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Unglücklicher Satz: "Gott liebt den Sünder und hasst die Sünde"

Don Reto Nay in der lockeren Frage-Antwort Runde auf Patmos, Spätsommer 2018
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"Ich bin gekommen die Sünder zur Buße zu rufen, und nicht die Gerechten."
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Don Reto hat völlig recht, wenn er davon spricht, dass die Sűnde nicht vom Sünder zu trennen ist.
Wenn es um die Liebe zum Sünder geht, ist es gut, zu differenzieren zwischen einem Sünder, der sich durch die Annahme Jesu und sein Opfer erretten ließ, denn dann ist er gerechtfertigt durch den Sühnetod Jesu. Und Jesus tritt für ihn ein beim Vater und bittet für ihn, so auch für uns, denn ER ist …More
Don Reto hat völlig recht, wenn er davon spricht, dass die Sűnde nicht vom Sünder zu trennen ist.
Wenn es um die Liebe zum Sünder geht, ist es gut, zu differenzieren zwischen einem Sünder, der sich durch die Annahme Jesu und sein Opfer erretten ließ, denn dann ist er gerechtfertigt durch den Sühnetod Jesu. Und Jesus tritt für ihn ein beim Vater und bittet für ihn, so auch für uns, denn ER ist unser Hoher Priester und hat Mitleid mit all unseren Schwachheiten. Gott hat noch nie ein aufrichtiges und bußfertiges Herz verachtet.

Ein Mensch aber, der glaubt, ohne Jesus gut sein zu können, der glaubt, ohne das Sühnopfer Jesus auskommen zu können, ein Mensch, der sich bewusst gegen ihn stellt und Jesu Liebesopfer verachtet und dankend ablehnt, da er als Atheist oder Agnostiker bisher gut gefahren ist, oder möglicherweise Buddah, Allah, Konfuzius, Platon u. v. m. für die besseren Religionsstifter hält, - wie soll Gott sie lieben können?

Wie soll Gott die Menschen lieben, die lieber losgelöst von IHM leben möchten? Gott hasst die Sünde, und zu dieser gehört die Verachtung seiner Gnade und damit auch alle Menschen, die in Freiheit ohne Gott leben möchten. Selbstrechtfertigung und jede Art von Rebellion gegen Gott schließen
von der Liebe Gottes aus.
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Ein Blick aufs Kreuz genügt.
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CSc
@Don Reto Nay
In der Heiligen Schrift liest man nicht nur, dass Gott den Sünder hasst, sondern auch, dass Gott den Sünder liebt. Das ist aber kein Widerspruch, da Gott den Sünder als Sünder hasst und als Menschen liebt.
Nicht alle Sünder und nicht alle Menschen habe im Leben die gleichen Voraussetzungen und die gleichen Talente erhalten; also liegt die Beurteilung zwischen Hass und Liebe allein bei Gott, dessen Gnade wir erhoffen, aber nicht voraussehen können.
Ich glaube, es steht uns eigentlich gar nicht zu, über die Gefühle Gottes zu spekulieren oder sie zu beurteilen.
kathvideo
Ganz im Sinne von Don Reto - aber im sachlichen Widerspruch zu ihm - hier ein Schriftzitat: "Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren." (Röm 5,8)
CSc
Der hl. Augustinus lehrt:

"Unbegreiflich ist daher die Liebe, mit welcher Gott liebt, und nicht veränderlich. Denn nicht erst damals, da wir mit ihm versöhnt wurden durch das Blut seines Sohnes, fing er an, uns zu lieben, sondern vor Grundlegung der Welt hat er uns geliebt, damit mit seinem Eingeborenen auch wir seine Söhne wären, bevor wir überhaupt etwas waren. Daß wir also mit Gott versöhnt …More
Der hl. Augustinus lehrt:

