Haupt Christi - Sitz der Göttlichen Weisheit

Haupt Christi - Sitz der Göttlichen Weisheit ,,Alle Seelen, welche mein blutbeflecktes, mit Dornen gekröntes Haupt verehren und in sühnender Liebe betrachten, werden Meine Glorienkrone im Himmel …
@Vered Lavan: Bezugnehmend auf Ihre Frage zum Ursprung der Rosa mystica habe ich einen Artikel geschrieben.
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Waagerl
Genau wie der Glaubensabfall voranschreitet und der NWO der Weg bereitet wird, geht es jetzt sämtlichen Visionären an den Kragen. Alles was vor einigen Jahren noch gut geheißen wurde, wird jetzt als Betrug deklariert.

Am Ende wird es noch so kommen, das man die Heilige Schrift anzweifelt!
Nicht sämtlichen Visionären, nur den Hysterikern, den wichtigtuerischen Puten.
Ein Pater Pio wird nicht in Frage gestellt werden. Ich glaube auch, dass die Resl von Konnersreuth nie jemals ernsthaft in Frage gestellt wurde oder wird. Bei ihr läuft übrigens ein Seligsprechungsprozess, geleitet von meinem ehemaligen Schulkameraden Dovikar Georg Schwager.

Dass die Heilige Schrift mal in Frage geste…More
Nicht sämtlichen Visionären, nur den Hysterikern, den wichtigtuerischen Puten.
Ein Pater Pio wird nicht in Frage gestellt werden. Ich glaube auch, dass die Resl von Konnersreuth nie jemals ernsthaft in Frage gestellt wurde oder wird. Bei ihr läuft übrigens ein Seligsprechungsprozess, geleitet von meinem ehemaligen Schulkameraden Dovikar Georg Schwager.

Dass die Heilige Schrift mal in Frage gestellt wird, glaube ich nicht. Die wird ja sogar von Protestanten und Zeugen Jehowas anerkannt.

Überall lauern Gefahren. Die Modernisten lassen sich von der Welt vereinnahmen und die Traditionsorientierten von der Falschmystik. EB Lefebvre etwa glaubte so mir nix dir nix an die angeblichen Marienerscheinungen von San Damiano an Mama Rosa. Doch als diese von Papst Paul VI. nur so schwärmte, verlor er auch den Glauben an San Damiano. Was sind denn das für Argumente?! Hat er sich die Botschaften zuvor nicht angeschaut? Daran merkt man einfach, wie sehr Traditionsorientierte dazu neigen, allem Übernatürlichen sofort Glauben zu schenken. Ich halte das für eine überzogene Gegenreaktion auf den Modernismus, der alles Übernatürliche gänzlich ablehnt.
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Die FSSPX lehnt alle Erscheinungen nach 1950 rigoros ab.
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DrMartinBachmaier - Es gab mal eine Klein-Schrift namens "Stimmen aus dem Jenseits" wo gesagt wurde, dass sie im Fegefeuer sei, weil sie Heroldsbach verleumdet hatte. Aber das ist leider keine seriöse Quelle. Eher hätte ich mir von S.E. Kardinal Ratzinger über viele 'Seher' Klarstellungen aus dem Heiligen Offizium gewünscht. Letzteres ist ja jetzt auch unter F1 im Orkus des V2-Sovjetkirchengula…More
DrMartinBachmaier - Es gab mal eine Klein-Schrift namens "Stimmen aus dem Jenseits" wo gesagt wurde, dass sie im Fegefeuer sei, weil sie Heroldsbach verleumdet hatte. Aber das ist leider keine seriöse Quelle. Eher hätte ich mir von S.E. Kardinal Ratzinger über viele 'Seher' Klarstellungen aus dem Heiligen Offizium gewünscht. Letzteres ist ja jetzt auch unter F1 im Orkus des V2-Sovjetkirchengulag verdampft.
Vered Lavan: Ich glaube, dass es sich hier um die angeblichen Offenbarungen an Therese Obermeier (Schreibweise unsicher) handelt. Die hatte ich gelesen. Dürfte an die 100 Seiten haben. Zu glauben, dass eine himmlische Person so viele Seiten diktiert, ist ja allein schon unglaubwürdig.
Meines Wissens stimmt es aber, dass die Resl Heroldsbach auf Anfrage des Bischofs abgelehnt hat. In besagter …More
Vered Lavan: Ich glaube, dass es sich hier um die angeblichen Offenbarungen an Therese Obermeier (Schreibweise unsicher) handelt. Die hatte ich gelesen. Dürfte an die 100 Seiten haben. Zu glauben, dass eine himmlische Person so viele Seiten diktiert, ist ja allein schon unglaubwürdig.
Meines Wissens stimmt es aber, dass die Resl Heroldsbach auf Anfrage des Bischofs abgelehnt hat. In besagter Schrift heißt es, dass sie dem Bischof gefallen wollte. Ein Unterstellung übrigens.
Es ist einfach ein Unding, zu glauben, eine Visionärin nehme einer kirchlichen Untersuchungskommission die Arbeit ab, sei sozusagen ein Auskunftsbüro des Himmels. Es ist Aufgabe der Kirche, eine Erscheinung zu untersuchen und nicht die Aufgabe irgendwelcher übernatürlich Begnadeter
Aber die Menschen halten sich halt lieber an Visionäre. So muss ja auch Pater Pio für einiges herhalten. Angeblich habe er San Damiano und Garabandal für echt gehalten. Heroldsbach übrigbens auch. Nur letzteres von diesen dreien ist wirklich echt.
DrMartinBachmaier - Ja - es ist Aufgabe des Heiligen Offiziums.
@Vered Lavan: Zitat: "Die FSSPX lehnt alle Erscheinungen nach 1950 rigoros ab."
Danach kam auch nichts mehr (ich meine: keine Erscheinung mehr) von der Gottesmutter. Allerdings begannen die Erscheinungen in Heroldsbach 1949 und dauerten bis 1952.
DrMartinBachmaier - Ein älterer Herr, der zur Tradition gehört, sagte mir dies vor einigen Jahren. Aber ich weiß das genaue Jahresdatum nicht mehr. Es kann auch etwas später gemeint sein (Todesjahr Pius XII.?).
@Vered Lavan: Ich habe aber im Priorat München der Piusbruderschaft gesehen, dass jeder 13. des Monats nicht nur als Fatima-Tag ausgegeben wird, sondern in Klammern "Rosa mystica" dabeisteht. Letzterer Titel ist ja an sich nicht falsch, aber ich sehe halt doch darin auch einen Hinweis auf die vorgeblichen Erscheinungen von Montichiari.

Und es hing auch einmal der Wundenrosenkranz aus.
Und …More
@Vered Lavan: Ich habe aber im Priorat München der Piusbruderschaft gesehen, dass jeder 13. des Monats nicht nur als Fatima-Tag ausgegeben wird, sondern in Klammern "Rosa mystica" dabeisteht. Letzterer Titel ist ja an sich nicht falsch, aber ich sehe halt doch darin auch einen Hinweis auf die vorgeblichen Erscheinungen von Montichiari.

Und es hing auch einmal der Wundenrosenkranz aus.
Und auch der Immaculata-Rosenkranz (gelehrt in Marienfried) wird dort gebetet.
Ich kenne ja diese Leute, und irgendwann werde ich sie mal auf diese Irrtümer verweisen.
DrMartinBachmaier - Könnte es sein, dass der Titel "Rosa Mystica"aus dem Mittelalter stammt?: Kommt in der Lauretanischen Litanei vor!!: de.wikipedia.org/wiki/Rosa_mystica
@DrMartinBachmaier
Danach kam auch nichts mehr von der Gottesmutter.
______
Aber klar, doch!!
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ExNavi
ich persönlich habe auch nicht den rechten Zugang zur stark slawisch beeinflussten Mystik der heiligen Faustina. Diese slawische Mystik zeigte sich ja besonders auch bei Papst Johannes-Paul II, der ja die Verbreitung der Schriften von Faustina mehr als förderte.
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Manche sprechen auch vom polnischen Staatskult um Schwester Faustina.
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Waagerl
Im Radio, Horeb, KT-V, Ewtn und in vielen Kirchen wird doch der Barnherzigkeitsrosenkranz, der Wundennrosenkranz gebetet und die Botschaften der Visionäre verbreitet, sowie in vielen Kirchen in vielen Ländern. Auch ist Faustina Kowalska heilig gesprochen. Sind jetzt die anderen im Irrtum oder Sie @DrMartinBachmaier?
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Waagerl
Selig- und Heiligsprechungen bestätigen nicht die Richtigkeit der Botschaften. Das wurde früher mal klargestellt. Schwester Faustyna hat meines Wissens ihren Unsinn auf Anordnung ihres Beichtvaters in ihren Tagebüchern niedergeschrieben. So war dies ja nicht ihre Sünde. Eine Sauerei wäre es nur, diesen Beichtvater heiligzusprechen. Aber das ist ja nicht geschehen.

Wo Barmherzigkeitsrosenkranz (…More
Selig- und Heiligsprechungen bestätigen nicht die Richtigkeit der Botschaften. Das wurde früher mal klargestellt. Schwester Faustyna hat meines Wissens ihren Unsinn auf Anordnung ihres Beichtvaters in ihren Tagebüchern niedergeschrieben. So war dies ja nicht ihre Sünde. Eine Sauerei wäre es nur, diesen Beichtvater heiligzusprechen. Aber das ist ja nicht geschehen.

Wo Barmherzigkeitsrosenkranz (BRK) und Wundenrosenkranz (WRK) gebetet werden, sind natürlich dessen Beter im Irrtum, nicht ich, der ich die Rosenkränze von Pius V. propagiere. BRK und WRK sind keine kirchlich approbierten Gebete. Nur der vollkommene Ablass am Weißen Sonntag stammt vom Papst. Johannes Paul II. wollte sich offenbar als Papst nicht mehr durch Anerkennung der Faustyna-Visionen seinem Vorgänger Johannes XXIII. widersetzen, obwohl er solches als Bischof noch getan hat, indem er die von Johannes XXIII. verbotenen Faustyna-Jesus-Bilder wieder in die Kirchen seiner Diözese gebracht hat.

Im Übrigen sollte man auf heilige Päpste wie Pius V., der die drei Rosenkränze des Psaltes (die 150 Ave Maria als Ersatz für die 150 Psalmen) approbiert hat, mehr hören als auf Päpste, die mit falschen Religionen Gemeinschaft gepflegt haben und denen es folglich auch wurscht ist, ob eine Vision von Gott oder vom Teufel kommt. Hauptsache was Übernatürliches.

