eine nicht-okkulte Astrologie gibt. Antwort: Nein.
Ihre Frage: ob sie für die Grundsätze des Christentums akzeptabel ist. Antwort Nein.
Drittens: darum ist zu Unterscheiden zwischen Astrologie und Astronomie, worin ein wehementer Unterschied liegt. Stellen wir uns die Frage, wozu benutzt der Mensch die Astrologie? Stellen wir uns die Frage, was ist Astronomie? Wir werden erkennen das es bei Beiden um die Sterne geht, im Sinn jedoch triften beide komplett auseinader. Der Mensch macht die Sterne verantwortlich für sein Schicksal und orientiert sich danach, ja beginnt sein Leben danach zu richten...und hierbei sind wir bei der Aussage von Waagerl. Jesus Christus verschwindet und wird durch die Astrologie ersetzt. Die Astronomie hingegen ist eine reine Wissenschaft der Sternkunde, um es vereinfacht darzustellen, ersetzt (sollte es zumindest nicht) jedoch nicht Jesus Christus. Die 3 Könige waren Wissenschaftler und Gott benutzte den Stern um Ihnen die Richtung zu weisen...und was fanden Sie?
Waagerl
Scivas Wisse die Wege Hildegard von Bingen, unterscheidet sich klar von, den weltlichen Esoterikern, die ihren Namen mißbrauchen!
Ähnliche Namen Shiva Buddhismus, Hinduismus!
CollarUri
@Pater Jonas Danke für die klaren Aussagen. Leider kann ich sie nicht nachvollziehen, besonders die erste, es gebe überhaupt keine nichtokkulte Astrologie.
Beispiel: Jemand findet in seinem Verwandten- und Bekanntenkreis Charakterunterschiede und führt sie darauf zurück, dass diese Leute zu verschiedenen Jahreszeiten geboren sind. Er überlegt unter anderem, ob es an der Tageslänge liegt, also am …More
@Pater Jonas Danke für die klaren Aussagen. Leider kann ich sie nicht nachvollziehen, besonders die erste, es gebe überhaupt keine nichtokkulte Astrologie.
Beispiel: Jemand findet in seinem Verwandten- und Bekanntenkreis Charakterunterschiede und führt sie darauf zurück, dass diese Leute zu verschiedenen Jahreszeiten geboren sind. Er überlegt unter anderem, ob es an der Tageslänge liegt, also am Sonnenstand, der ja einen offensichtlichen Einfluss auf die Natur hat. Ist dieser Beobachter etwa kein Astrologe? Oder ist seine Überlegung etwa okkultistisch?!
Dann zu den Hl. Drei Königen. Es stimmt, dass Gott sie geführt hat. Sie haben aber schon von sich aus einen neugeborenen König der Juden gesucht (Mt 2,2), evtl. aufgrund eines Auftretens von Saturn und Jupiter gemeinsam - sogenannter Königskonjunktion - im Sternzeichen Fische - dem Israel zugerechnet wurde. Wenn es redlich ist, sich mit Wissenschaft anzustrengen, damit Gott einem hilft, warum sollte es bei dieser Sternkunde anders sein?
@LarsLonte Was hat das was Sie hier schreiben - Vier-Elementen-Lehre - mit Jesus Christus zu tun? Es klingt eher nach Esoterik auch wenn der Name des Herrn vor kommt und dadurch missbraucht wird....
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@CollarUri Ich empfehle Ihnen sehr zu überdenken was Astrologie in Wahrheit ist. Gegenfrage ist Esoterik Ihrer Meinung nach Okkult oder Christlich?
CollarUri
@Pater Jonas Esoterik ist meines Wissens bzw. nach meinem Sprachgebrauch okkult, aber man kann die Astrologie nicht ohne weiteres der Esoterik zurechnen.
Elementenlehre spielt allerdings traditionell eine gewisse Rolle. Einem der zwölf Zeichen wird jeweils eines der vier alten Elemente zugeordnet und so der Charakter eines in diesem Zeichen geborenen Menschen diesem Element zugeteilt; die …More
@Pater Jonas Esoterik ist meines Wissens bzw. nach meinem Sprachgebrauch okkult, aber man kann die Astrologie nicht ohne weiteres der Esoterik zurechnen.
Elementenlehre spielt allerdings traditionell eine gewisse Rolle. Einem der zwölf Zeichen wird jeweils eines der vier alten Elemente zugeordnet und so der Charakter eines in diesem Zeichen geborenen Menschen diesem Element zugeteilt; die Grundannahme lautet, je nach astrologischer Richtung etwas variabel, Feuer-Wesen neigten zu Deutlichkeit, Begeisterung und Cholerik, Erde-Wesen zu Sicherheit, Konvention und Melancholie, Luftzeichen zu Spontaneität, Erfindergeist und Sanguinik, Wasserzeichen zu Gleichmut, Stetigkeit und Phlegma.