"Unbegreiflich ist daher die Liebe, mit welcher Gott liebt, und nicht veränderlich. Denn nicht erst damals, da wir mit ihm versöhnt wurden durch das Blut seines Sohnes, fing er an, uns zu lieben, sondern vor Grundlegung der Welt hat er uns geliebt, damit mit seinem Eingeborenen auch wir seine Söhne wären, bevor wir überhaupt etwas waren. Daß wir also mit Gott versöhnt sind durch den Tod seines Sohnes, soll man nicht so hören, nicht so nehmen, als ob uns der Sohn deshalb versöhnt habe, damit er nunmehr anfinge, die zu lieben, die er gehaßt hatte, wie der Feind mit dem Feinde versöhnt wird, damit sie dann Freunde seien und einander lieben, die einander haßten, sondern wir sind mit ihm als mit einem uns bereits Liebenden versöhnt worden, nachdem wir vorher mit ihm wegen der Sünde Feindschaft hatten. Ob dies wahr ist, was ich sage, möge der Apostel bezeugen: 'Es bewährt aber', sagt er, 'Gott seine Liebe zu uns, daß, da wir noch Sünder waren, Christus für uns gestorben ist' [Röm. 5,8f.]. Er hatte also gegen uns Liebe, auch da wir, noch in Feindschaft gegen ihn lebend, Ungerechtigkeit übten; und dennoch ist zu ihm vollkommen wahr gesagt worden: 'Du hassest, o Herr, alle, die Ungerechtigkeit tun' [Ps. 5,7]. Somit liebte er uns auf eine wunderbare und göttliche Weise, auch als er uns haßte; denn er haßte uns nicht so, wie er uns gemacht hatte, und weil unsere Ungerechtigkeit sein Werk nicht in jeder Beziehung vernichtet hatte, so verstand er es, zugleich in einem jeden von uns zu hassen, was wir gemacht hatten, als auch zu lieben, was er gemacht hatte. Und zwar kann man dies hinsichtlich aller Dinge verstehen von dem, zu welchem in Wahrheit gesagt wird: 'Du hassest nichts von dem, was Du gemacht hast' [Weish. 11,25]. Denn was immer Gott hassen würde, das hätte er auch nicht ins Dasein rufen wollen, und was der Allmächtige nicht hätte ins Dasein rufen wollen, das würde überhaupt nicht existieren, wenn nicht in dem, was er haßt, etwas wäre, was er lieben könnte. Er haßt ja mit Recht und verwirft als mit der Richtschnur seiner Idee nicht übereinstimmend das Laster, er liebt jedoch auch in den Lasterhaften sein Wohltun, das er durch Heilung, und sein Gericht, das er durch Verdammung übt. So haßt also Gott einerseits nichts von dem, was er gemacht hat ― denn der Urheber der Naturen, nicht der Laster, hat das Böse, das er haßt, nicht gemacht, und anderseits ist hinsichtlich des Bösen, das er entweder heilt durch seine Barmherzigkeit oder zum Gerichte bestimmt, das gut, was er tut. Da er also von dem, was er gemacht hat, nichts haßt, wer könnte würdig zum Ausdruck bringen, wie sehr er die Glieder seines Eingeborenen liebe und um wieviel mehr den Eingeborenen selbst, in dem alles Sichtbare und Unsichtbare geschaffen ist, was, nach Gattungen geordnet, von ihm auf geordnete Weise geliebt wird? Die Glieder seines Eingeborenen nämlich führt er durch die Fülle seiner Gnade zur Gleichheit mit den Engeln; der Eingeborene aber ist, da er der Herr von allen ist, ohne Zweifel der Herr der Engel, durch die Natur, wodurch er Gott ist, nicht den Engeln, sondern vielmehr dem Vater gleich; durch die Gnade aber, wodurch er Mensch ist, wie überragt er in dieser Beziehung nicht die Vortrefflichkeit eines jeden Engels, da Fleisch und Wort eine Person ist!"

(Tractatus in Iohannis Euangelium 110,6; www.unifr.ch/bkv/kapitel1883-6.htm)
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Danke für das schöne Augustinus-Zitat!
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Nicht der Gesunde braucht den Arzt, sondern der Kranke.
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@Magdalena C: Gott weiß seit aller Ewigkeit, welcher Sünder sich von seiner Gnade berühren lässt und mit seiner Hilfe umkehrt und gerettet wird.

Er weiß auch, wer in alle Ewigkeit verstockter Sünder bleiben wird, weil dieser die Sünde liebt und nicht bereuen und umkehren will.

Da sind wir schon wieder bei dieser Häresie, die sich eingeschlichen hat:
Wir sind alle Kinder Gottes.

Nein! …
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@Magdalena C: Gott weiß seit aller Ewigkeit, welcher Sünder sich von seiner Gnade berühren lässt und mit seiner Hilfe umkehrt und gerettet wird.