BRK und WRK sind ohnehin Rosenkränze, die man, selbst wenn sie der katholischen Lehre entsprächen, unter Ausschluss der Öffentlichkeit beten muss, sonst gibt man sich und die Kirche als Primitivlinge, die einen kurzen Satz zehnmal wiederholen, der Lächerlichkeit preis. Was sagt denn ein Mädel, das Sie lieben, wenn Sie ihr zehnmal hintereinander "Ich liebe dich" sagen? Das Ave Maria mit eingeschobenem Geheimnis dagegen hat trotz seiner Kürze Niveau.
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Noch was: Meines Wissens wird auch in vielen Kirchen der Novus Ordo gefeiert. Im Vergleich zur Alten Messe (nach Pius V.) ist er ähnlich primitiv wie etwa der Barmherzigkeitsrosenkranz im Vergleich zum freudenreichen, schmerzhaften oder glorreichen Rosenkranz (nach Pius V.).
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Und komischerweise haben all diese Kleinrosenkränze ein Schema, dessen Minderwertigkeit sich in drei Punkten ausdrücken lässt.
1. nur ein kurzer Satz pro Perle mit dem Ziel, sich der Lächerlichkeit auszusetzen.
2. Ersetzen des Ave Maria, das den Teufel am meisten schmerzt, da dort die Gottesmutter gebeten wird, an unserer Stelle (pro nobis) zu beten, da wir ja Sünder sind und unser sündiges …More
Und komischerweise haben all diese Kleinrosenkränze ein Schema, dessen Minderwertigkeit sich in drei Punkten ausdrücken lässt.
1. nur ein kurzer Satz pro Perle mit dem Ziel, sich der Lächerlichkeit auszusetzen.
2. Ersetzen des Ave Maria, das den Teufel am meisten schmerzt, da dort die Gottesmutter gebeten wird, an unserer Stelle (pro nobis) zu beten, da wir ja Sünder sind und unser sündiges Gebet nur wenig Wert hat. (Das deutsche "bitte für uns Sünder" ist eine grottenschlechte Übersetzung.)
3. Kein Fortschritt in den Gesätzen mit den zehn Perlen (wie in den normalen Rosenkränzen). Erstes Gesätzchen = . . . = fünftes Gesätzchen, um die in Punkt 1 angesprochene Lächerlichkeit noch zu verstärken.
Waagerl
@DrMartinBachmaier
Das alles ist sehr erschreckend! Dann haben die Kommissionen schlampig gearbeitet. Und die den Heiligsprechungen und Wallfahrtsorte angeblicher Heiliger sind nur als Einnahmequelle für die Kirche da?
Von welchen Kommissionen sprechen Sie, @Waagerl?
Waagerl
Naja die Untersuchungskommissionen um die Echtheit, dieser oder jener angeblichen Heiligen und ihren Botschaften!
Da wurde doch nichts anerkannt! Die Faustina-Visionen wurden durch Johannes XXIII. verworfen. Und von der Chambon ist meines Wissens nur ein kleines Gebet anerkannt, sonst nichts. Von der Teresa Higgins ist auch nichts anerkannt, charismatismus.wordpress.com/…/strategie-der-v….
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Waagerl
Heiligsprechung und Verehrung. Am 18. April 1993 sprach Johannes Paul II. Sr. Maria Faustyna Kowalska selig und am 30. April 2000 heilig. Der Gedenktag der heiligen Maria Faustyna ist der 5. Oktober.
Waagerl
www.kathpedia.com/index.php erstellte im Jahre 1999 das Gutachten "Schwester Marie-Marthe Chambon und die Authentizität der Verehrung der Wunden Jesu Christi" für die Glaubenskongregation in Rom. 2005 ließ er seine "Beurteilung der vier Berichtsbände über die Gnadenerweise der Dienerin Gottes" folgen. Die theologischen Grundlegungen haben sowohl den Weg für die Seligsprechung als auch für …More
www.kathpedia.com/index.php erstellte im Jahre 1999 das Gutachten "Schwester Marie-Marthe Chambon und die Authentizität der Verehrung der Wunden Jesu Christi" für die Glaubenskongregation in Rom. 2005 ließ er seine "Beurteilung der vier Berichtsbände über die Gnadenerweise der Dienerin Gottes" folgen. Die theologischen Grundlegungen haben sowohl den Weg für die Seligsprechung als auch für die Verbreitung der Wundenandacht auf eine neue Weise eröffnet.
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Waagerl
Seligsprechungsprozess

Der Erzbischof von Liverpool leitete den Seligsprechungsprozess für Teresa Higginson ein und trat persönlich für die Verbreitung ihrer Lebensgeschichte ein. Der Seligsprechungsprozess wurde in Rom im Jahre 1932 eingeleitet. Durch den Erlaß des Heiligen Offiziums 1938, wurde der Prozess nicht unterbrochen (so der Vizepostulator in "The Catholic Times" vom 10. und 17. Juli …
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Seligsprechungsprozess

Der Erzbischof von Liverpool leitete den Seligsprechungsprozess für Teresa Higginson ein und trat persönlich für die Verbreitung ihrer Lebensgeschichte ein. Der Seligsprechungsprozess wurde in Rom im Jahre 1932 eingeleitet. Durch den Erlaß des Heiligen Offiziums 1938, wurde der Prozess nicht unterbrochen (so der Vizepostulator in "The Catholic Times" vom 10. und 17. Juli 1938).
Waagerl
Privatoffenbarungen: Klärung der Strukturfrage
adorare.ch/prvtoffb.html
Auf der Startseite adorare.ch erscheint der "Jesus" der bedingungslosen Barmherzigkeit, der der Faustyna zuerst als Nackedei erschienen ist, sowie die Frau aller (Völker), der die holländischen Modernisten nachlaufen und die sich mit dem Rücken zum Kreuz stellt. Genau diese beiden Bilder waren noch vor einigen Jahren an der Münchner Bahnhofsstation "Karlsplatz (Stachus)" zu sehen. Als ob …More
Auf der Startseite adorare.ch erscheint der "Jesus" der bedingungslosen Barmherzigkeit, der der Faustyna zuerst als Nackedei erschienen ist, sowie die Frau aller (Völker), der die holländischen Modernisten nachlaufen und die sich mit dem Rücken zum Kreuz stellt. Genau diese beiden Bilder waren noch vor einigen Jahren an der Münchner Bahnhofsstation "Karlsplatz (Stachus)" zu sehen. Als ob sich die Wahrheit im Umfeld weltlicher bis hin zu soft-pornographischer Werbe-Bilder findet!

Zu Faustyna möchte ich insbesondere noch auf das hervorragende lange Posting von @matermisericordia vom 12. Mai um 20:32:43 Uhr verweisen, hier.
Im Barmherzigkeitsrosenkranz wird ja ein gewisser "Ewiger Vater" entgegen dem "miserere nobis" bei Litaneien auch um Barmhezigkeit für die ganze Welt gebeten, ohne dass sich diese bekehren müsse. Doch im Johannes-Evanelum heißt es: "Vater nicht für die Welt bitte ich dich, sondern für die, die Du mir gegeben hast, damit keiner von ihnen verlorengehe."
In den vom Engel gelehrten Gebeten von Fatima wird auch nicht um Erbarmen für die ganze Welt gebetet, sondern um die Bekehrung der Armen Sünder, die doch dem Erbarmen vorausgehen muss.
Die Faustyna-Gebete fördern also die Irrlehre der Barmherzigkeit für alle, ohne vorherige Umkehr.
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Es ist etwas, was mir auch erst vor wenigen Monaten so richtig bewusst geworden ist: Man meint immer, wenn jemand stigmatisiert ist, sei er schon ziemlich sicher ein Heilger. Doch das ist völlig falsch. Denken wir daran, dass es über 1000 Jahre lang keinen einzigen Stigmatisierten gab. (Der heilige Paulus trug vermutlichdie Wunden nur innerlich.)
Nun aber kam zu Beginn des 13. Jahrhunderts mit …More
Es ist etwas, was mir auch erst vor wenigen Monaten so richtig bewusst geworden ist: Man meint immer, wenn jemand stigmatisiert ist, sei er schon ziemlich sicher ein Heilger. Doch das ist völlig falsch. Denken wir daran, dass es über 1000 Jahre lang keinen einzigen Stigmatisierten gab. (Der heilige Paulus trug vermutlichdie Wunden nur innerlich.)
Nun aber kam zu Beginn des 13. Jahrhunderts mit dem hl. Franz von Assisi ein Träger der Wundmale Christi. Dass das Nachahmer finden wird, ist ja schon vorgezeichnet. Gibt es aber Nachahmer, dann auf vielerlei Weise: selbst gemacht, vom Teufel oder sonst irgendwie. Aber auch von Christus selbst, so etwa Pater Pio oder meiner Meinung nach auch Therese Neumann (die Resl von Konnersreuth).
Die Wunden Christi können also duchaus eine Auszeichnung sein, sie können aber auch dazu dienen, sich von den Mitmenschen abzuheben und Irrlehren zu verbreiten.
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Meines Wissens hat Maria Martha Chambon den Wundenrosenkranz gelehrt bekommen. Dabei ist auf den großen Perlen ein "Ewiger-Vater-Gebet" zu beten (diese Sorte dürfte wohl komplett vom Teufel stammen) und auf den kleinen wird das Ave Maria durch ein anderes, noch dazu extrem kurzes Gebet ersetzt. Dem Teufel geht es stets um die Abschaffung des richtigen Rosenkranzes, dessen Basis das Ave Maria …More
Meines Wissens hat Maria Martha Chambon den Wundenrosenkranz gelehrt bekommen. Dabei ist auf den großen Perlen ein "Ewiger-Vater-Gebet" zu beten (diese Sorte dürfte wohl komplett vom Teufel stammen) und auf den kleinen wird das Ave Maria durch ein anderes, noch dazu extrem kurzes Gebet ersetzt. Dem Teufel geht es stets um die Abschaffung des richtigen Rosenkranzes, dessen Basis das Ave Maria ist.

