caudatarius
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"Jusqu'où iront-ils?"

FAIL!
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Schönborn: "Wer bei Familie spart, sägt am Ast, auf dem alle sitzen"

Bei dem verlinkten Artikel in news.at muß man sich lediglich die Kommentare durchlesen, um einen weiteren Grund für die Austrittswelle zu erkennen: Das ständige Herunterlabern der ewig gleichen Vorurteile, Haß-Sprüche und Lügengeschichten. Die Leute fühlen sich in ihrem Sumpf einfach wohl und wollen sich nicht von der Wahrheit oder wenigstens von auszuwertenden neuen Informationen irritieren …More
Bei dem verlinkten Artikel in news.at muß man sich lediglich die Kommentare durchlesen, um einen weiteren Grund für die Austrittswelle zu erkennen: Das ständige Herunterlabern der ewig gleichen Vorurteile, Haß-Sprüche und Lügengeschichten. Die Leute fühlen sich in ihrem Sumpf einfach wohl und wollen sich nicht von der Wahrheit oder wenigstens von auszuwertenden neuen Informationen irritieren lassen. Daß sich die User dort dann Namen wie "freeyourmind" oder "different-view" geben, ist Monthy Pythons pur.
caudatarius

Pontifikalamt mit Kardinal Castrillon

@Unicorn:
Ich zitiere: Erstens: "Richtet nicht..." Zweitens: "In diesem Forum werden die falschen Fragen diskutiert". Und auch: "Wenn Sie die Worte Jesu so interpretieren spricht das nicht gerade für Sie". Frage: Was denn nun?

@ JdT: Das Chryso-Zitat aus dem 4. Jahrhundert ist essentiell natürlich einwandfrei. Man muß aber bedenken, daß - wie Monika Elisabeth bereits sagte - der Umkehrschluß…More
@Unicorn:
Ich zitiere: Erstens: "Richtet nicht..." Zweitens: "In diesem Forum werden die falschen Fragen diskutiert". Und auch: "Wenn Sie die Worte Jesu so interpretieren spricht das nicht gerade für Sie". Frage: Was denn nun?

@ JdT: Das Chryso-Zitat aus dem 4. Jahrhundert ist essentiell natürlich einwandfrei. Man muß aber bedenken, daß - wie Monika Elisabeth bereits sagte - der Umkehrschluß (Gold und Seide in der Liturgie implizieren Hartherzigkeit gegenüber Armen) sich aus rein logischen Gründen verbietet. Chrysostomus schrieb erstens gegen jeglichen Luxus an (hatte daher auch nicht geringen Zoff mit Kaiserin Eudoxia). Er schrieb auch - und mit Recht - gegen den Luxus, der sich nach dem Edikt von Milan und dem Ende der Christenverfolgung unter dem nun in ruhigeren und üppigeren Gewässern schippernden Klerus auszubreiten drohte (Gregorovius zeichnet in seiner Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter ein ausgezeichnetes Bild davon). Heutzutage, wo ein oft bemüht übertriebener Streetworker-Zwang sich bestimmten Teilen der Kirche bemächtigt, ist es sicherlich nicht verkehrt, auch die alten Formen wenigstens nicht sterben zu lassen, um die Menschen immer und immer wieder daran zu erinnern, daß das Beschränken der Kirche auf einen säkularen Aspekt ihren sofortigen spirituellen Tod bedeutet.

Ernsthaft: Was ist erfreulicher, als ein Prälat, der den Mut besitzt, trotz aller zu erwartenden Schmährufe aus allen möglichen (nicht zuletzt katholischen) Ecken, sich eine lange seidene Schleppe nachtragen zu lassen um sich für die Dauer von zwei Stunden nur unserem Herrn zu widmen, und nicht der Frage, wie er wohl nun in den Medien davonkommen wird. Ich ziehe vor diesen Männern den Hut und wünsche mir, es gäbe mehr Katholiken, die im Alltag auf ähnliche Weise ihren Mann/ihre Frau stehen: Zeugnis geben, wenn's auch mal weh tut oder der Gegenseite zu Lästereien und Schmähungen verhilft.

caudatarius

Pontifikalamt mit Kardinal Castrillon

Huch!

Hier wird ja immer noch gezofft!

Um mal handefeste Beispiele zu bringen, die vielleicht dabei behiflich sein können, das komische und etwas zu einfache Schwarz/Weiß-Denken einzuschränken: Ich darf mich glücklich schätzen mit Erzbischof Burke, Karidnal Pell und Kardinal O'Brien drei der Prälaten, die in jüngerer und jüngster Zeit die Cappa Magna trugen, persönlich zu kennen. Jeder dieser …More
Huch!

Hier wird ja immer noch gezofft!

Um mal handefeste Beispiele zu bringen, die vielleicht dabei behiflich sein können, das komische und etwas zu einfache Schwarz/Weiß-Denken einzuschränken: Ich darf mich glücklich schätzen mit Erzbischof Burke, Karidnal Pell und Kardinal O'Brien drei der Prälaten, die in jüngerer und jüngster Zeit die Cappa Magna trugen, persönlich zu kennen. Jeder dieser drei Männer ist das genaue Gegenteil von einem herrschsüchtigen Kirchenfürsten. Sie sind alle sehr persönlich, ungezwungen, einladend und bilden sich auf ihr Amt und ihren Namen rein gar nicht sein. Dazu haben sie alle auch noch besondere, sie auszeichnende Eigenschaften. Erzbischof Burke ist absolut liebenswürdig, gesellig und geduldig. Karidnal Pell hat eine humorvolle, pratische, anpackende Art. Kardinal O'Brien ist so down-to-earth wie man es nur sein kann.