Er weiß auch, wer in alle Ewigkeit verstockter Sünder bleiben wird, weil dieser die Sünde liebt und nicht bereuen und umkehren will.

Da sind wir schon wieder bei dieser Häresie, die sich eingeschlichen hat:
Wir sind alle Kinder Gottes.

Nein! Sind wir nicht!

Lest doch bitte den Prolog aus dem Johannesevangelium!


"...Und Er gab uns die Macht, Kinder Gottes zu werden."
Werden,
steht hier. We r d e n!!!
Und auch nur die,
die ihn aufnehmen,
die an seinen Namen glauben,
nicht aus dem Blute,
nicht aus dem Verlangen des Fleisches,
nicht aus dem Wollen des Mannes,

sondern aus Gott geboren sind.


Sagt nicht der Herr selber zu den Pharisäern, dass ihr Vater der Teufel ist?
Denn wenn Sein Vater auch ihr Vater wäre, würden sie ihn angenommen haben und nicht andauernd töten wollen?
Das sind die Worte des Herrn!
Gott, der Herr ist unser aller Schöpfer, aber nicht der Vater der verstockten Sünder!
Deren Vater ist der Teufel. Der Herr sagt dies mehrmals.
Was ist dann mit dem verlorenen Sohn? Voller Liebe hat er ihn wieder in seine Arme genommen.
Und lehrt uns Jesus nicht dass wir die Feinde lieben sollen? Wie viel mehr liebt dann auch Gott seine Feinde welche die Sünder sind?
@Magdalena C: Der ließ sich von der Gnade Gottes berühren und kehrte heim zum Vater, deshalb ist er Sein Sohn.
Gott weiß doch schon seit Ewigkeit, wer sich bekehren wird und wer nicht.

Der Vater ging nicht zum verlorenen Sohn in das fremde Land in dem der sich aufhielt und wo er mit Dirnen sein Erbe verprasste. Auch ein interessantes Detail.

Aber er hielt Ausschau nach ihm und sah ihn schon…More
@Magdalena C: Der ließ sich von der Gnade Gottes berühren und kehrte heim zum Vater, deshalb ist er Sein Sohn.
Gott weiß doch schon seit Ewigkeit, wer sich bekehren wird und wer nicht.

Der Vater ging nicht zum verlorenen Sohn in das fremde Land in dem der sich aufhielt und wo er mit Dirnen sein Erbe verprasste. Auch ein interessantes Detail.

Aber er hielt Ausschau nach ihm und sah ihn schon von Ferne kommen und eilte ihm entgegen.
Und wenn der verlorenen Sohn nicht so gehungert hätte, wäre er wohl nie auf die Idee gekommen, zum Vater zurückzukehren.

Deshalb schickt Gott manchmal große Nöte, dass wir uns wieder an IHN erinnern und zu ihm zurückkehren. Wer umkehrt und beharrlich bleibt, wird gerettet und diesen nennt ER Sein Kind, auch wenn er sich durch Sünde eine Zeitlang in Feindesland aufhielt und fern vom Vater war.
Die anderen, die nicht umkehren, haben den Teufel zu ihrem Vater erwählt. Daran lässt der Herr nicht den geringsten Zweifel.

Dieser verlorene Sohn gehört beispielhaft zu denen, von denen Gott schon von Ewigkeit her weiß, dass sie zum Vater zurückkehren werden. Deshalb Sohn.