Außerdam hat auch Maria Martha Chambon eine Schmeichel-Einheit erhalten:
"Ich habe eine treue Dienerin in der seligsten Margareta Maria erwählt zue Verehrung meines Heiligsten Herzens, und dich, meine Maria Martha, habe ich dazu auserkoren, Meiner aneren Wunden zu gedenken und ihre Verehrung zu verbreiten."
Und dann die Heilsgewissheit nicht nur für sie, sondern auch für die sündige Welt: "Unfehlbar werden diese Wunden dich retten und die sündige Welt erlösen" (Johannes Maria Höcht: Stigmatisierte. Christiana-Verlag, 4. Auflage 1986. Seite 420).
Klingt recht fromm, und doch ist es Ketzerei.
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Waagerl
Teresa Higginson, die große Stigmatisierte Englands

Maria Martha Chambon, der hochbegnadeten Tochter der Alpen, tritt zu fast gleicher Zeit eine andere nicht minder begnadete Seele an den Gestaden des nordatlantischen Meeres zur Seite, die der Herr in ähnlicher Weise zu erhabenen Gnaden berief und die mit der großen Heiligen von Paray-le-Monial und der Stigmatiserten von Chambéry einen eigenen …
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Teresa Higginson, die große Stigmatisierte Englands

Maria Martha Chambon, der hochbegnadeten Tochter der Alpen, tritt zu fast gleicher Zeit eine andere nicht minder begnadete Seele an den Gestaden des nordatlantischen Meeres zur Seite, die der Herr in ähnlicher Weise zu erhabenen Gnaden berief und die mit der großen Heiligen von Paray-le-Monial und der Stigmatiserten von Chambéry einen eigenen wunderbaren Dreiklang bildet. Überraschung und Freude muß uns zugleich erfüllen, daß mit dieser Trägerin der Wundmale auch England nach jahrhundertelanger Pause wieder in den Strom der mystischen Gnaden eingeschaltet wurde, ja daß es mit dieser Seeele eine der erlesensten Kämpferinnen erhielt, die göttlichen Flammen der Liebe in wahren Feuergarben in die geistige Dürre des Jahrhunderts zu tragen. Seit den Zeiten eines Thomas Morus und John Fisher und der großen englischen Märtyrer, deren Heligsprechung im Jahre 1935 der englischen, religiösen Bewegung mächtige Auftriebe verlieh, hat England nach jahrhundertelangem Verebben keine so große Begnadete mehr sein eigen genannt, wie sie. Und wenn auch der britische Inselstaat im letzten Jahrhundert eine Reihe großer katholischer Charaktere hervorgebracht, die die Wiedergeburt des Katholizismus in England machtvoll beflügelten - wir brauchen hier nur an einen Wiseman and Newman, an einen Manning und Friedrich Wilhelm zu erinnern, so werden diese Männer, so bedeutend sie waren, dennoch von jener einsamen Dulderseele übertroffen, die sie alle an Reichtum und Tiefe der Gnaden überragte. Teresa Higginson, die Stigmatisierte der Diözese Liverpool, hat durch ihr sühnendes Beten und Leiden den vielleicht bedeutendsten Anteil zur inneren Erneuerung des englischen Katholizismus geleistet. Neben einem Matt Talbot, dem heiligmäßigen Arbeiter, und Margarete Sinclair, dem tapferen Fabrikmädchen, ist sie der Ruhm der jüngeren englisch-religiösen Bewegung!
Nicht zuletzt aber wird es uns mit ganz besonderer Genugtuung erfüllen, daß Teresa Higginson als eine Stigmatisierte der nord-germanischen Völkerfamilie angehört und daß sie als solche nachdrücklichst jene haltlose These widerlegt, daß nur der südländische Mensch zu den außerordentlichen Gaben der Stigmatisation und Ekstase und den höheren Gnaden der Mystik berufen sei. Christus leidet aufs neue auch in dem "nordisch-germanischen Menschen"! Aus seinen Stigmen fließ gleichfalls sein heiliges, kostbares Blut! Gibt es einen besseren Beweis für die Einheit von Christentum und germanischer Rasse, als daß hier wiederum ein Sproß ihrer Völkerfamilie mit seinen Wunden, mit seinem innersten Herzblut den leidenden Christus darstellt, ja dessen Kreuzestod verkündet?
Eine kleine bescheidene Lehrerin war Teresa Higginson, die abseits vom großen Weltgeschehen tatkräftig ihrer Erziehertätigkeit nachging. Und doch, wenn wir der Geschichte ihres glühenden Opferlebens nachspüren, dann müssen wir, wie so oft in der Geschichte der Stigmatisierten, in den Ruf ausbrechen, "daß wir dich, o Vater des Himmels, preisen, daß du es vor Weisen und Klugen verborgen, den Kleinen aber geoffenbart hast". Denn wahrhaft: sie hat die Aufgabe seelisch-religiöser Erneuerung bis in ihre tiefsten Tiefen erfaßt und darf ihren englischen Landsleuten, darüber hinaus aber allen Katholiken, als großartiges Beispiel eines wirklichen Opfer- und Sühnegeistes vorgestellt werden. Dabei aber wächst sie in ihrer großen Gnadenmission weit hinaus über eine ganze Anzahl ihrer Mitgenossinnen, die wir kennen.
Das letzte Verständnis für ihre innere Bedeutung vermittelt uns jedoch ein tieferer Blick in ihr Leben, in ihr heroisches Kämpfen und Ringen.

