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Die EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) hat die Lehre des Heiligen Anselm von Canterbury über …

Copie von EKD Vorreformatorische Lehrtraditionen 2.1 Antike und Mittelalter Bis heute lassen sich die Nachwirkungen unterschiedlicher Lehrtraditionen der Vergangenheit auffinden. Im Blick auf das …
@Eugenia-Sarto , @Carlus :"Auch wenn Anselm nicht erklären kann, wieso der Tod es Gottmenschen das unendliche Gut des Gottmenschen freisetzt"...

Meine Gedanken dazu:

Sein Kreuzestod war die unendliche Genugtuung für unser aller Sünden wider Gott , auch derer die verloren gehen - aber:

Das kostbare Blut Jesu, das ER bis zum letzten Blutstropfen für uns vergossen hat, um Seine -aber nur …More
@Eugenia-Sarto , @Carlus :"Auch wenn Anselm nicht erklären kann, wieso der Tod es Gottmenschen das unendliche Gut des Gottmenschen freisetzt"...

Meine Gedanken dazu:

Sein Kreuzestod war die unendliche Genugtuung für unser aller Sünden wider Gott , auch derer die verloren gehen - aber:

Das kostbare Blut Jesu, das ER bis zum letzten Blutstropfen für uns vergossen hat, um Seine -aber nur seine Kinder - von allen Sünden reinzuwaschen, (Taufe, Reue,Beichte) macht seine Kinder gerecht vor Seinen Augen.

Aber das reicht nicht, um Anteil an der Gottheit Christi zu bekommen:

Dazu gab Er uns, Seinen Kindern - und nur diesen - (Lehre der Kirche )Sein göttliches Fleisch und Blut im Allerheiligsten Sakrament des Altares zu essen und zu trinken.

In jeder gültig konsekrierten Hostie ist lt. Lehre der Kirche der Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Jesu Christi gegenwärtig. (Die Frage ist, ob sie im NOM noch gültig konsekriert ist. Es ist ja der Gräuel der Verwüstung)

Der Herr sagt es selber: (Joh. 6,53)
" Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das Ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag.
Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und ein blut ist wirklich ein Trank.".
..

Das ist es:

Das Opferlamm musste dafür geschlachtet werden,

damit wir Sein Fleisch essen und Sein Blut trinken können um Anteil an Seiner Herrlichkeit, Seiner Göttlichkeit und dem Ewigen Leben zu erlangen.


Darum musste das Opferlamm sterben.

Daran haben sich schon damals die meisten seiner Jünger und Nachfolger die Zähne ausgebissen, fanden es "unerträglich" und folgten ihm nicht mehr nach.