Und um uns zu zeigen, wie unendlich gut und liebevoll der Vater im Himmel mit reuigen Sündern ist, hat Jesus diese Geschichte erzählt.
Die Feinde, die wir lieben sollen, werden trotzdem nicht gerettet.
Wir sollen aber Gott ähnlich werden und auch die lieben, die uns hassen, weil Gott das auch tut.
Sie werden aber trotzdem verdammt werden, wenn sie nicht bereuen und umkehren.
Daran lässt das Evangelium nicht den geringsten Zweifel.
Sie haben Recht. Genau das bestätigt Gottes Liebe zu ums Sündern
@Magdalena C :Zu diesem Thema passt wunderbar die Homilie in "Betrachtungen zum 31.3. , die @Hildegard51 heute hier eingestellt hat. Eine wunderbare Predigt des Hl. Petrus Chrysogolus!
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Als Vater liebt man alle seine Kinder. Auch wenn sie Böses getan haben. Aber ein Vater mag es nicht wenn Kinder Böses tun. Dennoch liebt er sie bedingungslos. Jesus geht dem verlorenen Schaf nach und lässt 99 Schafe zurück. Er liebt auch dieses eine Schaf. Ich bin mir ganz sicher dass Gott die Sünder nicht hasst. Gott ist die Liebe
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Der Schluss erklärt auch gut das, was den Sedisvakantismus u. a. schwer macht. Wir erkennen klar, dass die nachkonziliaren Päpste in vielen unkatholisch und sogar häretisch sind. Aber wir können es ihnen nicht nachweisen inwiefern diese dies anhand ihrer Erkenntnis, Talente usw. erkennen. Und man ist wenn man jemand etwas so schweres vorwirft unter Sünde (Don Hesse spricht von schwerer Sünde) …More
Der Schluss erklärt auch gut das, was den Sedisvakantismus u. a. schwer macht. Wir erkennen klar, dass die nachkonziliaren Päpste in vielen unkatholisch und sogar häretisch sind. Aber wir können es ihnen nicht nachweisen inwiefern diese dies anhand ihrer Erkenntnis, Talente usw. erkennen. Und man ist wenn man jemand etwas so schweres vorwirft unter Sünde (Don Hesse spricht von schwerer Sünde) verpflichtet dies zu beweisen. Und dies können wir nicht. Das sollte auch mal jeder bedenken der hier so leichtfertig meint Seelenzustände zu kennen. Natürlich müssen wir die Weisungen der modernen Päpste ablehnen und ihnen nicht folgen. Aber wir können eben nicht erklären inwieweit er innerlich subjektiv häretisch ist
Nicolaus
Hw. DDr. Gregor Hesse war kein Kirchenlehrer, sondern ein Privatier!
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ACHTUNG: Hw. Hesse verwechselt hier offenbar etwas:
Im allgemeinen gilt der Rechtsgrundsatz "In dubio pro reo" - Im Zweifelsfall (fällt das Urteil) für den Angeklagten. Der Kläger muss also die Schuld beweisen.

In der Kirche liegt im Fall, dass jemand "unkatholisch und sogar häretisch" spricht, die Beweislast jedoch genau umgekehrt: nicht die Kirche muss dann beweisen, dass er das wirklich so …More
ACHTUNG: Hw. Hesse verwechselt hier offenbar etwas:
Im allgemeinen gilt der Rechtsgrundsatz "In dubio pro reo" - Im Zweifelsfall (fällt das Urteil) für den Angeklagten. Der Kläger muss also die Schuld beweisen.

In der Kirche liegt im Fall, dass jemand "unkatholisch und sogar häretisch" spricht, die Beweislast jedoch genau umgekehrt: nicht die Kirche muss dann beweisen, dass er das wirklich so und nicht etwa anders gemeint hat - wie wollte man das von außen je beweisen? - , sondern der Verdächtige muss hier beweisen, dass er keine Häresie verbreiten oder sich gegen den Glauben der Kirche stellen will!