Teresa Higginson war als Tochter einer englischen Konvetitin geboren, deren Bekehrungsgeschichte ebenso überraschend wie interessant ist. Mit mehreren Kusinen nach Rom gekommen, hatte diese in einer der Kirchen Roms einen englischen Priester getroffen, der die kunstbegeisterten Damen in liebenswürdiger Weise durch die Bauten und Denkmäler der Ewigen Stadt führte. Dem Theologen ihre Abneigung gegen alles Katholische und besonders den Jesuitenorden bekundend, war Miss Bowness - so war der Mädchenname von Mistress Higginson - außerordentlich erstaunt, in der Person ihres zuvorkommenden Führers selbst einen Priester der Gesellschaft Jesu zu erblicken. Ihre Vorurteile gegen den Katholizismus schwanden schnell dahin und - Miss Bowness wurde katholisch! Es war ein Akt heroischen Opfermutes, denn ihre Konversion bedeutete die sofortige Verstoßung aus ihrer Familie! Darauf einen trefflichen englischen Katholiken heiratend, wurde sie Mutter von acht Kindern. Und unter ihnen befand sich als drittes Teresa Higginson, die am 27. Mai 1844 zu Gainsborough in der Grafschaft Lincoln das Licht der Welt erblickte.
In härtester Abgeschiedenheit der Diaspora und unter ungünstigsten Verhältnissen aufgewachsen, wurde sie schon seit frühester Jugend mit auffallenden Gnadenerweisen überschüttet, die das ebenso lebhafte wie zarte und oft kränkliche Kind auf den hohen Beruf vorbereiteten, der ihrer harrte. Erstaunliches wäre schon aus ihren ersten Lebensjahren zu berichten, Tatsachen, die uns zeigen, wie der Wille Gottes auch in einem ganz überwiegend protestantischen Lande katholische Heilige, ja Mystiker zu erwecken vermag! Deutlicher trat dann ihr Gnadenleben hervor, als sie, nach zehnjähriger Erziehung in der Klosterschule zu Nottingham, durch die plötzliche Verarmung der Familie gezwungen, den Lehrerinnenberuf ergriff. Einen Beruf, den sie trotz häufiger Schwäche und Erkrankung in zäher Ausdauer bis zu ihrem Tode ausübte. Gerade aber die durch ihn bedingte Lebensweise ermöglichte es, daß ihre Kolleginnen schon in ihren ersten Berufsjahren jene auffallenden Zustände zu beobachten vermochten, die sich mehr und mehr bei ihr einstellten. Bald als Ekstasen und erstaunliche Gesichte erkannt, gesellten sich ihren Gaben schwere diabolische Anfechtungen hinzu, für deren Tatsächlichkeit wir die besten Zeugnisse besitzen. Zudem merkte man, daß sie lange Zeit ohne Nahrung und ohne Trank zu leben vermochte und daß sie verschwindend wenig schlief und ihre einzige Lebenskraft aus der heiligen Kommunion zu nehmen schien. Kurzum, es war eine Fülle mystischer Tatsachen, die sich bereits damals bei ihr zeigten, und die ihrer Umgebung reichlich zu denken gaben. Dabei war Teresa, wie Augenzeugen dem Verfasser berichtehn ein ganz heiterer und froher Mensch, der ob seiner ungezwungenen Natürlichkeit die Herzen aller gewann, ja der etwas Anziehendes in sich trug, das sich niemand näher erklären konnte. Um so mehr erregten ihre merkwürdigen und auffallenden Zustände schon den Ansturm der Hölle. Mit Anwürfen der Verstellung und Heuchelei überschüttet, durfte die schwächliche, bescheidene Lehrerin bald in der Diözese Liverpool nicht mehr unterrichten. Sie fand dafür nach mancherlei Wechsel ein Unterkommen in der Klosterschule zu Edinburgh, die zum Bistum Birmingham gehört. Und hier wußte die verständige Oberin dafür zu sorgen, daß von ihren merkwürdigen Zuständen so wenig wie möglich an die Öffentlichkeit drang.
Schon in der Pfarrschule zu Wigan, wo sie ab 1872 beschäftigt war, wurde sie von Gott mit immer größerer Zielsicherheit auf den Weg des vertrauten Umganges mit Ihm und zur mystischen Vereinigung geführt. Die Ekstasen der in strengster Abtötung Lebenden wurden häufiger und häufiger. An äußeren Gaben traten die Bilokation und Herzenskenntnis hinzu; ferner die Gnadengabe der Prophetie; u.a. sagte sie den Weltkrieg voraus und daß man in der Luft und unter dem Wasser kampfen werde.
Inzwischen aber war bereits bei ihr jenes Phänomen hervorgetreten, das sie (unseres Wissens) zur ersten Stigmatisierten ihres Vaterlandes werden ließ, - eine Tatsache, die uns in unserem Zusammenhange entscheidend interessiert: In der Karwoche des Jahres 1874 erlebte sie zum ersten Male die Passion Unseres Herrn in ekstatischer und umfassender Weise; zwei ihrer Kolleginnen waren Zeugen derselben und schrieben den Verlauf ihrer Leiden mit aller Genauigkeit auf. Hierbei trifft sie zugleich in überraschender Weise die Einprägung der Wundmale des Gekreuzigten. Bereits am Freitag der Passionswoche, also acht Tage vor Karfreitag, empfing sie die Stigmata. Sofort bat sie inständig den Herrn, ihr die Wundmale wieder zu nehmen; aber die Zeichen der Passion Christi hielten bis zum Karfreitag bei ihr an, an welchem Tage Pater Wells, ihr damaliger Seelenführer, noch eines der Stigmen sah, während die anderen am Morgen desselben Tages verschwunden waren. Aber bei einer anderen Gelegenheit öffneten sich die Male erneut. Dazu wurden die betreffenden Stellen der Sitz starker Schmerzen. Teresa Higginson schreibt selbst darüber: "In der Mitte der Hände, an den Füßen, am Kopfe und am Herzen waren sie zeitweise außerordentlich groß, aber ich empfand stets eine Linderung, wenn sie bluteten, was aber nicht sehr häufig geschah. Ich habe auch einen heftigen Schmerz auf den Schultern. Ich schäme mich, es Schmerzen zu nennen, denn ich weiß, daß es überaus großen Ganden sind, die ich niemals verdient, mit denen ich auch nichts zu tun habe. Sie sind alle dein, o mein Gott, wie all die Gnaden dein waren, die du mir gewährt hast. Ich wußte anfangs nicht, was die Ursache dieser Gnaden sei, aber vor ungefähr zehn oder zwölf Jahren merkte ich, daß sie an Freitagen, an Festen unseres Herrn und während der Fasten stets schlimmer wurden. Ich habe aus ihnen stets große, geistige Stärkung und Segen geerntet. Oft, wenn ich fühlte, daß ich meine arme menschliche Natur in keiner Weise mehr ertragen konnte, habe ich diese Stellen gepreßt, wie wenn sie Quellen des Lebens für mich wären, und ich war dann stets imstande, es zu ertragen. Ich glaube, daß mir der Heiland große Hilfe gewährte, wenn ich so tat."
Miss Ryland, ihre Kollegin, die auf dem gleichen Zimmer mit ihr wohnte, gibt einen genauen Bericht über alles das, was sie an ihr zur Zeit dieser Leiden wahrnahm. Zunächst schildert sie den Empfang der Dornenkrone, dann, wie Teresa am folgenden Morgen die bereits am Freitag empfangenen Stigmata zu verbergen suchte, sich aber durch das Blut, das sich an ihrem Handtuche fand, verriet und wie die Erscheinungen jeden Morgen erneut auftraten. Miss Ryland fährt fort: "Am Karfreitag gingen wir zur Morgenandacht und ließen Miss Higginson im Bett und die Haustür verschlossen. Als wir zurückkamen, liefen wir beide sofort hinauf zu ihr und fanden sie auf dem Bett ausgetreckt. Sie hielt ihre Arme in Form eines Kreuzes, und an ihren Händen waren Wunden. Ich ging wie gewöhnlich nicht zu nahe heran. Ich sah eben noch, wie Miss Woodward die Kleider von dem unteren Ende des Bettes zurückzog, um zu sehen, ob die Füße ebenso wären; da lief ich fort, um Pater Wells zu holen. Er kam. Sie lag noch immer so und er sagte zu mir: "Laufen Sie schnell zum Arzt." Ich ging, und als ich in Begleitung des Dr. Hart zurückkam, war sie wieder in natürlichem Zustand und sprach mit Pater Wells. Dr. Hart fand sie außerordentlich schwach, aber er konnte wie Pater Wells sagte, nicht erkennen, was ihr fehlte."
Den schweren Prüfungen der Stigmatisation folgte noch im gleichen Jahre (1874) die mystische Verlobung und schließlich die mystische Vermählung (am 23. Oktober 1877/78), also höchste Stufen der Gottvereinigung.
Aber all diesen Gnaden schienen sie nur in besonderer Weise auf die eigentliche Mission ihres Lebens vorzubereiten. So wie er einst einer hl. Gertrud und einer Margarete Alacoque durch den Anteil an seinen Leiden die innere Kraft und Glut gegeben, in ihrer Zeit für die Wiedererweckung der Gnadenkärfte der Erlösung in ganz bestimmter Art das Ihre zu tun, so sollte offenbar auch sie als Trägerin der Wundmale Christi und als Mitdulderin seiner Passion das innere Rüstzeug empfangen, in ganz eigener Weise an der religiösen Erneuerung ihres Vaterlandes und unserer modernen Zeit mitzuwirken! Von Gott in schmerzensreicher Ekstase der Erkenntnis seiner unendlichen Liebe zu uns Menchen gewürdigt, schien sie um so tiefer und nachhaltiger zum Apostel seiner erhabenen Absichten berufen zu werden. Und hier stoßen wir auf jenen Punkt ihres Entwicklungsganges, den sie selbst als eine erhabene Aufgabe ihres Lebens bezeichnet hat und den wir um der historischen Treue willen wenigstens kurz hier erwähnen müssen: auf die ihr - nach ihren mannigfaltigen Aussagen - gewordene Mission der Verehrung des hl. Hauptes Unseres Herrn, die sie geradezu als Krönung der Herz-Jesu-Verehrung bezeichnete, jenes "Hauptes als Sitz der göttlichen Weisheit", in dem der Herr am meisten für das Heil der Seelen gelitten und dessen unermeßliche Leiden sie als Mitdulderin der Dornenkrone und seiner Todesangst so recht in aller Tiefe ermaß. (Anklänge hieran finden wir auch bei Katharina Emmerich.)
Schrecklich war - um nur eine ihrer prophetischen Visionen hier anzuführen -, was der Herr seiner Dienerin Teresa über die Endzeit der Kirche und die damit zusammentreffenden "Tage des Hochmutes, des Eigenwillens, der Auflehnung gegen die Kirche und des intellektuellen Hochmutes" offenbarte - und um so tröstlicher war, was er über den Sieg der Verehrung seines hl. Weisheit sagte:
"Ware es nicht im Gehorsam, ich würde es nie wagen, die schreckensvollen Dinge zu beschreiben, die mir gezeigt wurden..."
"Ich weiß nicht, wie und wohin ich gebracht wurde, aber es schien mir, ich sei auf einem hohen Platze und sah auf die Erde hinab. Zuerst sah ich eine Wolke von Finsternis die Erde umfassen, eine wirkliche, dichte, materielle Finsternis, die, wie ich auch verstand, dazu noch die Geistesverfinsterung darstellte, in die sich der Mensch selbst gestürzt hatte. Dann hörte ich das Dröhnen mächtigen Donners und sah den Blitz leuchten, und es schien mir, wie wenn Bälle von Feuer auf die Erde fielen und sie in ihrem Mittelpunkte trafen, Felsen in Trümmer zersplitternd. Und ich hörte das Rauschen von Wassern, und schreckliches Trauerklagen stieg von der Erde herauf. Und indem ich mich demütig niederwarf, flehte ich duch das kostbare Blut und das bittere Leiden Jesu Christi um Gnade, denn durch dieses Dunkel konnte man deutliche Sterne auf dem Grunde der Erde blitzen sehen (die heiligen Tabernakel seiner Liebe), und ich bat Gott, nicht auf uns zu schauen, sondern auf das Angesicht seines Sohnes. Und ich hörte eine mächtige Stimme sagen: "Ich will dieses Volk nicht retten, denn sie sind Fleisch. Bitte mich nicht in seinem Blute, denn sein Blut ist über ihnen."
"Ich kann nicht sagen, wie lange dieses dauerte, denn ich hatte ebenso sehr Angst wie ich niedergedrückt war. Dann aber hörte ich eine Stimme, und ich wußte ganz bestimmt, es war die unseres lieben Herrn und Heilandes Jesus Christus, welche sprach: "Sage, daß nicht eines von diesen, die mir gegeben sind, verloren gehen soll." "Dann hörten die Erdbeben auf, und die Blitze erloschen, und ich gewahrte ausgehungerte, wahnsinnig blickende Gestalten, wie sie sich wankend auf ihre Füße erhoben, und ich sah das Zeichen auf ihren Stirnen, und mit ihnen und dem ganzen Hofe des Himmels pries und lobte ich jenen Gott der unendlichen Weisheit, der in seiner Barmherzigkeit uns in seinem Blute erlöst hat."
"Das Zeichen, das die Stirn der Geretteten zeichnet, ist die Weisheit, deren Sitz (das Haupt), wie Er sagt, öffentlich verehrt werden wird. Nach diesen Schrecken wird, wie ich gewahrte, ein großer Friede folgen. Wenn diese Dinge vorüber sein werden, werden sehr wenige übrig sein, die nicht ein Siegel auf der Stirn haben, doch werden diese dazu gebracht werden, die Weisheit des Vates anzubeten und den Hl. Geist, der in den Herzen und im Geiste seines Volkes wohnt. Die Kirche wird sich eines großen Friedens und der Ruhe freuen, und Gott wid angebetet, geliebt und erkannt werden, und man wird ihm dienen in der Wahrheit und der Tat."
Noch viele herrliche Visionen und Offenbarungen, die der Herr Teresa gegeben, müßten wir hier verzeichnen, um dem Leser die ganze Größe und Erhabenheit der Erleuchtungen vor Augen zu führen, die Gott seiner Dienerin - und damit auch der Welt - geschenkt hat. Genug, daß die ihr nahestehenden Personen und Priester diese mit erschütternder Klarheit begriffen.
Wichtig aber erscheint es bei der Fülle ihrer Offenbarungen, uns das nüchterne und klare Urteil vor Augen zu führen, das ihr Seelenführer, Pater Snow, über diese im Laufe jahrelanger Beobachtungen und Untersuchungen gewonnen hat und das sich auch die zuständige bischöfliche Behörde zu eigen machte. Derselbe schreibt u.a.: "Seit Benedikt XIV. in seiner Abhandlung über die Heiligsprechung sagte, daß man großes Gewicht auf die Meinung des Seelenführers, des Dieners Gotts, legen müßte, würde ich unrecht zu handeln glauben, wenn ich stürbe, ohne eine Erklärung zu hinterlasen, die ich hiermit mache: daß es meine feste Überzeugung ist, daß Teresa Higginson von ihrer frühesten Kindheit an zu einem außerordentlich hohen Grade der Heiligkeit berufen war und daß sie auf außergewöhnlichen Wegen geführt wurde; daß sie die verschiedenen Stufen des Gebetes und der Vereinigung eine nach der anderen durchmachte einschließlich der mystischen Vermählung... Disse Überzeugung gründet sich auf meine genaue Kenntnis von ihr, ihres Inneren, ihrer Lebensweise, ihrer heroischen Tugenden, ihrer Leiden und Vesuchungen, ihrer Schriften, der Analogie zwischen ihrem Leiden und dem Leben der Heiligen, und dies alles zusammen mit meiner Kenntnis der mystischen Theologie, die ich zum Gegenstand beständigen und ernsten Studiums machte.
Am 14. September 1904 erlitt die Begnadete einen Schlaganfall, an dessen Folgen sie am 15. Februar 1905 starb. Ihr zuständiger Bischof aber griff das Beispiel ihres Lebens auf: nicht nur daß der Seligsprechungsprozeß der Stigmatisierten eingeleitet wurde, nein, der Erzbischof von Liverpool trat persönlich für die Verbreitung ihrer Lebensgeschichte ein. In einem Brief, den er anläßlich der Übersetzung der großen Biographie von Cecil Kerr schrieb, heißt es: "Niemand kann ihre Schriften lesen, ohne den tiefsten Eindruck von ihrer Rechtgläubigkeit zu erhalten. Sie schreibt über erhabene Gebiete, aber sie verliert sich niemals in Redewendungen, die nach Irrtum klingen. Sie hat niemals mystische Theologie studiert, aber die Schilderung ihrer inneren Erlebnisse stimmt mit allem überein, was uns die Meister der Mystik darüber sagen. Als Seelenführer hatte sie Priester meiner Erzdiözse, die wegen ihrer Klugheit, Frömmigkeit und Gelehrsamkeit in hohem Ansehen standen. Deren Urteil über ihre Tugend ist schließlich von besonderem Werte..."
Die Verbreitung ihrer Lebensgeschichte begrüßend, schrieb er zudem die uns besonders interssierenden Worte: "Wir segnen daher die Übersetzung dieses Buches und beten von Herzen, daß es auf seinem Wege für viele Seelen eine Anregung werden möge, unseren göttlichen Erlöser zu lieben und ihm zu dienen."
Möge ihr Leben, dessen Darstellung inzwischen in gekürzter Form in deutscher Sprache vorliegt, immer mehr den Weg zum Herzen auch von uns allen finden, auf daß auch uns die hohen Gnaden, die in ihm beschlossen sind, zuteil werden.
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Waagerl
HAUPT CHRISTI, SITZ DER GÖTTLICHEN WEISHEIT

Broschüre, 76 Seiten, Immaculata-Verlag, CH-9050 Appenzell

Auszug:


TERESA HIGGINSON

Die Verehrung des Hl. Hauptes Christi als Sitz der göttlichen Weisheit geht zurück auf Offenbarungen des Heilandes an Teresa Higginson (+1905). Es würde jedoch über den bescheidenen Rahmen dieser Broschüre hinausgehen, wenn wir das Leben dieser englischen …More
HAUPT CHRISTI, SITZ DER GÖTTLICHEN WEISHEIT

Broschüre, 76 Seiten, Immaculata-Verlag, CH-9050 Appenzell

Auszug:


TERESA HIGGINSON

Die Verehrung des Hl. Hauptes Christi als Sitz der göttlichen Weisheit geht zurück auf Offenbarungen des Heilandes an Teresa Higginson (+1905). Es würde jedoch über den bescheidenen Rahmen dieser Broschüre hinausgehen, wenn wir das Leben dieser englischen Mystikerin ausführlich darlegen wollten. Wir verweisen dafür auf die Lebensbeschreibung der Theresia Higginson von Cecil Kerr, die jedoch bis jetzt in keiner deutschen Übersetzung vorliegt. Nur kurz zusammenfassend sei hier das Wichtigste aus ihrem Leben und von ihren Offenbarungen wiedergegeben.

