01:07
Sabrina
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Flos Carmeli

Zum morgigen Hochfest der Allerseligsten Jungfrau vom Berge Karmel
Iacobus
AstridWö
Dankesehr!

Der (vollständige) Text + Übers.:

Flos Carmeli
vitis florigera,
splendor caeli
Virgo puerpera
singularis.

Mater mitis,
sed viri nescia,
carmelitis
esto propitia,
stella maris.

Radis Jesse
germinans flosculum,
nos adesse
tecum in saeculum
patiaris.

Inter spinas
quae crescis lilium,
serva pura
mentes fragilium,
tutelaris!

Armatura
fortis pugnantium,
furunt bella,
tende praesid…More
Dankesehr!

Der (vollständige) Text + Übers.:

Flos Carmeli
vitis florigera,
splendor caeli
Virgo puerpera
singularis.

Mater mitis,
sed viri nescia,
carmelitis
esto propitia,
stella maris.

Radis Jesse
germinans flosculum,
nos adesse
tecum in saeculum
patiaris.

Inter spinas
quae crescis lilium,
serva pura
mentes fragilium,
tutelaris!

Armatura
fortis pugnantium,
furunt bella,
tende praesidium
scapularis.

Per incerta
prudens consilium,
per adversa
iuge solatium
largiaris.

Mater dulcis,
Carmeli domina,
plebum tuam
reple laeitita
qua beatis.

Paradisi
clavis et janua,
fac nos dulci
quo, Mater, gloria
coronaris. Amen.
***
Blume auf Karmels Höh’n,
Weinstock, an Blüten reich,
Zierde des Himmels;
Mutter und Jungfrau gleich,
du einzig Hehre.

Du gute Mutter,
du nur vom Geist erkannt:
uns Karmeliten
reich deine Hand,
o Stern des Meeres.

Reis, das aus Jesse sprosst,
Blüte, die uns erfreut,
steh uns zur Seite
jetzt und in Ewigkeit,
du treue Jungfrau.

O schöne Rose,
die unter Dornen steht.
Urbild der Reinheit,
die nie vergeht,
sei uns’re Schutzfrau!

Zuflucht im Erdenstreit,
Festung im Sturmgebraus,
hilf uns im Kampfe.
Breite den Mantel aus
und wehr dem Feinde.

In alle Trübsal
schenke uns Trost und Rat;
führe die Deinen
auf sich’rem Pfad,
o kluge Jungfrau.

Mutter und Königin,
Ursprung der Seligkeit,
Zierde des Karmel.
Füll uns das Herz mit Freud
ob deiner Größe.

Des Himmels Pforte
tu uns, o Mutter, auf,
dass deine Brüder
den Erdenlauf
bei Gott vollenden. Amen.

Von der hl. Edith Stein wurden folgende Strophen hinzugefügt:

Filiarum
Cordi suavissimo
Cor tuarum
illi mitissimo
O inclina!

Pacem rogamus
Audi clementer nos,
Te obsecramus
Juva potenter nos,
O Regina!
Heine
Hochfest der seligen Jungfrau Maria vom Berge Karmel – “Skapulierfest”
Das Fest wird seit dem 15. Jahrhundert am 16. Juli begangen. 1595 wurde es von der vatikanischen Ritenkongregation auch außerhalb des Ordens ermöglicht, 1726 von Papst Benedikt XIII. für die ganze katholische Kirche eingeführt.
Die im Karmelitenorden von Anfang an gepflegte Marienverehrung hängt mit dem Ursprung des Ordens …
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Hochfest der seligen Jungfrau Maria vom Berge Karmel – “Skapulierfest”
Das Fest wird seit dem 15. Jahrhundert am 16. Juli begangen. 1595 wurde es von der vatikanischen Ritenkongregation auch außerhalb des Ordens ermöglicht, 1726 von Papst Benedikt XIII. für die ganze katholische Kirche eingeführt.
Die im Karmelitenorden von Anfang an gepflegte Marienverehrung hängt mit dem Ursprung des Ordens zusammen: Es handelt sich um eine Gruppe von Eremiten, die wohl schon seit altchristlicher Zeit auf dem Berg Karmel (bei Haifa) nach dem Vorbild des Propheten Elija und seiner Schüler ein asketisches Leben führten. Sie deuteten die kleine Wolke, die nach der langen Dürre in der Zeit Elijas vom Meer aufstieg und den rettenden Regen ankündigte (1 Kön 18, 44), als ein Bild der Mutter des Herrn. Die Verehrung der Heiligen Jungfrau unter dem Titel „Unsere liebe Frau vom Berg Karmel“ nahmen sie auch mit nach Europa, als sie im 13. Jahrhundert vor den Sarazenen fliehen mussten.
Besondere Bedeutung bekam das Fest durch die Verbindung mit dem Skapulier. In einer Vision erschien Simon Stock die Gottesmutter Maria mit einem Skapulier in der Hand und dem Versprechen, dass jeder, der es trägt, unter ihrem besonderen Schutz steht; auch Angehörige anderer Orden baten dann, ein Skapulier tragen zu dürfen. Daher kommt auch die Bezeichnung „Skapulierfest“ für den heutigen Gedenktag.