Jetzt stelle ich diese drei Prälaten mal den diversen (und nicht wenigen) mir bekannten Priestern gegenüber, die bevorzugt in Jeans und T-Shirt auftreten und hinter vorgehaltener Hand sich über jedes Bißchen "Extra" in der Kirche im allgemeinen und in der Ausstattung von Bischöfen im besonderen mokieren oder lustig machen: Da fällt erstens nicht selten ein unangenehmer Anteil von schlecht verhohlenem Neid auf, der die ganze Geschichte sofort auf das Abstellgleis der Bigotterie zusteuern läßt. Hinzu kommt eine Urteilsfreudigkeit, die in der Regel auf einem Fundament ungenügender Information ruht. Drittens - und hier liegt die Sache wirklich im Argen - schwingt dort hin und wieder ein Stolz mit, der nur eine Schlußfolgerung zuläßt: Bei diesen Herren ersetzen Jeans und T-Shirt die Cappa Magna, denn bei diesen Herren ist die Kleidung unmittelbar mit einem Herrschaftsanspruch verbunden, nämlich dem, über die von ihnen anhand subjektiver Kriterien ausgewählten Individuen richten zu können.

Die Kirche verlangt von niemandem, daß er beim Anblick einer Cappa in freudiges Jauchzen ausbricht. Aber wenn eben diese Cappa als Bestandteil einer würdevollen, erhabenen, pontifikalen Liturgie hin und wieder mal aus der Mottenkiste geholt wird, dann täten einige Leute gut daran - im Sinne der Christlichen Einheit, die ja wie kaum ein anderes Thema Anliegen des Heiligen Vaters ist - ihre Unwohlsein hinunterzuschlucken und auf die Realität und die Phänomene zu achten, welche ihnen zeigen, daß die Cappa keineswegs ein Zeichen ist, "das in der Welt niemand mehr versteht, es ist ein Zeichen des Widerspruches geworden, ein Zeichen für eine prunkende, herrsüchtige Kirche, die niemand mehr haben will, ein Zeichen, das abstößt". Denn wie sonst wäre es zu erklären, daß solche Liturgien so viele Menschen anziehen, darunter übrigens nicht wenige junge Leute?

Habt ein wenig Einsicht und zeigt Großmut gegenüber der Vielfalt!

caudatarius

Pontifikalamt mit Kardinal Castrillon

Ihr Lieben!

Ich finde, Ihr macht hier ein wenig zuviel Wind. Die Cappa ist weder ein essentielles, notwendiges Utensil für die Heilige Messe, noch ist sie ein Kleidungsstück, welches auch nur im entferntesten Assoziazionen mit "Faschingsgilden" oder "Bauernschaften" rechtfertigt. Auch hat der Verweis darauf, daß wir heute nicht mehr in Barockklamotten herumlaufen keine Relevanz, da es sich bei …More
Ihr Lieben!

Ich finde, Ihr macht hier ein wenig zuviel Wind. Die Cappa ist weder ein essentielles, notwendiges Utensil für die Heilige Messe, noch ist sie ein Kleidungsstück, welches auch nur im entferntesten Assoziazionen mit "Faschingsgilden" oder "Bauernschaften" rechtfertigt. Auch hat der Verweis darauf, daß wir heute nicht mehr in Barockklamotten herumlaufen keine Relevanz, da es sich bei der Cappa ja eben nicht um ein der Mode unterworfenes Gewand handelt, sondern um ein Teil der Chortracht eines Bischofs oder Kardinals. Wenn die Kirche immer nur genauso bunt oder grau herumliefe, wie es der Zeitgeist ihr grade aufzwingt, dann wäre sie schon viel zu sehr "von dieser Welt". Eben weil in der Katholischen Kirche das gute, alte "sowohl... als auch..." gilt (und nicht ein rigoroses "entweder... oder..."), ist in Ihr für Beides Platz: Für Franziskus und Theresa von Kalkutta ebenso wie für all die Prälaten, die in den letzten Jahren mit der Cappa Magna in die Kirche einzogen.

Übrigens war die Cappa noch lange, lange nach den letzten "Fürstbischöfen" ein strunznormaler Anblick überall auf der Welt.

Ich halte es grundsätzlich für falsch, hier die Puritaner-Keule zu schwingen oder tränenfeucht auf die Armen zu verweisen, da wir uns dadurch nur selbst die (säkulare) Schere der Zensur in den Kopf setzen und außerdem in vielen Fällen Gefahr laufen, viel zu stolz auf unsere Demut zu werden. Wo, wenn nicht in der Heiligen Messe, wäre es angebracht, es so richtig krachen zu lassen, damit nicht nur der individuelle Gläubige sondern auch die Welt erkennt, daß es etwas gibt, das sogar wichtiger ist als die Armen? Schließlich bedeutet dies ja nicht, daß die Kirche sich nicht (wie kaum eine andere Organisation) für die Armen einsetzt und ihnen hilft.

Ich fände es im Gegenteil viel heuchlerischer, wenn die Kirche während der Messe plötzlich nur noch auf Sack und Asche macht. Das bringt die Gefahr mit sich, daß viel zu viele der Meckerer dort draußen dann ihren Einsatz für die Armen und Schwachen runterfahren, weil sie denken, daß jetzt ja die Kirche - offensichtlich - sich da primär engagiert. Leider sind wir aber ALLE IMMER aufgerufen, uns da zu engagieren. Daher ist es zielführender, weniger zu mosern und mehr zu tun.

Last but not least: Versucht, so wenig wie möglich zu spekulieren, was Jesus wohl sagen würde. Denkt lieber darüber nach, was Jesus Euch gerne tun sähe.

P.S.: Kann nicht mal jemand ein Emoticon mit einen Kardinal in Cappa Magna entwerfen?