Teresa Helena Higginson wurde am 27. Mai 1844 zu Holywell in England geboren. Ihr Vater stammte aus einer tiefkatholischen Familie, ihre Mutter, von Geburt aus protestantisch, war in ihrer Jugend zur katholischen Kirche übergetreten.

Teresa war von den acht Kindern der Familie Higginson das dritte; es war unter allen das lebhafteste und fröhlichste. Aber schon von frühester Kindheit an übte Teresa im geheimen Buße und Abtötung. Ihren ersten Unterricht erhielt die Kleine im elterlichen Haus. Im Alter von zwölf Jahren kam sie ins Kloster von Nottingham, wo sie neun Jahre lang studierte und mit großem Eifer Fortschritte machte in der Frömmigkeit und in der opferbereiten Liebe zu Jesus. Im Jahre 1865 kehrte sie in ihr Elternhaus zurück. Hier unterstützte sie ihre Angehörigen mit dem Erlös feiner Handarbeiten.

Bald aber kam die Zeit, da der Heiland diese auserwählte Seele ins öffentliche Leben führen wollte. Im Jahre 1871 brach in der Pfarrei St. Alexander im Bootle eine ansteckende Krankheit aus, die viele Opfer forderte. Pfarrer Powell, Rektor der dortigen Pfarrschule, mußte wegen Mangel an Lehrkäften seine Unterrichtsanstalt schließen. In dieser Verlegenheit wandte er sich an die Leiterin der Normalschule von Mount-Pleasant in Liverpool, die ihm Teresa Higginson als Lehrerin empfahl.

Teresa Higginson begann gleich den Unterricht zu erteilen; da sie jedoch keinen pädagogischen Unterricht genossen hatte, sollte sie auf Anraten der Oberin noch ein Jahr Spezialstudien machen. Darnach erst könnte sie eine endgültige Anstellung als Lehrerin erhalten. Pfarrer Powell aber drängte Teresa, sofort an den gerade stattfindenden Prüfungen teilzunehmen. Sie gehorchte und bestand das Examen glänzend.

Die Eltern waren jedoch mit dem Lehrerinnenberuf ihrer Tochter nicht recht einverstanden. In ihrer Gewissensnot fragte deshalb Teresa den heiligmäßigen P. Ignatius Spencer um Rat. Dieser bestärkte jedoch Teresa in ihrem Vorhaben, Lehrerin zu werden. Jedoch kam Teresa nicht nach Bootle, sondern 1872 zunächst zur Dorfschule von Orrell bei Wigan, und im folgenden Jahre zur Marienschule in Wigan. Mit wahrem Aposteleifer widmete sie sich ihrem neuen Berufe. Von allen Schülerinnen war sie geachtet und geliebt. Zugleich aber zog der Heiland sie immer inniger an sich. Am Karfreitag 1874 schenkte der Heiland ihr während der Passionsschauung, die sie von jetzt ab fast jeden Freitag erlebte, Seine heiligen Wundmale. Jedoch betete Teresa, der Heiland möge ihr die sichtbaren Wundmale wegnehmen, ihr aber statt dessen noch größere Schmerzen gewähren. Ihr Wunsch ging in Erfüllung. Jedoch haben manche Priester und andere ihr nahestehende Personen die Stigmen, besonders an ihren Händen, sehen dürfen.

Aus Gesundheitsrücksichten kehrte Teresa 1875 nach Hause zurück, übernahm aber 1877 wieder eine Anstellung an der von Jesuiten errichteten Schule in Sabden bei Clitheroe.

Trotz aller Arbeiten und Sorgen als Lehrerin vertiefte sie hier ihr inneres Leben noch immer mehr. Schon als Kind hatte sie oft Engelscharen gesehen, die, in Andacht versunken, das hochheilige Sakrament umgaben. Dieses Schauspiel genoß sie jetzt noch öfters. Auch erfreute sie sich der wirklichen fühlbaren Gegenwart ihres geliebten Herrn. Jedoch litt Teresa auch oft unter quälenden, lästigen Angriffen der höllischen Geister.

In Sabden, wo nur einmal in der Woche die hl. Messe gefeiert und die hl. Kommunion ausgeteilt wurde, erhielt Teresa zum ersten Male die heilige Kommunion aus der Hand des göttlichen Heilandes. Manchmal geschah dies von jetzt ab sogar drei- oder viermal am selben Tag. Im Jahre 1875, am Feste des Hl. Herzens Jesu, empfing sie eine der größten Gnaden des mystischen Lebens: Der Heiland erwählte sie in einer wunderbaren Schauung zu Seiner Braut und steckte ihr ein Dornenringlein an die Hand. Dadurch wollte der Heiland sie vorbereiten zur Sendung, die Er ihr bald anvertrauen würde.

Wegen Krankheit mußte Teresa zu Beginn des Jahres 1879 Sabden verlassen. Die Sommermonate verbrachte sie bei ihrer Mutter und Schwester zu Neston in Cheshire. Hier wurde ihr erstmalig am Herz-Jesu-Fest 1879 während der Hl. Messe die Offenbarung über die Göttliche Weisheit Jesu Christi und die vom Heiland gewünschte Verehrung seines Hl. Hauptes als Sitz der Göttlichen Weisheit zuteil. Teresa schaute die göttliche Weisheit als einen leuchtenden Kristall mit unzähligen Augen, in dem sich das ganze Weltall spiegelte und der ein strahlendes Licht aussandte gleich "tausend Sonnen". Es wurde ihr mitgeteilt, daß das göttliche Herz in all seinen Regungen und Handlungen ganz unter dem Einfluß dieser Weisheit stehe, und daß die Verehrung des Hl. Herzens durch die Verehrung des Hl. Hauptes, als Sitz der ewigen Weisheit, vollendet werden müsse.

Als dann noch im selben Jahre Teresa auf Wunsch des ihr gut bekannten Pfarrers Powell eine Stelle als Lehrerin zu Bootle übernahm, war es vor allem in der St. Alexanderkirche dortselbst, daß sie vom Heiland immer wieder aufgefordert wurde, die Andacht zum Hl. Haupte Christi, als dem Sitz der Göttlichen Weisheit, bekannt zu machen und zu verbreiten. - Teresa schreibt über eine dieser Visionen im Gehorsam ihrem Seelenführer Pfarrer Powell wie folgt:

"Es ist der Wille unseres vielgeliebten und göttlichen Herrn, daß Sein Heiliges Haupt als Sitz der göttlichen Weisheit angebetet werde; nicht nur das Haupt (ich will sagen, wie wir seine heiligen Hände und Füße anbeten) sondern das Haupt als Heiligtum der Seelenkräfte und der intellektuellen Fähigkeiten und in ihnen die Weisheit, die alle Liebe des Heiligsten Herzens und alle Handlungen des ganzen Herzens Jesu, unseres Herrn und Gottes geleitet hat... Dieses Haupt ist eine Welt von unendlicher Weite, ein Meer von ungeheuren Tiefen, eine Sonne von unerreichbarem Lichte, die nie untergeht, und es sind unermeßliche Höhen unausgesprochener Geheimnisse der Vollkommenheit und Schönheit. - Unser vielgeliebter und gütiger Herr gab jedoch die Zeit nicht genau an, da diese Andacht öffentlich werden wird; doch ließ Er mich erkennen, daß jeder, der Sein Hl. Haupt in dieser Weise verehre, auf sich selbst die auerwähltesten Gaben des Himmels herabziehe."

In einem anderen Briefe berichtet Teresa von einer Vision am Himmelfahrtstage.

"Es war am frühen Morgen des Himmelfahrtstages, als ich unsern göttlichen Herrn sah, wie man ihn auf den Bildern des Hl. Herzens darstellt, ausgenommen, daß um Sein Hl. Haupt noch ein Licht von unvergleichlichem Glanze und unvergleichlicher Schönheit strahlte. Es war wie eine Sonne, in der zwölf prächtige Edelsteine funkelten, die alle Farben des Regenbogens wiedergaben. Und in dem Haupte sah ich einen Ozean von unendlicher, klarer und ruhiger Tiefe, und die glänzenden Strahlen der Sonne durchdrangen ihn in seiner ganzen Tiefe, und es spiegelten sich in ihm alle Schönheiten der Sonne. Die zwölf Steine strahlten gleich Diamanten, ihre grünen, grünlich-gelben, purpurnen, roten Lichter und alle Regenbogenfarben aus. Und in der Mitte des Lichtmeeres gewahrte ich ein (alles durchdringendes) Auge. Die Majestät dieses Schauspiels brachte mich derart außer mir, daß ich mehrere Stunden unfähig war, mich auch nur zu bewegen. Der Geist des Menschen ist zu schwach, sein Verstand zu schwerfällig, um diese gewaltige Größe der Gottheit zu verstehen, zu fassen oder zu beschreiben, und es dünkt mich ein Wunder, nach einem kleinen Blick darein, noch zu leben... Das Licht verbreitete sich von allen Teilen seiner Hl. Person aus. Und aus dem Hl. Herzen, das von Dornen umgeben und von einem Kreuze überragt war, sah ich Flammen hervorbrechen. Darüber schwebte ein silberweißes Licht in Gestalt einer Taube, und die Strahlen der Sonne umgaben das Ganze mit einer außerordentlichen Lichtfülle."

