Clicks689

Schluss der Enzyklika Mystici Corporis von Pius XII.

loveshalom
1
Mehr als alle anderen Geschöpfe gemeinsam Möge die jungfräuliche Gottesmutter, Ehrwürdige Brüder, diesen Unseren Wünschen, die gewiss auch die euern sind, zur Verwirklichung helfen und allen eine …More
Mehr als alle anderen Geschöpfe gemeinsam

Möge die jungfräuliche Gottesmutter, Ehrwürdige Brüder, diesen Unseren Wünschen, die gewiss auch die euern sind, zur Verwirklichung helfen und allen eine unverfälschte Liebe zur Kirche erflehen! Ihre hochheilige Seele war mehr als alle anderen, von Gott geschaffenen Seelen, vom göttlichen Geiste Jesu Christi erfüllt. Sie hat ihre Zustimmung gegeben "im Namen der ganzen menschlichen Natur", so dass "sich zwischen dem Sohne Gottes und der Menschennatur eine Art geistlicher Ehe" vollzog.

Sie hat Christus den Herrn, der schon in ihrem jungfräulichen Schosse mit der Hoheit des Hauptseins über die Kirche umkrönt war, in Wundern geboren, den Quell alles himmlischen Lebens. Sie hat den Neugeborenen denen, die Ihm aus Juden und Heidenland die erste Anbetung zollten, als Prophet, König und Priester dargereicht. Ihr Einziggeborener hat auf ihre Mutterbitte "zu Cana in Galiläa" das Wunderzeichen gewirkt, auf das hin "seine Jünger an Ihn glaubten".

Sie hat, frei von jeder persönlichen oder erblichen Verschuldung und immer mit ihrem Sohn aufs innigste verbunden, Ihn auf Golgatha zusammen mit dem gänzlichen Opfer ihrer Mutterrechte und ihrer Mutterliebe dem Ewigen Vater dargebracht als neue Eva für alle Kinder Adams, die von dessen traurigem Fall entstellt waren. So ward sie, schon zuvor Mutter unseres Hauptes dem Leibe nach, nun auch auf Grund eines neuen Titels des Leids und der Ehre im Geiste Mutter aller seiner Glieder.

Sie war es, die durch ihre mächtige Fürbitte erlangte, dass der schon am Kreuz geschenkte Geist des göttlichen Erlösers am Pfingsttag der neugeborenen Kirche in wunderbaren Gaben gespendet wurde.

Sie hat endlich dadurch, dass sie ihr namenloses Leid tapfer und vertrauensvoll trug, mehr als alle Christgläubigen zusammen, als wahre Königin der Märtyrer, "ergänzt, was an den Leiden Christi noch fehlt ... für seinen Leib, die Kirche" (Col. l, 24.). Sie hat den geheimnisvollen Leib Christi, der aus dem durchbohrten Herzen des Heilandes geboren ward, mit derselben innigen Mutterliebe und Sorge begleitet, womit sie das Jesuskind in der Krippe und an ihrer Brust umhegte und nährte.

Ihrem unbefleckten Herzen haben Wir vertrauensvoll alle Menschen geweiht. Möge sie, die hochheilige Mutter aller Glieder Christi, strahlend jetzt mit Leib und Seele in der Himmelsglorie und herrschend droben mit ihrem Sohn, von Ihm inständig erflehen, dass reiche Ströme der Gnade unaufhörlich vom erhabenen Haupt auf alle Glieder des geheimnisvollen Leibes herabfließen. Möge sie mit ihrer wirksamen Fürsprache wie in vergangenen Zeiten so heute die Kirche schützen und ihr sowie der ganzen Menschheit endlich friedlichere Zeiten von Gott erlangen.

Schluss der Enzyklika Mystici Corporis von Pius XII.
29. Juni 1943, fünfte Enzyklika seines Pontifikats

Bildquelle: 30 Tage in Kirche und Welt, Ausgabe 09 - 2008
loveshalom
Möge die jungfräuliche Gottesmutter, Ehrwürdige Brüder, diesen Unseren Wünschen, die gewiss auch die euern sind, zur Verwirklichung helfen und allen eine unverfälschte Liebe zur Kirche erflehen! Ihre hochheilige Seele war mehr als alle anderen, von Gott geschaffenen Seelen, vom göttlichen Geiste Jesu Christi erfüllt. Sie hat ihre Zustimmung gegeben "im Namen der ganzen menschlichen Natur", so …More
Möge die jungfräuliche Gottesmutter, Ehrwürdige Brüder, diesen Unseren Wünschen, die gewiss auch die euern sind, zur Verwirklichung helfen und allen eine unverfälschte Liebe zur Kirche erflehen! Ihre hochheilige Seele war mehr als alle anderen, von Gott geschaffenen Seelen, vom göttlichen Geiste Jesu Christi erfüllt. Sie hat ihre Zustimmung gegeben "im Namen der ganzen menschlichen Natur", so dass "sich zwischen dem Sohne Gottes und der Menschennatur eine Art geistlicher Ehe" vollzog.

Sie hat Christus den Herrn, der schon in ihrem jungfräulichen Schosse mit der Hoheit des Hauptseins über die Kirche umkrönt war, in Wundern geboren, den Quell alles himmlischen Lebens. Sie hat den Neugeborenen denen, die Ihm aus Juden und Heidenland die erste Anbetung zollten, als Prophet, König und Priester dargereicht. Ihr Einziggeborener hat auf ihre Mutterbitte "zu Cana in Galiläa" das Wunderzeichen gewirkt, auf das hin "seine Jünger an Ihn glaubten".