Ebenso kann es im Zweifelsfall natürlich nicht Aufgabe der Herde sein, den Zweifel zu beseitigen oder zu beweisen, dass jemand nicht wahrer Hirte ist oder sein will, sondern derjenige, der für sich in Anspruch nimmt, Hirte zu sein, muss sich der Herde gegenüber so zeigen, dass sie ihn an seiner Stimme, die ihn als wahren Stellvertreter Christi ausweist, erkennen und anerkennen kann! Die Beweislast liegt also im Zweifelsfall bei ihm! "Einem Fremden hingegen folgen sie nicht, sie fliehen vielmehr vor ihm, weil sie die Stimme des Fremden nicht kennen" (Joh. 10,5).
(Das würde auch jeder wahre Hirte sofort anerkennen und sich nach Kräften um die Aufklärung von möglichen Missverständnissen bemühen!)
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@michael7 Es scheint hier ein kleines Missverständnis zu geben: Ich sagte ja gerade, dass der Ankläger es beweisen muss. Es wäre sicher auch ein seltsames kirchliches Recht, wenn er Papst als oberster Hirte irgendwelche Beweise vorlegen muss. Seine Wahl durch das Konklave ist eigentlich Beweis genug. Ich sagte nur, dass man es beweisen muss, wenn man ihm schwere Vorwürfe macht
@Nicolaus Wenn Sie mich schon blockieren, da Sie mit mir keine Diskussion wollen, dann seien Sie bitte auch so nett auch bei mir nicht zu kommentieren oder mich auch freizugeben. Des weiteren ist dieser Vortrag gerade auch gegen Hw. Hesse schade, denn gerade ihm war es immer wichtig Päpste und kirchliche Lehre zu zitieren. Und nebenbei gefragt: Was sind denn Sie und die ganzen Sedis? Kirchenlehr…More
@Nicolaus Wenn Sie mich schon blockieren, da Sie mit mir keine Diskussion wollen, dann seien Sie bitte auch so nett auch bei mir nicht zu kommentieren oder mich auch freizugeben. Des weiteren ist dieser Vortrag gerade auch gegen Hw. Hesse schade, denn gerade ihm war es immer wichtig Päpste und kirchliche Lehre zu zitieren. Und nebenbei gefragt: Was sind denn Sie und die ganzen Sedis? Kirchenlehrer oder Privatiers?
Nicolaus
@Sascha2801 Ich habe Sie nicht blockiert und auch sonst niemanden, wenn dem so ist, beschweren Sie sich bei der Redaktion und es ist ein technisches Versehen.
michael7
@Sascha2801: Das Missverständnis liegt offenbar in einer falschen Darlegung des Problems:
Es geht nicht darum, dass die Herde willkürlich einen Hirten anklagt oder loswerden will!
Das Problem liegt heute doch darin, dass die Herde dem, der das Hirtenamt beansprucht, nicht folgen kann, weil der Hirte widersprüchlich (zu Christus, zur Überlieferung, zu früheren Päpsten ...) spricht und handelt! …More
@Sascha2801: Das Missverständnis liegt offenbar in einer falschen Darlegung des Problems:
Es geht nicht darum, dass die Herde willkürlich einen Hirten anklagt oder loswerden will!
Das Problem liegt heute doch darin, dass die Herde dem, der das Hirtenamt beansprucht, nicht folgen kann, weil der Hirte widersprüchlich (zu Christus, zur Überlieferung, zu früheren Päpsten ...) spricht und handelt!
In einem solchen Fall steht die Herde ohne Hirte und verloren da, selbst wenn sie noch so gerne gehorchen oder jemand als Hirten anerkennen würde!
Der Zweifel an der wahrheitsgemäßen Stellvertretung Christi muss und kann doch in einem solchen Fall nicht von der Herde, sondern nur von dem ausgeräumt werden, der beansprucht, das Stellvertreteramt ausüben zu wollen!

Darauf wartet doch die Herde! Wie soll sie sonst jemand als Hirten anerkennen können, wenn er nicht mit der Stimme Christi spricht???
Verzichtet er darauf, lebt die Herde ohne Möglichkeit zum Gehorsam einem irdischen Stellvertreter Christi gegenüber, d.h. sie steht da ohne wirklichen Hirten!
Ein wahrer Hirte muss sich ausweisen können, durch Gültigkeit der Wahl und durch die Stimme Christi in seinen Worten, wodurch er sich nicht als Betrüger, sondern als wahrer Stellvertreter des eigentlichen Hirten, Christus erweist: "Die Schafe folgen ihm. Sie kennen ja seine Stimme. Einem Fremden dagegen folgen sie nicht. Sie fliehen vielmehr vor ihm, weil sie die Stimme des Fremden nicht kennen" (Joh. 10,4f.).
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michael7
@Sascha2801:
Ein wahrer Hirte muss sich ausweisen können, durch Gültigkeit der Wahl und durch die Stimme Christi in seinen Worten, wodurch er sich nicht als Betrüger, sondern als wahrer Stellvertreter des eigentlichen Hirten, Christus erweist. Das finden Sie auch in der traditionellen kirchlichen Auffassung einer solchen Problemlage näher erläutert:
„Ein Papst, der einer notorischen, öffent…More
@Sascha2801:
Ein wahrer Hirte muss sich ausweisen können, durch Gültigkeit der Wahl und durch die Stimme Christi in seinen Worten, wodurch er sich nicht als Betrüger, sondern als wahrer Stellvertreter des eigentlichen Hirten, Christus erweist. Das finden Sie auch in der traditionellen kirchlichen Auffassung einer solchen Problemlage näher erläutert:
„Ein Papst, der einer notorischen, öffentlich verbreiteten Häresie und damit dem Schisma anheimfallen würde, würde damit ipso facto aufhören, Glied und Haupt der Kirche zu sein. Dass es bei den Wechselfällen der Geschichte auch in Zukunft zu Pseudo- od. Putativ-Päpsten kommen kann, ist durchaus möglich" (Lexikon für Theologie und Kirche, Freiburg i.Br. 1957 - 1968, Neuauflage 1986, Stichwort „Schisma", Bd. 9, Sp. 405ff.).