Über eine andere Heilanderscheinung am 27. Mai 1880 berichtet Teresa wie folgt:

"An diesem Morgen sah ich während der hl. Messe, da die geweihte Hostie bei der Wandlung emporgehoben wurde, sozusagen den ganzen himmlischen Hof in Anbetung niedergesunken; alsdann verschwand alles in eine Lichtflut, deren leuchtende Pracht von der Hl. Person unseres Herrn Jesus Christus herrührte. Eine strahlende Sonne von wunderbarer Schönheit und Klarheit glänzte um sein Hl. Haupt und warf ihr Licht in die Tiefen Seines Hl. Herzens. Hierauf ließ der Heiland mich sehr deutlich erkennen, daß die Zeit nahe, da Er der Welt den Wunsch, der Ihn sozusagen verzehrt, offenbare, Sein Hl. Haupt als Sitz der göttlichen Weisheit angebetet und verehrt zu sehen."

Am 2. Juni 1880 teilte ihr der Heiland den Tag mit, an dem das Fest zu Ehren Seines Hl. Hauptes gefeiert werden soll. Sie schrieb darüber ihrem Seelenführer u.a.:

"Unser geliebter göttlicher Herr verlangt von mir, Ihnen in seinem Auftrage mitzuteilen, Er wünsche, daß sein Hl. Haupt als Sitz der göttlichen Weisheit öffentlich angebetet und verehrt werde; Er bestimmte auch, daß der Freitag in der Oktav des Festes des Hl. Herzens als Fest zu Seiner Ehre genannt werde, um Ihm an diesem Tage ganz besonders Genugtuung zu leisten und seine Verzeihung zu erflehen; denn Er sagt: 'Sieh, Meine geliebte Tochter, man bekleidet Mich als Narr und spottet Meiner in der Wohnung Meiner Freunde. Man krönt Mich zum Hohne, Mich, der Ich der Gott der Weisheit und aller Wissenschaft bin, Mich, den König der Könige, den Allmächtigen, den Unwiderstehlichen; man reicht Mir ein Zepter, um Mich zu verhöhnen. Ich wünsche, daß man diese Andacht, über die Ich Mich so oft mit dir unterhalten habe, bekannt mache, und Ich will, daß der erste Freitag nach dem Feste Meines Hl. Herzens als Tag des Festes zur Ehre Meines Hl. Hauptes als Sitz der göttlichen Weisheit vorbehalten werde, und daß man Mir für allle Beleidigungen und für alle Sünden, die fortwährend gegen Mich begangen werden, öffentliche Anbetung darbringe.' Er sagte auch, daß man wegen der Schwierigkeiten, die eintreten könnten und die sich gewiß einstellen, sich nicht entmutigen lassen soll, und daß die Kreuze zahlreich sein werden. 'Jeder, der helfen wird, diese Andacht zu verbreiten, wird tausendmal gesegnet sein...' Unser geliebter Herr sagt, daß all das, was Er denen verheißen hat, die sein Hl. Herz würdig lieben und verehren, auch jenen im Überfluß zuteil werde, die Ihn durch diese Andacht verehrten oder andere zu dieser Verehrung aneiferten.

Am 16. Juni 1881 ließ mich unser göttlicher Herr ahnen, daß es sich mit dieser besonderen Andacht wie mit dem Senfkorn verhält, obgleich so wenig bekannt und so wenig geübt, wird sie doch die größte Andacht der Kirche in der Zukunft sein...

Er ermunterte mich zu beten, auf daß alle, besonders die Andersgläubigen und alle armen Sünder, das wahre Licht, den wahren Glauben und die wahre Weisheit empfangen. Er ließ mich wahrnehmen, daß jene, welche diese Andacht üben, durch den Glanz dieses wahren Lichtes leuchten und durch dieselbe mehr Seelen zu Gott zurückführen werden, als solche durch ihre Unrtreue verloren gingen. Und es schien mir, daß Maria mit mir zu Ihrem Sohn betete, und daß Er Ihre Hände mit Gnaden und Segnungen für uns füllte; daß um Maria eine neue Glorie strahlte, die der Widerschein der Glorie ist, die den Sitz der göttlichen Weisheit umgibt. Unser geliebter und gütiger Herr erneuerte darauf abermals alle durch Ihn gemachten Versprechungen, jene, die diese Andacht pflegen oder in irgendeiner Weise verbrieten helfen, zu segnen."

Bei ihren Schauungen und mystischen Erlebnissen hatte Teresa Higginson auch schwere Prüfungen und Leiden zu erdulden. Auch teuflische Angriffe quälten sie recht oft. Der göttliche Meister aber wachte über seine treue Leidensbraut und stärkte sie durch den vertrautesten Umgang sowie durch die hl. Kommunion, die Er ihr oft eigenhändig brachte.

In der Schule aber blieb Teresa die kleine, liebevolle Lehrerin. Hier merkte man nicht, daß sie so oft in der Ekstase mit dem Heiland reden durfte, daß sie Seine Passion miterlebte und ganz in ihrer Sendung aufging, die Verehrung des Haupts Christi zu verbreiten. Selbst die Gnade der Bilokation hatte ihr der Heiland verliehen. Während sie unter ihren Kindern wirkte oder auf innige Weise im Gebet beim Heiland war, weilte sie des öftern als Missionarin bei Negerstämmen in Südafrika oder bei Indianern in Amerika. Dies geschah nicht dem Geiste nach, sondern in leiblicher Wirklichkeit. (Vgl. Maria von Jesus von Agreda).

Teresa hatte manchmal auch schwere Seelenkämpfe zu bestehen. Ihre Seele war dann wie in Dunkelheit gehüllt; sie befand sich in der dunklen, läuternden Nacht, wovon der hl. Johannes vom Kreuz in seinen mystischen Werken schreibt. In großer Geistesdürre und unter vielen Anstrengungen verrichtete sie dann ihre religiösen Übungen, die früher ihre höchsteWonne waren.

So geläutert durfte Teresa Higginson in der Nacht vom 23. Oktober 1887 die Gnade der mystischen Vermählung mit dem Heiland erleben. Dies geschah zu Clitheroe, wo sie bei ihrer Freundin Elisabeth Dawson zu Besuch weilte. Sie teilte dieses mystische Erlebnis gehorsamst ihrem Seelenführer mit. Trotz allem aber blieb sie immer die einfache, demütige Lehrerin, die in ihrer tiefen Vereinigung mit dem Heiland nach dem Vorbild der hl. Jungfrau Maria in dankbarer Demut täglich das Magnificat jubelte. Ihr Durst nach Leiden und Opfer ging in dem großen Leitmotiv ihres Lebens auf: "Was Er will!"

Nach ihrer mystischen Vermählung war ihre Seele von Ruhe und Frieden erfüllt. Durch die Vermittlung des Pfarrers Snow fand Teresa nun Aufnahme im Kloster der hl. Katharina in Edingburg (1887-1889). Hier lebte sie schlicht und einfach, stets bereit, allen zu helfen. Bald war sie in der Schule tätig, dann in der Sakristei, ja selbst in der Küche. Mit feurigem Eifer machte sie das Kloster und die Umgebung mit der Verehrung des Heiligen Hauptes bekannt.

Ihr letzter Wirkungskreis war seit 1904 Chudleigh im südwestlichen England. Jedoch brach hier ihre schwache Gesundheit zusammen. Zusehends nahmen ihre Kräfte ab. Der Heiland ließ sie nochmals Sein Leiden miterleben und holte sie am 15. Februar 1905 zur ewigen Heimat ab.

Ihr Leichnam, der nach dem Tode eine fast überirdische Schönheit aufwies, wurde nach Neston überführt und dort in der Familiengruft neben Mutter Higginson beigesetzt.

Teresa Higginson war eine hervorragende Mystikerin. Pater Wilberforce O.P., aus dem Hl. Kreuz-Kloster von Leicester, legt in einem Memorandum, das Cecil Kerr als Anhang ihrer Lebensbeschreibungen veröffentlicht hat, Zeugnis ab für die heldenhafte Demut und Geduld und für den hervorragenden Gehorsam und Opfergeist der Teresa. Generalvikar Snow, der 22 Jahre ihr Seelenführer war, wagt sogar den Ausspruch: "Ich erachte es als meine Pflicht, zu behaupten, daß Teresa nicht nur eine Heilige war, sondern auch eine der größten Heiligen, die der allmächtige Gott je in seiner Kirche erstehen ließ." Übrigens beweist ja auch die Tatsache, daß ihr Seligsprechungsprozeß, der im Jahre 1932 in Rom eingeleitet worden ist, eindeutig, daß der Bischof, der ihn eingeleitet hat, und alle, die dazu mitgeholfen haben, von ihrer Heiligkeit überzeugt sind.

Daß Teresa Higginson noch nicht seliggesprochen worden ist, beweist nichts gegen ihre Heiligkeit und die Glaubwürdigkeit ihrer Offenbarungen. Wir dürfen hier keine Parallele ziehen mit Theresia vom Kinde Jesu. Letzere hatte in ihrem Leben keine außergewöhnlichen Schauungen, Offenbarungen und Ekstasen. Ganz anders Teresa Higginson. Bei einer Person aber, die mit den Stigmen und mit so wichtigen und weittragenden Offenbarungen, die eine neue Andacht betreffen, begnadigt war, wäre es gerade zu verwundern, wenn die Seligsprechung jetzt schon erfolgt wäre. In derartigen komplizierten Fällen läßt sich die Kiche meistens sehr lange Zeit. Das instruktive Beispiel dafür ist das große, ganz gleichgeartete Vorbild von Teresa Higginson: Margareta Alacoque (+1690). Es wird doch jetzt niemand mehr bezweifeln, daß Margareta Alacoque eine wirklich große, ganz einzig begnadete Heilige war. Und doch wurde sie erst 1864, also 174 Jahre nach ihrem Tode, seliggesprochen, und erst 1920, also 230 Jahre nach ihrem Tod kanonisiert. Ebenso mußte der hl. Johannes Eudes (+1680), der als erster den liturgischen Kult des Hl. Herzens Jesu einführte und im Brevier jetzt so ruhmvoll "Vater, Lehrer und Apostel" der Herz-Jesu-Andacht genannt wird, 229 Jahre auf seine Seligsprechung warten.

Wann wird der mystisch begnadeten Seele von Neston diese Ehre zuteil? Gott allein weiß es. Uns aber genügt zu wissen, daß sie eine außergewöhnlich reich begnadete Mystikerin war und daß die ihr zuteil gewordenen Offenbarungen um den einen Kerngedanken kreisen: die Verehrung des Hauptes Christi, als Sitz der göttlichen Weisheit.

Kaplan Robert Ernst, Eupen


Gebet zum Heiligsten Haupt Christi
als Sitz der Göttlichen Weisheit


O Heiligstes Haupt Jesu, Sitz der Göttlichen Weisheit, das alle Regungen, alle Neigungen des Heiligsten Herzens regiert, eingeflößt und geleitet hat, leite alle meine Gedanken, meine Worte und meine Werke, wie Du es versprochen hast. Sei das Heilmittel gegen die großen Plagen unseres Daseins: den geistigen Hochmut und die Untreue. Möchtest Du durch Deine Leiden, durch die Dornenkrone, die Deine Stirne zerriß, durch die Schläge, das Blut, die Beschimpfungen, mit denen Du überhäuft wurdest, als auch durch die innige Liebe Deiner Heiligsten Mutter, so bald, so vollständig und so allgemein, wie es nach den Absichten der göttlichen Vorsehung möglich ist, angebetet, verehrt und verherrlicht werden zur Ehre Gottes, zum Heile der Seelen, in den Meinungen des Heiligsten Herzens, zur Erfüllung des Göttlichen Willens und des glühenden Wunsches, den Du geäußert hast. Amen.

