Der Wiener Dogmatiker Jan-Heiner Tück kritisiert im ORF die Aussage von Benedikt XVI., dass es eine „ontologische Verknüpfung“ zwischen Priestertum und Zölibat gibt. Das sei ein „indirekten Affront“ …More
Der Wiener Dogmatiker Jan-Heiner Tück kritisiert im ORF die Aussage von Benedikt XVI., dass es eine „ontologische Verknüpfung“ zwischen Priestertum und Zölibat gibt. Das sei ein „indirekten Affront“ gegen verheiratete Priester der Ostkirche oder Konvertiten. Der Freiburger Liturgiker Helmut Hoping spielte in der Tagespost die Aussage der „ontologischen Verknüpfung“ herunter. Es handle sich um „ein engagiertes Plädoyer für die Verbindung von Priesteramt und Zölibat“.
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Ein Denkanstoß, kein Affront | Die Tagespost

Der Freiburger Dogmatiker Helmut Hoping bewertet den Aufsatz Benedikts XVI. als "ein engagiertes Plädoyer für die Verbindung von Priesteramt und …
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Ähnlich bewertet der französische Bischof Dominque Rey von Fr jus-Toulon die Wortmeldung Benedikts. In der Wochenzeitschrift "Valeurs actuelles" unterstrich er, Priester seien Jünger Jesu und ahmten ihn nach; der Zölibat gehöre unaufgebbar zum Priestertum. Das Priesterleben hätte nicht seinen vollen Sinn, wenn man dies in Frage stelle. Zwischen dem "Gesetz des Priestertums" und der "Wahl des …More
Ähnlich bewertet der französische Bischof Dominque Rey von Fr jus-Toulon die Wortmeldung Benedikts. In der Wochenzeitschrift "Valeurs actuelles" unterstrich er, Priester seien Jünger Jesu und ahmten ihn nach; der Zölibat gehöre unaufgebbar zum Priestertum. Das Priesterleben hätte nicht seinen vollen Sinn, wenn man dies in Frage stelle. Zwischen dem "Gesetz des Priestertums" und der "Wahl des Priestertums" bestehe ein Unterschied. Der Priester wähle die Bindung auf Lebenszeit, um sich ganz Gott hinzugeben und für die Menschen da zu sein, die ihn brauchen. Im priesterlichen Zölibat sieht der Oberhirte von Fr jus-Toulon Anspruch und Chance zugleich für die Ganzhingabe im Dienst am Nächsten. Reys Darstellung zufolge ist dieser Anspruch auch vermittelbar und kein Grund für den Priestermangel. Wörtlich erklärte er: "Viele junge Seminaristen ziehe dieser radikale Anspruch, heilig zu leben, an."