Dies ist nun aber statistisch nicht erfasst und somit wissenschaftlich nur äusserst schwach begründet. Mit dem Christentum hat es für sich genommen nicht zu tun.
Hinzu tritt die Lehre der Aspekte, wonach die Gegenüberstellung zweier astrologischer Punkte benennbare Auswirkungen habe, z. B. ein Verhältnis von 120° befruchtend und ein Verhältnis von 90° spannungsreich sei. Beispiel: Einer ist am 1. Januar geboren, der zweite am 1. April, der dritte am 1. Mai. Nach der astrologischen Faustregel wird nun das Verhältnis zwischen dem Januar- und dem April-Kind stress-, frust- und spannungsgeladen sein, das Verhältnis zwischen Januar- und Mai-Kind aber diesen beiden grosse Chancen für Verständigung und Entfaltung eröffnen. Die Winkel von 120 bzw. 90 ° ergeben sich aus der Annahme, das Jahr sei ein Kreis von 360°.
Das sind aber nur die krassesten Grundannahmen. Meist gestaltet sich das Vorgehen eines Astrologen weit komplizierter und darum, wie ich befürchte, auch undurchsichtiger, um nicht gleich zu sagen "okkult" oder "esoterisch". Aber wenn ich einem Mathematiker über die Schultern schaue, ist mir auch nicht gleich alles klar.
@CollarUri Sie scheinen nicht zu erkennen wie Sie hier zwei Dinge komplett durcheinader bringen und vermischen. Sie geben den Eindruck Sie befassen sich lieber mit Astrologie und Esoterik als mit der Bibel und Jesus Christus. Um es erneut zu verdeutlichen Astrologie und Esoterik haben sehr viel gemeinsam. Die Astrologie wird nicht umsonst als die sogenannte leichte Einstiegsdroge für die …More
@CollarUri Sie scheinen nicht zu erkennen wie Sie hier zwei Dinge komplett durcheinader bringen und vermischen. Sie geben den Eindruck Sie befassen sich lieber mit Astrologie und Esoterik als mit der Bibel und Jesus Christus. Um es erneut zu verdeutlichen Astrologie und Esoterik haben sehr viel gemeinsam. Die Astrologie wird nicht umsonst als die sogenannte leichte Einstiegsdroge für die Esoterik bezeichnet. In der Beichte und Seelsorge lernt man viele Menschen kennen. Ich kann Ihnen sagen durch diese Menschen wurde mein Horizont auf schockierende Weise erweitert. Und nun belasse ich es hiermit, wer nicht wahr haben will was wahr ist, dem ist scheinbar nicht zu helfen. Mögen auch Sie durch das Wirken Gottes wie Saulus vom Pferd fallen...auch er musste von seiner Blindheit geheilt werden..... Gottes Segen
CollarUri
@Pater Jonas Kann einfach nicht verstehen, warum Sie so generell abblocken. Versuch eines Vergleichs: "Lastwagen sind immer ein Mordwerkzeug" sagt nicht einmal einer, dessen Bruder von einem Lastwagen zerdrückt worden ist. "Politik ist immer unchristlich" würde ich z. B. sagen, wenn ich nur die EU kennte. Aber warum soll Astrologie immer unchristlich sein, solange den Astrologen der Okkultismus …More
@Pater Jonas Kann einfach nicht verstehen, warum Sie so generell abblocken. Versuch eines Vergleichs: "Lastwagen sind immer ein Mordwerkzeug" sagt nicht einmal einer, dessen Bruder von einem Lastwagen zerdrückt worden ist. "Politik ist immer unchristlich" würde ich z. B. sagen, wenn ich nur die EU kennte. Aber warum soll Astrologie immer unchristlich sein, solange den Astrologen der Okkultismus nicht nachgewiesen ist? Jedenfalls widerstrebt es mir, dem Hl. Thomas mangelndes Christentum vorzuwerfen! Verzeihen Sie mir das bitte.
@CollarUri Lesen Sie was ich geschrieben habe. Ich blocke nicht generell ab jedoch welchen Sinn macht es weiter mit Ihnen zu diesem Thema zu diskutieren wenn Sie nicht bereits sind Ihre Meinung als unwahr zu hinterfragen
CollarUri
Meine Meinung ist nicht zum Vornherein unwahr. Sie lautet, dass einigen Astrologen dann und nur dann zu folgen ist, wenn sie ihre Grundlagen ganz und gar offenlegen, es gibt aber christliche Autoren, namentlich Thomas, die genau in diese Richtung weisen. Lesen auch Sie bei Interesse meine Posts nochmals; Hinweis: Der Artikel hört oben nicht auf, sondern wird als erster Kommentar fortgesetzt.
@LarsLonte - Haben Sie Connections zur Gralsbewegung?
CollarUri
Freut mich, dass das Thema rege kommentiert wird. Allerdings bleibt der Widerspruch bis jetzt: Einige lehnen es, wohl aufgrund der unsachgemässen Verwendung, generell ab, andere nehmen es eindeutig an aufgrund der Bibel.