Heiligstes Haupt Jesu, Sitz der Göttlichen Weisheit, mit Dir vereinige ich mich.

Alles zur größeren Ehre Gottes und zum Heil der Seelen!

Auszug aus der Broschüre: "Haupt Christi - Sitz der göttlichen Weisheit", Immaculata-Verlag, CH-9050 Appenzell, 1. Auflage, April 1986. © by Immaculata-Verlag, Appenzell, Schweiz.
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Haupt-Christi-Novene

VORWORT

Wer kennt die Gedanken des Herrn? Wer kann Ihn beraten?
Die vielen wissenschaftlichen Entdeckungen dieses Jahrhunderts haben nicht zur einzig wichtigen Entdeckung geführt: die Entdeckung von Gottes wunderbarer Vorsehung, Weisheit, Liebe, Allmacht. Das Gift der Schlange, der Unglaube, der Zweifel, der Stolz, ist in viele Herzen eingedrungen. Gott ist Liebe, doch …
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Haupt-Christi-Novene

VORWORT

Wer kennt die Gedanken des Herrn? Wer kann Ihn beraten?
Die vielen wissenschaftlichen Entdeckungen dieses Jahrhunderts haben nicht zur einzig wichtigen Entdeckung geführt: die Entdeckung von Gottes wunderbarer Vorsehung, Weisheit, Liebe, Allmacht. Das Gift der Schlange, der Unglaube, der Zweifel, der Stolz, ist in viele Herzen eingedrungen. Gott ist Liebe, doch weigert sich die Menschheit, Ihm zu dienen, dann dient sie Seinem Feind, dem Satan, dem Haß. Gott ist neben Liebe auch Wahrheit, und Er will in Wahrheit angebetet werden. Je mehr wir Seine Weisheit entdecken, desto größer wird unser Vertrauen auf Seine Allmacht und Vorsehung. In Seiner Vorsehung hat Gott schon längst das Gegengift bereitet gegen den Glaubensabfall unserer Zeit:
Teresa Helena Higginson (1844-1905), eine englische Mystikerin, die arme Kinder unterrichtete, wurde von Jesus beauftragt, die Andacht zum Heiligsten Haupte des Erlösers als Sitz der Göttlichen Weisheit bekanntzumachen. Zwischen ihr und dem Heiland fand eine mystische Hochzeit statt, sie empfing die Wundmale Christi. Ihr geistlicher Vater von 1883 bis 1905, Kanonikus Snow, hat geschrieben: "Ich halte es für angebracht, zu sagen, daß ich fest davon überzeugt bin, daß sie nicht nur eine Heilige ist, sondern darüber hinaus eine der größten Heiligen, welche der Allmächtige Gott jemals in Seiner Kirche aufgezogen hat."
Gott selbst will diese Andacht! Wie die demütige Gottesmutter als Sitz der Weisheit der stolzen Schlange (Genesis 3) den Kopf zertreten wird, so wird die Verehrung des Heiligsten Hauptes Jesu als Sitz der Göttlichen Weisheit also dasselbe tun: ein doppelter Sieg für die Heilige Kirche und für den Himmel! Der Herr wünscht, daß der erste Freitag nach dem Feste Seines Heiligsten Herzens zum Festtag zu Ehren Seines Heiligsten Hauptes als dem Sitz der Göttlichen Weisheit bestimmt werde und daß Ihm eine öffentliche Anbetung erbracht werde zur Sühne für alle Schmach und Sünden, die fortwährend gegen Ihn begengen werden. Eph. 4:16: "Er (Jesus) ist das Haupt, durch Ihn wird der ganze Leib zusammengehalten".

ERSTER TAG

"Die Weisheit will sich preisen,
Inmitten ihres Volkes sich rühmen!
Sie öffnet ihren Mund in der Gemeinde des Allerhöchsten,
Und wird sich erheben vor Seiner Heerschar;
Beim auserwählten Volk will Sie sich loben,
Und unter den Gesegneten sich verherrlichen.
Aus dem Munde des Allerhöchsten kam Ich hervor,
Und bedeckte die Erde wie ein Nebel" (Ekkl. 24: 1-8)
Vater unser... Gegrüßet seist Du, Maria...
O Weisheit des Heiligsten Hauptes, lenke uns auf allen unseren Wegen! O Liebe des Heiligsten Herzens, verzehre uns durch Dein Feuer.
Unser Herr zu Teresa: "So wie der Mensch, als er infolge der Schlauheit und des Betrugs des Teufels erstmals im Paradies abfiel von Gott, zu geistiger Finsternis und zum Tode kam... so wird in diesen späteren Tagen von Finsternis, Selbstgenügsamkeit, geistigem Hochmut und Eitelkeit, der Glanz des Göttlichen Lichtes, wobei nichts Unreines stand hält, glorreicher und leuchtender strahlen als tausend Sonnen; und das Bild von Gottes Güte, Majestät und Macht wird man sehen in diesem reinen Spiegel von Wahrheit, Reinheit, Kenntnis und Liebe." (Osterwoche 1898)

ZWEITER TAG

"Die Ehrfurcht vor Jahve ist die Grundlage der Weisheit;
Aber Ungläubige lachen über Weisheit und Zucht." (Sprüche 1:7)
"Die Weisheit ruft laut in den Straßen,
Auf den Plätzen erhebt Sie ihre Stimme;
Sie ruft auf der Zinne der Mauern,
Und spricht am Eingang der Tore:
'Wie lange noch, Dumme, wollt ihr noch albern bleiben,
Bleiben die Vorwitzigen eingebildet,
Wollen die Tore von keiner Weisheit hören?
Wendet euch zu meiner Ermahnung;
Dann gieße Ich Meinen Geist über euch aus,
Und mache euch Meine Worte bekannt!" (Sprüche 1:20-23)
Vater unser... Gegrüßet seist du, Maria...
O Weisheit des Heiligsten Hauptes, lenke uns auf allen unseren Wegen! O Liebe des Heiligsten Herzens, verzehre uns durch Dein Feuer.
Teresa: "Wie bei Abraham müssen auch bei uns der Gehorsam und der Glaube zuerst und vor allem wahrhaftig und geprüft sein; unseren Verstand müssen wir beugen in Gehrosam gegen den Glauben... und Gott wird uns das Lamm zeigen, gefangen in den Dornen, das Lamm, Das Er nachdrücklich und einzig als Opfer an Seine gekränkte Gottheit, an Seine endlose und ewige Weisheit verlangt." (Juni 1883)

DRITTER TAG

"Denn große Tore sind alle Menschen, die Gott nicht kennen:
Die Ihn nicht zu sehen vermögen durch die sichtbaren Güter hindurch,
Und wohl Seine Werke anschauen, doch den Schöpfer nicht finden; (...)
Denn aus der Großartigkeit und Schönheit der Geschöpfe
Kennt man durch Vergleich den Schöpfer." (Weisheit 13)
"In der Tat, Gottes Zorn sinkt nieder vom Himmel herab über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, die der Wahrheit durch Ungerechtigkeit Gewalt antun. Denn was man wissen kann über Gott, kann auch von ihnen gekannt werden; Gott hat es ihnen doch deutlich gemacht. Denn Sein unsichtbares Wesen, Seine ewige Macht und Seine Gottheit sind seit der Schöpfung der Welt bei einigem Nachdenken aus dem Geschaffenen deutlich erkennbar. Sie sind also nicht zu entschuldigen." (Röm. 1:18)
Vater unser... Gegrüßet seist Du, Maria,...
O Weisheit des Heiligsten Hauptes, lenke uns auf allen unseren Wegen!
O Liebe des Heiligsten Herzens, verzehre uns durch Dein Feuer!
Teresa: "Was mir zu verstehen gegeben wurde, ist folgendes: Die Vernunft oder der Intellekt ist in uns der Teil der Seele, der Gott am nächsten steht; auf eine besondere Weise ist dieser Teil ein Bild von Gott; ja, er ist das Licht von Gott Selbst in der Seele, und darin sehen wir Gott, wie Er ist, und uns selbst, wie wir sind; und dadurch sind wir imstande, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden." (Ge-wissen)
"Mit Verstand und Kenntnis erfüllte Er sie, und zeigte ihnen, was gut und böse ist. Er setzte Sein Auge in ihr Herz, damit sie die Größe Seiner Werke verstehen würden."
(Weisheit 17)

VIERTER TAG

Gottes ewige Weisheit (St. Franz von Sales)
"Gottes ewige Weisheit hat von Ewigkeit her das Kreuz ersehen, das Er dir als Sein kostbares Geschenk aus Seinem Herzen gibt; Er hat dieses Kreuz, bevor Er es dir schickte, mit Seinen allwissenden Augen betrachtet, es durchdacht mit Seinem Göttlichen Verstande, es geprüft mit Seiner weisen Gerechtigkeit, mit liebenden Armen es durchwärmt. Und Er hat es gewogen mit Seinen beiden Händen, ob es nicht ein Milligramm zu schwer und einen Millimeter zu groß sei. Und Er hat es gesegnet mit Seinem allerheiligsten Namen, mit Seiner Gnade es durchsalbt, mit Seinem Troste es durchduftet, und dann hat Er nochmals auf dich und deinen Mut geblickt. Und so kommt es schließlich aus dem Himmel als ein besonderer Gruß Gottes an dich - als ein Almosen der allerbarmenden Liebe Gottes zu dir."
Vater unser ... Gegrüßet seist Du, Maria, ...
O Weisheit des Heiligsten Hauptes, lenke uns auf allen unseren Wegen!
O Liebe des Heiligsten Herzens, verzehre uns duch Dein Feuer!
Teresa: "Die Glieder Seines anbetungswürdigen Leibes, sowie die fünf Sinne waren geleitet und gelenkt durch die intellektuellen und geistigen Kräfte, und wir verehren jeden Akt, den sie inspiriert haben und den der Leib vollführt hat; denn, wenn wir nur schon unsere Hände bewegen, müssen wir uns der Käfte der Seele bedienen, und wäre es nur unseren Willen, um dies oder irgendetwas anderes zu wollen. Aber in einer jeden Handlung des Gott-Menschen sehen wir einen unendlichen Grad der Weisheit, der Macht, der Wissenschaft und der Liebe, und im Beweggrund eines jeden Aktes sehen wir die vollkommene Erfüllung des Gesetzes: Gott über alles zu lieben und unseren Nächsten wie uns selbst." (16. Juli 1881)

