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augustinus 4
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Engelsturz (29)¬†: "Doch vor den Menschen d√ľrfen wir das nicht tun, dies verbiete ich euch"

29.
‚ÄěIch wusste, dass diese Ehre
Ihm als Gott geb√ľhre


Da Er aber zugleich Mensch sein sollte, also von einer geringen, tief unter uns stehenden Natur, so konnte ich es nicht ertragen, Ihm unterworfen zu sein, da mir verweigert wurde, was Gott f√ľr diesen Menschen tun wollte. Und nicht nur diesen Menschen anzubeten hat uns Gott geboten, sondern auch ein Weib als Herrin anzuerkennen, das ein blo√ü irdisches Gesch√∂pf und Seine Mutter sein sollte. Diese so beleidigende Zur√ľcksetzung haben wir alle tief empfunden. Wir haben uns widersetzt und diesem Befehle widerstanden. Daf√ľr wurden wir mit dem ungl√ľcklichen Zustand und den Qualen gestraft, die wir jetzt ertragen. Wir kennen diese Wahrheiten und bekennen sie hier unter uns mit Beben.

Doch vor den Menschen d√ľrfen wir das nicht tun, dies verbiete ich euch, damit sie nicht unsere Unwissenheit und Schw√§che erfahren.

Wenn aber jener Gottmensch und Seine Mutter uns verderben sollen, so wird Ihre Ankunft in der Welt unsere gr√∂√üte Qual und unser gr√∂√ütes Ungl√ľck sein.

Darum muss ich all meine Macht aufbieten, sie zu vernichten, m√ľsste dabei auch die ganze Welt zugrunde gehen. Ihr kennt die bisherige Un√ľberwindlichkeit meiner Macht. Ein so gro√üer Teil der Welt gehorcht mir und ist meinem arglistigen Willen unterworfen. Doch seit einigen Jahren seid ihr bei vielen Gelegenheiten √ľberwunden worden und sind eure Kr√§fte geschw√§cht.

Ich selbst versp√ľrte eine h√∂here Macht, die mich bindet. Schon einige Male habe ich mit euch die ganze Welt durchstreift, um zu sehen, ob in ihr etwas Neues zu finden sei, dem unsere Niederlage zuzuschreiben w√§re, oder ob etwa der verhei√üene Messias gekommen sei.

Wir haben Ihn auf der ganzen Erde nicht gefunden und entdecken nicht einmal sichere Zeichen Seiner Ankunft, n√§mlich die Pracht und das Aufsehen, mit denen Er unter den Menschen auftreten wird. Trotzdem f√ľrchte ich, die Zeit k√∂nnte nahe sein, dass Er vom Himmel auf die Erde kommen wird.

Wir wollen Ihn samt dem Weibe, das Er zu Seiner Mutter erw√§hlen wird, mit gro√üer Wut vernichten. Wer darin mehr leistet, dem werde ich zum Dank gr√∂√üere Belohnungen erteilen. Bis jetzt finde ich an allen Menschen S√ľnden und Wirkungen der S√ľnde. Nirgends entdecke ich die Majest√§t und Gr√∂√üe, in der sich der menschgewordene Gott den Menschen offenbaren wird, um sie zu bewegen, Ihn anzubeten und Ihm Opfer darzubringen. An diesem unfehlbaren Zeichen werden wir Ihn erkennen, aber auch an Seiner S√ľndenlosigkeit
.“

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Quelle:
Maria v. Agreda, Die Mystische Stadt Gottes
(aus dem vierb√§ndigen gek√ľrzten Werk)


Info zur Quelle:
Die Mystische Stadt Gottes, Maria von √Āgreda (1602-1665) - Buchempfehlung mit h√∂chsten Belobigungen
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