Die Legitimierung der Astrologie ist offensichtlich ein unerforschtes Feld.
Die heiligen Drei Könige betrieben Astrologie, das Zeichen für Konstantin war ebenfalls ein Sternbild. Die 12 Tierkreiszeichen sprechen über 12 Grundcharaktere, die Gott erschaffen hat. Aber nur der von der Kirche verurteilte Integrismus fordert, dass alles christlich sein müsse. Es muss weder eine christliche Mathematik oder Automechanik geben noch eine christliche Astrologie. Unchristlich aber …More
Die heiligen Drei Könige betrieben Astrologie, das Zeichen für Konstantin war ebenfalls ein Sternbild. Die 12 Tierkreiszeichen sprechen über 12 Grundcharaktere, die Gott erschaffen hat. Aber nur der von der Kirche verurteilte Integrismus fordert, dass alles christlich sein müsse. Es muss weder eine christliche Mathematik oder Automechanik geben noch eine christliche Astrologie. Unchristlich aber wäre die Vorstellung, dass Gott unsere Freiheit aufhebt und die Sterne unser Leben lenken.
CollarUri
Die Rede von der "christlichen Astrologie" meint nicht so sehr eigene christliche Gesetze oder den Wunsch nach Vereinnahmung als wie "christentumskompatibel" oder allenfalls "mit besonderem Augenmerk auf Christus, Bibel und Kirchengeschichte".
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Wenn dann Astronomie, nicht Astrologie. Darin liegt ein grosser Unterschied!
CollarUri
@Pater Jonas Aufgrund Ihres wiederholten Einwurfs möchte ich fragen: 1. Gibt es etwa keinen Effekt des Mondes im Hinblick auf die Feuchtigkeit gewisser Gegenden und Landstriche? 2. Können die Tageslänge, die Temperatur und der Jahresverlauf nach einem so sensiblen Ereignis wie der Geburt theoretisch Einfluss auf die frühkindliche Prägung haben oder nicht? 3. Gibt es je nach Jahreszeit wirklich …More
@Pater Jonas Aufgrund Ihres wiederholten Einwurfs möchte ich fragen: 1. Gibt es etwa keinen Effekt des Mondes im Hinblick auf die Feuchtigkeit gewisser Gegenden und Landstriche? 2. Können die Tageslänge, die Temperatur und der Jahresverlauf nach einem so sensiblen Ereignis wie der Geburt theoretisch Einfluss auf die frühkindliche Prägung haben oder nicht? 3. Gibt es je nach Jahreszeit wirklich überhaupt gar keine Charakterunterschiede? 4. Gibt es zwischen dem 19. und 23. des Monats nicht wenigstens möglicherweise häufige meteorologische Änderungen in der Natur, die dem Eintritt der Erde in einen neuen Teil des Firmaments nahelegen könnten?
5. Ist die Tatsache, dass Leute professionelle Hilfe bei der Astrologie suchen und vereinzelt auch zu finden meinen, wenn doch die Zeitung auch ein Horoskop bietet, nicht möglicherweise ein Indikator dafür, dass zwischen Phantasiehoroskop und Detailhoroskop ein qualitativer Unterschied besteht? - Bin allerdings in diesem letzten Punkt unsicher. Ob die Leute dazu einen guten Grund haben und nicht besser mehr beten würden, ist mir eben nicht klar.
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Kurz erklärt: Astrologie Finger weg da sicher nicht christlich. Astronomie hingegen ist Wissenschaft
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CollarUri
Meine Frage ist, ob das in dieser Kürze gelten kann. Ich glaube eher nicht.
Worin liegt denn Ihrer Meinung nach der Unterschied oder anders gefragt was halten Sie von Horoskop? Wenn Sie der Meinung sind Horoskope oder eben Astrologie sei harmlos weil...(eben 1000 Ausreden) .... dann sollten Sie hierzu die Bibel kontaktieren
CollarUri
Sicher nicht immer harmlos. Die Frage ist eher ob fallweise zulässig bzw. aus welchen Gründen und ob fallweise sogar hilfreich. (Nicht meine Behauptung, aber meine etwas hartnäckige Frage.)
Was die Bibel betrifft, verurteilt sie Zauberei, die Verehrung von Sternen als Götter und Totenbeschwörung. Astrologie als solche ist nicht dabei, sondern wird durch die Begebenheit um die Hl. Drei Könige …More
Sicher nicht immer harmlos. Die Frage ist eher ob fallweise zulässig bzw. aus welchen Gründen und ob fallweise sogar hilfreich. (Nicht meine Behauptung, aber meine etwas hartnäckige Frage.)
Was die Bibel betrifft, verurteilt sie Zauberei, die Verehrung von Sternen als Götter und Totenbeschwörung. Astrologie als solche ist nicht dabei, sondern wird durch die Begebenheit um die Hl. Drei Könige eher gutgeheissen.
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Antiquas
Astrologie ist kompletter Humbug.
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CollarUri
Das hat nicht ausgereicht, mich zu überzeugen.
Antiquas
Damit kann ich leben.
MMB16