FÜNFTER TAG

"Der Geist Jahves, Meines Herrn, ruht auf Mir, denn Jahve hat Mich gesalbt; Er hat Mich gesandt, den Armen die Gute Nachricht zu bringen, zu verbinden die gebrochenen Herzen, den Gefangenen Befreiung zu verkünden, den Gefesselten Freilassung; das Gnadenjahr Jahves anzusagen," (Lukas 4)
"den Tag der Rache unseres Gottes" (Fortsetzung aus Jesaja 61:1-2)
"Dann wird aus dem Stumpf Isai ein Zwirn entsprießen, ein neuer Trieb aus seiner Wurzel wird keimen. Der Geist Jahves wird auf Ihm ruhen: der Geist von Weisheit und Verstand, der Geist von Rat und Stärke, der Geist von Erkenntnis und Gottesfurcht, und die Furcht des Herrn wird Ihn erfüllen." (Jesaja 11)
"Und Jesus sagte zum Schriftgelehrten: 'Was steht im Gesetz? Was liest du dort?' Er antwortete: 'Du sollst den Herrn, deinen Gott, über alles lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit allen deinen Kräften und mit deinem ganzen Verstand, und deinen Nächsten wie dich selbst.' Und Er sagte ihm: 'Du hast richtig geantwortet; handle so, und du wirst leben.'" (Lukas 10)
Vater unser... Gegrüßet seist Du, Maria, ...
O Weisheit des Heiligsten Hauptes, lenke uns auf allen unseren Wegen!
O Liebe des Heiligsten Herzens, verzehre uns durch Dein Feuer!
Teresa: "Unser Herr zeigte mir, wie die Menschen Seine Göttliche Weisheit durch den Mißbrauch der drei Vermögen ihrer unsterblichen Seele und durch ihre Süden kränken, wie sie, so weit es ihnen möglich ist, das Bild des Dreifaltigen Gottes in ihnen auslöschen und mit unsinnigen Torheiten der Natur ihren Gott zu entziehen suchen. Sie versuchen zu beweisen, daß die Materie ewig und in sich selbstschöpferische Kraft habe, daß es weder einen Gott gebe noch eines Gottes bedürfe. (-) Die Menschen verdunkeln durch diesen Unglauben auch ihren Verstand. Nimm die Sonne weg, und wir werden weder Licht noch Wärme habe. Nimm den Glauben, der das Licht der Seele ist, weg, und alles wird Verfall und Verwüstung; ohne Glauben können wir Gott weder lieben noch Ihm dienen." (Juni 1883)

SECHSTER TAG

Die Weisheit spricht: "Ich bin die Mutter der reinen Liebe, der Gottesfurcht, der Erkenntnis und der heiligen Hoffnung. In Mir ist alle Gnade von Leben und Wahrheit, in Mir alle Hoffnung auf Leben und Tugend. Kommt zu Mir, die ihr Mich begehrt, und sättigt euch an Meinen Früchten." (Ekkl. 24:18)
Ekkl. 15:14: "Seit Gott den Menschen schuf im Anfang, hat Er ihn dem eigenen Verstande überlassen. Wenn du willst, kannst du die Gebote beachten, und wenn du weise bist, vollbringst du Seinen Willen. Vor dich sind Wasser und Feuer hingestellt; strecke aus deine Hand nach demjenigen, was du vorziehst: Vor dem Menschen liegt die Wahl zwischen Leben und Tod; was er verlangt, das wird ihm gegeben."
Vater unser... Gegrüßet seist Du, Maria, ...
O Weisheit des Heiligsten Hauptes, lenke uns auf allen unseren Wegen!
O Liebe des Heiligsten Herzens, verzehre uns durch Dein Feuer!
Teresa: "Wir sehen häufig, welche Folge es hat, wenn zwei Substanzen unterschiedlicher Art zusammenstoßen; (-) denke an das Wasser, das im Inneren der Erde mit dem Feuer in Berührung kommt und, wenn die Menge auch nicht groß ist, dort Erdbeben verursacht. Besteht dazwischen jedoch ein Gegensatz wie zwischen derunendlichen Heiligkeit und Reiheit und der Todsünde? Überlege dann, wie da sHerz und sdie Seele jesu, des Gott-menschen, durcheinandergebracht sein müssen, als Er Sich mit denUngerechtigkeiten der ganzen Welt bekleidete. O mein Gott, mein Gtot." (April 1882)

SIEBTER TAG

"Die Gottlosen verstehen Seine Geheimnisse nicht, weder erwarten sie Belohnung für Heiligkeit, noch schätzen sie den Ehrenlohn makelloser Seelen. Denn Gott hat den Menschen für Unvergänglichkeit geschaffen und ihn zu einem Bild Seiner eigenen Ewigkeit gemacht. Durch den Neid des Teufels jedoch machte der Tod seinen Eintritt in die Welt; die seiner Partei sind, erleiden ihn. Aber die Seelen der Rechtschaffenen sind in Gottes Hand, und keine Qual kann ihnen schaden." (Weisheit 2,22)
"Denn die Er zuvor gekannt hat, hat Er auch zuvor zu Gleichförmigkeit mit dem Bilde Seines Sohnes bestimmt, auf daß Er der Erstgeborene unter vielen Brüdern sein würde." (Röm. 8:29)
Vater unser... Gegrüßet seist Du, Maria, ...
O Weisheit des Heiligsten Hauptes, lenke uns auf allen unseren Wegen!
O Liebe des Heiligsten Herzens, verzehre uns durch Dein Feuer!
Teresa: "Er gab mir zu verstehen: diese Weisheit und dieses Licht waren das Siegel, mit dem Seine Auserwählten gekennzeichnet wurden ("Und sie werden Sein Angesicht sehen, und Sein Name wird auf ihrer Stirn stehen"). (-) Die Seele mit den geistigen Vermögen ist die Wohnstatt des Allerhöchsten; die Erde, das heißt der menschliche Kopf, ist das Organ oder das Zentrum der körperliche Sinne und wird, infolge der hypostatischen Vereinigung, eine 'neue Erde'." (27. Mai 1880) Jesaja 57:15: "Wahrlich, so spricht der Allerhöchste, Er, Der hocherhaben ist: Der in Ewigketi herrscht, und Der Heilige heißt: Ich wohne in einer hohen und Heiligen Wohnung, aber auch bei dem zermalmten, demütigen Geist."

ACHTER TAG

"Denn die Weisheit ist schneller als alles, was sich bewegt, Sie durchdringt und durchzieht alles durch die Kraft ihrer Reinheit. Denn Sie ist ein Atemzug der Majestät Gottes, eine reine Ausstrahlung der Herrlichkeit des Allmächtigen; deshalb kann nichts Beflecktes Sie berühren. Sie ist der Abglanz des ewigen Lichtes, ein unbefleckter Spiegel von Gottes Kraft, ein Bild Seiner Vollkommenheit. Sie ist nur einig, aber kann alles, während Sie alles erneuert; Von Geschlecht zu Geschlecht tritt Sie ein in heilige Seelen, und bildet sie um zu Freunden Gottes und Propheten. Denn Gott hat nur diejenigen lieb, die mit der Weisheit vertraut sind." (Weisheit 7:24-29).
"Aber der Schleier wird weggenommen, wenn man sich zum Herrn wendet; denn der Herr ist der Geist, und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Und wir alle widerspiegeln mit unverschleiertem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn und werden selber stets herrlicher in Seinem Bild umgestaltet, wie dies durch den Geist des Herrn geschieht." (Kor. 3:17-18).
Vater unser... Gegrüßet seist Du, Maria, ...
O Weisheit des Heiligsten Hauptes, lenke uns auf allen unseren Wegen!
O Liebe des Heiligsten Herzens, verzehre uns durch Dein Feuer!
Teresa: "Unser Herr gab mir auch zu kennen: viel wurde gegen Ihn gesündigt durch Willensschwäche und unkontrollierte Leidenschaften, aber die Sünden des Intellekts übertrafen diese doch an Anzahl und Größe. Die Sünden des intellektuellen Hochmuts entzögen jetzt mehr als je der Liebe und dem Dienst der hl. Kirche Seelen und füllten die Hölle damit; das sogenannte Licht des 19. Jahrhunderts sei ein kleines Irrlicht" (11. Nov. 1888). Jesus zu Maria Valtorta (1943/44): "Der Sünder, dessen Geist noch nicht von der ätzenden Säure des Rationalismus weggefressen ist, bestitz 90 Chancen, das Wort noch empfangen zu können und das Leben zurückzufinden. Der Rationalist hat nur 10 und weniger Chancen, seine Empfänglichkeit für die Rettung durch das Wort zu bewahren. Der Rationalismus ist schlimmer als Unkraut."

NEUNTER TAG

"Weshalb rasen die Völker, bluffen die Nationen, kommen die Könige der Erde zusammen, verschwören die Fürsten sich gegen Jahve und Seinen Gesalbten: "Lasst uns ihre Ketten sprengen, uns ihrer Fesseln entbinden!" Der, Der im Himmel wohnt, lacht über sie, Jahve spottet über sie; dann droht Er ihnen zornig, läßt sie zittern vor Seinem Zorn: "Ich Selbst setze Meinen König ein, auf dem Zion, Meinem heiligen Berg. "Nun gebe Ich den Erlaß Jahves bekannt! Er hat Mir gesagt: 'Du bist Mein Sohn; Ich habe Dich heute erweckt. Bitte Mich: dann schenke Ich Dir die Völker als Erbe, und die Grenzen der Erde gebe Ich Dir zum Besitz" (Psalm 2). Joh. 15:9: "Wie der Vater Mich geliebt hat, so habe Ich auch euch geliebt; bleibt in Meiner Liebe. Wenn ihr Meine Gebote beachtet, werdet ihr in Meiner Liebe bleiben; wie auch Ich die Gebote Meines Vaters beachtet habe und in Seiner Liebe bleibe."
Vater unser... Gegrüßet seist Du, Maria., ...
O Weisheit des Heiligsten Hauptes, lenke uns auf allen unseren Wegen!
O Liebe des Heiligsten Herzens, verzehre uns durch Dein Feuer!
Teresa: "Auch jetzt werden die Geister wieder durch Unglauben, durch geistigen Stolz, durch offene Rebellion gegen Gott und Sein geoffenbartes Gesetz, durch Starsinn beherrscht; und so entfremden die Menschen sich wieder dem süßen Joch Jesu und laufen sich fest in den kalten, schweren Ketten des Egoismus und der persönlichen Unvernunft. Sie verwerfen jedes Recht über ihnen, um sie zu führen, sich selbst wollen sie leiten, und sie stehen auf gegen Gott und Seine Heilige Kirche." (Juni 1883)

Eingesandt von Joost Kupers, H. Haupt-Jesu-Verehrung, NL-6525 BR 23 Nijmegen, Niederlande
andachten.blogspot.com/…/Higginson%20The…
Waagerl
@Hans Eisen Es wird heut viel geprüft, geschrieben und getan, gegen und für Prophetien. Doch ich glaube, auch diese Prüfungskommissionen sollten ab und zu mal einer Prüfung unterzogen werden.
cui bono
@Hans Eisen: Danke für den Hinweis. Da sprach nicht der Heiland.
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