„Die Amtsvollmacht des rechtmäßig gewählten Papstes (Denzinger 652 664) wird durch persönliche Sündhaftigkeit nicht aufgehoben (Denzinger 588 637ff. 646-650) (wohl aber durch öffentl. Häresie oder Schisma von seiner Seite, da er nur als Glied der Kirche ihr Haupt sein kann)" (a.a.O., Stichwort „Papst", Bd. 8, Sp. 45).

„Papst ist natürlich nur der, der rechtmäßig gewählt ist (wobei die Rechtmäßigkeit der Wahl mit genügender Deutlichkeit ein öffentliches Faktum in der Kirche sein muß), der die Wahl angenommen hat, also nicht durch offenkundige Häresie oder Schisma sich von ihr trennt, und der handlungs- und zurechnungsfähig ist. Eine Feststellung des Vorhandenseins oder Fehlens dieser Voraussetzungen (vorausgesetzt, dass ihr Fehlen eine reale Möglichkeit ist, worüber keine Einhelligkeit in der Theologie herrscht) kann durch die Kirche (Kardinäle, Konzil usw.) getroffen werden, ohne dass dadurch eine rechtliche Superiorität einer anderen Instanz über den Papst gegeben ist ...

Die alte theol. Durchdenkung dieser Möglichkeiten kann entsprechend den Zeitverhältnissen durchaus reale Bedeutung haben und hat heute wieder begonnen" (a.a.O., Bd. 8, Sp. 47f.).
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M.RAPHAEL
Don Reto hat Recht. Die Trennung von Sünder und Sünde ist nicht möglich. Der Mensch steht mit seiner unsterblichen Seele vor Gott, nicht mit seiner schwachen irdischen Psyche. Allein die Seele ist gottfähig. Sie kann Seinen Liebesbund annehmen oder ablehnen. Die Ablehnung als Abkehr von Gott ist die Sünde. Damit sind Sünder und Sünde immer mit einander verbunden. Sie sind ein und dasselbe. Die …More
Don Reto hat Recht. Die Trennung von Sünder und Sünde ist nicht möglich. Der Mensch steht mit seiner unsterblichen Seele vor Gott, nicht mit seiner schwachen irdischen Psyche. Allein die Seele ist gottfähig. Sie kann Seinen Liebesbund annehmen oder ablehnen. Die Ablehnung als Abkehr von Gott ist die Sünde. Damit sind Sünder und Sünde immer mit einander verbunden. Sie sind ein und dasselbe. Die bösen irdischen Taten vollbringt dann die Alltagspsyche. Da die Sünde aber schon geschehen ist, kann es niemals eine Entschuldigung geben im Sinne von: „Meine Gene oder meine Umwelt haben mir keine andere Wahl gelassen.“

Siehe auch: Hass und Gott
CSc
In der Tat ist die Trennung der Sünde vom Sünder undenkbar, da ja gerade die Sünde das Merkmal des Sünders ist. Wie @Don Reto Nay richtig bemerkt, wäre ein Mensch ohne Sünde kein Sünder mehr, sondern vielmehr ein Heiliger. Möglich ist aber eine Unterscheidung zwischen Sünde und Sünder/Mensch. Diese Unterscheidung führt dazu, dass Gott die Sünde hasst und den Sünder als Sünder hasst, aber …More
In der Tat ist die Trennung der Sünde vom Sünder undenkbar, da ja gerade die Sünde das Merkmal des Sünders ist. Wie @Don Reto Nay richtig bemerkt, wäre ein Mensch ohne Sünde kein Sünder mehr, sondern vielmehr ein Heiliger. Möglich ist aber eine Unterscheidung zwischen Sünde und Sünder/Mensch. Diese Unterscheidung führt dazu, dass Gott die Sünde hasst und den Sünder als Sünder hasst, aber den Sünder als Menschen liebt. Da wir Gott nachahmen sollen (Eph 5,1), sollen auch wir die Sünde hassen und den Sünder als Sünder hassen (auch uns selbst!), aber den Sünder als Menschen lieben (auch uns selbst!).
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M.RAPHAEL
Gott liebt den verlorenen Sohn, weil dieser immer schon zurückgekehrt ist. Das negiert die Freiheit nicht. Der Sohn hätte sich auch anders entscheiden können. Es ist niemand im Himmel, der nicht freiwillig da wäre. Die Abkehr von Gott ist dann Todsünde, wenn sie entschieden ist. Dazu ist die unsterbliche Seele fähig.
@kathvideo und CSc_ : Die Gedanken und Weisheiten von Don Reto Nay sind nicht der letzte Schluss; das weiss er auch selber, denn er liebt es, auf Gegenargumente antworten zu können um seine Ideen und Beweise erklären zu können.