Einer meiner privaten Lehrer hatte sich damit lange beschäftigt: Seit der altägyptischen Hochzeit der Astrologie haben sich die Sterne im Jahreskreis um gut 3 Monate verschoben. Dennoch ist die Typenlehre, die der geburtsbezogenen Charaktere, empirisch noch nachvollziehbar. Es hat also wohl mehr mit den jahreszeiten und ihren vorgeburtlichen und nachgeburtlichen Einflüssen zu tun als mit dem …More
Einer meiner privaten Lehrer hatte sich damit lange beschäftigt: Seit der altägyptischen Hochzeit der Astrologie haben sich die Sterne im Jahreskreis um gut 3 Monate verschoben. Dennoch ist die Typenlehre, die der geburtsbezogenen Charaktere, empirisch noch nachvollziehbar. Es hat also wohl mehr mit den jahreszeiten und ihren vorgeburtlichen und nachgeburtlichen Einflüssen zu tun als mit dem Lauf der Sterne am Firmament.
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CollarUri
Das - Typenkunde nach Monaten, aber ohne direkte kosmische Begründung - könnte hinhauen, ist aber nicht erforscht, oder gibt es Literatur dazu?
MMB16
Ist erforscht, es gibt Studien dazu. Das korreliert, vermutlich wegen der jahreszeitlichen Einflüsse.
CollarUri
Bitte gewisse grundlegende Studie, Artikel, Buch oder Link angeben.
MMB16
@CollarUri Das kann ich leider nicht, da ich das nur aus einem Gespräch weiß und es meinem damaligen Lehrer geglaubt habe. Es war zu der Zeit allerdings auch eine Wissenschaftlerin in der Stadt, die dazu an der Hochschule einen Vortrag hielt. Sie sprach von den jahreszeitlichen Einflüssen. Und im Land der 1.000 Studien, in den USA, ist, so viel mir unter anderem noch erinnerlich ist, recht …More
@CollarUri Das kann ich leider nicht, da ich das nur aus einem Gespräch weiß und es meinem damaligen Lehrer geglaubt habe. Es war zu der Zeit allerdings auch eine Wissenschaftlerin in der Stadt, die dazu an der Hochschule einen Vortrag hielt. Sie sprach von den jahreszeitlichen Einflüssen. Und im Land der 1.000 Studien, in den USA, ist, so viel mir unter anderem noch erinnerlich ist, recht aufwendig der Zusammenhang zwischen Berufen und Sternzeichen untersucht worden. Es tut mir leid, dass ich da nicht weiter vertiefend und fundierend beitragen kann. Mir ist das Thema nicht so wichtig und die Erklärung erscheint mir plausibel (die Verschiebung der Sternzeichen ist astronomisch unbestritten). Mein damaliger Lehrer war übrigens durch seinen katholischen Pfarrer auf das Thema aufmerksam gemacht worden, dieser hatte da wohl ein Faible für.
CollarUri
Sie sind wenigstens ehrlich. Danke.
Es ist schon bemerkenswert, wie sich "aufgeklärte Menschen" sofort auf den Horoskop Teil des Käseblattes werfen, das sie gerade gekauft haben und diesem Mist bedingungslos vertrauen, aber die Glaubenswahrheiten ablehnen. Eitelkeit (gekaufte oder gefälschte Doktor- oder Adelstitel) Wundersucht und Hang zum Okkultismus sind Folgen der Erbsünde!
CollarUri
Das stimmt, lässt aber eine Einteilung der Menschen in Typen gemäss Geburtsmonat oder -stunde schon zu.
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Blaubeere
Astrologie beschäftigt sich mit den sogenannten Sternzeichen. Dabei gibt es auch Mond-und Sonnenzeichen. Bestimmen Sterne und Planeten, oder Gott Ihr Leben? Der Heilige Augustinus hat in seinen Bekenntnissen auch erklärt wieso Astrologie nicht geht.
Astronomie ist die Wissenschaft über den Weltraum.
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CollarUri
@Blaubeere Wo hat Augustinus das "erklärt"? Ich habe nur gelesen, dass ein weiser Lehrer ihm davon abgeraten habe. Dass es Irrtum oder Sünde sei, ist aufgrund von Augustinus nicht einzusehen.
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Ein weiser Lehrer sagte Augustinus er soll die Finger von der Astrologie lassen. Viele verwechseln Astrologie mit Astronomie. Selbst in der Alchemie wird Astrologie verwendet und diese wiederum wurde zu okkulten Praktiken missbraucht....die Alchemie
Blaubeere
Er schrieb ein Buch in dem er seine Konversion zum Christentum (Er wurde Katholisch) beschrieb, und sich seiner Irrtümer beschuldigte.
Er dankte Gott das er wegkam von dem allen, und widerlegte Irrlehren denen er gefolgt war. Dieses Buch ist zur Lehre der Leser, damit sie nicht in den gleichen Lebenswandel fallen mögen.
Astrologie gehört zum Okkultismus, und lässt das Herz verdunkeln. Im obigen …More
Er schrieb ein Buch in dem er seine Konversion zum Christentum (Er wurde Katholisch) beschrieb, und sich seiner Irrtümer beschuldigte.
Er dankte Gott das er wegkam von dem allen, und widerlegte Irrlehren denen er gefolgt war. Dieses Buch ist zur Lehre der Leser, damit sie nicht in den gleichen Lebenswandel fallen mögen.
Astrologie gehört zum Okkultismus, und lässt das Herz verdunkeln. Im obigen Beitrag wird behauptet das Wissenschaft Sünde ist, was nie stimmte. Wissenschaft an sich ist keine, aber es geht darum wie man die Welt mit Wissenschaft angeht.