Aber ganz offensichtlich ist dies unerlässlich, um in den Himmel einglassen werden zu können.
Der Satz:"Auch wenn Anselm nicht erklären kann..." stammt von der EKD. Das ist deren Kommentar.
Natürlich kann Anselm es erklären und tat es auch in seinem Buch. Ganz im Sinne der Tradition.
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Eugenia-Sarto Vielen Dank für Ihren Hinweis auf Diekamp-Jüssen. Ich wollte einer Tendenz in heutigen konservativen Kreisen entgegenwirken, die die von Leo XIII. vorgenommene Engführung der Philosophie der Kirche fortsetzt und aristotelisch thomistische Philosophie als die einzig gültige Philosophie der Kirche hinstellt, wenn auch nur durch ein Übergehen des anderen philosophischen Traditionsstran…More
Eugenia-Sarto Vielen Dank für Ihren Hinweis auf Diekamp-Jüssen. Ich wollte einer Tendenz in heutigen konservativen Kreisen entgegenwirken, die die von Leo XIII. vorgenommene Engführung der Philosophie der Kirche fortsetzt und aristotelisch thomistische Philosophie als die einzig gültige Philosophie der Kirche hinstellt, wenn auch nur durch ein Übergehen des anderen philosophischen Traditionsstranges.
So las ich letzthin, dass man Augustinus mit den Augen von Thomas lesen müsse.
Ein ausgezeichnetes, aber nicht ganz leicht zu lesendes Buch über Anselm ist verfasst von Adolf Schurr: "Die Begründung der Philosophie durch Anselm von Canterbury" (1966). In diesem zeigt er vor allem, dass der Gottesbeweis von Anselm schlüssig ist. Kant und Thomas haben Einwände gegen ihn erhoben, die Schurr entkräftet.
Dieser Gottesbeweis scheint mir gerade im Hinblick auf die Auseinandersetzung mit dem Islam von Bedeutung. Denn die fünf Wege zu einem Schöpfergott die Thomas aufzeigt (die Bezeichnung Gottesbeweise ist m. M. nach nicht angemessen), gelangen eben nur zur Existenz eines Schöpfergottes, dem die Moslems zustimmen. Es kommt wohl nicht von ungefähr, dass ein der Tradition der Kirche verbundener thomistisch ausgerichteter Philosoph vor einiger Zeit behauptete, dass Christen und Moslems denselben Gott anbeten. Er bezog sich auf die Philosophie des hl. Thomas, die er offenbar als d i e Philosophie betrachtet, die aber für diese Auseinandersetzung wie man sieht ungeeignet ist.
Der Gottesbeweis von Anselm geht weit über die Existenz eines Schöpfergottes hinaus, weil er auch den Bereich der Ethik einschließt. Dem kann der Islam nicht zustimmen, weil er einen Willkürgott lehrt. Einem Vertreter des platonisch-augustinischen Traditionsstranges der Kirche käme wohl nicht in den Sinn zu behaupten, dass Christen und Moslems denselben Gott anbeten.
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Ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihre Ausführungen.
Den hl. Anselm habe ich erst kürzlich kennengelernt und bin begeistert.
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Eugenia-Sarto Ich wüsste nicht, inwiefern Thomas von Aquin die Lehre von Anselm vervollkommnet hat. Die katholische Kirche hat zwei philosophische Traditionsstränge, die in ihrer Erkenntnislehre sehr verschieden sind
Der eine verläuft über Aristoteles und Thomas, der andere über Platon, Augustinus, Anselm und Bonaventura. Nachdem dieser bis zur Aristoteles-Rezeption durch Thomas im 13. Jahrhunder…More
Eugenia-Sarto Ich wüsste nicht, inwiefern Thomas von Aquin die Lehre von Anselm vervollkommnet hat. Die katholische Kirche hat zwei philosophische Traditionsstränge, die in ihrer Erkenntnislehre sehr verschieden sind
Der eine verläuft über Aristoteles und Thomas, der andere über Platon, Augustinus, Anselm und Bonaventura. Nachdem dieser bis zur Aristoteles-Rezeption durch Thomas im 13. Jahrhundert in der westlichen Kirche vorherrschend gewesen war, gewann später, nach Turbulenzen, der aristotelisch-thomistische Traditionsstrang eine Dominanz. Aber die Vertreter beider Traditionsstränge blieben in der Kirche präsent, auch in den Orden, bis Leo XIII. die aristotelisch-thomistische Philosophie praktisch zur offiziellen Philosophie der Kirche erklärte. Für die Auseinandersetzung mit den Feinden der Kirche hielt er diese Philosophie für die geeignetste, vermutlich weil ihre objektivistische Denkweise der als subjektivistisch verstandenen neuzeitlichen Philosophie am stärksten entgegengesetzt war.
Im Hinblick auf beide philosophische Traditionsstränge der Kirche war das eine, wenn auch verständliche, Engführung, die m. M. nach negative Folgen hatte, worauf ich aber hier nicht näher eingehen kann.
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@Rückkehr-Ökumene Ich habe das heute im Diekamp-Jüssen (1. Lizenzneuauflage 2013) gelesen. Zitat S. 587: " Die Bezeichnung des Erlösungswerkes Christi als "satisfactio" schon beiläufig durch Cyprian und Ambrosius angewandt, hat durch Anselm von Canterbury Bürgerrecht in der Theologie erhalten. Er hat in seiner Schrift Cur Deus homo den Begriff der Genugtuung eingehend analysiert und eine …More
@Rückkehr-Ökumene Ich habe das heute im Diekamp-Jüssen (1. Lizenzneuauflage 2013) gelesen. Zitat S. 587: " Die Bezeichnung des Erlösungswerkes Christi als "satisfactio" schon beiläufig durch Cyprian und Ambrosius angewandt, hat durch Anselm von Canterbury Bürgerrecht in der Theologie erhalten. Er hat in seiner Schrift Cur Deus homo den Begriff der Genugtuung eingehend analysiert und eine förmliche und vollständige Genugtuungslehre aufgestellt. Sie wurde von den späteren Theologen, besonders vom hl. Thomas noch vervollkommnet und in ihren Grundgedanken vom Konzil von Trient als Ausdruck der kirchlichen Erlösungslehre angenommen."

Vielen Dank für Ihre Kritik!
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Es hat mich positiv überrascht, dass die EKD diese Lehre des Heiligen Anselm von Canterbury so klar und unwidersprochen dargestellt und übernommen hat. Denn in katholischen Kreisen wird der Heilige von einigen Seiten kritisiert.www.ekd.de/fuer_uns_gestorben.htm
Diese Lehre des Heiligen ist sehr tiefgehend und gut verständlich. Die katholische Kirche hat diese Lehre übernommen, der Heilige Thomas von Aquin hat sie vervollkommnet.
Auf den obenstehenden Kommentar von @Rückkehr-Ökumene zu der Behauptung des Dogmatikers Diekamp-Jüssen, der auf eine Vervollkommnung der Lehre Anselms durch den hl. Thomas hinweist, mache ich hiermit ausdrücklich aufmerksam.