Es ist immer wieder möglich, dass man etwas finden kann, was den früheren Kirchenvätern und Theologen nicht bewusst oder entgangen war, denn auch sie waren Menschen …More
@kathvideo und CSc_ : Die Gedanken und Weisheiten von Don Reto Nay sind nicht der letzte Schluss; das weiss er auch selber, denn er liebt es, auf Gegenargumente antworten zu können um seine Ideen und Beweise erklären zu können.

Es ist immer wieder möglich, dass man etwas finden kann, was den früheren Kirchenvätern und Theologen nicht bewusst oder entgangen war, denn auch sie waren Menschen auf dieser Welt.
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......doch er weis es, jedoch hat die Kath.Kirche gezeigt, das wenn einer behauptet, die alleinige Wahrheit zu kennen, eine Ablehnung zur Folge hat. Von den Charismatikern bis zu den Piusbrüdern hat jeder Platz - ein breites Spectrum - ich sehe in seiner Lehre , aber den für mich, klarsten Weg, der " rote Faden" ist zu Erkennen-die Wahrheit wird im Gesamten sichtbar.....
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niclaas
Der entscheidende Blickwinkel, weshalb auf die Judenmission nicht verzichtet werden kann.
Viele mir bekannte Juden kennen das Christentum besser als manche Katholiken, und trotzdem möchten sie als Juden ihrem Volk Gottes treu bleiben, denn sie hoffen auch als Juden auf die Gnade Gottes.
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Mk 16,16
Mk 16, 16
CSc
@Don Reto Nay

Der hl. Augustinus schreibt: "Deshalb braucht der Mensch, der nach Gott und nicht nach dem Menschen lebt, nur ein Freund des Guten zu sein; daraus ergibt sich dann von selbst, daß er dem Bösen seinen Haß zuwendet. Und einen 'vollkommenen Haß' schuldet er den bösen Menschen [Ps 138,33], das will sagen: da niemand seiner Natur nach böse ist, sondern jeder Böse nur durch die Sünde …More
@Don Reto Nay

Der hl. Augustinus schreibt: "Deshalb braucht der Mensch, der nach Gott und nicht nach dem Menschen lebt, nur ein Freund des Guten zu sein; daraus ergibt sich dann von selbst, daß er dem Bösen seinen Haß zuwendet. Und einen 'vollkommenen Haß' schuldet er den bösen Menschen [Ps 138,33], das will sagen: da niemand seiner Natur nach böse ist, sondern jeder Böse nur durch die Sünde böse ist, so darf der, welcher nach Gott lebt, weder den Menschen hassen wegen der Sünde noch die Sünde lieben wegen des Menschen, sondern muß die Sünde hassen und den Menschen lieben. Denn wenn die Sünde beseitigt ist, so bleibt nur solches zurück, was er zu lieben hat, und nichts, was er zu hassen hätte." (De civitate Dei 14,6; www.unifr.ch/bkv/kapitel1932-5.htm)

Der hl. Thomas von Aquin schreibt: "Ich antworte, gemäß ihrer Natur, nach der sie die Seligkeit genießen können, seien die Sünder zu lieben; denn die gemeinschaftliche Grundlage der heiligen Liebe ist die ewige Seligkeit; — gemäß der Schuld aber, die ein Hindernis bildet für die Seligkeit, seien sie aus dem gleichen Grunde zu hassen; selbst wenn es Vater, Mutter etc. wäre, wie Luk. 14. geschrieben steht. Daß sie also Sünder sind, müssen wir in ihnen hassen; daß sie Menschen sind, in heiliger Liebe lieben." (S. th. II-II q. 25 a. 6 resp.; www.unifr.ch/bkv/summa/kapitel541-6.htm)