Astrologie ist Sünde.
CollarUri
@Blaubeere Erklären Sie das genauer. Die Erfahrung des Augustinus ist offensichtlich auf Okkultismus bezogen. Muss Ihrer Meinung nach die Astrologie zwingend okkultistisch sein?
augustinus 4
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CollarUri
(Fortsetzung) dass aber andererseits...... auch die Physiognomen und Anatomen, welche die Gesichter und Körper der Menschen untersucht haben, wenigstens so weit sie der Astrologie zugeneigt waren nur aus Wunschdenken zu ihren Ergebnissen kamen.

Die Ergebnisse der Astrologie sind bis heute nicht erforscht. Nur darf uns dies nicht verleiten, denjenigen zu verurteilen, der ihre Existenzberechtigung…More
(Fortsetzung) dass aber andererseits...... auch die Physiognomen und Anatomen, welche die Gesichter und Körper der Menschen untersucht haben, wenigstens so weit sie der Astrologie zugeneigt waren nur aus Wunschdenken zu ihren Ergebnissen kamen.

Die Ergebnisse der Astrologie sind bis heute nicht erforscht. Nur darf uns dies nicht verleiten, denjenigen zu verurteilen, der ihre Existenzberechtigung durch Beobachtungen oder auch durch Beratungen von Menschen weiterhin herauszufinden sucht.