Das Skapulier – ein marianisches Zeichen
Eines dieser traditionellen Zeichen der Kirche, das es seit sieben Jahrhunderten gibt, ist das Skapulier Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel. Es ist ein Zeichen, das von der Kirche gutgeheißen und vom Karmelitenorden angenommen wurde als äußere Bekundung der Liebe zu Maria, des kindlichen Vertrauens zu ihr und der Verpflichtung, ihr Leben nachzuahmen. Das Wort Skapulier weißt auf ein Kleidungsstück hin, das die Ordensleute bei handwerklicher Tätigkeit anlegten. Mit der Zeit nahm die Gewohnheit, dieses Kleidungsstück zu tragen, einen symbolischen Sinn an. Nämlich den, als Jünger in der Gefolgschaft Jesu sein tägliches Leben zu gestalten.
In einigen Ordensgemeinschaften, wie in der des Karmel, wandelte sich zudem das Skapulier zu einem Zeichen eigener Art. Es begann, die besondere Übereignung der Karmeliten an Maria, die Mutter des Herrn, zu symbolisieren, das Vertrauen auf ihren mütterlichen Schutz darzustellen, verbunden mit dem Wunsch, ihr Leben der Hingabe an Christus und die Mitmenschen nachzuahmen. So wurde es ein marianisches Zeichen.

Zeichen christlichen Engagements – Das Karmelskapulier
Das Skapulier hat seine Wurzeln in der Tradition des Ordens, der es als Zeichen mütterlichen Schutzes durch Maria interpretierte. Ausgehend von diesem jahrhundertealten Verständnis erwarb es sich nach und nach einen geistlichen (kirchlich anerkannten) Sinn:
- Es steht für die Bereitschaft zur Nachfolge Jesu, nach dem Vorbild Marias, des vollkommenen Modells der Nachfolge Christi. Zu dieser Nachfolge sind wir durch die Taufe aufgerufen, die uns zu Kindern Gottes, zu Brüdern und Schwestern Jesu macht.-
- Es gliedert in die Karmelfamilie ein, in den Orden der Brüder und Schwestern, den es seit mehr als acht Jahrhunderten in der Kirche gibt. Es lädt dazu ein, das Ideal dieser Ordensfamilie zu leben: die intime Freundschaft mit Gott im betrachtenden Gebet.
- Es stellt uns das Beispiel der Karmelheiligen vor Augen. Mit ihnen dürfen wir uns in vertrauter, geschwisterlicher Weise verbunden fühlen.
- Es ist Zeichen des Glaubens an ein ewiges Leben mit Gott, das wir durch den Schutz Marias und auf ihre Fürsprache zu erlangen hoffen.
Das Skapulier wird nur einmal aufgelegt und zwar durch einen Geistlichen oder einen anderen Beauftragten. Es kann durch eine Medaille mit dem Bild des Herzens Jesu auf der einen und dem Mariens auf der anderen Seite ersetzt werden. Wer das Skapulier trägt, ist zu einem wirklich christlichen Leben verpflichtet, d.h. einem Leben nach dem Evangelium. Er geht zu den Sakramenten und verehrt in besonderer Weise die Gottesmutter. Es sollte ihm selbstverständlich sein, sich täglich wenigstens einmal im Gebet an Maria zu wenden (z.B. durch ein Ave-Maria).

DIE PÄPSTE UND DER KARMEL:
Papst Johanes Paul II. zu 750 Jahren Karmel
Papst Benedikt XVI. zu 800 Jahren Karmel
Entnommen:Hochfest der seligen Jungfrau Maria vom Berge Karmel - Zeit zu beten
Eva
ansgar8