Es ist also richtig zu sagen: Gott hasst die Sünde und liebt den Sünder oder - was dasselbe ist - Gott hasst den Menschen als Sünder und liebt den Sünder als Menschen.
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.....ne,ne Gott haßt den Sünder, sonst hätte er ihn nicht aus den Paradies verbannt ......er liebt den Menschen, weil sein Sohn Mensch ist und immer war - wird der Sünder nicht wie der Sohn, dann ist er verloren........
kathvideo
Don Reto Nay ist dermaßen intelligent, dass er auch überkommene Sätze der kirchlichen Tradition in Frage stellt. Wenn er selber etwas nicht einsieht, dann ist es eben falsch - mag auch Augustinus das anders gesehen haben; mögen auch die Päpste das anders formuliert haben. Aber, o guter Don Reto, solltest nicht auch Du selbst Dich einmal hinterfragen, ob alles, was Du von Dir gibst, schon der …More
Don Reto Nay ist dermaßen intelligent, dass er auch überkommene Sätze der kirchlichen Tradition in Frage stellt. Wenn er selber etwas nicht einsieht, dann ist es eben falsch - mag auch Augustinus das anders gesehen haben; mögen auch die Päpste das anders formuliert haben. Aber, o guter Don Reto, solltest nicht auch Du selbst Dich einmal hinterfragen, ob alles, was Du von Dir gibst, schon der Weisheit letzter Schluss ist? Im Sünder wird ja das geschöpfliche Gutsein nicht ausgelöscht, und Gott will tatsächlich, dass er sich bekehrt. Wie aber könnte er das wollen, wenn er ihn nicht lieben würde?
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"Im Sünder wird ja das geschöpliche Gutsein nicht ausgelöscht, und Gott will tatsächlich, dass er sich bekehrt. Wie aber könnte er das wollen, wenn er ihn nicht lieben würde?" Damit hat @kathvideo logisch und klar argumentiert!
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@kathvideo Doch, doch, der IQ liegt jedenfalls im zweistelligen Bereich.
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Gott starb aus Liebe am Kreuz und ließ sich für uns Sünder kreuzigen, denn nicht die Guten bedürfen des "Arztes" (nach Luk 5,31). Ich bin nie im Eigentlichen Sünder, wie Luther meinte ("natura corrupta"), sondern mit der Sünde verrate ich mein eigentliches Wesen; denn "bonum est, quod est" ("Gut ist, was existiert"), und Böses ist Mangel an Seiendem, ist keine und hat keine Substanz (An das …More
Gott starb aus Liebe am Kreuz und ließ sich für uns Sünder kreuzigen, denn nicht die Guten bedürfen des "Arztes" (nach Luk 5,31). Ich bin nie im Eigentlichen Sünder, wie Luther meinte ("natura corrupta"), sondern mit der Sünde verrate ich mein eigentliches Wesen; denn "bonum est, quod est" ("Gut ist, was existiert"), und Böses ist Mangel an Seiendem, ist keine und hat keine Substanz (An das Böse als etwas Substanzielles glauben freilich die irrenden Manichäer).
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Antiquas
Die Manichäer waren kluge Leute.
"Mehret euch", sagt Gott (Gen 9,7). Die Manichäer lehnen das ab, damit nicht weitere Lichtseelen (wie die unseren) in böse Menschenkörper (wie die unseren) gebannt würden, denn Welt und Menschenleiber seien vom bösen Gegengott, dem Demiurgen, geschaffen. Dahinter steckt der altpersische Dualismus, während jüdisches und christliches Denken vom ausschließlich guten Ursprung alles Seienden ausgeht…More
"Mehret euch", sagt Gott (Gen 9,7). Die Manichäer lehnen das ab, damit nicht weitere Lichtseelen (wie die unseren) in böse Menschenkörper (wie die unseren) gebannt würden, denn Welt und Menschenleiber seien vom bösen Gegengott, dem Demiurgen, geschaffen. Dahinter steckt der altpersische Dualismus, während jüdisches und christliches Denken vom ausschließlich guten Ursprung alles Seienden ausgeht. "Manichäer kluge Leute" ? An @Antiquas.
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