c) Wenn der Katechismus das Horoskopstellen verwirft, so tut er dies dennoch mit gutem Grund. Es gibt ja nicht nur den braven Astrologen, der darüber nachdenkt, ob ein Anfangs März Geborener regelmässig ein anderes Wesen an den Tag lege als einer, der Anfang Oktober Geburtstag hat. Es gibt nämlich auf der andern Seite auch den armen Ratsuchenden, der vielleicht gerade in einer Lebenskrise steckt und vom Astrologen gerne wissen möchte, ob er eher in die Partnerschaft zu Frau A oder zu Frau B investieren sollte. Ein ehrlicher Astrologe aber kann diese Frage kaum beantworten. Daher entspringt die Gleichsetzung der Astrologie mit Esoterik, wie sie im Katechismus ausgesagt wird, zwar nicht in allem einer genauen Analyse, weist den Menschen aber doch den richtigen Weg: lieber Rat beim Gebet zu suchen.

2. Welche Vertreter der Kirche heissen Astrologie gut und wer verurteilt sie? Zu betrachten sind

a) biblische Grundlagen b) die Kirchengeschichte c) die heutigen Vertreter der Kirche

a) Genesis 1 sagt ausdrücklich, dass Gott die Sterne erschaffen hat. Das war insbesondere für die Zeit der Abfassung jener biblischen Bücher von ganz zentraler Aussagekraft, glaubten doch etliche Völker damals, die Sterne seien selbst Götter, die durch ihre Beziehungen das Geschehen auf der Erde mitbestimmten oder vorzeichneten. Wenn wir mit der Bibel glauben, dass die Sterne nur geschaffen sind, ebenso wie die Luft, das Wasser, der Boden oder die Lebewesen, dann erkennen wir, dass bestenfalls Einflüsse der Sterne eine Rolle spielen können, diese uns und unser Verhalten aber niemals völlig beherrschen, sondern Herrscher ist stets ein geistiges Wesen.

Eine weitere, ganz prominente Stelle zur Astrologie findet sich in der Geschichte von den Heiligen Drei Königen. Sie haben den Stern des Königs gesehen und sich deswegen auf den Weg gemacht. Ob die drei sich dabei auf objektive Erkenntnisse stützten oder nur durch Gottes Vorsehung rein intuitiv auf ihr Ergebnis kamen, wissen wir nicht. Sie selber aber sprechen von Erkenntnis, wenn sie sagen: Wir haben seinen Stern gesehen.

Ebenfalls zu erwähnen ist die Beschreibung des Kosmos im Buch Daniel und in der Apokalypse, wo "gewaltige Zeichen" am Himmel erscheinen. Symbolisch ist dabei die Zahl 12, die in jedem Fall eine Fülle bedeutet: in den 12 Stämmen Israels, den 12 Aposteln und den 12 Sternen zu Füssen der Frau ebensogut als wie in den 12 Tierkreiszeichen der Astrologie und den 12 Monaten des Jahres. Und diese letzteren beruhen ja bekanntlich auf der Natur (ca. 12 Mal Vollmond, von dem Zeitpunkt an, wo die Sonne am höchsten steht, bis die Sonne wieder am höchsten steht).

b) In der Kirche stehen sich seit jeher Verurteiler und Benutzer der Astrologie gegenüber. Zu den prominentesten Verurteilern soll Augustinus gehören. Bei ihm wird allerdings nur erwähnt, dass ihm durch einem weisen Lehrer von der Astrologie abgeraten worden sei, weil sie zu unverbindliche Aussagen mache und also zur Geldmacherei entarte. Dass dies bei Teilen der Astrologie der Fall ist, bestreiten wir hier auch nicht.

Dagegen sind Albertus Magnus und Thomas von Aquin weit differenzierter in ihren Aussagen, da sie immerhin für möglich halten, dass das typische Verhalten der Menschen sowie die typischen Situationen, in welche sie sich begeben, möglicherweise mit einer Prägung korrelieren, welche je nach Sternkonstellation variiert.

c) Heute ist die Situation unübersichtlich, es wird unter Theologen wenig über Astrologie geredet. Der Grund ist einfach, dass es für die Schlüssigkeit astrologischer Aussagen keine Anhaltspunkte gibt. Somit ist die Debatte darüber unwissenschaftlich. Dennoch ist bekannt, dass enige Theologen die Menschen in astrologische Typen einteilen und wenigstens ein Stückweit diese Einteilung für sinnvoll halten, ohne darin einen Konflikt mit dem Glauben zu entdecken, so wenig als wie es ein Konflikt mit dem Glauben ist, die unterschiedliche Körpergrösse zweier Menschen zu messen. Es findet sich aber meines Wissens kein namhafter Theologe, der daraus öffentlich verbindliche Schlüsse zieht.

3. Wie verhält sich eine christentumskompatible Astrologie zu einer esoterischen Astrologie und wie verhält sich Christentum überhaupt zu Esoterik?

Eine christliche Astrologie wird sich in jedem Fall zwingender Aussagen enthalten. Sie wird allenfalls eine Weltgeschichte entwerfen, in der die Zeit Christi eine besondere Rolle spielt. Interessant ist, dass die meisten Astrologen - wobei nicht untersucht ist, ob sie christlich sind - um jene Zeit vor ca. 2000 Jahren den Punkt veranschlagen, an welchem eine "Zeitenwende" stattfindet, weil die Erdachse einen bestimmten Punkt, den astrologischen Frühlings- und Herbstanfang, passiert hat, welcher nur ca. alle 24000 Jahre in dieser krassen Weise berührt wird. Mir unbekannt ist, welche Astrologen ihn eigentlich wann und wie genau berechnet haben. Jedenfalls scheint es (gemäss Aussagen einiger Astrologen) bei den alten Griechen und Babyloniern bereits Anzeichen zu geben, dass sie diesen Punkt wichtig nehmen. Der kürzeste Tag des Jahres (Wintersonnenwende) und somit die vermutete Geburtszeit Christi steht zu diesem Kardinalpunkt des Frühjahresanfangs im Verhältnis eines Kreuzes. Das wäre doch für eine christliche Astrologie immerhin ein Anfang.

Was die Einteilung der Menschen in Typen betrifft, so wird eine christliche Astrologie zwar zugestehen, das Verhalten der Menschen immer wieder aufgrund der Geburtskonstellationen erklärlich zu machen, sich jedoch hüten, es ausschliesslich darauf zurückzuführen, da sonst der freie Wille eingeschränkt ist.

Genau umgekehrt ist es nun bei der esoterischen Astrologie. Sie hat die Eigenschaft, dass sie elitären Zirkeln vorbehalten wird, die sich der Behauptung verschreiben, alles Verhalten des Menschen sei aufgrund seiner schicksalhaften Bindung an die Sterne erklärlich. Dass sie sich damit das Problem einhandelt, sich selbst beobachten zu wollen, sei nur am Rande erwähnt. Der Mensch kann sich ja nur mit Hilfe des Spiegels selbst beobachten, nicht durch die blossen Augen. Würde ich nun behaupten, mein Verhalten sei aufgrund meines Geburtshoroskops determiniert, nun wer würde wohl diese meine Behauptung, die aufzustellen doch auch zu meinem Verhalten gehört, ihrerseits determinieren, ich oder meine Sterne? Wenn es meine Sterne sind, weil sie ja alles determinieren, nun so können sie mich ja morgen schon veranlassen, das Gegenteil von dem zu sagen, was ich heute sage, und es wird ebenso richtig sein. Bin aber ich es selbst, der die Aussage macht, nun so ist ja schon vorausgesetzt - um nicht zu sagen bewiesen -, dass es ein Ich ausserhalb der Stern-Einflüsse gibt. Spiegel ist da keiner vorhanden, also auch keine klare Aussage über Selbstbeobachtung.

Das Christentum muss sich gegen rein spekulatives und sogar unlogisches Denken natürlich abgrenzen. Und wenn dann die Prätendenten und Liebhaber dieses Denkens noch sagen, sie hätten schon eine Lösung, würden diese aber aus unerklärten Gründen geheimhalten, so muss man sich eben damit begnügen, dass der Christ glaubt, weil er hört, und nicht glaubt, wenn er nicht hören darf.

Soweit Esoterik mit solch erlauchten Zirkeln zu tun hat, heisst es: Finger davon.